Wirtschaftsinformatik in der Praxis

Wirtschaftsinformatik in der Praxis |

Werkstudentin bei der Siemens Mobility GmbH [2/3]

Hallo zusammen!

Im zweiten Teil meines Blogeintrages möchte ich Euch kurz vorstellen, an welchen Projekten ich während meiner Werkstudententätigkeit mitgearbeitet habe und welche Aufgaben ich in diesem Rahmen übernommen habe.

Der Fokus meiner Tätigkeit lag vor allem auf der Erstellung von Applikationen, die von verschiedenen Abteilungen mit Bezug zum Werk in Braunschweig verwendet werden, um dort ablaufende Prozesse zu optimieren. Für die Erstellung der Apps habe ich mit der Low-Code-Plattform Mendix gearbeitet. Im Folgenden möchte ich Euch zwei Anwendungsgebiete kurz genauer vorstellen:

Mein Hauptprojekt, welches mich über den gesamten Zeitraum begleitet hat und an dem ich eigenständig arbeiten konnte, basierte auf Datenbanken und Anwendungen in Microsoft-Access, welche zukunftssicherer und neu aufgesetzt werden sollten. Das Ergebnis dieser Anwendungen sind Fertigungsunterlagen, die anschließend von den Mitarbeitern in der Fertigung genutzt werden, um die entsprechenden Produkte zu fertigen. Um das bestmögliche Tool für den Bau einer entsprechenden Applikation ausfindig zu machen, habe ich zunächst eine Anforderungsanalyse durchgeführt und mit den späteren Nutzern besprochen, welche Funktionen auf jeden Fall enthalten sein sollten. Darauf basierend habe ich eine Recherche bezüglich möglicher Optionen für die Umsetzung vorgenommen und konnte dabei auch praktische Erfahrungen mit anderen Tools wie der Microsoft Power Plattform erlangen. Nachdem wir uns abschließend für die Low-Code-Plattform Mendix entschieden haben, habe ich in enger Abstimmung mit den Kollegen, welche das Tool schlussendlich nutzen, mit der Umsetzung begonnen. Dies beinhaltete zunächst das Erarbeiten eines Datenbankschemas und anschließend den Bau der Applikation.

Die zweite Applikation, die ich gebaut habe, dient der Unterstützung der Poststelle in Braunschweig. Das Vorgehen ähnelte hierbei dem der ersten App, sodass ich zunächst mit den Mitarbeitern der Poststelle Rücksprache gehalten habe, welche Informationen für sie relevant sind und wie im Moment gearbeitet wird. Anschließend habe ich diese Anforderungen im Bau der Applikation umgesetzt und unter Verwendung einer Testumgebung Änderungswünsche der Mitarbeiter aufgenommen und eingearbeitet.

Neben dem Bau der Applikationen habe ich mich zudem mit einem neuen Manufacturing Execution System beschäftigt, welches zur Optimierung der Fertigungsabläufe eingesetzt werden soll. Dazu sollte ich erste Passagen einer Arbeitsanweisung formulieren, die beschreiben, welche Funktionen das System hat und wie es bedient wird. Um ein grundlegendes Verständnis für die Prozesse zu erlangen, habe ich mehrfach auch die Fertigung selbst besucht und konnte mir einen guten Überblick über die dort stattfindenden Prozesse verschaffen.


Werkstudentin bei der Siemens Mobility GmbH [1/3]

Hallo zusammen!

Ich bin Kira und studiere im Master Wirtschaftsinformatik. Neben meinem Studium war ich die letzten 15 Monate Werkstudentin bei der Siemens Mobility GmbH. In den folgenden Blogeinträgen möchte ich euch gerne einen kurzen Überblick über meine Tätigkeiten sowie das Arbeitsumfeld allgemein geben.

Die Siemens Mobility GmbH ist ein Unternehmen der Siemens AG und entwickelt innovative, nachhaltige Lösungen, um Mobilität weltweit zu verbessern und an aktuelle Herausforderungen anzupassen. Zu den Tätigkeitsbereichen gehören dabei beispielsweise Schienenfahrzeuge, Bahninfrastruktur und Bahndienstleistungen. Dabei spielen vor allem auch digitale Lösungen eine wichtige Rolle, um den Schienenverkehr zu optimieren.

Ich war während meiner Zeit bei der Siemens Mobility GmbH in der Abteilung beschäftigt, die sich auf digitale Lösungen in Bezug auf das Werk spezialisiert hat. Die Gruppe besteht aus ca. 20 Mitarbeitern, welche auf die Standorte Braunschweig, Berlin und Irxleben aufgeteilt sind. Mein Arbeitsort war der Standort Braunschweig, der durch die direkte Lage am Hauptbahnhof gut angebunden ist und insgesamt ca. 5000 Mitarbeiter beheimatet.

Die Arbeitsfelder innerhalb der Abteilung sind sehr verschieden und reichen von der Betreuung der im Werk notwendigen Hardware über die Entwicklung von Software bis zum Einsatz von Robotern. Dabei spielt insbesondere auch das Thema Cybersecurity heutzutage eine wichtige Rolle. Ich war in der Softwareentwicklung angesiedelt und habe beim Bau von Apps für verschiedene Bereiche mitgewirkt, aber dazu mehr in den nächsten Blogeinträgen.


Werkstudentin Ostrom [3/3]

Ein letztes mal: Hallo! 🙂

Mein Fazit kurz gesagt: Top!

Nun mehr: Ich bin total happy, dass ich das Glück habe seit so langer Zeit in einem so tollen Unternehmen zu arbeiten. Ich arbeite in einem tollen Team und habe tolle Aufgabenbereiche. Natürlich kann ich nicht für alle Unternehmen oder Start-Ups im generellen sprechen, aber ich habe bereits eine Vielzahl an Nebenjobs gemacht und mich nie so toll aufgehoben gefühlt wie jetzt.

In so einem jungen Team ist die Arbeitsatmosphäre eine ganz
andere und das beziehe ich nicht allein auf die Arbeit, sondern auch das Miteinander. Wir sind ein Unternehmen, in welchem zu 100% remote gearbeitet werden kann und dennoch wird viel Wert darauf gelegt, dass wir als Team zusammenwachsen.

Durch meine Arbeit habe ich so viel praktische Erfahrungen sammeln können. Ich habe bei Ostrom angefangen, da waren wir gerade einmal 12 Personen im Unternehmen. Nun sind wir
knapp 50 und diesen Wachstum mitzuerleben hat unheimlich viel Spaß gemacht. Dadurch dass wir vor allem zu Beginn so wenige Leute im Ops Team waren, gab es keine festen Zuständigkeiten und man war in jedem Prozess mal involviert.

Zuletzt möchte ich noch hervorheben, dass ich in meiner gesamten Zeit als Werkstudentin sehr unterstützt wurde. Ich konnte meine Arbeitszeit jederzeit flexibel nach meinem Stundenplan ausrichten und konnte auch in stressigen Phasen mal kürzer treten.

Viele Grüße
Finja


Werkstudentin Ostrom [2/3]

Hello again,

ich erzähle nun ein bisschen über meine Aufgabenbereiche bei Ostrom. Seit Beginn meiner Zeit hier kümmere ich mich um verschiedene Bereiche, die sich im Laufe der Zeit auch weiterentwickelt haben. Neben festen Aufgaben übernehme ich auch immer wieder kleinere Projekte.

Zu meinen festen Aufgaben gehört die Marktpartnerkommunikation: Diese ist entscheidend für den reibungslosen Austausch von Informationen zwischen den verschiedenen Marktrollen im Energiesektor. Im Rahmen der Marktpartnerkommunikation arbeiten wir mit dem EDIFACT-Standard, der dafür sorgt, dass alle Marktrollen dieselben Voraussetzungen für die Verschlüsselung und Entschlüsselung von Daten sowie für die Datenformate erfüllen.

Ein weiterer wichtiger Bereich ist die Messstellenbetreiberabrechnung: Hier kümmere ich mich um die Abrechnung zwischen Ostrom und den Unternehmen, die für die Stromzähler unserer Kund:innen verantwortlich sind – die sogenannten Messstellenbetreiber. Im Moment arbeite ich außerdem daran diesen recht manuellen Prozess zu automatisieren und eine Automatisierung zur Abrechnung der Messstellengebühren zu entwickeln.

Zuletzt kümmere ich mich um das Outputmanagement: Das OPM ist unsere automatisierte Kommunikation nach außen zu unseren Kund:innen. Das heißt, dass jede E-Mail die an unsere
Kund:innen geht zuvor als Vorlage gebaut wird. Hierunter fallen sowohl die E-Mails über Neuigkeiten oder Veränderungen, aber auch die Dokumente wie Vertragsbestätigungen und
Rechnungen. Diese Vorlagen werden vorab so konstruiert, dass sie automatisiert verschickt können. Der Großteil der Dokumente und E-Mails wird in HTML erstellt.

Viele Grüße
Finja


Werkstudentin Ostrom [1/3]

Hallo zusammen,
ich bin Finja, studiere derzeit Wirtschaftsinformatik im Master und arbeite nun seit ungefähr drei
Jahren als Werkstudentin bei Ostrom im Operations Team.

Ostrom ist ein Energielieferant und digitales Energiemanagement-Startup, das im Januar 2021 gegründet wurde. Das Ziel von Ostrom ist es, mehr Transparenz und Fairness im Energiemarkt zu schaffen, mit einem klaren Fokus auf die grüne Energiewende durch 100 % erneuerbare Energien. Ostrom bietet zwei Tarife an: SimplyFair, einen Tarif zum Selbstkostenpreis, und SimplyDynamic, einen dynamischen Tarif, bei dem der Strompreis stundenaktuell nach dem Börsenstrompreis berechnet wird. Beide Tarife beinhalten eine faire monatliche Ostrom Grundgebühr von 6€ – Ostrom verdient nämlich nicht am Stromverbrauch der Kund:innen.

Seit der Gründung von Ostrom hat sich wahnsinnig viel entwickelt. Was einst als einfacher, transparenter Stromtarif begann, ist heute eine vollständig digitale Energieplattform.

Ostrom ist besonders für Expats interessant, da es nicht nur Support auf Deutsch, sondern auch auf Englisch bietet. Die gesamte Plattform ist 100 % App-basiert, und es wird bewusst auf Papierkommunikation verzichtet.

Kund:innen haben in der App jederzeit ihren Verbrauch im Blick – entweder durch das Eingeben der Zählerstände oder durch die Smart Meter Verbauchsdaten. Zudem können smarte Geräte wie Wärmepumpen, Wallboxen, PV-Anlagen, Batteriespeicher und E-Autos problemlos integriert werden.

Ein besonderes Highlight ist das Virtuelle Kraftwerk – NeoGrid (VPP): Es ermöglicht E-Auto-Besitzer:innen, durch automatisiertes Laden zu den günstigsten Zeiten und gezielten Rückverkauf von Energie an den Markt aktiv am Strommarkt teilzunehmen – und dabei sogar Geld zu verdienen.

Ich arbeite seit Beginn als Werkstudentin im Operations Team. Wie der Name bereits verrät, kümmern wir uns um alle operativen Abläufe: Kundensupport, Wechselprozesse und Marktkommunikation.

Viele Grüße
Finja


Werkstudent bei Volkswagen Financial Services [3/3]

Hey, 

da dies nun mein letzter Beitrag wird, möchte ich abschließend noch einmal die Beschäftigung Revue passieren lassen und ein Fazit abgeben. Natürlich werde ich am Ende auch noch mal erwähnen, ob ich anderen Studierenden das Unternehmen Volkswagen Financial Services als Arbeitgeber empfehlen würde. 

Ich muss zugeben, dass ich anfangs nicht gedacht habe, dass mir die Beschäftigung in der IH-IFF so viel Spaß machen würde. Ich hatte aber eine wirklich schöne Zeit, aus welcher ich viele Learnings ziehen konnte. Das Team hat mich direkt aufgenommen und wie ein vollwertiges Mitglied behandelt. Darüber hinaus konnte ich für ganze zwei Jahre in einen Konzern „reinschnuppern“ und sehen, wie verschiedene Prozesse, die ich sonst nur in der Theorie behandelt habe, in der Praxis ablaufen. Dabei habe ich die guten wie auch die schlechten Seiten kennengelernt. Meine Aufgaben waren eine schöne Mischung zwischen täglichem Geschäft und kreativer Aufgabenlösung. Natürlich gab es auch mal eher schlichte Aufgaben, wie z.B. das Anlegen und Kontrollieren von Businessrollen, aber auch dabei konnte ich gewisse Erfahrungen sammeln.  

Ich bin sehr froh, dass ich mich für diesen Job entschieden habe. Das Arbeitsklima, die Kollegen und die Aufgaben in der Abteilung IH-IFF haben mich motiviert und überzeugt, dass es wirklich Bereiche gibt, die einem Spaß an der Arbeit machen. Volkswagen Financial Services war ein sehr angenehmer Arbeitgeber und ich bin froh und dankbar, dass ich dort meine erste Beschäftigung als Werkstudent erleben konnte.  

Abschließend kann ich jedem nur einen Werkstudentenjob neben dem Studium empfehlen. Klar ist es manchmal wirklich mühsam gewesen, die Termine auf der Arbeit mit denen an der Universität zu koordinieren. Aber durch die mögliche Flexibilität auf der Arbeit war es trotzdem umsetzbar. Ich würde mich jederzeit wieder für eine Werkstudententätigkeit bei VW FS entscheiden – auch wenn sich dadurch mein Studium etwas verlängert würde. Die praktischen Erfahrungen waren für mich wertvoller als das schnelle Abschließen meines Studiengangs. Denn nur mit diesen Erfahrungen kannst du für dich selber feststellen, welche Bereiche dir wirklich gefallen. 

Vielen Dank fürs Lesen! 🙂 

Josna


Werkstudent bei Volkswagen Financial Services [2/3]

Hey, 

in diesem Blogbeitrag möchte ich näher auf meinen Aufgabenbereich in der Abteilung IH-IFF eingehen und welche Erfahrungen ich daraus sammeln konnte.   

Grundsätzlich unterstütze ich meine Kollegen bei administrativen oder organisatorischen Aufgaben. Darunter fielen beispielsweise die Erfassung und Pflege von Wartungsaufträgen in JIRA oder auch das Erstellen und Verschönern von Powerpoint-Präsentationen. Des Weiteren war ich dafür zuständig, die Kollegen bei den Releaseprozessen zu unterstützen. Dabei erinnerte ich meine Kollegen an die Deadlines des Releases, kontrollierte die Vollständigkeit der Unterlagen (Konzept, Testdoku) und erstellte bzw. pflegte die Systemdokumentation. Für jedes große Release erstellte ich eine Zusammenfassung der zu transportierten Inhalte, welche die Grundlage für die Übergabe der Informationen darstellte. 

Im ganzen Verlauf meiner Tätigkeit war ich auch für das Postfach vom Team Treasury zuständig. Aufgaben, die dabei anstanden, waren die Budgetierung in Planta, die Kommunikation und Planung für das Team Treasury (Interne – und Externe Mitarbeiter), sowie die Vorbereitung und Aktualisierung der Folien für die Termine. Zusätzlich habe ich zu jedem Monatsanfang eine Budget- und Kapazitätsauswertung erstellt, welche von Vorgesetzten für die Planung benötigt wurde.  

Auch weitere Aufgaben, welche erst im Laufe meiner Tätigkeit aufgekommen sind, habe ich übernommen. So erstellte ich ein Dashboard, welches eine bessere Übersicht und Filterung der Aufträge bereitstellte. Zusätzlich gab es eine Übergabe von Prozessen an die externen Kollegen. Hierbei übernahm ich die Kommunikation und die Übergabe von Prozessen.  

Grundsätzlich ist also zu erkennen, dass ich festgelegte Aufgaben während meiner Beschäftigung hatte. Mir wurde aber auch die Möglichkeit gegeben, mittels aufkommenden Aufgaben meine Kollegen im Tagesgeschäft zu unterstützen.


Werkstudent bei Volkswagen Financial Services [1/3]

Hey ihr Lieben, 

in den folgenden Beiträgen möchte ich euch ein wenig über meine Erfahrungen und Aufgaben als Werkstudent bei Volkswagen Financial Services (VW FS) erzählen. Dort habe ich zwei Jahre neben meinem Studium gearbeitet. Doch zuerst einmal kurz zu mir: Mein Name ist Josna, ich bin 25 Jahre alt und studiere aktuell Wirtschaftsinformatik im Master.  

Volkswagen Financial Services ist eine Tochtergesellschaft von Volkswagen AG und ein Teil des Geschäftsbereichs “Volkswagen Group Mobility “. Dabei steuert die Tochtergesellschaft das europäische Finanz- und Mobilitätsdienstleistungsgeschäft für die Konzernmarken. Als größter automobilbezogener Finanzdienstleister Europas ist VW FS in 18 Märkten aktiv. Auch in Braunschweig wird versucht, nachhaltige Lösungen zu entwickeln, oder die Digitalisierung voranzutreiben. Dies macht VW FS bereits unter anderem durch die Initiative “Smart Green City” mit der Stadt Braunschweig. Das allgemeine Ziel ist es aber, den Wunsch der Kunden nach sicherer, transparenter und schneller Mobilität im Alltag zu erfüllen. Hierfür bietet VW FS ein breites Produktportfolio, in welchem die Produkte digital verfügbar sind.  

Die Abteilung, in welcher ich eingesetzt wurde, war die IH-IFF. Es handelt sich hierbei um eine eher größere Unterabteilung mit ca. 35 Mitarbeitenden. In dieser Abteilung werden internationalen internen Kunden SAP-Produkte zur Verfügung gestellt. Dabei sind die hauptsächlichen Produkte SAP-Standard-Module wie zum Beispiel FI (Finance), CO (Controlling), MM (Material Management), AA (Asset Accounting) und TRM (Treasury). Diese Module werden dann durch Customizing und ggf. eigene Programmierungen an die Prozesse des Kunden angepasst und im Anschluss weiter betreut. Des Weiteren werden auch andere unterschiedliche Projekte und Rollouts von neuen und/oder bestehenden Gesellschaften unterstützt. Aber auch die Zusammenarbeit mit anderen Bereichen, wie beispielsweise den Support-Teams auf verschiedenen Ebenen oder den verschiedenen Fachbereichen, gehört beim Alltag der IH-IFF dazu. 

Aufmerksam auf die Stelle wurde ich primär durch das eigene Stellenportal des Unternehmens, da ich wollte, dass mein nächster Job auch wirklich was mit meiner Fachrichtung zu tun hat. Aufgrund meiner Interessen an den Abläufen in einem großen Unternehmen und dem Wunsch, praktische Erfahrungen zu sammeln, entschied ich mich für diese Stelle. Ebenso motivierte mich das Bewerbungsgespräch. Es wurde über die Aufgaben der Abteilung gesprochen und wie ich als Werkstudent dabei unterstützen kann. Direkt war erkennbar, dass die Aufgaben auch wirklich einen Mehrwert für die Abteilung bringen und zur Erreichung der Ziele beitragen. Auch das sympathische Auftreten der Führungskraft und des Teams hinterließen einen positiven Eindruck.  

Zugegebenermaßen war ich in der Anfangszeit ein wenig überfordert. Die vielen verschiedenen Abkürzungen und internen Definitionen verwirrten mich. Zusätzlich fand ich es ein wenig schwierig selbst zu erkennen, welche Person ich bei welchen Themen genau ansprechen kann. Doch wie so oft im Leben konnte ich diese anfänglichen Herausforderungen mit der Zeit und der Unterstützung meiner Kollegen überwinden.  

In meinem nächsten Blogbeitrag werde ich euch von meinen konkreten Aufgaben in der IH-IFF erzählen und wie diese meine Kollegen bei ihrer Arbeit unterstützt haben.  


Werkstudententätigkeit bei der MAN Truck & Bus SE [3/3]

Hallo zusammen,

in meinem letzten Blog-Eintrag möchte ich ein persönliches Fazit zu meiner bisherigen Zeit bei der MAN ziehen.

Zu Beginn meiner Werkstudententätigkeit wurde ich durch meinen Teamleiter persönlich an die Hand genommen und durfte ihn auch zu einigen Meetings begleiten, um die Abläufe und Prozesse in unserem Team besser zu verstehen. Von meinen Teamkollegen wurde ich auch sehr herzlich willkommen geheißen und sie hatten und haben immer noch ein offenes Ohr für Fragen. Dies hat mir den Einstieg extrem erleichtert und mir vor allem die Angst vor der Arbeit genommen.

Die Entscheidung bereits während meines Bachelorstudiums einer Werkstudententätigkeit nachzugehen bereue ich keineswegs. Ich konnte bis jetzt sehr viele Einblicke in das Berufsleben und in die Praxis gewinnen und dabei zahlreiche Fähigkeiten und Kenntnisse erwerben, die meine berufliche Entwicklung maßgeblich gefördert haben und weiterhin fördern werden. Außerdem konnte ich mein theoretisches Wissen aus der Universität in der Praxis anwenden und etwas zum Unternehmen beitragen. Zudem wurde es bis jetzt nie langweilig und man hat immer reichlich viel zu tun. Allerding war ich vor allem über die vielen Bürokratiehürden in diesem Konzern überrascht. So mussten wir beispielsweise für die Web-Applikation die ich entwickelt habe, bevor es auf die Produktivumgebung geschaltet wurde, eine Vereinbarung mit dem Betriebsrat treffen. In dieser Vereinbarung musste ich neben anderen Aspekten insbesondere den Aufbau der Anwendung sowie die verarbeiteten Daten darstellen. Erst nach der Unterzeichnung der Vereinbarung durch den Betriebsrat konnten wir dann die Applikation auf Produktiv schalten.

Das Komponentenwerk Salzgitter stellt seit einiger Zeit keine externen Leute mehr als Vollzeitangestellte ein. Das heißt konkret, dass man nicht nach dem Studium übernommen werden kann. Zusätzlich kann es sehr anstrengend sein, neben dem Studium einer Werkstudententätigkeit nachzugehen. Meist kann man dadurch nicht alle Vorlesungen und Übungen besuchen. Jedoch habe ich das Glück, dass ich die Hälfte meiner Arbeitszeit im Homeoffice machen kann und diese frei zwischen 06 Uhr und 18 Uhr einteilen kann. Zusätzlich kann ich in der Klausurenphase meine Arbeitszeit reduzieren und diese dann nach der Klausurenphase in den Semesterferien nachholen bzw. auch Überstunden für die nächste Klausurenphase aufbauen.

Abschließend kann ich jedem nur wärmstens empfehlen, eine Werkstudententätigkeit während des Bachelorstudiums nachzugehen. Habt keine Angst euch auf Stellen zu bewerben. Meist sind die Bewerbungsprozesse unkompliziert und die Arbeit in der Regel nicht stressig. Die Unternehmen wissen ja auch, dass wir in erster Linie Studenten sind. Also schaut gerne mal im Stellenportal der MAN vorbei, dort findet ihr regelmäßig Anzeigen für Werkstudententätigkeiten, Praktika und Abschlussarbeiten, in denen auch oft explizit nach Wirtschaftsinformatikern gefragt wird. Ab Juni wird dort voraussichtlich auch eine Stellenanzeige für einen dritten Werkstudenten in unserem Team veröffentlicht :).

Vielen Dank und viele Grüße!
Jathavan


Werkstudententätigkeit bei der MAN Truck & Bus SE [2/3]

Hallo zusammen,

in meinem zweiten Blog-Eintrag möchte ich euch einen Einblick in meine aktuellen Projekte geben, an denen ich derzeit arbeite. Dabei stehen vor allem die Themen Prozessanalyse, Prozessoptimierung, Digitalisierung und Automatisierung im Mittelpunkt.

Projekt 1: Datenaufbereitung in Power BI

Aktuell helfe ich meinem Team bei einem kleinen Projekt zur Berechnung und Visualisierung der PPM-Werte einzelner Teile von CKD-Sätzen in Power BI. Diese sogenannten PPM-Werte (Parts per Million) geben den Anteil fehlerhafte Teile pro eine Million ausgelieferter Teile an. Die Fehler können dabei unterschiedlichster Art sein, beispielsweise Mängel an Motoren, fehlende Schrauben oder während des Versands beschädigte Einzelteile. Ziel dieses Projekts ist es nicht nur, die fehleranfälligsten Teile zu identifizieren, sondern auch ein Vergleich zur Schwestermarke Scania zu haben, die ebenfalls CKD-Sätze an Drittländer liefert und bereits die PPM-Werte für einzelne Teile ihrer Fahrzeuge liefern kann. Meine Aufgabe hier liegt in der Datenaufbereitung. Das heißt konkret das Anknüpfen und die entsprechende Datenaufbereitung der benötigten Daten aus dem Datawarehouse der MAN in Power BI, sodass anschließend der entsprechende Bericht gebaut werden kann. Bei Fragen kann ich mich jederzeit an einen Kollegen aus unserem Team wenden, der mit den CKD-bezogenen Tabellen im MAN-Datawarehouse bestens vertraut ist.

In meiner Zeit bei MAN habe ich schon an einigen kleinen Power BI Berichten gearbeitet, sodass ich in diesem Projekt keine großen Schwierigkeiten in der Anwendung mit Power BI habe. Vor meiner Werkstudententätigkeit hatte ich jedoch keine Erfahrungen in Power BI, allerdings war es relativ einfach es sich selbst beizubringen. Die Erstellung der Berichte und Dashboards sind sehr intuitiv, das schwierigste an Power BI ist die Datenbeschaffung und Datenaufbereitung, jedoch ist das aber auch relativ leicht zu machen, bedingt durch die vorhanden SQL-Kenntnisse aus unserem Studium. Allerdings ist es manchmal nicht leicht, herauszufinden, welche Daten konkret für den jeweiligen Bericht benötigt werden.

Projekt 2: Digitalisierte Containereinplanung/-verladung

Ein weiteres Projekt, an dem ich ausschließlich alleine arbeite und den Großteil meiner Arbeitszeit einnimmt und bis jetzt eingenommen hat, ist die Entwicklung und Verbesserung einer Web-Applikation. Diese Anwendung ermöglicht eine effiziente und vor allem robuste Einplanung der Verladungen für CKD-Sätze sowie die direkte Bestellung der entsprechenden Container zur Verschiffung beim Spediteur. Die CKD-Sätze werden dabei in Lose zusammengefasst, meistens in Vierer-, Achter- oder Zwölfer-Lose. In einem Los befinden sich baugleiche Fahrzeuge mit exakt gleichen Ausstattungen für einen Kunden. Die Einplanung der Verladungen erfolgt (semi-)automatisiert. Früher mussten die Container manuell in Excel eingeplant werden, wobei die erforderlichen Informationen aus drei unterschiedlichen Systemen händisch zusammengetragen werden mussten. Zusätzlich musste immer wieder in den Systemen nachgeschaut werden, ob sich die Daten geändert haben. Wenn sich beispielsweise das Datum der Verpackung eines Loses geändert hat, musste man es selbst erkennen. Dank der neuen Web-Applikation entfällt dieser große Aufwand der manuellen Einplanung, da alle relevanten Daten täglich automatisch geladen und aktualisiert werden und bei Änderungen wie bei dem Datum der Verpackung, die Planer der Containerisierung per Mail benachrichtigt werden. Die Planung mit der Applikation ist jetzt ganz einfach, man muss in einem interaktiven Kalender auf einem bestimmten Tag drücken und es werden alle nicht verladenen Lose angezeigt, die auch verladenen werden können. Dann muss man lediglich auf das gewünschte Los klicken, und die benötigte Anzahl an Containern wird automatisch berechnet mithilfe von Werten, die ich für jeden Fahrzeugtyp und falls vorhanden, dessen Sonderausstattungen berechnet habe, die bei der Containerisierung zusätzlichen Platz erfordern. Die Länge der Verladung pro Container wurden vorher für jeden Fahrzeugtyp festgelegt. Diese Container werden dann automatisch unter Beachtung der Verladezeit und der Arbeitszeiten automatisch für den Tag eingeplant. Zusätzlich können mithilfe dieser Applikation die Verladung des Containers durch den technischen Versand mithilfe von Tablets oder einem Firmensmartphone fotodokumentiert werden. Früher wurden die Bilder auf einem separaten Server ohne Zuordnung zum Los und zum Container gespeichert. Der einzige Anhaltspunkt war das Hochladedatum der Bilder. Darüber hinaus kann der technische Versand die relevanten Containerdaten, also bspw. Containernummer, Gewicht, etc. eingegeben und es wird automatisch mit diesen eingegebenen Daten eine Mail an den kaufmännischen Versand geschickt. Diese können dann mithilfe der Containerdaten die Zollanmeldung in SAP GTS für den entsprechenden Container durchführen. Ein weiteres zentrales Feature der Applikation sind interaktive Dashboards zur Datenanalyse. So lässt sich beispielsweise für einen beliebigen Zeitraum und CKD-Kunden, heruntergebrochen auf Fahrzeugtypen, die Anzahl der bisher versendeten Fahrzeuge darstellen. Zusätzlich kann man auch den Kalender mit den geplanten Verladungen und die Fotos der Verladungen der versendeten Container einsehen.

Die Applikation wurde bereits seit einiger Zeit auf Produktiv geschaltet und wird von mehreren Fachbereichen und über Landesgrenzen hinweg von den CKD-Kunden genutzt. Mit dieser Applikation haben wir uns in diesem Jahr im werkseigenen Wettbewerb in der Kategorie „Digitale Produktion“ beworben und den ersten Platz belegt. Dank dieses Erfolgs konnten wir anschließend beim standortübergreifenden Wettbewerb, der letzten Monat stattgefunden hat, in München teilnehmen um gegen die anderen Gewinner derselben Kategorie in ihren jeweiligen Standorten anzutreten. Dort haben wir insgesamt den dritten Platz geholt.

Die Applikation habe ich mit Oracle APEX umgesetzt – einer Low-Code-Plattform, die auch ohne tiefgreifende Programmierkenntnisse die Entwicklung von Web-Anwendungen ermöglicht. Für komplexe Projekte, wie in diesem Fall, sind jedoch fundierte Kenntnisse in SQL, JavaScript sowie HTML/CSS erforderlich. Da in unserem Team bislang niemand Erfahrung mit Oracle APEX hatte, habe ich mir das notwendige Wissen selbstständig angeeignet. Programmiererfahrungen mit JavaScript sowie HTML/CSS hatte ich bis zu diesem Zeitpunkt keine und habe es mir selbst einigermaßen beigebracht. Bei spezifischen Fragen bzgl. Oracle APEX konnte ich mich jedoch stets an den zuständigen Ansprechpartner für Oracle APEX im MAN-Werk Salzgitter wenden.

Zurzeit arbeite ich an zwei Erweiterungen in dieser Anwendung. Die erste Erweiterung hat das Ziel, dass Kunden direkt in der Anwendung fehlerhafte oder beschädigte Teile beanstanden können (auch Claims genannt). Dies wird momentan mit einer separaten Software gemacht, die durch einen Dienstleister entwickelt wurde, dass in Zukunft abgelöst werden soll. Stand jetzt bin ich mit der Prozessabbildung fertig und habe die notwendigen Daten aus dem Datawarehouse der MAN angeknüpft. Jetzt arbeite ich gerade an einem Entwurf in der Applikation. Die zweite Erweiterung soll ermöglichen, dass zusätzlich zu den CKD-Sätzen auch Kurbelwellen, die an Drittländer in Container verschickt und verschifft werden in der Applikation eingeplant und durch den technischen Versand fotodokumentiert werden können. Mit dieser Umsetzung bin ich schon fast fertig. Es muss lediglich nur noch in der Testumgebung getestet werden.

 

Für beide Projekte habe ich alle zwei Wochen jeweils immer ein Termin mit meinem Teamleiter und den beteiligten Personen in den Projekten, in denen ich von meinem Fortschritt berichte und mir auch Feedback, aber auch Verbesserungswünsche einhole.

Ich hoffe ich konnte euch so einen groben Überblick über meine aktuellen Projekte und Tätigkeiten geben. In meinem letzten Blog-Eintrag werde ich ein Zwischenfazit zu meiner Zeit als Werkstudent bei der MAN ziehen.

Viele Grüße
Jathavan