Wirtschaftsinformatik in der Praxis

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Auslandspraktikum 1/3 in Sevilla bei Al Rescate

Hallo zusammen,

mein Name ist Jannes, ich studiere Wirtschaftsinformatik und habe vorher eine Ausbildung zum informationstechnischen Assistenten gemacht. Im Rahmen dieser Ausbildung habe ich mein erstes Auslandspraktikum bei einem kleinen IT-Dienstleister in Sevilla absolviert. Das Praktikum ging über zwei Monate und war für mich der erste richtige Einblick in den Arbeitsalltag einer IT-Firma im Ausland.

Der Betrieb hieß Al Rescate und betreut hauptsächlich kleinere Unternehmen wie Büros, Praxen, Läden und eine Sprachschule in und um Sevilla. Unser Alltag war eine Mischung aus Einsätzen beim Kunden vor Ort und Remote-Support aus dem Büro. Typische Themen waren der Aufbau kleiner Netzwerke, die Einrichtung von Arbeitsplätzen, die Stabilisierung von WLANs, Druck- und Scanprobleme sowie allgemeine Windows-Probleme. Ich war dabei die ganze Zeit mit einem erfahrenen Techniker unterwegs und konnte ihm Schritt für Schritt mehr Arbeit abnehmen.

Sprachlich war Sevilla für mich am Anfang eine echte Herausforderung. Alltagsspanisch hatte ich schon vorher gelernt, aber Fachbegriffe, Fehlermeldungen und spontane Gespräche mit Kunden waren etwas ganz anderes. In den ersten Tagen hatte ich mein Handy ständig danebenliegen, um Wörter nachzuschlagen oder Mails zu verstehen. Mit der Zeit habe ich mir angewöhnt, kürzere Sätze zu verwenden, gezielt nachzufragen und viel über den Kontext mitzunehmen. Nach ungefähr einer Woche habe ich gemerkt, dass ich deutlich entspannter kommuniziere und nicht mehr jede Kleinigkeit nachschauen muss.

Inhaltlich habe ich viel mit Netzwerken und Arbeitsplatzrechnern gearbeitet. Besonders spannend fand ich die WLAN-Messungen bei Kunden: Wir sind systematisch durch Büros, Flure und Besprechungsräume gelaufen, haben die Signalstärke dokumentiert und Fotos von Access Points, Wänden und potenziellen Störquellen gemacht. Später haben wir aus diesen Messungen Empfehlungen abgeleitet – zum Beispiel, wo zusätzliche Access Points sinnvoll sind oder welche Bereiche neu verkabelt werden sollten. Hier wurde mir klar, wie wichtig saubere Dokumentation ist, damit man später versteht, warum etwas an einer bestimmten Stelle so geplant wurde.

Wenn wir im Büro waren, habe ich mich häufig um Standardaufgaben gekümmert: Neuaufsetzen von Rechnern, Installieren von Programmen, kleinere Konfigurationsänderungen und das Pflegen von Gerätelisten. Aus dieser Routine heraus ist dann auch mein eigenes kleines Projekt entstanden: ein Installations-USB-Stick, der Standardsoftware und Grundeinstellungen automatisch einrichtet. Anfangs ist dabei einiges schiefgegangen – falsche Pfade, fehlende Parameter, abgebrochene Installationen –, aber mit jedem Durchlauf wurde das Skript besser. Am Ende konnten wir damit viele Rechner deutlich schneller und einheitlicher vorbereiten, was meinen Kollegen und mir einiges an Zeit gespart hat.

Insgesamt habe ich in Sevilla gemerkt, wie hilfreich die Grundlagen aus der Ausbildung sind, wenn man sie in einem echten Betrieb anwenden kann. Themen wie IP-Adressierung, einfache Switch-Konfigurationen oder Betriebssysteminstallation waren mir bekannt, aber im Zusammenspiel mit echten Kundensystemen wirken sie noch einmal ganz anders. Gleichzeitig habe ich gelernt, dass Sprache keine perfekte Hürde sein muss: Mit Geduld, einfachen Formulierungen und etwas Humor kommt man erstaunlich weit.

Rückblickend war das Praktikum in Sevilla ein sehr guter Start in meine Reihe von Auslandspraktika. Ich konnte technische Routine aufbauen, zum ersten Mal im Ausland in meinem Beruf arbeiten und sehen, wie ein kleiner IT-Dienstleister organisiert ist. Diese Erfahrung hat mir Mut gemacht, danach noch weitere Praktika im Ausland zu machen und unterschiedliche Arbeitsumfelder kennenzulernen.

Viele Grüße
Jannes


Werkstudent bei Robert Bosch Elektronik GmbH in Salzgitter [3/3]

Im letzten und dritten Teil möchte ich gerne ein Fazit ziehen über meine Werkstudententätigkeit bei Bosch. Zunächst möchte ich hervorheben, dass der Bewerbungsprozess leicht und unkompliziert verlaufen ist und das von Bewerbung bis zu ein kurzem Kennlerngespräch und Zusage nicht ein Monat vergangen ist. Dazu ist die Arbeitsatmosphäre sehr angenehm von flexiblen Arbeitszeiten bis hin zu den Kollegen, die immer freundlich und hilfsbereit sind, besonders wenn Fachausdrücke und Prozesse komplett Neuland für einen am Anfang sind. Zugegeben erschweren einem die 10h in der Woche die anfängliche Einarbeit, hat es mir aber ermöglicht nach der Arbeit noch in die Universität nach BS zu fahren. Ich kann deswegen nur wärmstens empfehlen mindestens 6-8 Monate zu arbeiten und das Angebot zu nutzen in der vorlesungsfreien Zeit mehr Stunden zu beantragen. Die praktische Erfahrung, die man in einem Unternehmen sammelt, bekommt man in keinem Vorlesungskurs und rate daher eigentlich jedem Studenten so früh wie möglich einen Platz zu finden. Ich wusste schon vorher, dass ich gerne mit Daten arbeite, aber mithilfe der Werkstudententätigkeit wurde dies bei mir nochmal stärker bekräftigt und Bosch bietet einem besonders im Musterbau eine riesige Spielwiese, um selbstständig Funktionen zu programmieren, die Transparenz und Nachhaltigkeit schaffen entlang der Produktionskette. Dabei ist man frei in der Gestaltung und für neue Ideen ist der Bereich stets offen.  

Schlussendlich kann ich Bosch also für Studenten empfehlen, die neben dem Stundenplan nicht so viel Zeit haben, aber dennoch Erfahrung sammeln möchte, dabei abwechselnde Themengebiete durchlaufen wollen und ihre Arbeit auch mal in „freier Wildbahn“ sehen wollen.  

 

Viele Grüße 

Kim  


Werkstudent bei Robert Bosch Elektronik GmbH in Salzgitter [2/3]

Wie ich schon im ersten Teil geschrieben habe, ist meine Arbeit sehr vielfältig. Meine erste Aufgabe involvierte das Programmieren von Displays. Ähnlich zu den digitalen Preisschildern, die man aus diversen Supermärkten kennt, hat unsere Produktion Displays an Materialwägen hängen, die zeigen, welche Materialien/Aufträge sich auf diesem Wagen befinden. Da das alte System altmodisch und im Auslauf war, wurde auf ein neues System umgestellt, womit ich mich befassen und neue Templates erstellen durfte. Zwar wurden mir alte Vorlagen gezeigt, aber sonst war ich ziemlich frei in der Gestaltung. Somit hatte ich innerhalb von wenigen Wochen ein Projekt, dass nun in der Produktion jeden Tag genutzt wird. Meine nächsten Projekte hatten mit der Low-Coding-Plattform Oracle Apex zutun, welches uns schnell und einfach erlaubt hat, moderne Webseiten für Mitarbeiter und Externe zu entwickeln. Dort konnte ich außerdem meine theoretischen Erfahrungen mit Datenbanken nutzen und mit bestehenden Daten zu arbeiten (SQL Coding), aber auch selber Datenbanktabellen zu erstellen. Mit Hilfe von Apex haben wir zum Beispiel ein Ticketsystem aufgebaut, dass unseren Qualitätsbereich unterstützt. Dabei können Qualitätsanfragen übermittelt werden, Wareneingangskontrollen oder sonstige Beanstandungen von Externen und Internen in Auftrag gegeben werden. Das Ticketsystem hilft dabei Transparenz zwischen allen Parteien zu schaffen sowie aber auch weg von nicht standardisierten E-Mails zu kommen, wobei die Hälfte der benötigten Informationen fehlt und diese erst wieder erfragt werden müssen.  Auftraggeber können sich dort anmelden, Tickets erstellen und Fortschritt im Auge behalten, Überblick über alle zuvor erstellten Tickets haben sowie ist auch eine direkte Antwort unserer Qualitäts-Mitarbeiter möglich. Ein weiteres Apex-Projekt war die Materialanfrage. Interne sowie Externe können Material aus dem Werk anfragen und quasi für ihren Bereich einkaufen. Dabei wurden zuvor Bestellungen via einem Excel-Formular aufgegeben, wodurch nun verschiedenste Versionen im Umlauf sind, die das Auswerten erschweren. Durch ein einheitliches System können Kunden nun aufgegebene Aufträge auf einem Blick überschauen, Kostenvoranschläge erhalten, verfügbares Material sehen sowie Vorlagen speichern, Angebote annehmen und ablehnen. Was ich sehr schätze, ist der kreative Freiraum der mir bei den Projekten gegeben wird.  


Werkstudent bei Robert Bosch Elektronik GmbH in Salzgitter [1/3]

Hallo zukünftige Wirtschaftsinformatiker!  

Mein Name ist Kim, studiere Wirtschaftsinformatik im Master und bin seit über 8 Monaten als Werkstudentin bei Bosch in Salzgitter tätig. Bosch ist ein deutscher Technologiekonzern mit Sitz in Stuttgart, der allerlei technische Produkte und Services anbietet. Die Vielfalt erstreckt sich von vernetzen Systemen in der Mobilität, Geräte und Technologien für Heim und Garten bis hin zu industriellen Lösungen. Der Standort Salzgitter fokussiert sich hierbei auf die Herstellung von Motorsteuergeräten und fungiert außerdem als Leitwerk, um die Steuergeräte-Produktion der gesamten Boschgruppe zu koordinieren. Steuergeräte sind das Herzstück des Motormanagementsystems und regeln Aufgaben wie die Kraftstoffeinspritzung – und Versorgung sowie der Zündung. Neben der Serienproduktion gibt es den sogenannten „Musterbau“- Bereich, wo ich arbeite. Hier erfolgt die Entwicklung neuer Produkte, Produzieren von kundenspezifischen Steuergeräten sowie das Testen von Abläufen von zukünftigen Produkten der Serie. Aber nicht nur der Bereich ist abwechselnd, sondern auch meine Arbeit selbst. Mit meinem Betreuer zusammen entwickeln wir Lösungen, die die Arbeit von Mitarbeitern erleichtern, nervige wiederholende Aufgaben automatisieren sowie alte Prozesse modernisieren. Dabei ist meine wöchentliche Arbeitszeit während des Semesters auf 10h beschränkt und darf nur in der vorlesungsfreien Zeit auf maximal 35h aufgestockt werden. Anwesenheit ist bei den 10h Pflicht, was für mich aber auch nicht besonders schlimm ist, da es die Arbeit sowie die Kommunikation deutlich erleichtert und Kollegen zeigt, dass man bei Problemen ansprechbar ist. Sobald man in der vorlesungsfreien Zeit mehr Stunden arbeitet, ist das Unternehmen aber auch flexibel und mobiles Arbeiten ist erlaubt. Im nächsten Teil erzähle ich euch gerne mehr über meine Aufgaben.  


Entwickler am Peter L. Reichertz Institut [3/3]

Hallo zusammen, 

 

In diesem Beitrag geht es um mein allgemeines Fazit und meine persönlichen Eindrücke. Durch das eigenständige/alleinige Arbeiten habe ich viel darüber gelernt, wie ich für mich effizienter planen, priorisieren und Aufgaben kommunizieren kann. 

Die Arbeit unterschied sich stark vom typischen studentischen Alltag – speziell durch die eigenverantwortliche und rein ergebnisorientierte Arbeitsweise, die für mich zunächst neu war. Bezüglich Entwicklungstätigkeiten gab es zwei grundlegende Erkenntnisse: Wie betriebsblind man für bestimmte Probleme sein kann, obwohl man sich stundenlang mit einer Anwendung/einem System beschäftigen kann; und wie wertvoll einfache Kommunikation und Teamarbeit sind. 

So wurde uns bei dem ersten Praxistest mit den Pferden und Veterinärmedizinerin sofort deutlich, wie elementar die Drehfunktion der Kamera war; gerade die Maschine-Learning-Komponente kam nicht damit zurecht. Diese Erfahrungen haben mir gezeigt, dass ich reines Homeoffice weniger schätze und künftig stärker den Fokus auf Teamarbeit legen möchte. Insgesamt habe ich jedoch sehr viel gelernt und auch außerhalb genutzt; von Docker-Administration, Schnittstellenentwicklung hin zu Datenschutzvorgaben und Android-Entwicklung.


Entwickler am Peter L. Reichertz Institut [2/3]

Hallo zusammen, 

 

Bei meiner Tätigkeit habe ich ein veterinärmedizinisches System für die Dokumentation von Pferdehufe und Pferden für die Ausbildung zum Pferdeorthopäden entwickelt. Das System besteht aus einem Web-Frontend, einem Backend mit einer Datenbank und einer Android-App. Mehrere Komponenten nutzen Machine-Learning-Modelle.

Das System löst eine zeitaufwendige und manuelle Dokumentation mittels eines einfachen File-Systemes (meist Windows Explorer) ab. Zuvor wurden die Bilder per Handy aufgenommen, manuell auf einen PC/Laptop gezogen und in eine vorgegebene und festen Struktur (zB. : …/Pferd/TerminMitDatum/VorDerBehandlung/Huf/Bild.jpg) mit je sechs Perspektiven pro Huf eingefügt, jeweils vor und nach der Behandlung. Diese Methode wurde über Jahre hinweg für die jeweiligen Pferde angewandt. Die nachgelagerte Arbeit, wie das teilen, mit diesen Bildern war ebenso mühselig und fehleranfällig.

Alle diese Schritte – auch die Administration der Pferde, wie auch z.B. die Zuweisung von Pferden zu Auszubildenden – können nun einfach und zentral mit dem System durchgeführt werden.
Das System besteht aus drei Komponenten. 

Dem Web-Frontend über dem die grundlegende Administration erfolgt. Hierfür muss ein Account mit einer verifizierten E-Mail erstellt werden. Der User kann nach dem Aktivieren/Verifizieren seines Accounts beliebig viele Pferde erstellen; diese kann er anschließend auch anderen Usern freigeben. Zu jedem Pferd können alle Fragebögen und Visiten eingesehen werden. Die Visiten bestehen aus den bereits genannten Bildern der Hufe und können als PDF abgerufen werden und ermöglichen es sehr schnell und einfach, die jeweiligen Bilder zu vergleichen. Die PDFs können für nur eine Visite oder für den gesamten Zeitraum erstellt werden. Alles mit einem Klick, kein manuelles Durchgehen oder einzelnes Öffnen/Vergleichen, alles in Sekunden; genauso können dadurch die Visiten viel leichter verwaltet und geteilt werden. Hierbei wird vor allem der zeitliche Aufwand stark reduziert.
Dem Backend, auf welches ich nur kurz eingehe, ganz grob: Dieses speist das Frontend und die App mit Daten und wird von beiden Komponenten auch mit Daten gespeist. Es hat – ganz klassisch – mehre Schnittstellen, für welche man verifiziert sein muss, und kommuniziert direkt (und als einziges) mit der Datenbank. Alle Services laufen über Docker.

Der App, hier verifiziert man sich mit demselben Account, nach der Verifizierung kann diese genutzt werden um Daten zu den jeweiligen Pferden zu erstellen. Dies umfasst Fragebögen und insbesondere die Foto-Dokumentation der Hufe. Hierbei unterstützt ein Objekterkennungs-Modell die Vergleichbarkeit auch über einen langen Zeitraum und bei seltener Benutzung zu gewährleisten. Der User wird durch alle Schritte der Bilder durchgeführt und kann jeden Schritt wiederholen. Das Modell übernimmt die jeweiligen Bildzuschnitte und ist auch in der Lage Fehler, wie eine falsche Perspektive zu erkennen. Genauso sind weitere Features geplant, wofür bereits Machine-Learning-Modelle bestehen, wie z.B. das Berechnen des Standwinkels bei Belastung des Hufs.


Entwickler am Peter L. Reichertz Institut Braunschweig [1/3]

Hallo zusammen,

in meinen drei Beiträgen werde ich über meine Tätigkeit als Entwickler am Peter L. Reichertz Institut der medizinischen Informatik, hier an der TU, erzählen. Diese Tätigkeit ist aus einem Teamprojekt entstanden und hatte zum Ziel, die Dokumentation von Pferdehufen zu vereinfachen und verbessern.
Ich war weitgehend unabhängig von dem alltäglichen Geschäft des Instituts und habe als “One-Man-Show” gearbeitet, allerdings mit regelmäßigen Treffen mit meinem Vorgesetzten sowie gelegentliche Praxistests mit Veterinärmedizinern und ihren Pferden. Meine Arbeit habe ich fast ausschließlich remote verrichtet. Wobei ich auch sehr viel bisher eher theoretisches Wissen in verschiedenen Programmiersprachen und -umgebungen anwenden konnte – in einer relativ entspannten, aber anspruchsvollen Arbeitsumgebung.
Ich war eigenverantwortlich für das gesamte System zuständig, das beinhaltet Designentscheidungen, Testen und allen weiteren klassischen Entwickleraufgaben, aber auch Themen wie die Datenschutzerklärung und vielen weiteren Feldern. Wobei ich mit mehreren Abteilungen der PLRI und der TU Kontakt hatte.


Werkstudent bei der Streiff & Helmold GmbH [3/3]

Hallo zusammen,

In diesem Beitrag gehe auf mein aktuelles Thema ein, welches ich im Rahmen meiner Tätigkeit als Werkstudent bearbeite.

Aktuell liegt mein Hauptfokus auf der Erstellung eines monatlichen IT-Reports für die IT-Leitung. Ziel dieses Reports ist es, mithilfe relevanter KPIs einen ganzheitlichen Überblick über die Effizienz, Leistungsfähigkeit und den aktuellen Zustand der internen IT zu liefern.

Der Bericht umfasst unter anderem Kennzahlen zu:

  • der Performance des Service Desks
  • der Betreuungsquote pro Mitarbeiter
  • Aspekten der IT-Sicherheit (z. B. Anzahl und Art von Incidents, Update-Score, Schwachstellenmanagement)
  • der Systemverfügbarkeit
  • IT-Kostenkennzahlen
  • Qualifikationsraten des IT-Personals
  • sowie Planungskennzahlen und weitere operative Metriken

Diese Kennzahlen werden mit historischen Daten und externen Benchmarks in Beziehung gesetzt, um Trends und Verbesserungspotenziale aufzuzeigen.

Die Herausforderung besteht darin, Daten aus unterschiedlichen Informations- und Administrationssystemen zu identifizieren, zu extrahieren und in einem konsistenten Format aufzubereiten. Dabei bin ich auch regelmäßig mit anderen Abteilungen wie Rechnungswesen und Personalwesen im Austausch, etwa zur Erhebung von Kosten- oder Qualifikationsdaten.

Besonderer Wert wird darauf gelegt, dass der Report effizient und ohne hohen manuellen Aufwand erstellbar ist. Mein aktueller Lösungsansatz ist ein Excel-basiertes Dashboard, in dem alle relevanten Daten gebündelt, visualisiert und verständlich aufbereitet werden. Ziel ist eine möglichst standardisierte und perspektivisch automatisierte Erstellung, um den Report langfristig im Tagesgeschäft zu etablieren.

Der Bericht dient primär der IT-Leitung als Entscheidungsgrundlage und unterstützt dabei, die vielfältigen Aufgabenbereiche der IT greifbar zu machen. Gleichzeitig ist er auch für die Geschäftsführung von Interesse, um strategische Entwicklungen und Investitionen datenbasiert zu bewerten.

Ich finde es besonders spannend, durch dieses Projekt einen Management-Blick auf die IT zu entwickeln und zu erleben, wie facettenreich und datengetrieben moderne IT-Arbeit heute ist.

 

Ich hoffe, ich konnte euch einen spannenden Einblick verschaffen 🙂

 

Beste Grüße,

Max Mavrin


Werkstudent bei der Streiff & Helmold GmbH [2/3]

Hallo zusammen,

in diesem Beitrag gehe ich mehr auf meine genauen Tätigkeiten ein und wie so ein typischer Arbeitstag von mir aussieht!

Der primäre Anlass für meine Anstellung als Werkstudent in der IT-Abteilung von Streiff & Helmold war die Vorbereitung auf ein ISO 9001-Audit. In diesem Zusammenhang bestand meine Hauptaufgabe darin, die operativen IT-Prozesse aufzunehmen und zu modellieren bzw. zu formalisieren.

Dazu habe ich Interviews mit den Administratoren geführt, um sicherzustellen, dass die dokumentierten Prozesse nicht nur den Normanforderungen entsprechen, sondern auch realistisch und in der Praxis umsetzbar sind. Ziel ist es, stets einen sinnvollen Kompromiss zwischen Compliance-Vorgaben und den tatsächlichen Möglichkeiten der IT-Abteilung zu schaffen.

Die gesamte IT der StreiffGruppe wird zentral aus Braunschweig administriert und ist im Verhältnis zur Unternehmensgröße eher klein, was eine besonders enge Abstimmung und ein hohes Maß an Eigenverantwortung erfordert.

Die Prozessmodellierung erfolgte im Informationsmanagementsystem ConSense. Hier habe ich bereits über 20 Prozesse erfasst, unter anderem Prozesse, wie dem Helpdesk, Onboarding oder Assetmanagement. Anders als die mir aus dem Studium bekannten Modellierungsstandards wie EPK oder BPMN, verwendet das Unternehmen eine selbstdefinierte vereinfachte, praxisnahe Notation, um die Modelle für alle Mitarbeitenden verständlich zu halten. Die Prozesse werden in regelmäßigen Meetings gemeinsam mit den Verantwortlichen überprüft, aktualisiert und kontinuierlich verbessert.

Auch die Themen Business Continuity Management (BCM) und Notfallplanung sind im Rahmen meines Aufgabenbereichs im Prozessmanagement hinzugekommen.

Neben des Prozessmanagements hat sich mein Aufgabenbereich im Laufe der Zeit deutlich erweitert. Ein Schwerpunkt liegt heute auch auf der Dokumentation und der Einhaltung regulatorischer Vorgaben. So habe ich beispielsweise im Zuge der Veröffentlichung des EU AI Acts eine interne KI-Nutzungsrichtlinie erstellt, um die Mitarbeitenden über einen sicheren und konformen Umgang mit KI-Tools wie ChatGPT zu informieren. Aktuell arbeitet das Unternehmen sogar an einem eigenen LLM, was das Thema KI-Compliance noch stärker in den Fokus rücken wird.

Ein typischer Arbeitstag beginnt mit einem kurzen Abteilungsmeeting, in dem aktuelle Themen und Aufgaben besprochen und priorisiert werden. Danach prüfe ich meine E-Mails und beginne mit der Umsetzung der anstehenden Aufgaben, meist im Bereich Dokumentation, Prozesspflege im Informationsmanagementsystem und seit neustem auch Reporting. Ich arbeite sehr eng mit der IT-Leitung zusammen, erhalte regelmäßig Feedback und stimme weitere Schritte direkt ab.

Besonders schätze ich die enge Zusammenarbeit mit der Abteilungsleitung und den Einblick in die Führungsperspektive.

Viele Grüße


Werkstudent bei der Streiff & Helmold GmbH [1/3]

Hallo zusammen,

ich bin Max und studiere derzeit Wirtschaftsinformatik im Master und arbeite seit mehr als zwei Jahren als Werkstudent in der zentralen IT-Abteilung von Streiff & Helmold in Braunschweig.

Streiff & Helmold ist ein mittelständisches Unternehmen mit über 125 Jahren Geschichte und ist Teil der StreiffGruppe, zu der auch MWS, ASDBS, die Holding sowie ehemals Bretschneider gehören. Das Unternehmen ist auf maßgeschneiderte Verpackungslösungen, Logistikdienstleistungen sowie Kabelkonfektion spezialisiert. Das Unternehmen bietet innovative Konzepte für eine Vielzahl von Branchen, vom Maschinenbau über die Konsumgüter bis hin zum E-Commerce.

Ich selbst habe zwar keinen direkten Kontakt mit den Verpackungslösungen des Unternehmens, erhalte dafür aber tiefe Einblicke in die informationstechnische Umsetzung interner IT-Prozesse. Als Werkstudent unterstütze ich die zentrale IT-Abteilung vor allem in den Bereichen Dokumentation, Prozessmanagement und Reporting.

Ich arbeite im Verwaltungsgebäude in Braunschweig, in der Regel vor Ort, aber mit der Möglichkeit, flexibel im Homeoffice zu arbeiten. In meinem Arbeitsalltag beschäftige ich mich mit vielfältigen Themen wie IT-Sicherheit, Prozesse, Compliance und Datenschutz. Die Aufgaben sind nicht nur administrativ abwechslungsreich, sondern decken auch Inhalte meines Wirtschaftsinformatik-Studiums ab, was mir besonders gut gefällt.

Außerdem schätze ich die flexiblen Arbeitszeiten sowie die gute Vereinbarkeit von Studium und Job.

Auf die Stelle aufmerksam geworden, bin ich durch den Mail-Verteiler der Wirtschaftsinformatiker. Ich hatte damals keine konkreten Erwartungen, war aber neugierig, wie viel meines Studiums ich in der Praxis wiederfinden würde und wurde positiv überrascht. Der Job hilft mir definitiv dabei, mein theoretisches Wissen mit realen Unternehmensprozessen zu verknüpfen und gibt mir gleichzeitig einen authentischen Einblick in die IT-Arbeitswelt eines mittelständischen Unternehmens.

In den folgenden Beiträgen werde ich euch ein genaueres Bild meiner Tätigkeit verschaffen!

Viele Grüße,

Max