Wirtschaftsinformatik in der Praxis

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Teil 3: Der tägliche Arbeitsablauf zur Umsetzung einer Work Order in der VWFS AG

Nun kennt ihr eine meiner täglichen Aufgaben. Es bleiben aber die Fragen, wie viel Zeit ich mit was aufbringe, ob das nur in meiner aktuellen Abteilung so ist und womit ich speziell arbeite.

Im Zuge meiner Ausbildung bei der VWFS AG habe ich verschiedene Abteilungen durchlaufen, sodass ich den Arbeitsalltag mit verschiedenen Technologien erleben konnte. Grundsätzlich ist der Entwicklungsprozess für Software immer der gleiche. Die Unterscheidungen liegen in den Technologien, den Aufgaben und dem organisatorischen Arbeitsumfeld. An dieser Stelle möchte ich das anhand eines Beispiels verdeutlichen: Aktuell Arbeite ich mit SAP BW. Hier sind alle Schritte um Daten zusammenzuführen und darzustellen in einer Technologie zu finden. Gleichzeitig benötige ich Kollegen, die Speziell dazu da sind, um die Daten zu interpretieren und transformieren. In einer anderen Abteilung habe ich mit C# und Javascript gearbeitet. Durch die Spezialisierungen der Programmiersprachen habe ich das Web Frontend und die dahinterliegende Logik gebaut. Gleichzeitig war beispielsweise die Datenbankentwicklung in einen anderen Bereich ausgelagert, sodass alle Datenbankanpassungen und Operationen von anderen Kollegen erledigt wurden.

Schätzungsweise verbringe ich 30% meiner Zeit damit mich abzustimmen. Hierzu zähle ich Meetings, Telefonate, Mails und zuarbeiten, die direkt aus Abstimmungen resultieren und darauf zuarbeiten. Die tatsächliche Umsetzung und Programmierung (wobei Programmierung nicht gleich Programmierung ist. Das hängt ganz von der Technologie ab) hat die Majorität von ca. 60% der Zeit. Die letzten 10% verbringe ich mit weiteren Aufgaben, die nicht direkt Zielführend für eine der Work Orders sind. Hierzu zählen Abteilungsrunden, organisatorische Aufgaben, Schulungen und für mich, da ich verhältnismäßig noch recht neu in der Abteilung bin, das Erlernen von Sachverhalten, die ich für meine Arbeit benötige.


Teil 2: Der tägliche Arbeitsablauf zur Umsetzung einer Work Order in der VWFS AG

Ist geklärt, dass eine Anforderung umgesetzt werden soll, so wird mit der wie-Frage begonnen. Dies macht dann derjenige, der die Änderung tatsächlich unter seine Fittiche nimmt. Die Umsetzung kann dabei sowohl von einem weiteren Kollegen, als auch vom Applikationsverantwortlichen selbst übernommen werden. – Einschub – Da ich selbst noch relativ neu in der Abteilung und mit der Applikation bin, zähle ich noch zu den weiteren Kollegen ohne Applikationsverantwortung. Der Zeithorizont um Applikationsverantwortlicher zu werden liegt in meinem Fall als Teilzeitkraft bei etwa 2 Jahren. Dies ist allerdings auch sehr abhängig von der Komplexität der jeweiligen Applikation. – Einschub Ende –

Die Klärung der wie-Frage beinhaltet weiteren Austausch mit dem Fachbereich. Es gilt, die Anforderungen aus einer fachlichen Sicht in eine Umsetzungssicht zu transformieren. U.a. gehört dies zu der im Winfo-Studium vielfach angesprochenen Übersetzungstätigkeit zwischen Fachbereich und IT. Einzuplanen sind hier auch die weiteren Kollegen aus dem IT-Bereich. Durch die Vernetzung der verschiedenen Applikationen müssen auch an anderen Applikationen Änderungen vorgenommen werden, um den Änderungsauftrag des Fachbereichs tatsächlich umzusetzen. Am Ende der Klärung, wie die Änderungsanforderungen umgesetzt werden sollen, steht ein Umsetzungskonzept, das die strukturellen Anpassungen an der eigenen Applikation beinhaltet, sowie eine Aufwandsschätzung, wie lange für die Anpassung der eigenen Applikation und zusätzlich die Anpassungen an anderen Applikationen benötigt werden. Die Umsetzungskonzepte schreiben die Mitarbeiter der anderen Applikationen selbst für sich. Anhand der Aufwandsschätzung entscheidet der Fachbereich, ob der Änderungsauftrag tatsächlich umgesetzt werden soll, oder ob er noch einmal angepasst wird.

Bei der Umsetzung des Änderungsauftrages hält man sich an das zuvor geschriebene Umsetzungskonzept. Das Umsetzungskonzept ist so verfasst, dass es die Gesamtstruktur vorgibt, ohne dabei dem Entwickler die einzelnen Codezeilen vorzugeben. In dieser Phase kommt es viel Auf die Abstimmung mit Kollegen an, mit denen man zusammen an der Umsetzung arbeitet. Außerdem werden weitere Detailfragen mit dem Fachbereich geklärt, die zuvor nicht bedacht wurden.

Nach der Umsetzung des Änderungsauftrages testen sowohl die IT, als auch der Fachbereich die Applikation auf ihre Funktionalität. Die IT Testet, dass Abläufe weiterhin reibungslos funktionieren und der Fachbereich achtet auf die Korrektheit der Daten. Funktioniert alles, so wird die Änderung Produktiv geschaltet, sodass der Fachbereich tatsächlich damit arbeiten kann.


Teil 1: Der tägliche Arbeitsablauf zur Umsetzung einer Work Order in der VWFS AG

Hallo zusammen,

ich heiße Henrik Busche und studiere im zweiten Mastersemester Wirtschaftsinformatik an der TU-BS. Ich habe in den vergangenen 3 Jahren ein duales Studium zum B.Sc. Wirtschaftsinformatik bei der VWFS AG gemacht und dabei verschiedene Bereiche des Unternehmens kennengelernt. Nach meiner Ausbildung bin ich nun im Bereich Business Intelligent Solutions for Riskmanagement eingesetzt.

Nachdem es schon viele Blogeinträge zur Vorstellung verschiedener Applikationen gab, möchte ich euch einen kleinen Einblick in die Arbeit geben, die tagtäglich an den Applikationen verrichtet wird.

Zu meinen täglichen Aufgaben zählt z.Z. die Umsetzung von Work Orders. Also großen oder kleinen Änderungsaufträgen an bestehenden Applikationen. Hierzu muss ich mich mit verschiedenen Kollegen abstimmen, da die Applikationen keine standalone Anwendungen, sondern vielfach vernetzt sind und verschiedene Leute Anforderungen daran stellen. Jede Änderung meinerseits hat auch Einfluss auf Schnittstellen zu Applikationen Anderer. Aber nun lasst uns erst einmal am Anfang beginnen. Im Folgenden werde ich den Ablauf einer Work Order beschreiben.

Im Fachbereich sitzen die Leute, die sich Fachlich mit bestimmten Unternehmensaufgaben auskennen. In meinem Fall beispielsweise das Risikomanagement. Die Leute im Fachbereich arbeiten mit verschiedenen Applikationen. Wenn ihnen nun Verbesserungen für diese Applikationen einfallen, sie neue Geschäftsmöglichkeiten eröffnen wollen oder sie neue gesetzliche Vorgaben erfüllen müssen, verlangen sie Änderungen an den bestehenden Applikationen. Diese Änderungsanforderungen beschreiben sie Fachlich in einem Fachkonzept, welches sie anschließend an den Applikationsverantwortlichen der jeweiligen Software übergeben.

Aufgabe des Applikationsverantwortlichen ist die grobe Bewertung der Änderungsanforderung. Sprich: Ist die Anforderung überhaupt umsetzbar? Zu klärende Fragen sind beispielsweise „Ist die Änderungsanforderung überhaupt realistisch?“ und „Wann hat die IT Zeit, die Änderung umzusetzen?“. Geklärt wird hier also nicht „Wie“, sondern „Ob“ die Änderung umgesetzt wird.


Teil 3: Fazit zum Praktikum bei der VWFS AG

Zu guter Letzt möchte ich euch im dritten und letzten Blogeintrag mein persönliches Fazit zu der Zeit bei der VWFS AG als Werkstudent und als Praktikant mitteilen.

Für Studenten ist es enorm wichtig parallel zum Studium auch bereits erste Berufserfahrung zu sammeln. Viele Unternehmen verlangen dies heutzutage und daher habe ich mich bemüht auch von Anfang an so viel Erfahrung wie möglich zu sammeln.

Dies hat auch wunderbar funktioniert. Jedoch kann ich rückblickend nun sagen, dass am Ende meines Bachelors ich schon ab und an das Gefühl hatte, nur noch zu arbeiten und das Studium in den Hintergrund stellte. Sodass sich mein Bachelorabschluss in die Länge gezogen hat und ich erst später mit dem Bachelor in der Berufswelt voll durchstarten konnte. Von daher würde ich allen Studenten empfehlen Berufserfahrung zu sammeln, dennoch sollte man ein gesundes Mittelmaß finden und nicht seine Prioritäten vom Studium auf den Nebenjob verlagern.

 

Beste Grüße,

Alexander


Teil 2: Praktikum bei der VWFS AG

Im ersten Teil meines Blogeintrages habe ich euch erzählt, wie genau ich zu dem Praktikum bei der VWFS AG gekommen bin und möchte euch nun gerne in dem zweiten Blogeintrag etwas näher erläutern, was genau meine Tätigkeiten waren.

In dem freiwilligen Praktikum habe ich an den Prototypen aus der Bachelorarbeit weiter gearbeitet und meine Kollegen aus der Abteilung unterstützt. Ich konnte so sehen wie sehr es auf Teamarbeit ankommt, jedes Projekt wurde in viele einzelne Arbeitspakete mit unterschiedlichen Deadlines aufgeteilt, welche dann von unterschiedlichen Kollegen in der Unterabteilung bearbeitet wurden. Damit wurde eine übersichtliche Strukturierung der einzelnen Arbeitspakete und Kommunikation unter den Kollegen unerlässlich. Weil das Team auch parallel Aufgaben bearbeiten konnte, war es besonders wichtig bereits von Beginn an beim Programmieren des Quellcode übersichtlich und gut strukturiert vorzugehen und auch mit vielen Kommentaren zu versehen. So konnte der nachfolgende Mitarbeiter sich in den Quellcode ohne viel Aufwand einlesen und verstehen. Deswegen war eine meiner Aufgaben damals den Quellcode unterschiedlicher Methoden oder Applikationen zu testen, zu kommentieren und anschließend eine Dokumentation anzufertigen. Darüber hinaus habe ich zu der Zeit auch kleinere ABAP Methoden, welche die Kollegen aktuell benötigt haben, geschrieben umso mein Wissen im SAP bzw. ABAP zu steigern.

Ansonsten konnte ich während meines Praktikums viel über die Systemlandschaft der VWFS AG lernen und einen guten Einblick in einige der unterschiedlichen Applikationen im SAP Business Warehouse kennen lernen.


Teil 1: Praktikum bei der VWFS AG

Hallo zusammen,

mein Name ist Alexander und ich möchte euch in den folgenden drei Blogeinträgen meine Erfahrungen mit der VWFS AG erzählen. Angefangen hat alles im Jahre 2012 mit einer zwei jährigen Werkstudententätigkeit, danach habe ich zum Ende meines Bachelors auch meine Bachelorarbeit bei der VWFS AG schreiben können. Als diese dann abgeschlossen war, habe ich mein Praktikum verlängert um dadurch noch mehr Erfahrung in der IT Welt und bei der VWFS AG während des Masterstudium sammeln zu können.

Meine Bachelorarbeit befasste sich mit der Stammdatenverteilung in verteilten SAP Business Warehause Systemen. Bei der VWFS AG gab es zu dem Zeitpunkt unzählige SAP Systeme mit enormen Summen von Stammdaten für die verschiedensten Objekte. Diese mussten gepflegt und natürlich bei Änderungen auf allen Systemen des SAP Business Warehouse aktualisiert werden. Das ist extrem aufwendig und verbraucht jede Menge Ressourcen. Um diesen Prozess zu optimieren und zu automatisieren habe ich mich in der Bachelorarbeit damit beschäftigt. Das Resultat war dann ein in SAP mit Hilfe von APAP realisierter Prototyp, welcher in einer SAP Testumgebung Stammdaten zwischen unterschiedlichen SAP Systemen verteilt hat.

Danach hatte ich die Chance ergriffen und konnte in derselben Abteilung ein freiwilliges Praktikum absolvieren.


[3/3] Meine Zeit bei der Talanx Systeme AG im IT Service Management

Bewertung meines Engagements

Gespannt blickte ich dem ersten Tag bei der Talanx Systeme AG entgegen. Ich war Student der Wirtschaftsinformatik im 6. Semester mit keinerlei Praxiserfahrung in einem IT-Unternehmen. Dies sollte sich im Laufe der nächsten Wochen und Monate ändern. Die Einarbeitung ab April 2014 in den Change Management Prozess, speziell in die Erstellung des Reports verlief sehr zügig und ich machte mir schnell ein Bild von den einzelnen Teilprozessen des Change Managements.
Anfang September startete ein Kollege, welcher den Bereich später wechselte, mit mir die Einarbeitung in die Changeprüfung und damit verknüpfte Themen. Dadurch wurde ein fließender Übergang von der Werkstudententätigkeit zum Praktikum geschaffen. Ein Vorteil lag auch darin, dass mir der Teilprozess bereits durch die Report-Erstellung bekannt war und somit die Grundlage zur erfolgreichen und sehr zügigen Einarbeitung gelegt wurde.
In den ersten zwei Monaten kontrollierten meine Kollegen die von mir geprüften Changes, bevor diese final freigegeben wurden. Grund dafür war die Wichtigkeit und Komplexität eines jeden Changes in der Abnahme- und Produktionsumgebung. Mit der Zeit lernte ich den Prozess, Abhängigkeiten zwischen Anwendungen und Arbeitsplätzen und mein Aufgabenfeld immer besser kennen, sodass ich für die Changeprüfung ausgewählter Bereiche und abschließende Qualitätssicherung allein verantwortlich war. Dabei wurde ich durch meine Teamkollegen bestens unterstützt, was zu einem sehr angenehmen Arbeitsumfeld beigetragen hat.
Vor Beginn meines zweiten Praktikums konnte ich bereits eine circa 1,5-jährige Erfahrung im IT Service Management der TaSys aufweisen. Daher waren mir die einzelnen Teilprozesse der TaSys bereits durch die Werkstudententätigkeit sowie meine erste Praxisphase im Bereich des Change Managements bestens bekannt. Daraus resultierte eine zielgerichtete und sehr zügige Einarbeitung in den SACM-Prozess (Service Asset and Configuration Management).
Die beschriebene Tätigkeit der CI-Pflege beschäftigte mich lediglich die ersten Wochen und galt als Einarbeitung in den Prozess. Im Anschluss daran widmete ich mich der Anfertigung meiner Bachelorarbeit. In diesem Zuge hatte ich mein eigenes kleines Projekt, an dem ich arbeiten durfte. Ich konnte mir demnach die Zeit selbst einteilen und hatte kaum „Nebensächliches“ zu tun, wodurch ich mich voll und ganz auf den Entwurf und die Erprobung eines Qualitätssicherungsprozesses im SACM konzentrieren konnte, welches sich als sehr hilfreich erwies.
Das Arbeitsklima habe ich über die zwei Jahre als sehr positiv wahrgenommen. Meine Kollegen waren jederzeit gesprächsbereit, um mich zu unterstützen. Außerdem ist positiv aufgefallen, dass ich
von den Mitarbeitern und Teamkollegen wie ein fest angestellter Mitarbeiter und nicht als klassischer Praktikant angesehen wurde. Das lag auch daran, dass ich im Laufe der Zeit immer mehr Verantwortung in verschiedenen Bereichen des Service Managements übernommen habe. Dazu zählen beispielsweise die Changeprüfung, verschiedene Sonderauswertungen zu ITSM-spezifischen Sachverhalten sowie letztlich der Entwurf und die Erprobung eines Qualitätssicherungsprozesses im SACM im Rahmen meiner Bachelorarbeit.
Zusammenfassend betrachtet ist der Gesamteindruck meiner knapp zweijährigen Aktivität bei der TaSys sehr gut. Durch das breite Aufgabenfeld, die enge Zusammenarbeit mit den Kollegen aus anderen Bereichen und das mir entgegengebrachte Vertrauen in Form wichtiger Aufgaben konnte ich sehr viel Erfahrung sammeln und Kontakte knüpfen.
Stand heute bin ich seit Januar 2017 zurück im Hause der TaSys und arbeite im Bereich IT Service Management als Werkstudent.

[2/3] Meine Zeit bei der Talanx Systeme AG im IT Service Management

IT Service Management

IT Service Management bezeichnet die Steuerung aller Funktionen und Prozesse der IT-Organisation zur Bereitstellung eines Mehrwerts für den Kunden mittels IT Services. (Vgl. Beims / Ziegenbein (2014), S. 3, zitiert nach: OGC (2007).) Diese bieten dem Kunden die Möglichkeit seine Geschäftsprozesse zu unterstützen oder zu fördern. Die Besonderheit dabei ist, dass der Servicekonsument nicht für Kosten und Risiken der Serviceerbringung verantwortlich ist. Ein IT Service wird von einem IT Service Provider für interne oder externe Kunden erstellt, verwaltet und zur Verfügung gestellt. Dieser Service setzt sich aus einer Kombination von Informationstechnologie, Menschen und Prozessen zusammen, der direkt oder indirekt die Geschäftsprozesse des Kunden unterstützt. (Vgl. Rance (2014), S. 17f.)
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Quellen:
Beims, Martin / Ziegenbein, Michael (2014): IT Service Management in der Praxis mit ITIL, 4. Auflage, Hanser Verlag, München.
Rance, Stuart (2014): ITIL Service Transition, Dritter Nachdruck, Verlag TSO , London.

Chronologie der Werkstudententätigkeit und der beiden Praxisphasen:

  • Werkstudententätigkeit: April 2014 bis September 2014
  • Erste Praxisphase: Oktober 2014 bis Februar 2015
  • Werkstudententätigkeit: März 2015 bis Mitte September 2015
  • Zweite Praxisphase: Mitte September 2015 bis Februar 2016
  • Werkstudententätigkeit: Januar 2017 bis jetzt

Meine Tätigkeiten

Meine Tätigkeit bei der Talanx Systeme AG hat bereits am 1.4.14 als Werkstudent begonnen. Am 1.10.14 startete mein erstes, fünf-monatiges Praktikum. Beide Aktivitäten absolvierte ich in der Abteilung „Anwendungs- und Infrastrukturbetrieb“ im Bereich „Change & Service Management“. Im Rahmen der Werkstudententätigkeit sammelte ich erste Erfahrungen in diesem umfangreichen Aufgabenfeld der IT. Primär war ich für die monatliche Berichterstellung der angefallenen Regelverletzungen im Bereich des Changemanagements sowie für die Weiterentwicklung und Pflege von automatisiert generierten Listen (Excel) für die Steuerung der Changebearbeitung zuständig.
Im Rahmen meines Praktikums kamen zu diesen Tätigkeiten weitere hinzu, wobei hier meine Haupttätigkeit die Changeprüfung war. Dabei musste sichergestellt werden, dass Veränderungen („Changes“) der Abnahme- und Produktionsumgebung nur mit ausreichender Qualitätssicherung in Betrieb genommen werden, um Störungen bei geplanten IT-Änderungen zu vermeiden.
Wesentliche Aktivitäten im Rahmen der Changeprüfung:
  • Die formale und inhaltliche Bewertung, Prüfung und Freigabe von Change Requests auf Basis des IT Service Management Tools,
  • die Identifikation von Risiken bzw. Abhängigkeiten sowie die Einleitung und Koordination von Konfliktlösungen und
  • die Beratung und Hilfestellung bei prozessualen und organisatorischen Fragen, welches eine enge Zusammenarbeit und Abstimmung mit dem Anwendungsbetrieb, den Infrastrukturbereichen und der Anwendungsentwicklung voraussetzt.
Eine weitere Aufgabe war die Vorbereitung und Moderation von Gremien zur Besprechung und finale Freigabe der Changes, welche die Produkionsumgebung betreffen. Außerdem war ich für das Einpflegen von Standard Changes in Absprache mit dem für den Bereich zuständigen Changemanager und Antragsteller in dem Anwender-Service-Katalog des IT Service Management Tools zuständig. Zusätzlich bekam ich des öfteren die Aufgabe Sonderauswertungen für Spezialthemen des Bereichs Change & Service Management anzufertigen. Hierzu zählt beispielsweise die Auswertung von Emergency Changes, sortiert nach Bereichen oder eine Auswertung zu Störungen (Incidents) der Priorität eins und zwei betreffend der Anwendungen und Arbeitsplätze für das gesamte Jahr 2014.
Mein zweites, fünfmonatiges Praktikum startete am 21.9.2015 und endete am 28.2.2016. Dieses absolvierte ich ebenfalls im Bereich „Change & Service Management“, allerdings im Aufgabenfeld des „Service Asset & Configuration Management“.Zu meinen Aufgaben zählten die Erstellung, Migration und Pflege von CIs in die CMDB sowie der Entwurf und die Erprobung eines Qualitätssicherungsprozesses. Im Zuge der letzteren Tätigkeit schrieb ich meine Bachelorarbeit mit dem Titel „Reporting im Service Asset und Configuration Management – Entwurf und Erprobung eines Qualitätssicherungsprozesses in einer Versicherung“.
Seit Januar 2017 arbeite ich wieder bei der TaSys im IT Service Management und bin für die Weiterentwicklung des von mir entworfenen Reporting-Tools sowie für die Changeprüfung verantwortlich.

[1/3] Meine Zeit bei der Talanx Systeme AG im IT Service Management

Hallo zusammen,

in den folgenden drei Blog-Einträgen möchte ich Euch einen kleinen, aber hoffentlich weitreichenden, Einblick in meine Tätigkeiten als Werkstudent bzw. Praktikant bei der Talanx Systeme AG (TaSys) in Hannover geben. Hierfür stelle ich mich sowie die Talanx Systeme AG anfangs kurz vor, beschreibe im Anschluss daran mein Aufgabenfeld sowie Tätigkeiten und gebe letztlich eine Bewertung über meine Zeit ab.

 

Mein Profil

Mein Name ist Philipp und studiere im 3. Semester im Master Wirtschaftsinformatik. Meinen Bachelor (Wirtschaftsinformatik) habe ich erfolgreich in Hannover an der Hochschule erworben und habe mich im Themengebiet Informationsmanagement mit Inhalten wie IT-Governance, IT-Compliance, IT-Organisation, IT Service Management, IT Security spezialisiert.

 

Unternehmensprofil

Die Talanx AG steht als Management- und Finanzholding an der Spitze des Talanx-Konzerns, ist selbst jedoch nicht im Versicherungsgeschäft tätig. Mehrheitsaktionär der Talanx AG ist der HDI V.a.G., ein Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit. Die Talanx AG gilt als drittgrößter deutscher Versicherungkonzern.
Der Talanx-Konzern ist weltweit in 40 Ländern mit eigenen Gesellschaften oder Niederlassungen vertreten und hat seinen Hauptsitz in Hannover. Über Kooperationen arbeitet der Konzern insgesamt in rund 150 Ländern.
Dabei sind rund 21000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entweder auf Konzernebene in der Finanz- und Managementholding Talanx AG oder in einer der Konzerngesellschaften tätig. Die Talanx AG gliedert sich in folgende Geschäftsbereiche:
– Industrieversicherung
– Privat- und Firmenversicherung Deutschland
– Privat- und Firmenversicherung International
– Rückversicherung International
– Konzernfunktionen (u.a. Talanx Systeme AG)
Die Talanx Systeme AG ist der IT-Dienstleister in der Talanx-Gruppe mit ca. 1.100 Mitarbeitern an den Standorten Hannover, Köln, Hilden, Hamburg und Hameln, wo die IT-Dienstleistungen in der Talanx Systeme AG in zentraler Funktion gebündelt werden. Sie erbringt IT-Dienstleistungen für die Geschäftsbereiche Privat- und Firmenversicherung Deutschland und Industrieversicherung sowie die Konzernfunktionen Talanx Holding, Talanx Services AG und Talanx Investments.

Wirtschaftsinformatik im Stahlwerk! Teil 2

Moin moin liebe Mitstudierenden und Interessenten der Wirtschaftsinformatik!

Nachdem ihr nun grob wisst wo ich gearbeitet habe möchte ich euch näher erläutern was genau ich gemacht habe.
Wie im ersten Teil schon beschrieben sollte ich für eine kleine aber leistungsfähige Mako-G Kamera eine Software schreiben mit der man die Kamera steuern kann. Angeschlossen wird die Kamera an einen PC/Laptop mit Hilfe eines Ethernet-Kabels.
Die Kamera lag beim Team schon länger rum, war also älter, und es hatte noch keiner wirklich was damit gemacht. Mir wurde dann die Kamera übergeben und gesagt, ich solle mal gucken wie ich die zum Laufen bringe und was man damit am Ende machen wollen würde. Dafür wurde mir ein sehr alter Rechner, der übrig war zur Verfügung gestellt, an dem ich die Kamera anschließen durfte. Auf diesem lief noch Windows XP und der schnellste war er auch nicht mehr.

Zuerst habe ich mir im Internet viele verschiedene Handbücher besorgt, um erstmal Informationen zu sammeln. Da außer der Kamera nichts dabei war musste ich mich auch um ein entsprechendes Netzteil mit Anschlusskabeln und Ethernet-Kabel kümmern, sodass ich die Kamera erstmal zum Laufen bringen konnte. Nachdem ich verschiedene Treiber installiert habe, wollte die Kamera immer noch nicht laufen…woran lag es? Die Netzwerkkarte, die in dem Rechner verbaut war hat keine 100Mbit/s Verbindungen unterstützt, sodass ich erstmal eine neue Netzwerkkarte für den Rechner besorgen musste…hat zum Glück geklappt, aber da muss man erstmal draufkommen. Man liest dann doch die Handbücher und Anleitungen mehrere Male durch!

Die API der Kamera hat verschiedene Programmiersprachen unterstützt, C++, C#, Java,… .Da ich in meinem Bachelor mit Java programmieren gelernt habe, war für mich klar die Anwendung für die Steuerung der Kamera auch in Java zu schreiben. Ich kannte damals zwei Möglichkeiten in Java Oberflächen zu programmieren: 1. AWT+ Swing ; 1. JavaFX. JavaFX ist herausgekommen, als ich ca. im 4. oder 5. Semester war. Da wir Oberflächenprogrammierung in den Vorlesungen nicht hatten und FX wesentlich neuer als AWT+Swing war, entschied ich mich dafür mit FX die Oberflächen zu bauen.
Zur Ansteuerung der Kamera gab es eine Bibliothek mit verschiedenen Klassen und Methoden, unter anderem natürlich auch eine Methode um ein Bild von der Kamera abzufragen. Diese Methode lieferte das Bild als Objekt vom Typ „BufferedImage“. Als ich mit der Programmierung endlich soweit war, konnte ich erste Test machen. Beim Testen konnte ich die vom Hersteller versprochene Framerate bei Weitem nicht erreichen…sehr komisch! Ich habe bestimmt 1-2 Wochen nach dem Fehler gesucht: JavaFX benutzt als Bildobjekt das sogenannte „WritableImage“, zu welchem ich das „BufferedImage“ von der Kamera um konvertiert habe. Diese Konvertierung war so zeitaufwendig, dass die Framerate darunter rapide gelitten hat!

Deshalb habe ich dann die ganze Steuerung noch einmal mit AWT+Swing gebaut, weil es in FX keinen Weg gab, das „BufferedImage“ zu benutzen…sehr ärgerlich!
Mein Tipp: Guckt vorher nach welche Version einer Programmiersprache ihr am besten nutzen solltet, wenn ihr mit fremden Bibliotheken etwas programmiert!

Hier mal ein Bild der Kamerasteuerung: