Wirtschaftsinformatik in der Praxis

Wirtschaftsinformatik in der Praxis |

Praktikum bei VW Financial Services – Controlling Produkte & Prozesse – Teil 2

In diesem Teil möchte ich über meine ersten Erfahrungen im Praktikum berichten und euch gleichzeitig einen Einblick geben in meinen Arbeitsalltag bzw. in die anfallenden Aufgaben.

An den ersten Arbeitstagen hieß es für mich erstmal meinen Platz in der Abteilung zu finden. Die Abteilung Controlling Produkte & Prozesse ist erst vor ca. 1 Jahr neugegründet worden im Rahmen einer Umstrukturierung. Aufgrund der flachen Hierarchien bei Financial Services ist unsere Abteilungsleiterin Frau Silke Finger direkt dem Finanzvorstand zugeordnet, sodass die Arbeit relativ vorstandsnah ist.

Meine Aufgabe war dabei relativ unspezifisch, da ich alle Kollegen bei anfallenden Tätigkeiten unterstützen sollte. Dies war jedoch auch von mir gewünscht, da ich so einen guten Überblick über zu erledigende Arbeiten bekommen habe.

In dieser Abteilung werden unter anderem die Abschlüsse der verschiedenen Rechtseinheiten durchgeführt. Dabei ist es wichtig zu wissen, dass die VW Financial Services quasi ein Teilkonzern ist, der auch verschiedene Tochtergesellschaften hat. Dabei gibt es nicht nur je Land oft eine Tochtergesellschaft (was bei 51 Ländern, in denen man aktiv ist, eine ganz schöne Summe ausmacht), sondern vor allem 3 große Tochtergesellschaften, über die das Versicherungs-, Leasing- und Bankgeschäft abgewickelt wird. Die fast 50 Ländergesellschaften erledigen dabei ihre Abschlüsse jeweils selbst nach den für sei geltenden Rechtsvorschriften in den jeweiligen Ländern.

Die 3 großen Tochtergesellschaften werden jedoch über das Controlling Produkte & Prozesse abgewickelt. Dabei ist jeden Monat ein konsolidierter Abschluss in zwei interne Reporting-Tools hochzuladen. Ein Tool ist zuständig für das Reporting an den VW Konzern mit Sitz in Wolfsburg und ein Tool ist für das Financial Services interne Reporting notwendig. Gleichzeitig wird dabei auch eine Vorschau erstellt, die die jeweils noch verbleibenden Monate bis zum Jahresende prognostizieren soll.

Innerhalb der Abteilung hat sich relativ schnell herausgestellt, dass es dem Unternehmen nicht nur wichtig ist, gute IST-Zahlen zu liefern, sondern vor allem auch Plan-Zahlen, die möglichst nahe an die IST-Zahlen herankommen. Dies ist jedoch eine große Schwierigkeit und es ist Aufgabe der Abteilung, die Kolleginnen und Kollegen auch dazu anzuhalten realistisch zu planen und nicht vom Worst Case auszugehen.

Ich konnte die Kollegen dabei vor allem mit der Entwicklung von Excel-Makros und der Erstellung der zugehörigen Dokumentation unterstützen. Bisher wurden hierfür bis zu 5 verschiedene Tabellen verwendet, zwischen denen dann mit Verweisen verknüpft wurde. Dies führte jedoch zu diversen Inkonsistenzen, die es dann jeweils kurz vor Upload der Zahlen manuell zu finden galt. Das Makro ist den Kollegen dabei jedoch sehr hilfreich, da es eine Übersicht in einer Datei erstellt, die sowohl Vorschau als auch IST-Zahlen beinhaltet.


Praktikum bei VW Financial Services – Controlling Produkte & Prozesse – Teil 1

In diesem und den nächsten Berichten werde ich über mein Praktikum bei VW Financial Services in Braunschweig berichten. Das ging über insgesamt 3 Monate von Februar bis April 2015.

Vielen von euch ist das Unternehmen Volkswagen sicher als einer der größten Automobilhersteller der Welt bekannt. Und in der Tat, es ist momentan auf dem Weg DER größte Fahrzeugproduzent der Welt zu werden. Dabei basiert der Konzern auf drei Säulen: PKW, Nutzfahrzeuge und eben Financial Services. Während das Geschäft von PKW & Nutzfahrzeugen in Wolfsburg abläuft befindet sich der Hauptstandort von Financial Services in Braunschweig.

Doch zunächst alles auf Anfang: wie bin ich überhaupt dazu gekommen dort ein Praktikum zu machen? Mitte 2014 erhielt ich die Information von Thorsten Goje, dass momentan der Bewerbungsprozess für das Deutschland Stipendium läuft. Und da versuchte ich mein Glück und bewarb mich. Wie sich am Ende des Prozesses herausstellte, war ich erfolgreich und erhielt eben ein Stipendium, das von der VW Financial Services gefördert wird.

Nach dem ersten Kontakt mit dem Unternehmen war bereits klar, dass sie wirklich daran interessiert sind, die Kontakte zur TU zu pflegen und einige junge Leute von dort für den Konzern zu gewinnen. Und so dauerte es nicht lange, bis Frau Katinka Reinecke (die Ansprechpartnerin für Hochschulkooperationen & Personalmarketing) eine Möglichkeit für ein Praktikum aufgetan hat. Die Kommunikation klappte reibungslos und das obwohl ich zum damaligen Zeitpunkt noch im Auslandssemester in den USA war.

Ich hatte jedoch auch konkrete Ziele für das Praktikum: da ich zuvor bereits bei einem reinen IT Unternehmen, der Deutschen Post IT Services GmbH, arbeitete, wollte ich etwas über den Tellerrand blicken und mehr wirtschaftswissenschaftliche Bereiche der Wirtschaftsinformatik kennen lernen. Deshalb habe ich mich sehr darüber gefreut, dass sich ein Praktikum in der Abteilung Controlling & Prozesse ergab.

Dabei war ich doch sehr erstaunt über den Auswahlprozess. Die Mitarbeiter bei Financial Services scheinen uns Studenten von der TU großes Vertrauen entgegen zu bringen. So wurde ich nach der internen Empfehlung von Frau Reinecke für ein kurzes Gespräch bei der Abteilungsleiterin Frau Silke Finger eingeladen. Das Gespräch lief super unkompliziert und sie war vor allem daran interessiert zu erfahren, welche Karrierepläne ich habe und was ich in meinen vorherigen Tätigkeiten so gemacht habe.

Nach etwa 20 Minuten bekam ich die Zusage und so konnte es Anfang Februar losgehen mit dem Praktikum.


Praktikum bei arvato direct services Teil 3 – oder: Bertelsmann kann mehr als nur Bücher

Nachdem ich euch in den beiden vorhergehenden Einträgen zwei meiner Haupttätigkeiten während meines Praktikums vorgestellt habe, möchte ich nun im dritten und letzten Teil eine abschliessende Bewertung des Praktikums geben.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Praktikum sehr gelungen war. Ich habe jede Menge spannende und interessante Einblicke in das Unternehmen bekommen und die mir übertragenene Tätigkeiten waren zwar herausfordernd aber durchaus angemessen. Sehr positiv empfand ich die Tatsache, dass mir von Anfang an ein hohes Maß an Selbständigkeit und Eigenverantwortung eingeräumt wurde. Dies sorgte für eine hohe Motivation und Engagement.

Trotzdem dass die Stelle nicht explizit ausgeschrieben war, waren Einsatz und Umfang der Mitarbeit in der Abteilung gut geplant und es war klar ersichtlich, dass im Unternehmen große Erfahrung in der Betreuung von Praktikanten vorhanden ist.

Mein Betreuer war jederzeit offen und ansprechbar für Fragen und beantwortete diese ausführlich oder verwies an einen weiteren Ansprechpartner für tiefergehende Informationen. Auch die anderen Kollegen waren jederzeit ansprechbar bei Fragen und Problemen. Die Bürotüren waren nur bei Abwesenheit oder im Falle einer Besprechung geschlossen.

Auch die Arbeitsatmosphäre und der Umgang der Kollegen untereinander tragen zu dem positiven Gesamtbild bei. Der Umgang ist freundschaftlich-locker und überall herrscht das „Du“ vor – unabhängig von der Hierarchieebene.

Das Abschlussgespräch am letzten Tag des Praktikums sorgte noch einmal für eine weitere positive Überraschung. Bei arvato gibt es für diese Abschlussgespräche vorgefertigte Beurteilungsbögen, welche vom Betreuer ausgefüllt und dann gemeinsam mit dem Praktikanten besprochen werden. Die Beurteilung meines Betreuers war durchweg positiv. Aufgrund meiner sehr guten Leistungen wurde ich von meinem Betreuer für die Aufnahme in das Praktikantenbindungsprogramm „Talent Pool arvato services“ vorgeschlagen und werde nun auch nach meinem Praktikum bis zum Berufseinstieg weiterhin von arvato betreut und gefördert.

Das Praktikum war also rundum gelungen und erfolgreich!

 


Praktikum bei arvato direct services Teil 2 – oder: Bertelsmann kann mehr als nur Bücher

So, im zweiten Teil möchte ich euch gerne noch etwas über mein zweites Projekt erzählen.

Durchführung einer Ausschreibung zum Einkauf einer Software-Lösung für konzernweites Vertragsmanagement

Durch die dezentrale Organisationsstruktur der arvato services sind auch die Ansprüche an die Vereinbarung, Dokumentation und Bewirtschaftung von Leistungsbeziehungen zwischen den einzelnen arvato services-Tochterfirmen und ihren Kunden, Lieferanten und Konzernschwestern sehr individuell. In den einzelnen Firmen im arvato-Verbund werden zur Unterstützung des Vertragsmanagements zum Teil selbst entwickelte Anwendungen eingesetzt, entsprechende ERP-Module genutzt oder – im Einzelfall – bereits eine dedizierte Vertragsmanagementlösung betrieben.

Aufgrund geänderter gesetzlicher und wirtschaftlicher Anforderungen wollte arvato services den Fachbereichen eine revisionssichere Lösung von zentraler Stelle aus anbieten und betreuen.

Die Anforderungen an ein solches zentrales Angebot wurden zusammen mit den Fachbereichen erhoben und gewichtet, so dass ein umfangreicher Anforderungskatalog vorlag. Auf dieser Basis sollte eine Lösung ausgewählt und zunächst nur bei einigen Fachbereichen zusammen eingeführt werden.

Im Rahmen dieses Projekts habe ich natürlich viele verschiedene Aufgaben bearbeitet und ausgeführt, unter anderem fielen folgende Tätigkeiten in meinen Aufgabenbereich:

  • Erstellung der Ausschreibungsunterlagen
  • Kontaktaufnahme mit den Anbietern
  • Durchführung einer Kosten-/Nutzenanalyse auf Basis der Ausschreibungsbeantwortung
  • Organisation von Präsentationsterminen für die besten drei Lösungen
  • Aufbereitung der Präsentationsergebnisse
  • Unterstützung bei der abschließenden Anbieterempfehlung

Die im Vorfeld mit den beteiligten Fachbereichen erhobenen Anforderungen wurden nach Wichtigkeit sortiert.

Um eine pragmatische und schnelle Auswertung der Ausschreibungsbeantwortungen zu gewährleisten wurden alle Kriterien gleichgewichtet. Die 20 wichtigsten Anforderungen wurden in einem Anforderungskatalog zusammengefasst und den Anbietern als Ausschreibung per eMail zugeschickt. Die Anbieter wurden im Rahmen einer Internetrecherche ermittelt. Die ursprüngliche Longlist bestand aus mehr als 20 Anbietern von denen 9 in die nähere Auswahl kamen und angeschrieben wurden.

Fünf der Anbieter haben geantwortet und die Unterlagen fristgerecht zurückgesendet. Die Antworten der Anbieter auf die jeweiligen Anforderungen wurden in der Kosten-/Nutzenanalyse mit Zahlenwerten von 0 für „nicht erfüllt“ bis 4 für „voll erfüllt“ bewertet. Die Addition der Nutzwerte ergab für jeden Anbieter einen Gesamtnutzwert. Kosten und Nutzen wurden zueinander ins Verhältnis gesetzt und die drei besten Anbieter daraufhin ausgewählt.

Mit den drei besten Anbietern wurden dann Präsentationstermine vereinbart und anschließend alle Informationen aufbereitet und ausgewertet um dann eine Empfehlung für einen der Anbieter zu geben.

Die empfohlene Softwarelösung wurde in einigen Fachbereichen eingeführt und über einen gewissen Zeitraum hinweg benutzt und getestet und schliesslich dann konzernweit verbindlich für alle Bereiche eingeführt.

Auch dieses Projekt fand ich ziemlich interessant, konnte ich doch hier mein Organisationstalent unter Beweis stellen und gleichzeitig Einblicke in einen Software-Auswahlprozess bekommen sowie diesen Prozess (zumindest teilweise) begleiten und unterstützen.

Neben den bereits vorgestellten beiden Projekten und der allgemeinen Unterstützung und Mitarbeit im Tagesgeschäft, gehörten auch noch die Organisation von Investboardterminen und Führung des Protokolls sowie die Unterstützung bei der Beantwortung internationaler Ausschreibungen in englischer Sprache zu meinen Aufgaben.

 


Praktikum bei arvato direct services Teil 1 – oder: Bertelsmann kann mehr als nur Bücher

In diesem und den folgenden Beiträgen werde ich euch etwas aus meinem Praktikum bei arvato services in Gütersloh berichten. Das Praktikum lief über einen Zeitraum von fünf Monaten.

Der ein oder andere wird sich jetzt wahrscheinlich fragen, um was für ein Unternehmen es sich bei arvato handelt und was Bertelsmann damit zu tun hat. Die Frage lässt sich relativ leicht und schnell beantworten: Die arvato AG als Geschäftsbereich des Bertelsmann Konzerns ist ein internationales Medien-Dienstleistungsunternehmen und zählt mit ihren weltweit mehr als 270 Tochterunternehmen zu den größten international vernetzten Medien- und Kommunikationsdienstleistern. Zur arvato AG gehören die Bereiche arvato services, arvato print, arvato systems und arvato digital services. arvato services, ein Tochterunternehmen der arvato AG, ist das führende Dienstleistungsunternehmen für effektive Lösungen rund um Kundenkommunikation, Kundenbindung und Supply Chain Management in Europa und außereuropäischen Märkten.

Das Serviceangebot erstreckt sich von der Neukundengewinnung über die Betreuung von bestehenden Kunden in internationalen Servicecentern, die Entwicklung von individuellen Kundenbindungsprogrammen und das Management komplexer Logistik-Leistungen bis hin zur Abwicklung von Finanzdienstleistungen.

arvato services bietet Dienstleistungen in folgenden Bereichen an:

  • Finance
  • Customer Care
  • Document Management
  • Kampagnen-Management
  • Daten-Management
  • Online Marketing
  • Logistik

Ich habe mein Praktikum im damaligen IT-Management abgeleistet – im Bereich „Portfoliomanagement & Angebots- und Vetragsmanagement“. Hierbei handelt es sich um eine Stabsstelle mit übergreifender Steuerungs- und Unterstützungsfunktion.

Die Aufgaben im Angebots- und Vertragsmanagement sind unter anderem:

  • Prüfung von Vertragsunterlagen
  • Erstellung von Vertragsunterlagen
  • Erstellung von Angeboten
  • Unterstützung bei Ausschreibungsbeantwortungen

Die Aufgaben des Portfoliomanagements sind unter anderem:

  • Auswahl der richtigen Software für den Kunden
  • Bewertung, Priorisierung und Freigabe von internen IT-Projekten
  • Budgetverantwortung der IT-Projekte
  • Weiterentwicklung des IT-Portfolios

Meine Aufgaben fielen zum größten Teil in den Bereich des Portfoliomanagements. Dazu gehörten im Wesentlichen folgende Tätigkeiten:

  • Recherche, Vergleich, Auswahl und Anpassung von Methoden für das IT-Lösungsportfoliomanagement
  • Großteils selbständige Durchführung einer Ausschreibung zum Einkauf einer Software-Lösung für konzernweites Vertragsmanagement
  • Organisation von Investboardterminen und Führung des Protokolls
  • Unterstützung bei der Beantwortung internationaler Ausschreibungen in englischer Sprache

Bei den ersten beiden handelte es sich um zwei größere Projekte, die ich während der gesamten Praktikumsdauer bearbeitete und in diesem und im nächsten Beitrag näher vorstellen werde.

 

Recherche, Vergleich, Auswahl und Anpassung von Methoden für das IT-Lösungsportfoliomanagement

arvato als Medien- und Kommunikationsdienstleister hat zwei Problemstellungen, die es zu lösen gilt:

  1. Lösungen im Portfolio zu haben kostet Geld
  2. Der Vertrieb benötigt Verkaufsargumente bezüglich des Preises für die Lösungen

Um die Kosten zu senken ist es wichtig, nur wenige, aber dafür die richtigen Lösungen im Portfolio zu haben und diese bestmöglich weiterzuentwickeln. Um dem Vertrieb Verkaufsargumente zur Verfügung zu stellen, ist es wichtig, dass die Lösungsfindung im Sinne des Kunden getroffen wird und für alle transparent und nachvollziehbar ist.

Das IT-Lösungsportfoliomanagement soll arvato also sowohl in der Strategieableitung als auch im Transparent machen von Lösungsfindungen unterstützen. Zielsetzung in diesem Projekt war also:

  • Auswahl und Anpassung einer Methode
  • Einführung der ausgewählten Methode
  • Auswertung erster Ergebnisse und Ableitung erster Strategien

Um eine Arbeitsgrundlage zu haben, wurde zunächst einmal im Rahmen eines Brainstormings die Problemstellung erarbeitet und anschließend als sogenanntes Metamodell grafisch visualisiert. Die Einarbeitung in die Themen IT-Architekturmanagement und IT-Portfoliomanagement erfolgte dann in einem nächsten Schritt. Die unterschiedlichen Methoden wurden miteinander verglichen, eine Methode wurde ausgewählt und an die Situation bei arvato angepasst um anschließend schrittweise eingeführt zu werden.

Zum Abschluss des Praktikums konnten bereits erste Ergebnisse ausgewertet und Strategien bezüglich der Portfolioentwicklung daraus abgeleitet werden. Durch die Einführung des IT-Lösungsportfoliomanagements können die Portfolioentscheidungen nun transparent aufgezeigt werden und müssen nicht mehr „aus dem Bauch“ heraus getroffen werden. Das Resultat dieser Transparenz sind mehr Verständlichkeit und eine höhere Akzeptanz des Bereichs Portfoliomanagement bei den Competence Centern sowie insgesamt mehr Sicherheit, die richtige Entscheidung zu treffen. Zukünftige Änderungen im Portfolio sind flexibel, effektiv und effizient durchführbar.

 


Werkstudent bei Volkswagen Financial Services – Ressourcenplanung und Regressionstests: Teil 3

In anderen Blogeinträgen wurde es schon erwähnt: Im Praktischen verwendest du nur einen Bruchteil dessen, was du im Studium gelernt hast. Für Wirtschaftsinformatiker ist außerdem interessant, ob der interdisziplinäre Ansatz des Studiengangs sinvoll ist. Interdisziplinär heißt, dass wir zum einen reine Wirtschaftsvorlesungen, zum anderen reine Informatikvorlesungen und dann auch spezielle Wirtschaftsinformatik-Veranstaltungen hören. Was habe ich als Werksstudent aus dem Studium verwenden können?

Ich sollte ein Programm zum Managen von Ressourcen erstellen. Programmieren passt zu Informatik. Wie fängt man also an?
Hier hat mir die Vorlesung „Software Engineering“ geholfen. Da geht es um grundsätzliche Vorgänge bei der Software-Entwicklung.
Dann müssen die Informationen irgendwie gespeichert werden. Dafür konnte ich auf die Vorlesungen „Relationale Datenbanksysteme“ und „SQL Labor“ zurückgreifen.
Das Programm muss wissen wie was wann gemacht werden soll. Dafür haben mir die Vorlesung „Algorithmen und Datenstrukturen“, „Programmieren I“ und Programmieren II“ geholfen.

Auch die Wirtschaftsinformatikvorlesungen haben mir zumindest geholfen CRM irgendwie einordnen zu können. Oberflächliches Wissen hat hier aber genügt.

Die Wirtschaftsveranstaltungen hätte ich mir für diesen Job komplett schenken können. Da hat mir nichts weitergeholfen.

Bei den Regressionstests konnte ich bis auf ein kleines Kapitel von „Programmieren I“ sonst nichts weiter verwenden. Hier war im Grunde allein die IT-Affinität notwendig. Das heißt du musst dich schnell in IT-Anwendungen einarbeiten können und logisches Denken und deinen gesunden Menschenverstand benutzen. Hier stellt sich allerdings die Frage, ob es sinnvoll ist dafür drei bis fünf Jahre zu studieren.

Zusammenfassend haben mir Teile des Studiums definitiv weitergeholfen. Es hat mich also auf die Praxis vorbereitet. Völlig ausgespart habe ich die vielen Kleinigkeiten, die du im Studium „auf dem Weg“ einsammelst und die dir dann auch im Job weiterhelfen. Sei es systematisches schnelleres Lesen oder welcher Lerntyp du bist und so weiter. Das sind Fähigkeiten, die universell einsetzbar sind und dir immer helfen egal was du später machen wirst.

Viele Grüße
Thomas


Werkstudent bei der fme AG – Teil 3

In diesem Teil möchte ich auf meine persönlichen Eindrücke und Erfahrungen eingehen. Obwohl ich schon einige Praktika absolviert habe, ist die Tätigkeit als Werkstudent etwas anderes. Durch die längere Dauer der Beschäftigung entsteht eine tiefere Bindung zum Unternehmen und den Kollegen und man beginnt sich mit dem Unternehmen zu identifizieren.

Außerdem ist mit der Zusammenhang zwischen Studium und Beruf noch bewusster geworden. Aufgrund der vielfältigen Tätigkeiten als Berater, habe ich die Chance an der Hochschule erlernten Techniken und Methoden anzuwenden. Außerdem habe ich auf meinem Aufgabengebiet viele Freiräume zur Anwendung und Vertiefung meiner Fähigkeiten und meines Wissens. Ich kann meine Arbeitszeiten frei gestalten, die Aufgabenschwerpunkte wählen und priorisieren. Ebenso sind meine Vorschläge zur Ergebnisgestaltung gefragt.

In den Projekten sind für mich viele Parallelen zwischen Theorie und Praxis zu erkennen besonders bei den eingesetzten Methoden. Es werden nicht nur agile und flexible Methoden nach außen propagiert, sondern auch angewendet.

Die während des Studiums gesammelten Projekterfahrungen sind sehr nützlich, um sich schnell im Berufsalltag eines Beraters wiederzufinden. Ich habe mich sowohl in den unterschiedlichen Projektteams als auch im Umgang mit dem Kunden fix zurechtgefunden und wohl gefühlt. Ebenso kommt es hierbei wie im Studium darauf an, Zielvorgaben und zeitliche Terminierungen einzuhalten.

Aus diesen Gründen kann ich jedem nur empfehlen, bereits während des Studiums Praxiserfahrungen zu sammeln.

Viele Grüße
Peter


Werkstudent bei Volkswagen Financial Services – Ressourcenplanung und Regressionstests: Teil 2

Nachdem ich in Teil 1 Hintergrundwissen zum Thema CRM und Ressourcenplanung geliefert habe gibt es hier konkretes zu meinem Projekt und meiner zweiten Aufgabe, den Regressionstests.

Mein Projekt war es ein Programm zum Managen von Mitarbeiter-Ressourcen zu entwicklen. Für das Projekt war allein ich zuständig und es dauerte mehr als ein halbes Jahr bis es fertig wurde. Kleinere Rückschläge wie sie immer wieder vorkommen waren auch hier regelmäßig dabei: Merkwürdige zeitraubende Unzulänglichkeiten der Technologie, korrumpierter Quellcode, der regelmäßig das Programm zerschoss und die unternehmensweite Windows 7 Einführung, die einen Teil meiner Arbeit vernichtete, um ein paar Beispiele zu nennen. Zwischendurch gab es immer wieder kleine Besprechungen mit der Chefin, um sicherzustellen, dass alles in Ordnung ist.

Im Grunde hatte ich allein an dem Programm gearbeitet. Falls es nicht funktionierte fiel es unmittelbar auf mich zurück. Glücklicherweise war alles gut beim Release. Das Programm funktionierte abgesehen von einigen Kleinigkeiten wunderbar. Die Ressourcenplanung verlief nun fast voll automatisch und es passieren keine Fehler mehr durch den Faktor Mensch.

Ausgespart habe ich bisher die Regressionstests. Das war der zweite Teil meines Jobs bei VW Financial Services.
Immer wenn Entwickler Anpassungen an einem komplexen System durchführen, kann es sein, dass das, was vorher tadellos funktionierte, durch die „Optimierungen“ plötzlich nicht mehr funktioniert. Aus diesem Grund gibt es Regressionstests: Es wird geprüft, ob die Entwickler keine Verschlimmbesserungen durchgeführt haben.
Diese grundlegenden Tests gab es zwar teilweise, aber nur sporadisch. Ich sollte Regressionstests erstellen, die systematisch die grundsätzliche Aufgaben im CRM-System nachbilden.

Im nächsten Teil reflektiere ich, wie mir das Studium bei meiner Arbeit weitergeholfen hat.

Viele Grüße
Thomas


Werkstudent bei der fme AG – Teil 2

Hallo zusammen, heute mein zweiter Blogeintrag. In diesem werde ich auf die Arbeit mit QlikView eingehen.

Wie in meinem ersten Eintrag bereits erwähnt, ist QlikView ein Business Intelligence Tool. Meine ersten Erfahrungen habe ich damit während meines Bachelorstudiums gemacht und war sofort begeistert von den Möglichkeiten und Eigenschaften des Tools. Es ermöglicht mehr oder weniger alles was man zum Erstellen einer BI-Applikation benötigt. Angefangen von den Extraktions-, den Transformations-, den Ladeprozessen und das damit verbunden Erstellten von Datenmodellen bis hin zur Visualisierung. Das Ganze gepaart mit einer intuitiven Bedienung und ansprechenden Visualisierungstechniken.

Beim Erstellen des KPI-Dashboards mussten zu Beginn alle Anforderungen gesammelt und auf einen Nenner gebracht werden. Anschließend musste das Datenmodell sorgfältig geplant und auf das Analyse- und Visualisierungskonzept angepasst werden. Bei der Implementierung des Datenmodells kam es vor allem darauf an, alle notwendigen Daten aus den verschiedenen Quellsystemen des Unternehmens zu sammeln und zu extrahieren. Anschließend folgte der Transformationsprozess indem es darum geht, das Format der Daten auf das Schema der Zieldatenbank anzupassen, die Daten miteinander zu verknüpfen und auf die benötigte Granularität zu aggregieren. Im letzten Schritt musste ich alle Analysen erstellen und visuelle darstellen. Für den gesamten Vorgang bietet QlikView einen hervorragenden Werkzeugkasten mit allem was man dazu benötig.

Im dritten Teil werde ich was zu meinen persönlichen Eindrücken und Erfahrungen während meiner Werkstudententätigkeit berichten.

Viele Grüße

Peter


Duales vs. normales Studium – Teil 3: Kompetenzgewinn

Dieser Teil befasst sich mit meinem persönlichen Kompetenzgewinn durch das duale Studium.

Beim Studium hat mir vor allem die gute Ausbildung im Programmieren weitergeholfen. Dabei wurde kein Wert darauf gelegt, welche Programmier-Sprache verwendet wird, sondern vielmehr, dass das Programmieren an sich gut verstanden wird. So hatte ich das Vergnügen, mich schon in den ersten Wochen sowohl mit Basic, als auch mit C zu beschäftigen. In der Fachhochschule kam einige Wochen später auch noch Java hinzu. Nach ungefähr einem Monaten habe ich mich dann auch mit Assembler beschäftig und Microcontroller angesteuert. Dies alles hat mir sehr dabei geholfen, die informatikbasierten Fächer in meinem Studium an der TU Braunschweig zu bestehen. Oft bietet sich auch die Möglichkeit, Fächer aus anderen Studiengängen im neuen Studium anerkennen zu lassen. Ich hatte zum Beispiel im Studium an der Fachhochschule ein Fach, das Werkstoffkunde hieß und sich mit verschiedenen Materialien und deren Eigenschaften beschäftigte. Darin habe ich unteranderem auch etwas über Glasfaserleitungen und andere Kabel gelernt. Dieses Wissen konnte ich auch in Computernetze 1 anwenden. Dort spielte es in der hardwarenahen Übertragungsschicht eine Rolle.

Duales Studium Bild 2

Durch die Ausbildung im Betrieb erfährt man direkt, was wirklich für das spätere Arbeitsleben wichtig ist. Das kann sowohl positiv, als auch negativ sein: Durch die Vorgaben des Unternehmens hat man eher wenig Wahlmöglichkeiten, wie man sein Studium gestaltet. Damit ist sowohl die starke Bindung am Musterstundenplan als auch die Wahl der Wahlpflichtfächer gemeint. Dies resultiert jedoch auch darin, dass man die richtigen Kompetenzen für die zukünftigen Aufgaben im Unternehmen erlangt.

Ein großer Pluspunkt ist außerdem, dass das Networking im Unternehmen viel leichter ist als an der Universität, da man relativ schnell tiefe Einblicke in die internen hierarchischen Strukturen des Unternehmens erhält und schon sehr früh die Ansprechpartner der einzelnen Abteilungen kennen lernt.

Fazit

Abschließend kann ich sagen, dass ich im dualen Studium viel gelernt habe, dass mir in meinem jetzigen Studium sehr weiter hilft. Besonders der Einblick in die Strukturen eines großen Unternehmens und die Möglichkeit zu unterscheiden, was von dem Gelernten im späteren Arbeitsleben wichtig ist, sind unbezahlbar. Dennoch sollte jeder für sich entscheiden, ob der Stress und die fehlende Freizeit nicht zu viel werden. Das ganze sollte nicht unterschätzt werden.