Wirtschaftsinformatik in der Praxis

2026 August | Wirtschaftsinformatik in der Praxis

Automatisierung als Werkzeug für effizientere Prozesse

Hallo zusammen,

auch die Automatisierung bestehender Arbeitsabläufe gehörte zu meinen Aufgaben. Ziel war es, wiederkehrende Prozesse bei der Verarbeitung von Daten aus verschiedenen Abteilungen effizienter zu gestalten. Dafür beschäftigte ich mich unter anderem mit KNIME und Microsoft Power Automate.

Da ich vor meiner Tätigkeit noch keine Berührungspunkte mit Microsoft Power Automate hatte, musste ich mich zunächst selbstständig in die Funktionsweise und die verschiedenen Möglichkeiten der Plattform einarbeiten. Bei der Umsetzung wurde mir viel Freiraum gelassen. Gemeinsam mit meiner Führungskraft wurden die Ziele definiert, während ich anschließend selbst überlegen konnte, wie sich diese am sinnvollsten technisch umsetzen lassen.

Dabei ging es nicht darum, eine bereits vorgegebene Lösung umzusetzen. Vielmehr musste zunächst der bestehende Arbeitsablauf nachvollzogen werden, um anschließend geeignete Ansatzpunkte für eine Automatisierung zu identifizieren. Dadurch konnte ich mein Verständnis für Prozessanalyse und Prozessoptimierung weiterentwickeln.

Bei der Umsetzung spielte außerdem die Dokumentation eine wichtige Rolle. Nach der Entwicklung der Automatisierung musste ich eine verständliche Anleitung erstellen, sodass meine Führungskraft die Lösung später selbstständig nutzen und bei Bedarf um weitere Funktionen ergänzen konnte.

Auch KNIME kam bei der Verarbeitung von Daten aus verschiedenen Abteilungen zum Einsatz. Hier konnten Datenimporte und wiederkehrende Verarbeitungsschritte strukturierter und effizienter gestaltet werden. Gleichzeitig musste die Projektdokumentation kontinuierlich gepflegt werden, damit auch andere Personen den Aufbau und die Funktionsweise der Lösung nachvollziehen können.

Während die Cybersecurity Policy konkrete Anforderungen an die IT-Infrastruktur stellte, ging es bei der Automatisierung darum, die damit verbundenen Prozesse möglichst effizient zu gestalten. Dabei habe ich gelernt, dass Automatisierung nicht einfach bedeutet, möglichst viele Arbeitsschritte technisch zu ersetzen. Vielmehr muss zunächst verstanden werden, wie ein Prozess tatsächlich funktioniert, welche Anforderungen bestehen und an welchen Stellen eine Automatisierung einen echten Mehrwert bieten kann.

Insgesamt hat mir diese Tätigkeit gezeigt, dass eine erfolgreiche Automatisierung nicht allein von der technischen Umsetzung abhängt. Ebenso wichtig ist es, die bestehenden Prozesse zu verstehen und Lösungen so zu gestalten, dass sie für die späteren Nutzer nachvollziehbar und im Arbeitsalltag tatsächlich hilfreich sind.

Liebe Grüße
Fatmanur


Cybersecurity in der Praxis

Hallo zusammen,

Ein großer Bestandteil meiner Tätigkeit im Bereich Cybersecurity war die Umsetzung der konzernweiten Cybersecurity Policy der Continental AG. Dafür mussten die Netzwerkendgeräte am Standort inventarisiert und anschließend darauf überprüft werden, ob sie den aktuellen Sicherheitsanforderungen entsprachen. Die Aufgabe bestand somit nicht nur darin, Daten über vorhandene Geräte zu sammeln, sondern auch darum, notwendige Anpassungen gemeinsam mit den jeweiligen Abteilungen umzusetzen.

Eine besondere Herausforderung war die Vielzahl unterschiedlicher Ansprechpartner. Da die Geräte zu verschiedenen Abteilungen gehörten, musste ich regelmäßig mit den zuständigen Mitarbeitenden kommunizieren und teilweise zunächst erklären, welche Informationen benötigt wurden und warum die Erfassung für die Umsetzung der Policy notwendig war. Für die Inventarisierung habe ich unter anderem Excel-Makros eingesetzt, um die Datenerfassung zu erleichtern. Gleichzeitig unterstützte ich die Ansprechpartner bei Problemen oder Unklarheiten beim Ausfüllen der benötigten Informationen.

Um die Abstimmung zwischen den verschiedenen Beteiligten zu erleichtern, fanden wöchentliche Meetings statt. Diese wurden überwiegend über Microsoft Teams durchgeführt und dienten dazu, den aktuellen Stand zu besprechen, offene Fragen zu klären und die nächsten Schritte abzustimmen. Zusätzlich konnte ich die Ansprechpartner zwischen den Meetings direkt kontaktieren, wenn beispielsweise Informationen zu bestimmten Endgeräten fehlten.

Dabei habe ich gelernt, wie entscheidend Kommunikation für den Erfolg eines Projekts sein kann. Die technischen Anforderungen allein reichen nicht aus, wenn die notwendigen Informationen nicht rechtzeitig bei den richtigen Personen ankommen. Eine zusätzliche Herausforderung waren unterschiedliche Arbeitszeiten und Schichten der Ansprechpartner. Wenn jemand nicht an einem wöchentlichen Meeting teilnehmen konnte, ließ sich der entstandene Informationsverlust durch das anschließende Protokoll nicht immer vollständig auffangen.

Auch die technische Umsetzung selbst war teilweise komplex. Da bestimmte Geräte und Maschinen für den laufenden Betrieb benötigt wurden, konnten sie nicht einfach abgeschaltet oder kurzfristig ersetzt werden. Deswegen zog sich die Inventarisierung und Anpassung der Endgeräte über mehrere Monate. Geräte, die den Anforderungen entsprachen, konnten anschließend automatisiert an die Hauptstelle übermittelt werden. Bei Geräten, die noch angepasst werden mussten, waren hingegen weitere Schritte direkt vor Ort notwendig.

Für mich war besonders lehrreich zu sehen, dass die Umsetzung von Cybersecurity-Vorgaben in einem industriellen Umfeld immer auch von der bestehenden Infrastruktur abhängig ist. Eine Policy kann klare Anforderungen definieren, die praktische Umsetzung muss jedoch die technischen und betrieblichen Rahmenbedingungen berücksichtigen.

Liebe Grüße
Fatmanur

 


Sachbearbeiterin im Bereich Cybersecurity

Hallo zusammen,

ich bin Fatmanur und studiere Wirtschaftsinformatik im Master. In den kommenden Blogbeiträgen möchte ich euch einen Einblick in meine Tätigkeit als Sachbearbeiterin im Bereich Cybersecurity bei der Continental AG geben. Hierbei möchte ich nicht nur meine Aufgaben vorstellen, sondern auch von meinen Erfahrungen und den Herausforderungen berichten, die mir dabei begegnet sind.

Was zunächst nach einer sehr technisch geprägten Tätigkeit klingt, hat sich für mich schnell als deutlich vielseitiger herausgestellt. Neben Aufgaben im Bereich Cybersecurity gehörten auch Prozessoptimierung und Datenaufbereitung zu meinen Tätigkeiten. Somit konnte ich einen Einblick in die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten an der Schnittstelle zwischen IT und Unternehmensprozessen gewinnen.

Ein großer Teil meiner Arbeit bestand darin, die Umsetzung konzernweiter Vorgaben im Bereich Cybersecurity zu unterstützen. Hier wurde schnell sichtbar, dass technische Anforderungen in der Praxis häufig mit organisatorischen und betrieblichen Rahmenbedingungen abgestimmt werden müssen. Gerade in einem großen Industrieunternehmen treffen dabei unterschiedliche Interessen, Prozesse und technische Voraussetzungen aufeinander. Dies hat in der Praxis zu Herausforderungen geführt, da technische Lösungen nicht immer so umgesetzt werden können, wie ursprünglich geplant.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil meiner Tätigkeit war die Zusammenarbeit mit verschiedenen Abteilungen und Ansprechpartnern. Dabei ging es nicht nur darum, Anforderungen weiterzugeben, sondern gemeinsam Lösungen zu entwickeln, die sowohl den Vorgaben als auch den jeweiligen Gegebenheiten vor Ort gerecht wurden.

Durch meine Tätigkeit konnte ich meine fachlichen Kenntnisse weiterentwickeln und gleichzeitig ein besseres Verständnis für die Verbindung von IT und den Anforderungen verschiedener Fachbereiche entwickeln.

In den nächsten beiden Beiträgen möchte ich euch noch genauer zeigen, wie sich diese Aufgaben in der Praxis gestaltet haben und welche Erfahrungen ich dabei sammeln konnte.