Wirtschaftsinformatik in der Praxis

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Von verzerrten Vorstellungen und der Realität: Das Arbeiten in der Musikindustrie (3/3)

Der Mangel an Erfahrung benebelt unsere Sinne oftmals so sehr, dass wir uns in unserer verzerrten Vorstellung weit weg von der tatsächlichen Realität befinden. Wir denken wir wüssten es besser, bis wir eines Besseren belehrt werden. Ich beendete mein Bachelorstudium in dem Glauben, ich sei für die Welt dort draußen vorbereitet. Doch was die Universität nur in geringem Maße lehren kann, sind z.B. zwischenmenschliche Beziehungen. Was mir während meiner Zeit bei Sony Music bewusst wurde, ist welch hohen Stellenwert Kooperationen in einem Unternehmen einnehmen – sei es mit Kunden oder mit den eigenen Kollegen. Und dass es nicht immer harmonisch zugeht. Und dass dabei die Kommunikation das A und O einer jeden Zusammenarbeit darstellt. Die (sowohl gute als z.T. auch weniger gute) Zusammenarbeit mit den Kollegen ist ein weiterer Grund, weshalb ich meine Erfahrungen dort als äußerst lehrreich beschreibe. Ich hatte mich zu Beginn gefragt, was für Menschen dort arbeiten. Die Antwort: Ein Haufen liebenswürdiger Menschen, die allesamt in einen Jungbrunnen gefallen zu sein schienen („Liegt wohl an der Musikbranche“). Von den Produktmanagern bis hin zu den Chefs und den externen Mitarbeitern: von jedem Einzelnen lernte ich nach einem Gespräch in der Kantine, auf den internen Feiern oder bei einem Meeting so viel Wissenswertes über die Branche und über sämtliche Künstler, dass ich zeitweise einfach nur da saß und mich wie ein aufsaugender Schwamm fühlte. Nichtsdestotrotz ist das Musikbusiness nicht nur für die Künstler ein hart umkämpftes Geschäft. Es wird hart gearbeitet, Erfolge erzielt und noch härter gefeiert. Im Best Case natürlich, der leider nicht immer auftritt.

Fast ein Jahr später, an meinem letzten Arbeitstag, stand ich wieder vor den Pforten des Sony Music-Gebäudes und ließ meine Eindrücke im Schnelldurchlauf Revue passieren: meine Arbeit, die mich nicht wirklich erfüllte und mich stattdessen nur noch zu einem funktionierenden Roboter werden ließ; die Hard und vor allem Soft Skills, die ich hingegen ausbauen konnte; die Erkenntnisse über meine Schwächen und Stärken, die mich vollkommen überraschten; meine Kollegen, die mich jeden Tag aufs Neue zum Lachen, Verzweifeln und Tanzen brachten oder die neu entdeckten Musiker und Musikrichtungen, die immer wieder für einen Musikrausch sorgten. Ich trat aus dem Gebäude heraus, mit einem unglaublich zufriedenen und dankbaren Gefühl. Meine Sinne in diesem Moment waren dabei so geschärft wie nie zuvor.

Rangina Ahmad


Von verzerrten Vorstellungen und der Realität: Das Arbeiten in der Musikindustrie (2/3)

Unser Gehirn ist ein äußerst erstaunliches Organ. Es nimmt Informationen von den Sinnesorganen auf, filtert, verarbeitet und interpretiert sie – jedoch nicht ohne auch Emotionen und Erfahrungen miteinzubeziehen. Theoretisch gesehen kann man also der eigenen Wahrnehmung nicht ganz trauen, da sie in geringem Maße immer verzerrt ist. Denn uns erscheint das Wahrgenommene als Wirklichkeit, tatsächlich ist die Abbildung von der Welt in unserem Kopf eine subjektive Interpretation der Realität. Rückblickend malte ich mir in meiner „Realität“ das Arbeiten in der Musikindustrie wahrscheinlich als eine Art fortlaufende, nimmer endende Feier aus, die aus unendlich vielen Konzerten bestand. Was meinem naiven 24-jährigen-Ich jedoch schnell bewusst wurde: Ein Musik-Unternehmen ist auch nur ein stinknormales Unternehmen wie jedes andere auch. Ein A&R-Manager würde an dieser Stelle wahrscheinlich Einspruch erheben, da er seine Realität als Musikmanager – jemand der ständig auf Achse ist, auf der Suche nach neuen, frischen Musiktalenten – als weitaus mehr als nur „stinknormal“ bezeichnen würde. Was ich hier wiedergebe, sind also lediglich meine subjektiven Wahrnehmungen und Erfahrungen, die ich auf Freelancer-Basis im Unternehmen gemacht habe. Fakt ist, dass Sony Music (derzeit) aus insgesamt 13 Labels besteht, deren Fokus auf unterschiedliche Künstler- und Produktgruppen liegt. Untergliedert ist die Musikfirma in verschiedene Unternehmensbereiche. Für mich relevant waren vor allem die Abteilungen Catalog und Media Concepts. Unser vierköpfiges „Online“-Team war in erster Linie dafür verantwortlich, die Produktmanager aus den zwei jeweiligen Abteilungen zu unterstützen, indem wir deren Produkte online veröffentlichten und vermarkteten. Zu meinen Aufgaben gehörten u.a.:

  • Content Management: Hier ging es um die Entwicklung/Optimierung und die Distribution des Contents in die richtigen digitalen Kanäle
  • Consumer Relation Management: Insbesondere die Betreuung der Social Community Channels stand hier im Vordergrund
  • Owned Media Development: Hierunter ist der Reichweiten-Ausbau der digitalen Kanäle, also Webseiten, Facebook-Seiten, Newsletterverteiler usw. zu verstehen

In der Regel sah der Tagesablauf wie folgt aus: Die Veröffentlichung der neuen Kuschelrock (Media Concepts) und ein brandneues Box-Set von The Clash (Catalog) standen unmittelbar bevor. Während die eine Hälfte unseres Teams ganz klassisches Online-Marketing betrieb (Suchmaschinenmarketing, Affiliate-Marketing etc.), kümmerte sich die andere Hälfte um die oben genannten Aufgaben (Veröffentlichung der Neuerscheinungen auf der Kuschelrock- bzw. Clash-Homepage sowie über die Social Media Kanäle und den Newsletterverteilern, Ausbau der digitalen Reichweiten etc.). Zwar änderte sich von Woche zu Woche die Produktpalette, der Ablauf war jedoch immer derselbe. Ein geregelter Arbeitstag. Ein 9-17 Uhr-Job. Oder oft 10-18 Uhr. Von meiner Seite aus allerdings kamen weder neue sprudelnde Ideen, noch blickte ich über den Tellerrand hinaus. Nach 10-monatiger Arbeit fühlte ich mich wie ein kaputter Schallplattenspieler, der immer und immer wieder die gleiche Zeile abspielte. Nicht nur mein Enthusiasmus schwand langsam aber sicher dahin, sondern auch meine Leistungsfähigkeit und meine Leidenschaft dafür im „Backstage“ der Musikwelt zu arbeiten. Und dennoch – paradoxerweise möchte man fast meinen – war es für meine persönliche Entwicklung und für das Erkennen meiner eigenen Fähigkeiten eine schiere Notwendigkeit diese Erfahrungen gemacht zu haben. Und das aus vielerlei Gründen!


Von verzerrten Vorstellungen und der Realität: Das Arbeiten in der Musikindustrie (1/3)

Was wären wir Menschen bloß ohne unsere Sinneswahrnehmung? Obwohl sie sich bisweilen als trügerisch, verführbar oder als vollkommen realitätsfern erweist, befähigt sie uns zu einer Empfindung, die zweifellos zu den schönsten irdischen Genüssen überhaupt gehört – nämlich dem Hören von Musik. Jimi Hendrix soll einmal gesagt haben: Music is a safe kind of high. Dieses Gefühl des „sicheren High-Seins“ ergriff mich das erste Mal so richtig inmitten meiner pubertierenden Phase. Eine regelrechte Endorphinflut schoss dabei querbeet in alle Richtungen meines Systems und löste auf diese Weise einen geistigen Hochgenuss in mir aus!

Es war an einem Sonntagnachmittag vor X Jahren, als ich mich also völlig meinem Musikrausch hingab und ich mir dabei im Stillen schwor, eines Tages in der schillernden, glanzvollen Welt der Musikindustrie Fuß zu fassen. Nicht als Musikerin, sondern als jemand der HINTER die Kulissen blickt. Im Jahr 2013 war es endlich soweit: Mit meinem frisch gedruckten Bachelorabschluss unter dem Arm und einer ordentlichen Portion an Unerfahrenheit und Abenteuerlust machte ich mich schließlich auf in die Musikwelt. Das Abenteuerland in das ich mich begab, hieß München. Dort angesiedelt ist der deutsche Sitz des Major-Labels Sony Music Entertainment, das ursprünglich vor über 100 Jahren als Columbia Records in den USA gegründet wurde und zur Tochtergesellschaft der japanischen Sony Corporation gehört. Nun stand ich also vor den Pforten dieses altehrwürdigen Unternehmens, das so viele meiner Lieblingskünstler unter Vertrag hielt, und meine Gedanken schwirrten wie wild durcheinander: Was erwartet mich gleich? Was für Menschen arbeiten hier? Werde ich den Anforderungen gerecht? Trotz meiner Unsicherheiten war ich frohen Mutes. Ich redete mir ein, dass ich in meinem Wirtschaftsinformatik-Studium gewiss genug gelernt haben müsste, um für das was mir bevorstand ausreichend gewappnet zu sein. Wie mich doch meine Sinne täuschten. Und zugleich überraschten!


Wirtschaftsinformatik bei der VW FS AG – Teil 2

Hallo zusammen,

heute möchte ich euch mit meinem zweiten Post eine meiner Tätigkeiten vorstellen, die ich bei der VW FS AG ausübe, und zwar die Auswertung der Balance Score Card.

Zunächst erst einmal kurz zum Begriff Balance Score Card: bei uns im Unternehmen werden dort alle Incidents (Störungen) erfasst. Sie ist nach Abteilungen geordnet, sodass man nur auf seinen Bereich filtern muss. Dort gibt es grüne, gelbe und rote Incidents. Die Incidents sind außerdem in Prioritäten von 1-4 eingestuft. Wobei eins eine gravierende Störung beschreibt, die sofort behoben werden muss und vier dementsprechend weniger dringend ist. Die Priorität eines Incidents wirkt sich auf die Einstufung der Farbe aus. Ein Prio 1 Incident zum Beispiel ist zunächst grün, wenn er erstellt wird. Und wird im laufe des Tages erst gelb und dann rot. Dort geht es um jede Minute. Ein Prio 4 Incident hingegen ist erst einmal 7 Tage lang grün, ohne dass überhaupt jemand daran arbeiten muss. Für die Einschätzung der Farbkategorie gibt es für jede Priorität eine Legende, die aufzeigt, was geschehen sein muss, bevor der Incident die Farbe wechselt, sodass es für jeden Mitarbeiter transparent ist.

Nun zu meiner Aufgabe in dem Zusammenhang. Ich erstelle jeden Freitag für unsere Abteilung eine Auswertung dieser Balance Score Card. Ich fertige eine Exceltabelle an, in der ich vermerke, wie viele grüne, gelbe und rote Incidents aufgetreten bzw. in Bearbeitung sind und bespreche mit den zuständigen Kollegen, warum ein Incident rot geworden ist. Auch erinnere ich an die Bearbeitung eines Incidents, wenn ich sehe, dass längere Zeit kein Update mehr vorgenommen wurde. Nachdem ich das alles dokumentiert und abgefragt habe, reporte ich das an meine Vorgesetzte, damit sie auch informiert ist, wie die Störungslage in der Abteilung ist.


Projektmanagement bei der NORD/LB – Teil 3

Wie im Fazit vom 2ten Teil meines Praktikumsberichtes bereiz erwähnt werde ich auf eine von 2 größeren Aufgaben, welche ich innerhalb meines Praktikums erledigte, genauer eingehen. Zuzüglich zu den Tätigkeiten werden auf Komplikationen und Probleme eingegangen und am Ende ein Fazit geliefert.

Die beiden Aufgaben waren beide aus den Bereichen von Basel III und damit als erstes das Kreditrisiko (CR) und als zweites aus dem Bereich der Gegenparteirisiko (counter party risk bzw. CCR) auf welches ich hier weiter eingehen werde. CCR befasst sich mit allen Liquiditäten die durch unerwartete Ausfälle oder der Verschlechterung der Bonität von Gegenparteien und Schuldnern während der folgenden 12 Monate ergeben. Diese Verschlechterungen der Bonität müssen zukünftig nach Basel III protokolliert und falls möglich auch schon vorher, um gegebenenfalls Gegenmaßnahmen und Absicherungen treffen zu können, registriert werden.

Die Teilaufgabe die ich hierbei zu bearbeiten hatte befasste sich im speziellen mit Derivaten, einem Finanzinstrument, welches zur Absicherung von Kursschwankungen eingesetzt wird. Dabei wird in einem Zeitraum von 01.01 bis zum 31.12 untersucht ob die Transaktion der jeweiligen Konten ,,gesundet“ oder schon ,,ausgefallen“ sind. Die Daten die ich zur Erstellung des Mockups genutzt habe musste aus Mircosoft Access exportiert und als Pivottabelle in Excel eingebettet werden. Dieser Export war, aufgrund der sehr großen Datenmenge von bis zu 5 Millionen Datenquellen, jedesmal sehr zeitaufwendig und jede Veränderung der Tables oder der Datenstruktur erforderte einen neuen Export. Durch Pivottabellen ließen sich zusammenhänge zwischen den einzelnen Spalten wie den Zustand der Derivate ob diese ,,gesundet“ oder ,,ausgefallen“ sind, den Abschreibungsbetrag oder anderen internen Werten und Kennzahlen sehr gut darstellen, selektieren und einteilen. Die gesundeten Transaktionen wurden Grün und damit als stabil und die ausgefallenen als kritische Rote Transaktionen hervorgehoben. Eine Schnittstelle in der diese Datei einfügt wurde war bereits vorhanden.

Das Problem welches hierbei auftrat ist, dass falls bestimmte Felder wie z.B. der Zustand ,,1″ für ,,gesundet“ oder ,,0″ für ,,ausgefallen“ nicht gepflegt wurden und nach diesem gefiltert wurde nicht mit berücksichtigt wurden. Dabei tauchten nach Aussagen von Kollegen die Leerfelder in einer deutlich zu hohen Menge auf und somit davon ausgegangen werden kann, dass diese bisher nicht gepflegt wurden und damit händisch wenn nötig nach bearbeitet werden müssen. Zukünftig werden die Mitarbeiter mit Hilfe einer Meldung jedoch darauf aufmerksam gemacht dieses Feld immer zu pflegen.

Das Fazit ist grundsätzlich sehr positiv, natürlich gab es in wie so ziemlich jedem größeren Unternehmen auch Phasen in denen ich auf Benutzerkennungen, Zuständigkeiten oder auch Tätigkeiten warten werden musste, aber dies ist in Unternehmen dieser Größenordnung teilweise nicht anders zu realisieren. Einzig hätte ich gerne einen konkreteren Einblick in die Planung und den Ablauf und somit die Gestaltung konkreter Meilensteine oder Termine mehr lernen wollen, aber dies ist im Hinblick das, dass Projekt schon lange vor mir gestartet ist,  nur schwer realisierbar gewesen.


Projektmanagement bei der NORD/LB – Teil 2

Hallo hiermit beginne ich mit meinem 2ten Teil meines Praktikumsberichtes in dem ich konkreter auf die Tätigkeiten und fachspezifischen Themen eingehen werde und ein Überblick über einen beispielhaften Tagesablauf gebe.

Wie ich in meinem ersten Post bereits erwähnt hatte ist die Kernaufgabe des Projekts MERKUR die Ausarbeitung eines Fachkonzeptes unter Berücksichtigung der Formalien nach Basel III. Dabei wurde Basel III als Reaktion auf die Bankenkrise ab 2007 eingeleitet mit dem Ziel die Widerstandskraft der Kreditinstitute gegenüber Schocks aus Stresssituationen im Finanzsektor und in der Wirtschaft zu stärken. Dies soll somit die Kreditinstitute dazu führen, dass diese Rücklagen in Form von Finanzen, besonders im Bereich des Eigenkapitals und Vorkehrungen in Form von Regularien und Richtlinien treffen um zukünftige Krisen zu verhindern.

Hierfür ist Basel III aufbauend auf Basel II in 3 Säulen eingeteilt:

1. Säule Mindestkapitalanforderungen

2. Bankaufsichtlicher Überwachungsprozess

3. Erweiterte Offenlegung

Der Bereich der erweiterten Offenlegung ist dabei der Kernbereich des Projektes MERKUR und hilft Prüfungsstellen und anderen Gremien einen Einblick über die Liquidität des Kreditinstitutes mit Hilfe von Kennzahlen und Regularien zu gewährleisten. Die erweiterte Offenlegung unterteilt sich dabei in die 5 Fachbereiche; Marktpreisrisiko, Verbriefungen, Gegenparteirisiko (counter party risk), Kreditrisiko und Verbindung zwischen Bilanzposition und regulatorischen, kurz LI, was für Linkages steht.

Die Aufgaben die ich dabei innerhalb des Projektes übernommen habe gingen von der Dokumentation über den aktuellen Stand der einzelnen Fachgruppen der wöchentlichen treffen, über Ausarbeitung von einzelnen Teilstücken innerhalb des Fachkonzepts oder auch die Recherche von relevanten Quellen in wie weit bestimmte Basel III Konzepte für das Projekt und damit die NORD LB Gruppe relevant sind.

Die Fachgruppentreffen und damit die Dokumentation erfolgte immer am Anfang der Woche bei dem der aktuelle Stand der Ausarbeitung, über Probleme und Komplikationen und wichtige Geschehnissen oder Termine die bald anstehen erläutert wurden. Häufig wurden hierfür auf Telefonkonferenzen mit Tochterfirmen oder Kollegen an anderen Standorten geführt die über die Geschehnisse entweder etwas beizutragen hatten oder das Protokoll es erforderte das diese anwesend sein mussten. Die Mitschrift habe ich nach dem treffen gestrafft, in ein Excel-Template übertragen und an alle Mitarbeiter über Email verteilt.

Die Ausarbeitungen die ich vollrichtete waren vor allem für die Bereiche des Marktpreisrisikos und Gegenparteirisiko. Wie diese Aufgaben genauer aussahen werde ich im 3ten Teil nochmals gesondert erläutern. Die Recherchen hingegen waren Aufgaben die ich immer mal erledigen musste, da es sich um ein sehr komplexes Thema handelt und auch die Mitarbeiter selbst es oft nicht so genau wussten gingen bei manchen Recherchen auch mal ein halber Tag drauf.

Im 3ten und damit letzten Teil meines Berichtes werde ich konkreter auf eine einzelne Aufgabe einer Ausarbeitung für eines der Fachbereiche eingehen, wo dabei die Probleme lagen und ein Fazit über mein Praktikum liefern.


Projektmanagement bei der NORD/LB – Teil 1

Hallo an all diejenigen die sich von der Überschrift und damit von dem näheren Kontext einer Bank nicht abschrecken lassen.

Mein Name ist Jan Göldner, bin 28 Jahre alt und im 4. Semester Master Wirtschaftsinformatik. Meinen Bachelor habe ich an der FH Brandenburg absolviert und das Unternehmen bei dem ich gearbeitet habe ist wie aus der Überschrift zu entnehmen die NORD/LB.

Dabei ist zunächst zu verdeutlichen das es bei der Norddeutschen Landesbank Girozentrale kurz NORD/LB, wie in so ziemlich jedem Großunternehmen, nicht nur Aufgaben/Jobs in den Kerngeschäften der Finanzierung und des Bankenmanagement gibt, sondern unter anderem auch in den Bereichen des Projektmanagement und Projektcontrolling. Die NORD/LB beschäftigt knapp 6500 Mitarbeiter und gehört zu den 10 größten Banken Deutschlands.

Ich habe in einem Großprojekt mit Namen MERKUR, welches sich seit mehreren Jahren mit der Umsetzung nach Basel III befasst mit ca. 100 Mitarbeitern gearbeitet. Im Projekt arbeiten sowohl interne Mitarbeiter des Konzerns NORD/LB als auch externe Mitarbeiter, großteils von Deloitte, einem Unternehmen aus der Prüfungs- und Beratungsbranche. Die internen Mitarbeiter kümmerten sich vor allem um die strategischen und operativen Aufgaben und dienten als Bindeglied zwischen der theoretischen Entwicklungsumgebung und dem praktischen Einsatz im späteren Echtzeitsystem. Auf der anderen Seite arbeite der Großteil der externen an der Umsetzung der Vorgaben nach Basel III.

Im nächsten Teil werde ich genauer auf die Anfangsphase und die damit verbundenen neuen Eindrücke bis hin zum ersten Fazit, der ungefähren Mitte des Praktikums, eingehen.

 


HiWi am Institut für Wirtschaftsinformatik – Webseiten-Entwicklung: Wurzeln Geschlagen – Teil 3

Hallo 🙂

In meinem 1. Blogpost habe ich euch ein wenig zu meiner Person und meiner HiWi-Stelle erzählt. In meinem 2. Blogpost ging es um die Spendenplattform Donaki und wie versprochen werde ich euch heute von einem weiteren Projekt erzählen: Das Projekt „Wurzeln Geschlagen„.

Konzept der Plattform

Die Plattform „Wurzeln Geschlagen“ stellt in anregender und emotional ansprechender Form Geschichten von Menschen dar, die in der Region Braunschweig-Wolfsburg arbeiten und leben.

Dabei gibt es drei relevante Bereiche: Die Geschichten, die Wurzeln und die Unternehmen. Die Geschichten gestalten sich individuell nach der Person und setzen sich zusammen aus den verschiedenen Wurzeln und Arbeitgebern, die die Person mit ihrer Region verbinden. Wurzeln können alles mögliche sein: Das Lieblingsrestaurant, ein netter Ort oder auch das Stadion.

Ausgangspunkt für den Besucher ist die Einstiegsseite, auf der er verschiedene Geschichten, Wurzeln und Unternehmen angezeigt bekommt, die er dann zur Betrachtung auswählen kann. Die Geschichten können durch ähnliche oder gleiche Wurzeln oder Arbeitgeber auch untereinander verknüpft sein und erlaube so dem Nutzer ein Navigieren und Entdecken durch die Geschichten. So kann der Besucher erfahren, warum die Region lebenswert ist oder auch neues über diese herausfinden.

Beispielhafte Geschichte

Hier möchte ich euch hier einmal beispielhaft eine Geschichts-Seite präsentieren:

geschichte_muster

Geschichtsseite von Max Mustermann

Ihr könnt hier die einzelnen Wurzeln sehen, wie zum Beispiel Das Restaurant Saigon Today oder den Prinzen-Park. Die ganzen Geschichten ordnen sich kachelförmig auf der Geschichtsseite an.

Was habe ich getan?

Ich arbeite nun seit ca. 1,5 Jahren mit an dem Projekt und habe einen Großteil der Entwicklung, sowie die Erstellung des Datenmodells übernommen. An der Implementierung habe ich mit einer weiteren Person gearbeitet. Die Konzept-Erstellung hatten andere Personen übernommen, allerdings habe ich viel zu der konzeptuellen Gestaltung der Geschichts-Seite beigetragen.

Technische Umsetzung

Wie schon bei der Plattform Donaki (siehe vergangenen Post) wurde die Plattform mittels eines, auf dem MVC-Konzept basierenden, PHP-Frameworks gebaut. In diesem Fall allerdings mit dem Framework CodeIgniter. Wie das MVC-Konzept grob funktioniert habe ich schon in dem vergangenen Post erläutert.

Zur Kommunikation mit der Datenbank werden bei CodeIgniter die sogenannten CRUD Datenbankoperationen benötigt (Create, Read, Update und Delete). Um diese nicht selber implementieren zu müssen, haben wir hier auf das fertige und auf CodeIgniter basierende CRUD-System Grocery Crud gesetzt.

Die Gestaltung haben wir mittels dem HTML, CSS und JS Framework Bootstrap vorgenommen. Dies bringt schon einen Haufen an vorgefertigten Elementen und Funktionen mit sich und vor allem lassen sich so relativ einfach responsive Webseiten (für mobile Endgeräte optimiert) gestalten.

Noch einen weiteren Dienst möchte ich euch vorstellen: GitHubWer GitHub noch nicht kennt: Es handelt sich dabei um einen Dienst zur Versionsverwaltung. Diese ermöglicht es zum einen immer eine Übersicht über alle vorgenommen Änderungen zu haben und zum anderen verteilt an einem Projekt zu arbeiten. So kann der Code, den ein jeweiliges Team-Mitglied geschrieben hat, direkt bei euch geladen und mit eurem Code zusammengeführt werden. (Um das ganze mal ganz grob zu erklären :D) Diesen Dienst haben wir bei Wurzeln Geschlagen, als auch bei Donaki genutzt.

Fazit

Die Arbeit an dem Projekt Wurzeln Geschlagen hat mir sehr viel Spaß bereitet, vor allem, weil hier auch ein größerer Zeitrahmen zur Verfügung stand. Derzeit werden erste Geschichten gesammelt und die Seite wird hoffentlich bald online gehen. Vielleicht sieht man ja eines Tages auch eure Geschichte auf Wurzeln Geschlagen! 🙂


HiWi am Institut für Wirtschaftsinformatik – Webseiten-Entwicklung: donaki.de – Teil 2

Hey 🙂

In meinem vergangenen Post habe ich ja schon angekündigt, dass ich euch in den kommenden über zwei Projekte erzählen möchte. Ich werde in diesem Post mit der Spendenplattform Donaki anfangen.

Was ist Donaki?

Die Spendenplattform Donaki ist ein gemeinsames Projekt des DRK-Kreisverbandes Wolfenbüttel e.V. und des Lehrstuhls für Informationsmanagement der TU Braunschweig. Spender haben die Möglichkeit auf Donaki Sach- und Zeitspenden für bedürftige Menschen anzubieten. Das Ziel war es, die Spenden so einfach wie möglich an die Spendenempfänger zu vermitteln.

Funktionsweise

Der Spender hat die Möglichkeit seine Sach- und Zeitspenden einzustellen. Auf der anderen Seite kann ein akkreditierter Vermittler Sach- und Zeitgesuche aufgeben, die automatisch mit den neu eintreffenden Spenden abgeglichen werden. So kann der Vermittler bei relevanten Spenden benachrichtigt werden. Auch die Spender haben die Möglichkeit die Gesuche direkt einzusehen, sowie die Vermittler auch die Spenden. Die Vermittler können dann Kontakt mit den Spendern aufnehmen und die Spenden direkt an die Bedürftigen vermitteln. Der Prozess wird in der folgenden Abbildung noch einmal veranschaulicht:

konzept_donaki

Konzept von Donaki (Quelle: https://donaki.de/hilfe)

Was genau habe ich denn aber nun gemacht?

Ich war Teil des Entwickler-Teams, das insgesamt aus 3 Studenten bestand. Wir haben uns gemeinsam, in Absprache mit den Verantwortlichen organisiert und kollaborativ an dem Projekt gearbeitet und die Anforderungen umgesetzt. Wir hatten einen sehr straffen Zeitplan (von ca. 3 Monaten) und mussten uns somit an eine genaue Projektplanung und Meilensteine halten. Dazu haben wir zu Anfang die Anforderungen in User-Stories übersetzt und aus diesen einzelne Aufgabenpakete abgeleitet, die wir dann in einen Zeitplan einsortiert und aufgeteilt haben. Die meiste Zeit hat jeder für sich von zu Hause entwickelt, wir hatten allerdings einige regelmäßige Treffen, um den aktuellen Stand und komplexere Sachverhalte zu besprechen.

Technische Umsetzung

Was steckt eigentlich hinter Donaki? – Die Plattform basiert auf dem quelloffenen und in PHP geschriebenen Web-Framework CakePHPEs basiert auf dem MVC-Konzept (Model, View und Controller). Dies ermöglichte uns bspw. eine Spende als Model zu entwerfen (dem dann eine Datenbank zu Grunde liegt), diese dann in einem View darzustellen und mittels eines Controllers zu modifizieren.

Fazit

Die Arbeit an dem Projekt hat viel Spaß gemacht und auch obwohl es nicht meine erste Erfahrung mit einem PHP-Framework war, habe ich durch die Nutzung von CakePHP noch viel gelernt und vielleicht hat auch der Zeitdruck dazu beigetragen, dass ich mich in einer kurzen Zeit intensiv mit der Thematik auseinander gesetzt habe.

Falls ihr jetzt auf die Idee kommt auf Donaki spenden zu wollen, muss ich euch leider noch gedulden – derzeit kann man vorerst nur in Wolfenbüttel spenden! Aber vielleicht folgt ja Braunschweig schon bald 🙂

Viele Grüße,

Timo


HiWi am Institut für Wirtschaftsinformatik – Webseiten-Entwicklung – Teil 1

Hallo miteinander 🙂

Ich bin Timo Strohmann, 24 Jahre alt und habe gerade mein 3. Semester im Master Wirtschaftsinformatik an der TU BS abgeschlossen.

Davor habe ich im Rahmen eines dualen Studiums bei der Deutschen Telekom AG meinen Bachelor auch im Bereich Wirtschaftsinformatik absolviert.

Ich möchte euch in diesem Post erst einmal einleitend erzählen wer ich bin, wo ich arbeite und in welchen Projekten ich involviert bin oder war. Da ich euch jetzt schon von mir erzählt habe komme ich doch gleich zu den nächsten Punkten:

Wo arbeite ich?

Ich arbeite seit Mai 2015 am Institut für Wirtschaftsinformatik in der Abteilung Informationsmanagement (hier die Seite des Instituts: Blog wi2). Speziell bin ich Bereich der Webseiten-Entwicklung tätig und durfte dort Teil einiger spannender Projekte werden.

Ich habe mich damals beworben, da ich schon mir schon einige Kenntnisse im Bereich der Webseiten-Entwicklung angeeignet hatte und dies auch gerne mit einem Job neben dem Studium verbinden wollte, um das ganze so noch zu vertiefen. Genau das hat auch hervorragend geklappt! 🙂 Ich konnte sehr viel lernen und die Arbeit am Institut gestaltet sich sehr angenehm.

Projekte

Kommen wir nun zum letzten Punkt: den Projekten. Ich habe einiges im Rahmen meiner HiWi-Tätigkeit getan, aber im ganz besonderen möchte ich euch zwei Projekte in den kommenden Blog-Posts vorstellen:

  • Wurzeln-Schlagen: Ein Webseite, die Geschichten von aus der Region Braunschweig-Wolfsburg stammenden Menschen erzählt
  • Donaki: Eine webbasierte Spendenplattform, entstanden in der Zusammenarbeit mit dem DRK Wolfenbüttel

 

Also seid gespannt was ich euch über meine Erfahrungen in der Projektarbeit und der Webseiten-Entwicklung in den folgenden Posts erzählen werde! 🙂

Viele Grüße,

Timo