Wirtschaftsinformatik in der Praxis

2021 Mai | Wirtschaftsinformatik in der Praxis

Selbstständigkeit Mobile Computer Helfer Braunschweig GbR (3)

In diesem und letzten Abschnitt werden meine Aufgabengebiete konkretisiert und zum Schluss meine Erfahrungen in einem kurzen Fazit beschrieben.

In Teil 2 wurden bereits die wichtigsten Aufgaben der GbR beschrieben. Folgende habe ich während der Zeit nach Gründung von MCH eingenommen und hauptsächlich übernommen, wenn auch alle anderen Aufgaben immer gemeinschaftlich beschlossen und erarbeitet wurden:

  1. Dokumente:
    Ich war hauptsächlich für die Ausarbeitung rechtlicher Dokumente, wie Verträgen, Rechnungen und AGB’s zuständig. Dies war immer dann der Fall, wenn keine, ebenfalls von mir ausgearbeiteten Standardverträge verwendet werden konnten, weil spezifische Leistungen festgehalten wurden. Dies war meist im B2B Umfeld der Fall. Unter anderem war dies z.B. ein Softwareerstellungsvertrag.
  2. Marketing:
    Das Marketing wurde zumeist gemeinsam beschlossen, dennoch wurden einige Teile von mir ausgearbeitet. Darunter fiel zum Beispiel der Erstellung von Flyern und Visitenkarten.
  3. Finanzverwaltung und Steuerliche Belange:
    Die Finanzverwaltung wurde hauptsächlich von mir durchgeführt. Darunter fielen Aufgaben wie eine EÜR für das Finanzamt (1x jährlich), Gewinnverteilungen unter den Gesellschaftern, sowie die Koordination von Zahlungen der Kunden (Buchführung).

Fazit:

Ich blicke auf vier sehr lehrreiche Jahre zurück und bereue nicht im geringsten meine Entscheidung schon während des Studiums eine eigene kleine Firma betrieben zu haben. Die praktische Anwendung meines erlernten Wissens hat mir sehr viele Erfahrungen und vor allem Spaß gebracht. Neben der Selbstständigkeit habe ich zudem meine MA begleitend in einem Unternehmen geschrieben und würde dies jedem empfehlen, um in die Arbeitswelt hineinzuschauen und zu erkennen, was einem persönlich wirklich Spaß macht. Die praktische Arbeit war, bzw. ist daher ein elementarer Bestandteil meines Studiums.


Selbstständigkeit Mobile Computer Helfer Braunschweig GbR (2)

Dieser Teil beschreibt die Aufgaben, welche sowohl vor, als auch nach der Gründung der GbR entstanden:

  1. Anmeldung eines Gewerbes und Gründung
    Vor Gründung der GbR musste zunächst eine Gewerbeanmeldung vorgenommen werden. Dabei musste vor allem die Art des Gewerbes und angebotenen Leistungen festgelegt werden. In diesem Zuge wurden zudem Ziele und eine strategische Planung erstellt.
  2. Ausarbeitung von rechtlichen Dokumenten (z.B AGB)
    Zunächst musste ein Gesellschaftsvertrag erstellt werden, welcher verschiedene elementare Teile und Absprachen der Gesellschaft regelt, wie zum Beispiel die Anteils- und Stimmverteilung. Im weiteren Verlauf sowie fortführend mussten Rechnungsvorlagen, und andere vertraglich, rechtliche Dokumente erstellt werden. Darunter beispielsweise Kundenverträge und die oben angedeuteten AGB’s.
  3. Marketing:
    Bevor Kunden generiert werden können, sollte eine Marketingstrategie festgelegt werden. Diese fiel in unserem Fall, im Vergleich zu größeren Unternehmen natürlich entsprechend klein aus. Dennoch wurden Konzepte und Ideen entwickelt, um neue (und auch erstmalig) Kunden zu generieren. Beispielsweise wurden Flyer, Visitenkarten und eine Website erstellt und beworben.
  4. Praktische Arbeit:
    Diese bestand neben internen Regelungen und Abläufen darin, Kundenanfragen zu bearbeiten und die aufkommenden Probleme dieser zu lösen. Darunter fielen beispielsweise Computerreparaturen, Webseitenerstellung, Beratungen und Datenrettungen.
  5. Weitere Dinge:
    1. Finanzverwaltung
    2. Steuerliche Belange
    3. Qualitätssicherung und Kundenzufriedenheit

Die hier beschriebenen Aufgaben wurden meist unter den Gesellschaftern aufgeteilt. Schwerpunkte aber jeweils untereinander abgesprochen und zugeteilt. Meine Schwerpunkte werden in Teil 3 genauer beschrieben.


Selbstständigkeit Mobile Computer Helfer Braunschweig GbR (1)

Ich bin Malte und beschreibe hiermit meine praktische Arbeit während meines Studiums der Wirtschaftsinformatik. Dabei werden drei Teile entstehen, welche folgende Schwerpunkte umfassen:

  1. Gründung und Motivation der Selbstständigkeit während des Studium, sowie die Beschreibung der Geschäftsidee.
  2. Beschreibung der Anfallenden Aufgaben und mit ihnen verbundenen Tätigkeiten anhand von kleinen Beispielen.
  3. Meine Aufgaben und Tätigkeiten mit einem abschließenden Fazit.

Die Gesellschaft „Mobile Computer Helfer“, im folgenden MCH genannt, wurde 2017 von einem Kommilitonen sowie gutem Freund und mir gegründet. Unser Ziel war es vor allem, Erfahrungen in praktischer Arbeit zu sammeln und gleichzeitig eine eigene Geschäftsidee zu verwirklichen. Somit wollten wir das gelernte Wissen aus dem Studium praktisch anwenden und gleichzeitig einen Ausgleich zum Studium schaffen. Zudem waren monetäre Anreize ebenfalls eine Motivation für uns. Dabei sollte sich vor allem das Thema „IT- Administration im privaten Umfeld“ umgesetzt werden. Die Idee beinhaltete zum einen die Reparatur von Hardware (beispielsweise privater Laptops) und Hilfestellungen zur Benutzung von Software, zum anderen sollten ebenfalls kleine Softwarelösungen angeboten werden, wie zum Beispiel das Erstellen von Websites für Kunden. Zu einem späteren Zeitpunkt wurden kleinere Unternehmen zur Kundengruppe hinzugefügt, da von uns festgestellt wurde, dass die angebotenen Leistungen denen des privaten Umfeldes stark ähnelten. Die Gesellschaft besteht bereits seit ca. 4 Jahren und wir haben in der Zwischenzeit einen weiteren Gesellschafter aufgenommen.


Werkstudent bei der jSERVICE GmbH (3/3)

TEIL III

Zuletzt möchte ich noch ein Fazit zu der Tätigkeit als Werkstudent bei der jSERVICE GmbH machen.

Ich kann zweifelslos sagen, dass es die richtige Entscheidung war dort anzufangen. Nicht nur weil ich viel gelernt und gesehen habe, was, im Vergleich zu Fachfremden Nebenjobs, super auf dem Lebenslauf kommt. Mir hat auch die Arbeit dort viel Spaß gemacht, die Kollegen waren alle so freundlich wie ich es mir auch im nächsten Job wünschen würde und ich bei fragen habe ich stets Unterstützung bekommen.

Aber natürlich gab es auch mal die eine oder andere Monotone Aufgabe, wie beispielsweise SIM-Karten in Listen eintragen, Papierakten ordnen oder unzählige Festplatten auszutauschen die ich eher nicht vermissen werde. Ebenso gehörte das Smartphone öffnen und auseinanderbauen mit anschließend neuer Folie aufs Display kleben definitiv eher zu meinen weniger gemochten Aufgaben.

Somit bin ich mir nicht sicher, ob ich langfristig im Bereich der IT-Administration arbeiten könnte, nicht zuletzt, da Meiner Meinung nach, je nach Unternehmen, dort die Aufstiegsmöglichkeiten eher gering ausfallen und man bei größeren Problemen, wie beispielsweise einen Totalausfall der Server doch schnell und unter Stress handeln muss und ggf. sehr viel auf dem Spiel steht. Die Aufgaben sind zwar teilweise Abwechslungsreich aber der Kern der Aufgaben ist manchmal doch zu monoton gestaltet…

Ich wünsche euch für eure Zukunft alles erdenklich Gute.

Vladi


Werkstudent bei der jSERVICE GmbH (2/3)

TEIL II

Die ersten Wochen habe ich primär nur über die Schulter des dort fest angestellten IT-Administrators geschaut und gelernt, wie und was er dort genau macht. Sofern ich mich noch richtig erinnere, war eine meiner ersten Aufgaben das Erstellen von Benutzerkontos (für die Anmeldung auf dem Server, bei Microsoft Office beziehungsweise dem Mailanbieter) für die neuen Mitarbeiter und gleichzeitig das Vorbereiten der Hardware für diese. Die bestand dann i.d.R. aus einem Notebook, welches ebenfalls noch aufbereitet werden musste, sofern es von einem anderen Mitarbeiter zurückgegeben wurde, einem Smartphone und den Schlüsseln für das Gebäude.

Dies war dann auch über das Jahr hinweg meine feste Aufgabe. Alte benutzte Laptops entgegennehmen, falls noch nicht vorhanden, in diese eine SSD einbauen und anschließend einmal komplett das Betriebssystem neu draufmachen mit allen notwendigen Updates und Programmen wie Office. Nachdem Hard- und Software seitig dann alles fertig war, habe ich die Festplatte anschließend noch mit BitLocker verschlüsselt, sodass im Falle eines Verlierens des Notebooks Firmeninterne Daten nicht nach außen kommen können.

Ebenso war eine große Aufgabe das Vorbereiten von Smartphones. Sofern ein altes zurückgegeben wurde, wurde dieses einmal neu Aufbereitet (Werkseinstellungen, alle nötigen Apps etc. drauf sowie die SIM Karte wechseln), sodass es einem (neuen) Mitarbeiter gegeben werden konnte. Dadurch das die jSERVICE GmbH ein Dienstleister für VW war und die Mitarbeiter auch durchaus im Werk unterwegs waren, waren Smartphones mit einer Kamera verboten. Somit hatte ich ebenfalls die Aufgabe die Handys zu öffnen (war noch einfach, da es alte Microsoft Smartphones waren) und die Kamera auszubauen und anschließend die Stelle mit einem grellen Aufkleber zu versehen, sodass es deutlich sichtbar war, dass diese Ausgebaut wurde. Kurz bevor ich aufgehört habe, wurden die Smartphones auf Android umgestellt und dementsprechend angefangen neue Modelle zu besorgen. Dort ging der Ausbau leider nicht mehr so einfach, da diese ja neuerdings alle hinten verklebt sind. Dadurch ist auch so die eine oder andere Rückseite beim Ausbau gebrochen und gesplittert.

Eine andere, etwas ungewöhnliche Aufgabe war der „Umzug“ von einem Gebäude ins andere. Da bei dem einen Standort das Gebäude abgerissen wurde, um einen neuen, größeren und zentralen Standort zu errichten, musste das Inventar natürlich auf andere Standorte verteilt werden. Dazu wurde beispielsweise ein Gebäude ganz in der Nähe gemietet, in welchem dann die ganze Netzwerktechnik mehr oder weniger neu aufgesetzt werden musste, da VW auch dort seine eigenen Sicherheitsbestimmungen hat und der Internetprovider, zumindest im Falle von Wolfsburg, die WOBCOM sein muss. Und so war ich auch damit beschäftigt, die IT am neuen Standort aufzubauen, die ganze Hardware am Arbeitsplatz so herzurichten, dass die Mitarbeiter nur noch ihr Laptop in die Dockingstation packen mussten.


Werkstudent bei der jSERVICE GmbH (1/3)

TEIL I

Hallo Zusammen,

mein Name ist Vladi, ich habe im Wintersemester 2015 angefangen Wirtschaftsinformatik zu studieren und habe im Jahr 2019 bei der jSERVICE GmbH als Werkstudent in der IT-Administration gearbeitet. Derzeit befinde ich mich in meinem 4. Mastersemester und es geht langsam dem Ende hin zu.

Aber erst einmal erzähle ich euch kurz was über die jSERVICE GmbH. Diese wurde im März 2001 gegründet und hat ihren Hauptsitz Wolfsburg, aber auch Standorte u.a. in Leipzig, Berlin und Braunschweig. Die Firma ist insbesondere ein Dienstleister für Volkswagen, unterstützt aber beispielsweise auch die Sparkasse. Das Unternehmen hatte zu meiner Zeit etwa 150 Mitarbeiter, welche zum Teil auf die Unterfirmen von jSERVICE aufgeteilt worden.

Ich bin ganz klassisch in das Unternehmen durch eine Bewerbung gekommen. Dort habe ich dann im Backoffice in einem der zwei sich naheliegenden Standorte als Unterstützung für die IT-Administration angefangen. Die Aufgaben waren dabei ziemlich breit gefächert und beinhalteten alles Mögliche was man sich unter IT-Administration vorstellen könnte. Sei es etwas am Server zu machen, neue Hardware auszusuchen, Hardware zu bearbeiten oder auch an der Decke beziehungsweise Fußboden LAN-Kabel zu verlegen. Es hatte sich auch ziemlich schnell gezeigt, dass wöchentlich neue interessante und Abwechslungsreiche Aufgaben auf mich zu kam.

Auf diese Aufgaben werde ich im zweiten Blogpost genauer eingehen.


Praktikum bei der GESIS Salzgitter (3/3)

Hallo Zusammen,

Hier werde ich Abschließend noch ein kleines Fazit geben und euch ein paar kleine Tipps mitteilen.

Ich persönlich sehe das Praktikum als vollen Erfolg. Ich habe die Aufgabe erfüllt, sowie neue Erkenntnisse in das Unternehmens Know-How gebracht. Mit vielen Anläufen und ausprobieren wurden verschiedenste Aufgaben gemeistert. Neben den neuen Skills konnte ich auch viele Einblicke in einen Arbeitsalltag im Unternehmen erlangen, was mir viel Selbstvertrauen in meinem weiteren Werdegang gibt. Ich konnte nicht nur neue Kontakte knöpfen, sondern hab mich menschlich auch weitergebildet.

Abschließend gebe ich euch folgende Tipps mit, falls ihr auch so ein Praktikum bei der GESIS abschließen wollt:

  • Sucht euch ein Praktikumsthema aus was euch wirklich interessiert. Das Thema wird euch fast ein halben Jahr lang begleiten
  • Falls euch kein Thema gefällt, versucht es mit einer Initiativbewerbung mit einem Themenvorschlag oder einer groben Einschätzung
  • Falls ihr Hilfe braucht, schämt euch nicht. Besonders als Praktikant kann man nicht alles wissen.
  • Theorie ist nicht Praxis. Das Studium hilft bei den Begrifflichkeiten, jedoch in der Praxis läuft vieles anders

 


Praktikum bei der GESIS Salzgitter (2/3)

Hallo Zusammen,

In dem Teil möchte ich euch mehr über mein Praktikumsthema, meinen Alltag im Betrieb, sowie andere Interessante Sachen erzählen.

Meine Aufgabe hatte das Thema „Kundensegmentierung mit SAP HANA SQL“. Was ist jedoch SAP HANA?

SAP HANA ist eine Entwicklungs- und Integrationsplattform von SAP für Softwareanwendungen, die im Kern aus einem relationalen Datenbanksystem besteht und OLAP- und OLTP-Landschaften in einer gemeinsamen In-Memory Datenbank kombiniert. Mit Hilfe der In-Memory-Technik den gegenüber der Festplatte erheblich schneller zugreifbaren Arbeitsspeicher des Computers zur Datenspeicherung nutzt. Verglichen mit herkömmlichen Anwendungen ermöglicht sie Auswertungen großer Datenmengen mit höherer Performance (Wikipedia,2021). Das Besondere daran ist, dass SAP HANA noch recht neu ist. Somit war es für mich und meinen Betreuer im weiten Sinne eine neue Aufgabe die neuen Funktionen und Logiken zu erfassen und Dokumentieren. Die Arbeit mit SAP HANA fand die meiste Zeit innerhalb von Eclipse statt. Dort konnte man mit Hilfe von Skripten, Tabellenoperationen und Filtern alte SAP BW und ABAP Operationen nachmodellieren, welche nicht nur übersichtlicher wurden, sondern auch schneller.

Die zugehörige Aufgabe zu SAP HANA war eine Segmentierung der Kunden der Salzgitter Mannesmann Stahlhandel GmbH, die bislang mit klassischen BW-Werkzeugen implementiert wurde, zu erneuern. Dazu sollen neue Methoden direkt auf der HANA-Datenbank genutzt werden. Genauer heißt es wie vorhin erwähnt: Die alten SAP BW Modellierungen zu verstehen, zu analysieren, SAP HANA zu verstehen und sich eine Strategie erarbeiten wie man vorgeht. Anschließend galt es dies zu implementieren. Während der Implementierung gab es jedoch einige Komplikationen, da die SAP BW ABC-Analyse nicht so einfach umsetzbar ist, wie davor. Zuvor konnte man mehr als die A, B und C Segemente auswählen, womit anschließend die Kunden zugeordnet wurden. In der Standard ABC-Analyse von SAP HANA gab es jedoch nur maximal 3 Segmente. Somit galt es dafür eine Lösung zu finden. Die Lösung war diese ABC Analyse mit Ranking Funktionen, sowie mit Summierung Funktionen darzustellen, damit man eine gleiche Zuordnung erhält. Neben dieser großen Problemlösung gab es noch weitere kleine Probleme, welche man aber mit vielen möglichen Lösungen lösen konnte.

Die Arbeitsatmosphäre in der Abteilung war toll. Ich wurde an meinem ersten Tag herzlich empfangen und eingewiesen. Mein vorläufiger Büropartner war auch ein Praktikant. Wir haben uns direkt verstanden und hatten interessante Gespräche über unsere Studiengänge und Unis. Diesen Büroalltag konnte ich leider nicht allzu lang genießen, da die Verordnungen nur noch Homeoffice und Einzelbüros zugelassen haben, was die Etage recht leer machte. Nichtsdestotrotz war die Atmosphäre weiterhin herzlich. Die Arbeitszeiten waren zudem flexibel, womit ich diese optimal an meine Vorlesungen und Bachelorarbeitszeiten anpassen konnte.

In dem letzten Teil werde ich ein Fazit ziehen und gebe kleine Tipps, um einfacher den GESIS Alltag zu meistern.

 


Werkstudent bei Siemens Mobility (3/3)

TEIL III

Hallo zusammen

In den letzten zwei Einträge habe ich euch was über Siemens Mobility und meine Tätigkeiten im Unternehmen erzählt. In diesem letzten Teil möchte ich euch an meinem Fazit bezüglich dieser Stelle teilhaben lassen.

Durch die Corona Pandemie hat sich mein WG-Zimmer in meinen Arbeitsort, Vorlesungssaal und Freizeitraum verwandelt. Die (psychologische) Trennung zwischen diese Aktivitäten fällt mir manchmal schwierig, weil alles am gleichen Ort erfolgt. Durch einen fixen Stundenplan wird eine Struktur in die Woche geschaffen, welches mir diese Herausforderung erleichtert. Wir im Team habe uns gegenseitig unterstützt, somit erfolgte jeden zweiten Tag eine Teamrunde, in der wir nicht nur über arbeitsbedingte, sondern auch private Themen gesprochen haben, wodurch trotz der aktuellen Situation ein Teamgefühl aufrechterhalten wurde.

Für das Team ist selbstverständlich, dass die Uni bei mir immer Vorrang hat. Somit wurden mir während der stressigsten Momente des Semesters unterschiedliche Möglichkeiten gegeben, um meinen Arbeitsworkload zu reduzieren, sodass ich mich mehr auf die Uni konzentrieren konnte. Ich fühle mich sehr wohl im Team und im Unternehmen, die Arbeitsatmosphäre und die Kollegen passen einfach gut zu mir. Ich freue mich diese Stelle neben dem Masterstudium haben zu dürfen und mein Wissen anwenden zu können.


Werkstudent bei Siemens Mobility (2/3)

TEIL II

Was genau mache ich da eigentlich?

Ich bin durch einen Kommilitonen auf die Stelle aufmerksam geworden. Der Bewerbungsprozess lief reibungslos und wenige Tage nach dem Bewerbungsgespräch habe ich eine Zusage bekommen. Der Standort in Braunschweig befindet sich hinter dem Bahnhof und ist ziemlich gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Aufgrund von Corona befinden wir uns aktuell aber leider im Homeoffice. Das Unternehmen bietet uns genug Möglichkeiten um unsere Tätigkeiten von zu Hause weiter durchführen zu können. Die Arbeitsatmosphäre im Team war von Anfang an sehr gut und ich wurde ziemlich schnell in das Team aufgenommen und konnte meine Ideen und Vorschläge von Anfang an einbringen.

Meine Tätigkeiten waren zu Beginn die Projektkaufleiter zu unterstützen, allerdings waren dies einfache und nicht so befriedigende Aufgaben. Es hat sich aber ziemlich schnell entwickelt, dass ich zunehmend andere Aufgaben, die mehr mit meiner Studienrichtung zu tun haben, übernommen habe.

Eine meiner kontinuierlichen Aufgabe ist es, Prozesse der Kaufleiter zu erkennen, welche potenziell automatisierbar sind. Nachdem ich diese erkannt habe, liegt es in meiner Verantwortung, diese zu modellieren. Mit Hilfe von Robotics Prozess Automation(RPA) können die Prozesse abgebildet werden und die Tätigkeiten automatisiert. Hierbei nehme ich die Rolle der Schnittstelle zwischen den RPA Entwickler und der Abteilung ein.

Neben der Prozessautomatisierung befasse ich mich mit der intelligenten Verarbeitung von Daten und Erstellung von dynamischen Reports. Mit Hilfe von unterschiedlichen Tools und Programmiersprache verarbeite, überprüfe und analysiere ich Projektdaten aus unterschiedlichen Datenquellen um Inkonsistenten, Fehler oder Besonderheiten in den Daten zu finden und zu beheben. Da die Projektdaten meistens manuell von den Projektkaufleute in die unterschiedlichen Systeme eingepflegt werden, besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit eine Inkonsistenz zu finden. Dynamischen Reports für das Management werden auf Basis dieser Daten erstellt, sodass jeder Stakeholder seine eigene Ansicht auf die Daten wählen kann. Für die Analyse und Darstellung der Daten benutze ich unter anderen Python, Knime, Tableau.

Neben diese Aufgaben unterstütze ich mein Team bei allgemeinen Büroaufgaben. Unter anderem, wenn meine Kollegen Excel oder IT-Probleme oder andere Schwierigkeiten haben.