Wirtschaftsinformatik in der Praxis

Wirtschaftsinformatik in der Praxis |

Wirtschaftsinformatik im Stahlwerk Teil 3!

Hi liebe Mitstudierenden und Interessierten der Wirtschaftsinformatik zum letzten Teil!

 

In diesem letzten Abschnitt möchte ich etwas Werbung dafür machen, wenn möglich, die Chance zu nutzen und neben dem Studium ein Praktikum bzw. eine Werkstudententätigkeit auszuüben! Im Studium lernt man wenig über die sozialen Strukturen auf der Arbeit, die Hierarchie in einem Unternehmen oder wie man mit Problemen auf der Arbeit umgeht. All das kommt nur durch Erfahrung!

Weiterhin lernt man sehr schnell was aus dem Studium in die Praxis übertragbar ist und gebraucht/gesucht wird. Man kann endlich auch einen tatsächlichen Mehrwert aus seiner Arbeit generieren, die nicht in der Schublade landet, sondern im Unternehmen eingesetzt wird.

Bei der Auswahl des Unternehmens sollte man auch über den Tellerrand schauen und nicht nur an ein Unternehmen mit zwei Buchstaben aus der Region denken. Das tolle an der Informatik bzw. Wirtschaftsinformatik ist auch, dass sie in fast allen Bereichen gebraucht und eingesetzt wird. D.h. sowohl für die Automobilindustrie, als auch für den kleinen Kindergarten ist IT mittlerweile unersetzbar geworden.

Mein Praktikum bei der Salzgitter Flachstahl GmbH hat mir auch so gut gefallen, weil ich einen kompletten neuen Arbeitsbereich (die Stahlindustrie) kennen gelernt habe. Es ist interessant zu sehen wo und wie Informationssysteme eingesetzt werden und wie man dadurch Arbeitsprozesse erleichtern kann…auch im Stahlwerk!

Ich habe das Praktikum vor Beginn meiner Bachelorarbeit freiwillig gemacht und kann nur empfehlen jedem, wenn möglich, vor Beginn der Bachelorarbeit schon mal in das Unternehmen reinzuschnuppern, um die Kollegen und das Arbeitsumfeld kennen zu lernen. Diese kleine Einarbeitung erleichtert später sehr vieles!

Falls ich Interesse geweckt habt und ihr mehr Fragen habt, freue ich euch bei meinem Vortrag begrüßen zu dürfen, bis dahin alles Gute und viel Erfolg bei den anstehenden Klausuren im Juli, Lennie!


Werkstudentin bei Monsterzeug – Mein Aufgabenbereich

Nach einigen Worten zu dem Unternehmen selber, jetzt noch einmal, was genau ich dort eigentlich mache.

Das Marketing-Team besteht aus zwei Bereichen: PR und Online-Marketing, für welches ich zuständig bin. Es gibt keine weiteren Vorgesetzten, die nächste Hierarchieebene wäre die Geschäftsführung. Deshalb werde ich als die leitende Marketing-Angestellte angesehen. Das bedeutet alle Anfragen und Anträge laufen bei mir ein und werden von mir selber bearbeitet oder an die PR weitergeleitet. Ich kümmere mich um die Organisation, die Ausführung und die Performance-Analyse aller Marketing-Kampagnen. Ich übernehme dabei auch volle Verantwortung für die Marketing-Erfolge und Misserfolge. Mit der IT-Abteilung arbeite ich dabei eng zusammen, da für einige Aufgaben IT-basierte Unterstützung gefordert ist oder auch Änderungen an der Internetseite gemacht werden müssen. Das heißt auch hier muss ich immer auf dem neusten Stand sein und wissen, worüber unsere IT Kollegen reden, wenn neue Dinge entstehen.

In den letzten zwei Jahren sind die Österreichische und Schweizer Seite online gegangen. Das macht mich zur leitenden Marketing-Angestellten für die ganze DACH Sparte.

Meine Aufgaben verteilen sich über das ganze Online-Marketing Spektrum:

  • Suchmaschinenmarketing
  • Affiliate-Management
  • PPC-Management
  • Display Marketing
  • Partnerkoordination
  • Performance-Messung und Analyse
  • Controlling des Marketing-Budgets

Wie bereits erwähnt: dies für drei Länder. Es ist ein anspruchsvoller und verantwortungsvoller Job. Viele Entscheidungen treffe ich selbstständig, während einige die direkte Absprache mit der Geschäftsführung voraussetzen.

Mein Fazit ist, dass ich jedem empfehlen kann auch mal in kleineren Unternehmen einzusteigen, da dort jeder Mitarbeiter gebraucht wird, und man dadurch direkt lernt mit Verantwortung umzugehen. Des Weiteren kann man sich an vielen Aufgaben versuchen und hat direkten Kontakt mit der Geschäftsführung. Die Lernkurve ist stark steigend. Außerdem sieht man dadurch viele im Studium erwähnten Theorien im Einsatz, bzw. versteht nun endlich wie diese Theorien angepasst werden können, an die tatsächliche Praxis.


Werkstudentin bei Monsterzeug – Das Arbeitsumfeld

Der erste Eintrag war ein kleiner Einblick in die Motivation des Unternehmens, und wie ich darauf gekommen, bin dort zu arbeiten. Für mich persönlich ist auch wichtig, wie die sozialen Aspekte einer Firma sind, deshalb möchte ich gerne darauf auch eingehen.

Das Arbeitsumfeld bei Monsterzeug wird dem typischen Start-Up Standards gerecht. Das Team ist jung, dynamisch und hochqualifiziert. Die Hierarchie ist flach und die Abteilungen arbeiten eng zusammen in einem Großraum-Büro. Das Verhältnis ist sehr freundschaftlich und familiär. Die Mitarbeiterzufriedenheit ist sehr wichtig, und es wird auch individuell auf jeden eingegangen – bei Stundeten sehr wichtig, da man aus gewissen Gründen mal ausfällt oder auch gerne mal ins Ausland möchte.

Die Arbeitszeiten sowie der Arbeitsort sind flexibel. Von wo und wann man arbeitet, ist nicht ausschlaggebend solange die Ergebnisse vorliegen. Es gibt gerne Team-Events, die auch von Mitarbeitern selber organisiert werden. Neben den typischen Events, wie Sommerparty und Weihnachtsfeier, werden auch Kino-Events organisiert (zum Beispiel zum neuen Star Wars Film).

Das Büro liegt im Herzen von Hannover im 4. Stock mit kleinem Ausblick. Es ist sehr hell durch die großen Fenster und es herrscht eine angenehme Atmosphäre. Der obligatorische Kicker-Tisch ist natürlich auch vorhanden. Getränke werden kostenfrei für alle Mitarbeiter bereitgestellt und auch dort dürfen Wünsche geäußert werden.

Alles in allem ein wunderbar angenehmes Arbeitsklima, auch wenn es vor allem um die Weihnachtszeit etwas stressig werden kann. Aber der entspannte Rest des Jahres bereitet einen gut darauf vor.


Werkstudentin bei Monsterzeug – Das Unternehmen

Mein Name ist Tijana und ich stelle euch jetzt meine langjährige Arbeit bei der Monsterzeug GmbH vor. Ich studiere zur Zeit meinen Master in der Wirtschaftsinformatik mit großem Interesse an (Online) Marketing.

Im Jahr 2008 entstand die Idee für Monsterzeug. Zunächst auf der Basis, Spielzeug für Erwachsene anzubieten, die sich zum Beispiel im Büroalltag langweilten. Ein Online-Shop für Gadgets, für das Kind im Manne. Das Geschäft begann mit ca. 5 Mitarbeitern, und lief sehr überschaubar. Mit den Jahren wurden die Aufträge mehr und daher der Drang nach mehr Mitarbeitern.

Im Laufe der Zeit wandelte sich auch die Produktpalette. Die Sparte für Geschenke wurde ausgebaut, Gadgets waren und sind auch immer noch vielzählig vertreten, doch das Hauptaugenmerkmal liegt nun doch auf den Geschenkideen.

Im Jahr 2014 wurde dann für eine Stelle im Bereich Online-Marketing ausgeschrieben, da auch dort der Arbeitsaufwand stieg. Das war mein Einsatz. Ich war zu dieser Zeit kurz vor meinem Bachelor-Abschluss und hatte Interesse daran meine Marketing Kenntnisse auszubauen. Nach dem Vorstellungsgespräch war für mich klar: Hier will ich arbeiten! Seitdem arbeite ich auf einer 20h Woche als Online-Marketing Verantwortliche.
Auch meine Bachelor-Arbeit bezog sich auf den Bereich der Suchmaschinenoptimierung. Auch hier hat mir diese Stelle einen Vorteil gebracht, da ich einen guten Einblick hinter die Kulissen hatte und die Suchmaschine mein alltäglicher Begleiter ist.

Nun hat das „kleine“ Start-Up bereits einen eigenen Versand, eine eigene Gravur für die personalisierten Produkte, eine eigene Grafikabteilung, Texter für die Produkttexte, ein ganzes Support-Team, eine IT-Abteilung, Übersetzer, und schlussendlich auch eine kleine, aber feine, Marketing-Abteilung.

Inzwischen werden um die 50 Mitarbeiter beschäftigt – zur Weihnachtszeit, die Umsatzstärkste Zeit – sogar noch mehr. Inzwischen wird die Internetpräsenz auch für Österreich und die Schweiz separat betrieben, und vermarktet.


Werksstudent bei der ISR Information Products AG (3/3)

Mein erster Blogartikel beschreibt den glücklichen Zufall, wie ich zur ISR Information Products AG gelangt bin. Im zweiten könnt ihr nachlesen, wer die ISR Information Products AG ist. Nun aber zum interessantesten Teil, was mache ich dort und warum gefällt es mir?

Meine Laufbahn bei der ISR Information Products AG habe ich mit zwei Aufgaben begonnen. Die erste war interessant, aber vielleicht etwas alltäglich: Es sollte eine interne Fortbildung zur Spezifikationssprache Business Process Model and Notation (BPMN) erstellt werden. Ein Kollege hatte sich schon mit der Thematik beschäftigt, ich habe dann die Konzipierung unterstützt und alles in eine PowerPoint gegossen.

Mein wirklicher Glücksfall war eine anstehende interne Umstrukturierung. Meine erste Aufgabe in diesem Kontext war das Verfassen von „Reiseberichten“ entlang der „Karte der Veränderung“ (einer metaphorischen Landkarte der wibas GmbH, die den Verlauf eines Change-Projektes beschreibt). Anhand dieser – absichtlich leicht übertriebenen – Veranschaulichung von Change-Prozessen sollte ich zuerst ein Konzept erstellen, wie man über den Stand der Umstrukturierung und der gerade aktuellen Veränderungen berichten kann. Darauf aufbauend habe ich in regelmäßigen Abständen „Reiseberichte“ verfasst. Etwas später habe ich dann grob gesagt das Project Management Office übertragen bekommen: Notizen in Meetings machen, Dinge abstimmen, Foliensätze aktualisieren, Änderungen kommunizieren, Fragen von Kollegen beantworten usw.

Jetzt klingen die Aufgaben vielleicht nicht super spannend – ich habe ja von Glücksfall geredet –  aber es sind für mich zwei Komponenten zusammengekommen. Zum einen der Gegenstand Umstrukturierung. Für eine gelungene Umstrukturierung muss das gewachsene System kritisch durchleuchtet werden und dann zielführenden alte Bestandteile mit neu entworfenen Strukturen und Prozessen verheiratet werden. Direkt zum Einstieg in das Unternehmen einen so tiefen und umfassenden Blick hinter die Kulissen auf Management-Ebene zu werfen, war mehr als lehrreich und äußerst spannend! Wirklich geehrt habe ich mich dadurch gefühlt, dass mir von den Managern nie das Gefühl gegeben wurde, ich sei nur ein Werkstudent, sondern ich war Teil des Teams.

Die nächste Komponente, die diese Umstrukturierung zu einem Glücksfall für mich gemacht hat, war die Betreuung durch meinen Vorgesetzten, dem Projektleiter der Umstrukturierung.  Er hat mir ziemlich schnell großes Vertrauen entgegengebracht. (Hier musste ich direkt an die Personalführungsvorlesung denken: Vertrauen als Werkzeug, Mitarbeiter zu motivieren. Ich kann jetzt aus Erfahrung berichten: Das funktioniert!) Aber ich war keineswegs alleine gelassen; nicht nur kann man bei der ISR Information Products AG immer um Hilfe Fragen (und ja, die Buchhaltung erklärt dir auch zum dritten Mal, wie man eine Reisekostenabrechnung korrekt einträgt), sondern mein Vorgesetzter hat jede Gelegenheit genutzt, mich zu coachen, mir gedankenanregende Fragen zu stellen und mir Zusammenhänge zu erklären.

Nach der Umstrukturierungsphase musste noch die interne Disposition der Projektmitarbeiter überarbeitet und dann operativ betrieben werden. Diese Aufgabe wurde dann größtenteils mir übertragen. Nach dem Blick hinter die Kulissen, wie sich ein Unternehmen zusammensetzt, habe ich nun also den Blick darauf, wie es sich im operativen Betrieb verhält. Diese Einsicht „bezahle“ ich nun mit der Pflege und Weiterentwicklung eines liebevoll gewachsenen Excel-Tools (die Kosten-Nutzen-Rechnung hält sich für mich die Waage). Aber das bringt uns auch schon zu dem nächsten Projekt, das ich nicht ganz uneigennützig vorantreibe: die IT-Auswahl eines passenden Tools.

So, nun ist die Werbeveranstaltung für die ISR Information Products AG vorbei. Disclaimer: Wir alle sind nur Menschen. Ich jedenfalls bin dankbar, Teil dieser Gruppe Menschen geworden zu sein. Beweis dafür ist der Fakt, dass aus dem Ansinnen, 140 h zu bleiben, nun schon 1,5 Jahre geworden sind und ich gerne weiterhin bleibe.

 


Werksstudent bei der ISR Information Products AG (2/3)

In Teil 1 habe ich die Story erzählt, wie ich bei der ISR Information Products AG gelandet bin. Aber was für eine Firma ist das denn überhaupt?!

Die ISR Information Products AG wurde im Jahr 2000 aus der ISR Software-Consulting GmbH (gegründet 1993) und der ISR Business Solutions GmbH (gegründet 1998) zusammengeschlossen. Die beiden Gründer Bernd Rosemeyer und Manfred Merßmann sind immer noch im Vorstand. Die ISR Information Products AG ist ein Spezialist für unternehmensweites Informations- und Prozessmanagement und pflegt seit vielen Jahren enge Partnerschaften mit IBM und der SAP AG.

Das Portfolio der ISR Information Products AG umfasst Beratungs- und Umsetzungskompetenzen in den Bereichen:

  • Projekt- und Programm-Management
  • Business Planning
  • Digital Operations und Case Management
  • Business Analytics
  • Big Data und Data Management
  • SAP Informationmanagement

Seit 2007 fließt das in den mehr als zwanzig Jahren Unternehmensgeschichte gesammelte Know-how in Softwareprodukte für das Information Management ein. Diese Lösungen können sowohl in vielen Fällen mit einer passenden Konfiguration „out of the Box“ eingesetzt werden, aber auch als solider Ausgangspunkt für eine maßgeschneiderte Lösung dienen.

Nach Wer und Was noch Wo und Wie viele: Die ISR Information Products AG beschäftigt an fünf Standorten – in Braunschweig, Münster, Hamburg, Köln und München – 160 Mitarbeiter. Die beiden größten Büros sind mit jeweils ca. 60 Mitarbeitern der Hauptsitz in Braunschweig (direkt neben dem Kino C1) und das Büro in Münster (wunderschön direkt am Hafen).

Nun sind fast alle wichtigen W-Fragen geklärt, aber die wichtigste, mein persönliches Was, habe ich mir für den letzten Blogartikel aufgespart.


Werksstudent bei der ISR Information Products AG (1/3)

Hi,

Ilan hier.

Zurzeit bestreite ich das letzte Mastersemester Wirtschaftsinformatik – bald also schon gehöre ich nicht mehr der illustren Gruppe der Studenten an. Hier nun die Story, wie ich eine Firma gefunden habe, in der ich mich wohl fühle, oder kürzer: mein „Praktikumsbericht“.

Aus den Vorlesungen, die man für Methoden der Wirtschaftsinformatik auswählen konnte, fand ich „Stochastik für Informatiker“ am interessantesten, denn die Statistik hatte ich schon gut hinter mich gebracht. Aber die Klausur – nach einer intensiven Lernphase – hat mir dann bewiesen, dass Stochastik doch mehr ist als kompliziertes Zählen. Also musste ein Praktikumsplatz gefunden werden, aber für 140 h lohnt sich das ja kaum für eine Firma… Aus Zufall habe ich dann ein Event auf Facebook gesehen, einen „Praxistag der Wirtschaftsinformatik“ bei einer Braunschweiger Firma. Also warum nicht mal vorbeigucken. Dies war eindeutig eine der besten Zwischen-Tür-und-Angel-Entscheidungen, die ich je getroffen habe!

Der Praxistag bestand aus interessanten Vorträgen und dann Zeiten, in denen man sich mit den Mitarbeitern bei Fingerfood und Getränken unterhalten konnte.

Vielleicht geht es nur mir so, aber man hat doch für fast alles eine mentale Schublade. Beratungsfirmen hatte ich in der Schublade „spießig“ abgelegt. In meiner Vorstellungswelt war der Berater formvollendet, höflich fröhlich, aber unpersönlich mit einer Note stolzer Arroganz – wahrscheinlich ein durch Serien und Filme geformtes Bild. (Mich würde total interessieren, was du, der Leser, denkst, wenn du „Berater“ hörst.) Dieses Gedankenkonstrukt hat der Praxistag sehr schnell eingerissen und ich habe mich mit vielen Leuten ungezwungen und sehr interessant unterhalten.

„Praktikum? Nur 140 h?! Schreib uns mal ne Mail, wir machen etwas möglich.“ Und nun bin ich schon seit über einem Jahr dabei…


Teil 3: Der tägliche Arbeitsablauf zur Umsetzung einer Work Order in der VWFS AG

Nun kennt ihr eine meiner täglichen Aufgaben. Es bleiben aber die Fragen, wie viel Zeit ich mit was aufbringe, ob das nur in meiner aktuellen Abteilung so ist und womit ich speziell arbeite.

Im Zuge meiner Ausbildung bei der VWFS AG habe ich verschiedene Abteilungen durchlaufen, sodass ich den Arbeitsalltag mit verschiedenen Technologien erleben konnte. Grundsätzlich ist der Entwicklungsprozess für Software immer der gleiche. Die Unterscheidungen liegen in den Technologien, den Aufgaben und dem organisatorischen Arbeitsumfeld. An dieser Stelle möchte ich das anhand eines Beispiels verdeutlichen: Aktuell Arbeite ich mit SAP BW. Hier sind alle Schritte um Daten zusammenzuführen und darzustellen in einer Technologie zu finden. Gleichzeitig benötige ich Kollegen, die Speziell dazu da sind, um die Daten zu interpretieren und transformieren. In einer anderen Abteilung habe ich mit C# und Javascript gearbeitet. Durch die Spezialisierungen der Programmiersprachen habe ich das Web Frontend und die dahinterliegende Logik gebaut. Gleichzeitig war beispielsweise die Datenbankentwicklung in einen anderen Bereich ausgelagert, sodass alle Datenbankanpassungen und Operationen von anderen Kollegen erledigt wurden.

Schätzungsweise verbringe ich 30% meiner Zeit damit mich abzustimmen. Hierzu zähle ich Meetings, Telefonate, Mails und zuarbeiten, die direkt aus Abstimmungen resultieren und darauf zuarbeiten. Die tatsächliche Umsetzung und Programmierung (wobei Programmierung nicht gleich Programmierung ist. Das hängt ganz von der Technologie ab) hat die Majorität von ca. 60% der Zeit. Die letzten 10% verbringe ich mit weiteren Aufgaben, die nicht direkt Zielführend für eine der Work Orders sind. Hierzu zählen Abteilungsrunden, organisatorische Aufgaben, Schulungen und für mich, da ich verhältnismäßig noch recht neu in der Abteilung bin, das Erlernen von Sachverhalten, die ich für meine Arbeit benötige.


Teil 2: Der tägliche Arbeitsablauf zur Umsetzung einer Work Order in der VWFS AG

Ist geklärt, dass eine Anforderung umgesetzt werden soll, so wird mit der wie-Frage begonnen. Dies macht dann derjenige, der die Änderung tatsächlich unter seine Fittiche nimmt. Die Umsetzung kann dabei sowohl von einem weiteren Kollegen, als auch vom Applikationsverantwortlichen selbst übernommen werden. – Einschub – Da ich selbst noch relativ neu in der Abteilung und mit der Applikation bin, zähle ich noch zu den weiteren Kollegen ohne Applikationsverantwortung. Der Zeithorizont um Applikationsverantwortlicher zu werden liegt in meinem Fall als Teilzeitkraft bei etwa 2 Jahren. Dies ist allerdings auch sehr abhängig von der Komplexität der jeweiligen Applikation. – Einschub Ende –

Die Klärung der wie-Frage beinhaltet weiteren Austausch mit dem Fachbereich. Es gilt, die Anforderungen aus einer fachlichen Sicht in eine Umsetzungssicht zu transformieren. U.a. gehört dies zu der im Winfo-Studium vielfach angesprochenen Übersetzungstätigkeit zwischen Fachbereich und IT. Einzuplanen sind hier auch die weiteren Kollegen aus dem IT-Bereich. Durch die Vernetzung der verschiedenen Applikationen müssen auch an anderen Applikationen Änderungen vorgenommen werden, um den Änderungsauftrag des Fachbereichs tatsächlich umzusetzen. Am Ende der Klärung, wie die Änderungsanforderungen umgesetzt werden sollen, steht ein Umsetzungskonzept, das die strukturellen Anpassungen an der eigenen Applikation beinhaltet, sowie eine Aufwandsschätzung, wie lange für die Anpassung der eigenen Applikation und zusätzlich die Anpassungen an anderen Applikationen benötigt werden. Die Umsetzungskonzepte schreiben die Mitarbeiter der anderen Applikationen selbst für sich. Anhand der Aufwandsschätzung entscheidet der Fachbereich, ob der Änderungsauftrag tatsächlich umgesetzt werden soll, oder ob er noch einmal angepasst wird.

Bei der Umsetzung des Änderungsauftrages hält man sich an das zuvor geschriebene Umsetzungskonzept. Das Umsetzungskonzept ist so verfasst, dass es die Gesamtstruktur vorgibt, ohne dabei dem Entwickler die einzelnen Codezeilen vorzugeben. In dieser Phase kommt es viel Auf die Abstimmung mit Kollegen an, mit denen man zusammen an der Umsetzung arbeitet. Außerdem werden weitere Detailfragen mit dem Fachbereich geklärt, die zuvor nicht bedacht wurden.

Nach der Umsetzung des Änderungsauftrages testen sowohl die IT, als auch der Fachbereich die Applikation auf ihre Funktionalität. Die IT Testet, dass Abläufe weiterhin reibungslos funktionieren und der Fachbereich achtet auf die Korrektheit der Daten. Funktioniert alles, so wird die Änderung Produktiv geschaltet, sodass der Fachbereich tatsächlich damit arbeiten kann.


Teil 1: Der tägliche Arbeitsablauf zur Umsetzung einer Work Order in der VWFS AG

Hallo zusammen,

ich heiße Henrik Busche und studiere im zweiten Mastersemester Wirtschaftsinformatik an der TU-BS. Ich habe in den vergangenen 3 Jahren ein duales Studium zum B.Sc. Wirtschaftsinformatik bei der VWFS AG gemacht und dabei verschiedene Bereiche des Unternehmens kennengelernt. Nach meiner Ausbildung bin ich nun im Bereich Business Intelligent Solutions for Riskmanagement eingesetzt.

Nachdem es schon viele Blogeinträge zur Vorstellung verschiedener Applikationen gab, möchte ich euch einen kleinen Einblick in die Arbeit geben, die tagtäglich an den Applikationen verrichtet wird.

Zu meinen täglichen Aufgaben zählt z.Z. die Umsetzung von Work Orders. Also großen oder kleinen Änderungsaufträgen an bestehenden Applikationen. Hierzu muss ich mich mit verschiedenen Kollegen abstimmen, da die Applikationen keine standalone Anwendungen, sondern vielfach vernetzt sind und verschiedene Leute Anforderungen daran stellen. Jede Änderung meinerseits hat auch Einfluss auf Schnittstellen zu Applikationen Anderer. Aber nun lasst uns erst einmal am Anfang beginnen. Im Folgenden werde ich den Ablauf einer Work Order beschreiben.

Im Fachbereich sitzen die Leute, die sich Fachlich mit bestimmten Unternehmensaufgaben auskennen. In meinem Fall beispielsweise das Risikomanagement. Die Leute im Fachbereich arbeiten mit verschiedenen Applikationen. Wenn ihnen nun Verbesserungen für diese Applikationen einfallen, sie neue Geschäftsmöglichkeiten eröffnen wollen oder sie neue gesetzliche Vorgaben erfüllen müssen, verlangen sie Änderungen an den bestehenden Applikationen. Diese Änderungsanforderungen beschreiben sie Fachlich in einem Fachkonzept, welches sie anschließend an den Applikationsverantwortlichen der jeweiligen Software übergeben.

Aufgabe des Applikationsverantwortlichen ist die grobe Bewertung der Änderungsanforderung. Sprich: Ist die Anforderung überhaupt umsetzbar? Zu klärende Fragen sind beispielsweise „Ist die Änderungsanforderung überhaupt realistisch?“ und „Wann hat die IT Zeit, die Änderung umzusetzen?“. Geklärt wird hier also nicht „Wie“, sondern „Ob“ die Änderung umgesetzt wird.