Wirtschaftsinformatik in der Praxis

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Werkstudent bei Siemens Mobility [3/3] – Mein Fazit

Hallo zusammen,

heute möchte ich ein Fazit zu meiner Werkstudententätigkeit bei Siemens Mobility ziehen.

Kurz gesagt macht mir die Stelle immens viel Spaß. Das liegt zum einen an der Arbeit selbst. Mit Low-Code-Werkzeugen kann ich relativ schnell aus Daten etwas Neues schaffen, und ich verstehe dabei wirklich, was im Hintergrund passiert. Am schönsten ist für mich der Moment, wenn etwas, das ich entwickelt habe, von anderen im Arbeitsalltag tatsächlich genutzt wird.

Zum anderen liegt es am Team. Die offene Kommunikation und das Vertrauen, das mir entgegengebracht wird, haben dazu geführt, dass ich mich schnell getraut habe, eigene Ideen einzubringen. Dass man auch als Werkstudent gehört wird, ist für mich nicht selbstverständlich.

Fachlich habe ich viel gelernt, von Power BI, Power Automate und Power Apps über Dataverse bis hin zu KI-Agenten. Mindestens genauso wertvoll war aber, was ich über die Zusammenarbeit gelernt habe, nämlich Anforderungen richtig verstehen, nachzufragen, Probleme klar anzusprechen und technische Themen verständlich zu erklären.

Vor allem habe ich durch die Arbeit herausgefunden, was ich später machen möchte. Ich will Dinge erschaffen, Prozesse optimieren und zwischen technischen und nicht-technischen Beteiligten vermitteln. Für mich ist genau das der Kern der Wirtschaftsinformatik, und es war schön zu sehen, wie die Inhalten aus dem Studium in der Praxis zusammenkommen.

Wer gerne eigenständig arbeitet, Spaß an Daten hat und sich nicht scheut, sich in neue Themen einzuarbeiten, dem kann ich eine solche Stelle nur empfehlen.

Viele Grüße,
Marcel


Werkstudent bei Siemens Mobility [2/3] – Meine Aufgaben

Hallo zusammen,

heute möchte ich euch meine Aufgaben als Werkstudent bei Siemens Mobility vorstellen.

Ich arbeite hauptsächlich mit der Microsoft Power Platform. Mit Power BI erstelle ich Dashboards, die Daten aus unseren Projekten und Prozessen übersichtlich darstellen. Mit Power Automate automatisiere ich wiederkehrende Abläufe, die vorher manuell erledigt wurden. Und mit Power Apps baue ich kleine Anwendungen, die Kolleginnen und Kollegen die tägliche Arbeit erleichtern.

Dazu kommt viel Arbeit an den Daten selbst. Ich überführe Daten nach Dataverse und arbeite an der Datenqualität. Ein Dashboard ist schließlich nur so gut wie die Daten dahinter.

Ein weiterer spannender Teil ist der Einsatz von KI. Ich arbeite unter anderem mit Dify, entwickle KI-Agenten und binde diese in Power Apps und Power Automate ein, sodass sie direkt in den bestehenden Abläufen genutzt werden können.

Die Technik ist aber nur die eine Hälfte. Ich arbeite sehr eng mit den Kolleginnen und Kollegen zusammen, für die ich die Lösungen baue. Ich muss ihre Anforderungen verstehen, die Daten durchdringen und sie so darstellen, dass sie auch für Nicht-Techniker verständlich sind. Dafür muss ich die internen Prozesse kennen, denn nur so verstehe ich den Kern einer Aufgabe und kann eine passende Lösung entwickeln. Wenn mir dabei Probleme auffallen, gehört es auch dazu, diese klar zu kommunizieren.

Wichtig ist außerdem Eigeninitiative. Oft gibt es keinen vorgegebenen Lösungsweg, und ich muss selbstständig herausfinden, wie sich eine Anforderung umsetzen lässt. Dadurch stehe ich immer wieder vor neuen Herausforderungen und lerne ständig dazu.

Viele Grüße,
Marcel


Werkstudent bei Siemens Mobility [1/3] – Unternehmen und Abteilung

Hallo zusammen,

ich möchte euch heute meine Stelle vorstellen. Ich arbeite als Werkstudent bei der Siemens Mobility GmbH am Standort Braunschweig.

Siemens ist ein international tätiger Technologiekonzern, der in Bereichen wie Industrie, Infrastruktur und Mobilität aktiv ist. Siemens Mobility ist dabei der Teil des Konzerns, der sich auf den Schienenverkehr spezialisiert hat. Das Unternehmen entwickelt sowohl Schienenfahrzeuge und physische Komponenten als auch digitale Lösungen, zum Beispiel für die Leit- und Sicherungstechnik, und begleitet seine Kunden über die gesamte Laufzeit eines Projekts.

Meine Abteilung ist im Qualitätsmanagement angesiedelt. Die Hauptaufgabe des Teams ist es, die Qualität in Projekten sicherzustellen und die zugehörigen Prozesse sauber zu dokumentieren. Bahnprojekte laufen oft über viele Jahre und unterliegen hohen Sicherheitsanforderungen. Deshalb sind sie in klar definierte Meilensteine gegliedert, an denen geprüft wird, ob alle Anforderungen erfüllt sind, bevor es in die nächste Phase geht. So bleibt jederzeit nachvollziehbar, was wann und wie gemacht wurde.

Innerhalb der Abteilung kümmere ich mich um Data Analytics und Reporting. In Projekten und Prozessen fallen laufend große Mengen an Daten an, die oft in unterschiedlichen Systemen und Formaten vorliegen. Meine Aufgabe ist es, diese Daten zusammenzuführen, auszuwerten und so aufzubereiten, dass man auf einen Blick erkennt, wo ein Projekt steht und an welchen Stellen es Handlungsbedarf gibt. Damit unterstütze ich die Kolleginnen und Kollegen im Qualitätsmanagement bei ihrer täglichen Arbeit und liefere ihnen eine verlässliche Grundlage für Entscheidungen. Gleichzeitig bekomme ich dadurch Einblick in viele verschiedene Projekte und Abläufe, was die Arbeit sehr abwechslungsreich macht.

Besonders hervorheben möchte ich die Arbeitsatmosphäre. Man kann mit allen offen kommunizieren, und es gibt keinen hierarchischen Druck. Auch als Werkstudent kann ich Vorschläge einbringen und Feedback geben, und das wird ernst genommen. Das finde ich sehr schön.

Viele Grüße,
Marcel


Werkstudent bei Siemens Mobility [3/3]

Hallo zusammen!

Ich möchte in diesem Beitrag mehr über meine Erfahrungen berichten. Da ich einen Product Owner unterstützt habe, habe ich dementsprechend viel von dessen Arbeitsalltag mitbekommen. Es war eine spannende Erfahrung mehr über diese Tätigkeit zu erfahren. Wie schon berichtet musste man sich im Arbeitsalltag mit diversen Teams und Personen auseinandersetzen, um deren Anforderungen aufnehmen zu können. Dies führte zu vielen Kontakten, die man knüpfen konnte, was man auf jeden Fall als Pluspunkt eines Werkstudentenjobs sehen kann. Auch wurde mir durch diesen Job die Arbeit mit internationalen Kollegen ermöglicht, was zusätzlich meine Englischkenntnisse gefordert und verbessert hat, vor allem auf fachlicher Ebene.

Weiterhin hat mir der Job dabei geholfen den Arbeitsalltag für das spätere Leben kennenzulernen. Dabei hat mir der Job auch eine Orientierung geboten, was man mit einem Wirtschaftsinformatik Studium für Stellen besetzen kann. Zusätzlich kann man mit einem Werkstudentenjob sehr gut Softskills lernen, die man im späteren Berufsleben benötigt.

Gleiches kann ich auch von meinem anderen Job als Werkstudent behaupten. Auch wenn dieser jetzt nicht im Fokus dieser Blogbeiträge stand, gibt es viele Parallelen. In jeder Hinsicht ist es also meiner Meinung nach eine positive Erfahrung neben dem Studium als Werkstudent zu arbeiten.


Werkstudent bei Siemens Mobility [2/3]

Hallo zusammen!

Meine Aufgaben bei der Unterstützung des Product Owners waren vielfältig. Zum einen habe ich diverse Benutzer des internen Tools betreut. Zu deren Betreuung gehörte u.a. Hilfe bei Problemen, aber auch die Administration, wie bspw. die Vergabe von Rechten und Zugängen. Zudem war ich bei diversen wöchentlichen Runden mit involviert und habe dort Anforderungen der Teams, die das Tool nutzen mit aufgenommen und besprochen. Auch an der Organisation der Meetings habe ich mitgewirkt und die Dokumentation aufbereitet.

Ein weiterer Teil des Jobs war die Kommunikation mit dem Software-Entwicklungsteam. Ich war gemeinsam mit dem Product Owner also die Schnittstelle zwischen Softwareentwicklern und Nutzern des Tools. Dabei habe ich mitbekommen, wie wichtig es ist, dass es diese Schnittstelle gibt. Es war wichtig die Hintergründe der Softwareentwicklung zu verstehen und gleichzeitig auch die Projektarbeit der Nutzer des Tools, um beide Seiten bestmöglich zu verknüpfen. Durch die wöchentlichen Runden und zusätzlich die Abstimmung mit dem Entwicklungsteam hatte ich Kontakte zu diversen Personen aus unterschiedlichsten Fachbereichen und von mehreren Standorten bei Siemens Mobility.

Meine weitere Arbeit bestand aus dem Testen neuer Funktionen und Features des Tools. Dabei musste ich schauen, ob die neuen Funktionalitäten mit den gestellten Anforderungen des entsprechenden Fachbereichs übereinstimmten. Da das Tool für Nutzer, die es zum ersten Mal nutzten, nicht selbsterklärend war, hatte sich der Product Owner entschieden ein webbasiertes Training auf der internen Lernplattform anzubieten. Hierfür musste ich alle Abläufe, die es im Tool gab, aufbereiten, da ein anderer Werkstudent das webbasierte Training erstellt hat, der sich jedoch nicht mit dem Tool auskannte. Zwischen uns bestand sehr enger Kontakt und ich konnte so zusätzlich weitere Einblicke in andere Werkstudententätigkeiten sammeln. Zwischendurch gab es auch kleine Aufgaben, die nicht alltäglich waren. Dies habe ich positiv gesehen, da der Arbeitsalltag dadurch etwas aufgebrochen wurde und man neue Kenntnisse erwerben konnte.


Werkstudent bei Siemens Mobility [1/3]

Hallo zusammen!

Mein Name ist Imo Langwagen. Ich studiere Wirtschaftsinformatik im Master. In den nächsten Blogbeiträgen möchte ich euch gerne einen Einblick in meine Werkstudententätigkeit geben. Ich hatte bereits 2 Werkstudentenjobs, wobei ich hier im Blog über meinen ersten Job berichten möchte. Meine erste Tätigkeit war bei der Siemens Mobility GmbH. Siemens Mobility ist einer der führenden Anbieter für Bahnautomatisierungstechnik und hat u.a. hier in Braunschweig einen großen Standort, der sich direkt hinter dem Hauptbahnhof befindet. Der Produktions- und Entwicklungsstandort in Braunschweig ist der weltweit größte Siemens-Standort für Bahnautomatisierung.

Bei meiner ersten Werkstudentenstelle bei Siemens Mobility habe ich den Product Owner eines internen Tools unterstützt. Dieser Job gab mir somit einen tieferen Einblick in die Tätigkeiten eines Product Owners. Am Anfang konnte ich mir selbst darunter nur wenig vorstellen. Durch meine Rolle hatte ich viel Kontakt in andere Teams. Dazu aber in den weiteren Blogeinträgen mehr.

Um mein Studium zu priorisieren und mein Zeitmanagement erstmal einfacher zu gestalten, habe ich zuerst mit 15h/Woche angefangen. Ich habe jedoch bemerkt, dass ich meine Zeit so gut aufteilen konnte, sodass ich meine Arbeitszeit später auf 20h/Woche erhöht habe. Dies hing auch mit der Flexibilität der Arbeitszeiten sowie der Möglichkeit zum mobilen Arbeiten zusammen.

In den folgenden beiden Blogbeiträgen möchte ich euch mehr von meinen Aufgaben und der Tätigkeit berichten und zusätzlich auf meine Erfahrungen eingehen, die ich als Werkstudent machen konnte.


Automatisierung als Werkzeug für effizientere Prozesse

Hallo zusammen,

auch die Automatisierung bestehender Arbeitsabläufe gehörte zu meinen Aufgaben. Ziel war es, wiederkehrende Prozesse bei der Verarbeitung von Daten aus verschiedenen Abteilungen effizienter zu gestalten. Dafür beschäftigte ich mich unter anderem mit KNIME und Microsoft Power Automate.

Da ich vor meiner Tätigkeit noch keine Berührungspunkte mit Microsoft Power Automate hatte, musste ich mich zunächst selbstständig in die Funktionsweise und die verschiedenen Möglichkeiten der Plattform einarbeiten. Bei der Umsetzung wurde mir viel Freiraum gelassen. Gemeinsam mit meiner Führungskraft wurden die Ziele definiert, während ich anschließend selbst überlegen konnte, wie sich diese am sinnvollsten technisch umsetzen lassen.

Dabei ging es nicht darum, eine bereits vorgegebene Lösung umzusetzen. Vielmehr musste zunächst der bestehende Arbeitsablauf nachvollzogen werden, um anschließend geeignete Ansatzpunkte für eine Automatisierung zu identifizieren. Dadurch konnte ich mein Verständnis für Prozessanalyse und Prozessoptimierung weiterentwickeln.

Bei der Umsetzung spielte außerdem die Dokumentation eine wichtige Rolle. Nach der Entwicklung der Automatisierung musste ich eine verständliche Anleitung erstellen, sodass meine Führungskraft die Lösung später selbstständig nutzen und bei Bedarf um weitere Funktionen ergänzen konnte.

Auch KNIME kam bei der Verarbeitung von Daten aus verschiedenen Abteilungen zum Einsatz. Hier konnten Datenimporte und wiederkehrende Verarbeitungsschritte strukturierter und effizienter gestaltet werden. Gleichzeitig musste die Projektdokumentation kontinuierlich gepflegt werden, damit auch andere Personen den Aufbau und die Funktionsweise der Lösung nachvollziehen können.

Während die Cybersecurity Policy konkrete Anforderungen an die IT-Infrastruktur stellte, ging es bei der Automatisierung darum, die damit verbundenen Prozesse möglichst effizient zu gestalten. Dabei habe ich gelernt, dass Automatisierung nicht einfach bedeutet, möglichst viele Arbeitsschritte technisch zu ersetzen. Vielmehr muss zunächst verstanden werden, wie ein Prozess tatsächlich funktioniert, welche Anforderungen bestehen und an welchen Stellen eine Automatisierung einen echten Mehrwert bieten kann.

Insgesamt hat mir diese Tätigkeit gezeigt, dass eine erfolgreiche Automatisierung nicht allein von der technischen Umsetzung abhängt. Ebenso wichtig ist es, die bestehenden Prozesse zu verstehen und Lösungen so zu gestalten, dass sie für die späteren Nutzer nachvollziehbar und im Arbeitsalltag tatsächlich hilfreich sind.

Liebe Grüße
Fatmanur


Cybersecurity in der Praxis

Hallo zusammen,

Ein großer Bestandteil meiner Tätigkeit im Bereich Cybersecurity war die Umsetzung der konzernweiten Cybersecurity Policy der Continental AG. Dafür mussten die Netzwerkendgeräte am Standort inventarisiert und anschließend darauf überprüft werden, ob sie den aktuellen Sicherheitsanforderungen entsprachen. Die Aufgabe bestand somit nicht nur darin, Daten über vorhandene Geräte zu sammeln, sondern auch darum, notwendige Anpassungen gemeinsam mit den jeweiligen Abteilungen umzusetzen.

Eine besondere Herausforderung war die Vielzahl unterschiedlicher Ansprechpartner. Da die Geräte zu verschiedenen Abteilungen gehörten, musste ich regelmäßig mit den zuständigen Mitarbeitenden kommunizieren und teilweise zunächst erklären, welche Informationen benötigt wurden und warum die Erfassung für die Umsetzung der Policy notwendig war. Für die Inventarisierung habe ich unter anderem Excel-Makros eingesetzt, um die Datenerfassung zu erleichtern. Gleichzeitig unterstützte ich die Ansprechpartner bei Problemen oder Unklarheiten beim Ausfüllen der benötigten Informationen.

Um die Abstimmung zwischen den verschiedenen Beteiligten zu erleichtern, fanden wöchentliche Meetings statt. Diese wurden überwiegend über Microsoft Teams durchgeführt und dienten dazu, den aktuellen Stand zu besprechen, offene Fragen zu klären und die nächsten Schritte abzustimmen. Zusätzlich konnte ich die Ansprechpartner zwischen den Meetings direkt kontaktieren, wenn beispielsweise Informationen zu bestimmten Endgeräten fehlten.

Dabei habe ich gelernt, wie entscheidend Kommunikation für den Erfolg eines Projekts sein kann. Die technischen Anforderungen allein reichen nicht aus, wenn die notwendigen Informationen nicht rechtzeitig bei den richtigen Personen ankommen. Eine zusätzliche Herausforderung waren unterschiedliche Arbeitszeiten und Schichten der Ansprechpartner. Wenn jemand nicht an einem wöchentlichen Meeting teilnehmen konnte, ließ sich der entstandene Informationsverlust durch das anschließende Protokoll nicht immer vollständig auffangen.

Auch die technische Umsetzung selbst war teilweise komplex. Da bestimmte Geräte und Maschinen für den laufenden Betrieb benötigt wurden, konnten sie nicht einfach abgeschaltet oder kurzfristig ersetzt werden. Deswegen zog sich die Inventarisierung und Anpassung der Endgeräte über mehrere Monate. Geräte, die den Anforderungen entsprachen, konnten anschließend automatisiert an die Hauptstelle übermittelt werden. Bei Geräten, die noch angepasst werden mussten, waren hingegen weitere Schritte direkt vor Ort notwendig.

Für mich war besonders lehrreich zu sehen, dass die Umsetzung von Cybersecurity-Vorgaben in einem industriellen Umfeld immer auch von der bestehenden Infrastruktur abhängig ist. Eine Policy kann klare Anforderungen definieren, die praktische Umsetzung muss jedoch die technischen und betrieblichen Rahmenbedingungen berücksichtigen.

Liebe Grüße
Fatmanur

 


Sachbearbeiterin im Bereich Cybersecurity

Hallo zusammen,

ich bin Fatmanur und studiere Wirtschaftsinformatik im Master. In den kommenden Blogbeiträgen möchte ich euch einen Einblick in meine Tätigkeit als Sachbearbeiterin im Bereich Cybersecurity bei der Continental AG geben. Hierbei möchte ich nicht nur meine Aufgaben vorstellen, sondern auch von meinen Erfahrungen und den Herausforderungen berichten, die mir dabei begegnet sind.

Was zunächst nach einer sehr technisch geprägten Tätigkeit klingt, hat sich für mich schnell als deutlich vielseitiger herausgestellt. Neben Aufgaben im Bereich Cybersecurity gehörten auch Prozessoptimierung und Datenaufbereitung zu meinen Tätigkeiten. Somit konnte ich einen Einblick in die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten an der Schnittstelle zwischen IT und Unternehmensprozessen gewinnen.

Ein großer Teil meiner Arbeit bestand darin, die Umsetzung konzernweiter Vorgaben im Bereich Cybersecurity zu unterstützen. Hier wurde schnell sichtbar, dass technische Anforderungen in der Praxis häufig mit organisatorischen und betrieblichen Rahmenbedingungen abgestimmt werden müssen. Gerade in einem großen Industrieunternehmen treffen dabei unterschiedliche Interessen, Prozesse und technische Voraussetzungen aufeinander. Dies hat in der Praxis zu Herausforderungen geführt, da technische Lösungen nicht immer so umgesetzt werden können, wie ursprünglich geplant.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil meiner Tätigkeit war die Zusammenarbeit mit verschiedenen Abteilungen und Ansprechpartnern. Dabei ging es nicht nur darum, Anforderungen weiterzugeben, sondern gemeinsam Lösungen zu entwickeln, die sowohl den Vorgaben als auch den jeweiligen Gegebenheiten vor Ort gerecht wurden.

Durch meine Tätigkeit konnte ich meine fachlichen Kenntnisse weiterentwickeln und gleichzeitig ein besseres Verständnis für die Verbindung von IT und den Anforderungen verschiedener Fachbereiche entwickeln.

In den nächsten beiden Beiträgen möchte ich euch noch genauer zeigen, wie sich diese Aufgaben in der Praxis gestaltet haben und welche Erfahrungen ich dabei sammeln konnte.

 


Werkstudent bei HE – HagEnergy GmbH [3/3]

Hallo zusammen!

Zeitschätzungen der Dauer, bis Projektteile fertiggestellt sein würden, gestalteten sich stets als schwierig. Nicht nur die schiere Größe des Projektes, bedingt durch die zum professionellen Einsatz nötige Tiefe der Anforderungen jedes Projektteils, sondern ebenfalls fehlende Erfahrungswerte bezüglich der Schätzung als Werkstudent trugen maßgeblich dazu bei. Insbesondere dann, wenn man wie ich bei der Bearbeitung universitärer Projekte gerne die Zeit außer Acht lässt und davon unabhängig arbeitet bis ein Projekt einen akzeptablen Stand erreicht. Zusätzlich nahmen etwa Fragen des Deployments in den jeweiligen Produktionsumgebungen, beispielsweise zur Sicherheit und Ausfallsicherheit, viel Zeit in Anspruch, ohne ein für technisch Außenstehende offensichtliches Ergebnis zu erzielen. Trotz dieses intransparenten Fortschritts lohnte sich der Fokus auf das Minimum Viable Product (MVP), auch wenn das Funktionalitätsspektrum bis zur „vollständigen Implementierung“ der Grundfunktionen nicht wuchs. Die letztendlich benötigte Zeit lag meist ein gutes Stück über der ursprünglichen Schätzung, hauptsächlich mit Blick auf die zur Verfügung stehenden Wochenstunden und die daraus resultierende absolute Dauer. Hier lohnte es sich, präventives Erwartungsmanagement mit Bezugnahme auf diese lediglich 10 in der Woche zur Verfügung stehenden Stunden vorzunehmen, um offene und ehrliche Kommunikation zu wahren.

Um grundsätzlich möglichst schnellen Fortschritt zu erzielen, Softwareunterstützung zu erfahren und IT-Sicherheit zu gewährleisten, rentierte sich in allen Fällen eine Recherche nach den aktuellen Best Practices und Standardlösungen, wie der für jede Kommunikation genutzten mTLS-Verschlüsselung. Ebenfalls gaben Industrienormen und technische Standards weiteren Aufschluss über die Handhabe üblicher Problemstellungen, welche sich häufig auch auf andere Bereiche des Systems übertragen ließen. So lieferten etwa standardisierte Datenaustauschmodelle für Energiesystemkomponenten Inspiration für die Modellierung von Zeitreihendatenpunktarten. Typische Anbindungsprotokolle zwischen Gateway und Geräten waren meist von der Industrie genormte, teilweise jedoch proprietäre Protokolle, die eher schlecht als recht dokumentiert waren und keinen Best Practices, wie etwa der Protokollversionierung, folgten, was für deutlichen Zeitaufwand auf meiner Seite sorgte. Falls möglich, lässt sich empfehlen, von der Verwendung proprietärer Schnittstellen abzusehen. In der Architektur etwa ersetzte eine Standardlösung die anfänglich gRPC-basierte Custom-Implementierung eines Persistent-Queue Services. Der eingesetzte Message Broker standardisierte effektiv und zeiteffizient das Protokoll, die Autorisierung und die Zuordnung unterschiedlicher Datenströme zu entsprechenden Services, während gleichzeitig Durability sichergestellt wurde. Wo möglich, lohnte es sich in jeder Situation, Standardkomponenten einzusetzen. Insbesondere in sicherheitsfokussierten Bereichen, wie etwa des Identity & Access Managements, der Zertifikatsverwaltung und auf der Nutzungsseite in der Authentifizierung und Autorisierung. Für diese sicherheitskritischen Systembestandteile sollte wenn möglich immer auf bereits bestehende Software zurückgegriffen werden, um Sicherheitslücken zu vermeiden.