Wirtschaftsinformatik in der Praxis

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Praktikum bei der Volkswagen AG in der Konzern IT – Fahrzeugdiagnose, Teil 2 Praxis

Liebe Blogleser,

nun folgt der zweite Teil meines Blockeintrags zur Praxis.

Projektdefinition

Die Anzahl hoch technologischer und komplexer Fahrzeuge hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Die Fahrzeuge besitzen deutlich mehr Steuergeräte, welche untereinander vernetzt sind. Demzufolge liegen potentielle Probleme, wie mehrfacher Steuergeräteaustausch vor. Um diese Probleme langfristig minimieren bzw. vollständig beheben zu können, sollten im Rahmen meines Praktikums, die bestehenden Diagnoseprotokolle und weitere zur Verfügung stehende Daten als Lösungsansatz dauerhaft ausgewertet werden. Anschließend sollte ein Kennzahlensystem zur Leistungsmessung in der IT-Fahrzeugdiagnose inkl. After Sales Technik aufgebaut warden. Dabei wurden spezifische Merkmale der Unternehmensbereiche behandelt. Hinzu wurde ein vorläufiges Tool für die Auswertung und Visualisierung der bestehenden und ermittelten Kennzahlen entwickelt. Ziel des Praktikums war die Erarbeitung von Potentialen, die im Wesentlichen zur Erhöhung der Reparaturqualität und Kundenzufriedenheit beitragen.

 

Projektvorgehensweise

Zu Beginn meines Praktikums erhielt ich zwei Handbücher hinsichtlich der Prozesse und Standards After Sales Teil 1 und Teil 2. Diese Handbücher sollten mein Verständnis für After Sales Technik und Fahrzeugdiagnose verstärken. Somit wurde ich im ersten Monats meines Praktikums seitens der Kollegen, besuche in der Werkstatt und mittels Handbücher eingearbeitet.

 

Anschließend bearbeitete ich das Projekt nach folgender Reihenfolge: Analyse des aktuellen Ist-Zustandes, Konzeption, Realisierung und Implementierung.

Während der Analysephase analysierte ich die aktuelle Situation des Geschäftsfeldes, die Grundlagen der Kennzahlen inkl. Kennzahlensysteme und die benötigten Systemlandschaften. Auch die Identifikation der relevanten Stakeholder war ein Bestandteil meiner Analysephase.

Nach dem die Grundlagen und die Stakeholder analysiert wurden, mussten nun die Kennzahlen entwickelt werden. In der Konzeptionsphase habe ich bestehende Kennzahlen auf deren Zweckeignung überprüft und neue Kennzahlen definiert. Weiterhin suchte ich eine geeignete Methode zur Auswahl der wesentlichen Kennzahlen aus.

Nach der Kennzahlenentwicklung war eine Kennzahlenauswertung nötig. Es sollte für jede Kennzahl eine Anleitung erstellt werden, wie die entsprechenden Daten aus dem System extrahiert und berechnet wurden. Dadurch wurde eine einheitliche Arbeitsanweisung sichergestellt, weil die Kennzahlen immer identisch gewonnen wurden auch wenn die Aufbereitung von unterschiedlichen Personen durchgeführt wurde. Zuletzt wurden die ausgewerteten Kennzahlen in ein prototypisch entwickeltes KPI-Cockpit übertragen werden. Das KPI-Cockpit wurde mittels eines internen Auswertungssystem aufgebaut.

 

Grüße

Sümeyra Demir


Praktikum bei der Volkswagen AG in der Konzern IT Fahrzeugdiagnose – Teil 1 Unternehmen

Hallo liebe Blogleser,

das Praktikum mit einer Dauer von sechs Monaten begann am 20. April 2015 und endete am 16. Oktober 2015. Das Praktikum absolvierte ich bei der Volkswagen AG in der Abteilung IT Fahrzeugdiagnose.

Der Volkswagen Konzern ist weltweit einer der führenden Automobilhersteller und der größte Automobilproduzent in Europa. Der Konzern betreibt insgesamt 118 Fertigungsstätten, die sich auf den Kontinenten Amerika, Asien, Afrika und Europa befinden. An jedem Arbeitstag produzieren ca. 600.000 Beschäftigte rund um den Globus ca. 41.000 Fahrzeuge. Die Konzernzentrale hat ihren Sitz am Standort Wolfsburg, wo sich auch die zentrale Forschung und Entwicklung der Marke VW sowie ein Teil der Komponentenfertigung befindet. In Deutschland befinden sich zudem weitere Standorte der Marke VW in Dresden, Hannover, Braunschweig, Emden, Kassel, Salzgitter und Zwickau/Mosel. Aktuell gehören die Fahrzeugmarken Volkswagen Pkw, Audi, Porsche, SEAT, Škoda, Bentley, Bugatti, Lamborghini, Volkswagen Nutzfahrzeuge, Ducati, Scania und MAN zum Konzern. Jede Marke hat ihren eigenständigen Charakter und operiert selbstständig im Markt.

Standort Wolfsburg

Das Volkswagen Werk in Wolfsburg ist der größte Standort des Unternehmens und hat ca. 47.000 Beschäftigte. Davon sind 23.000 direkt mit der Fahrzeugproduktion beschäftigt. Mit einer Fertigungskapazität von 3.800 Fahrzeugen pro Tag werden am Standort Wolfsburg die PKW-Modelle Golf, Golf Sportsvan, Touran und Tiguan gefertigt. Daneben bildet die Komponentenfertigung ein wichtiges Standbein. Da sich die Konzernleitung und der Markenvorstand von Volkswagen in Wolfsburg befinden, wird von diesem Standort aus der gesamte Mehrmarkenkonzern gesteuert.

 

Konzern IT – Fahrzeugdiagnose

Die Fahrzeugdiagnose kann grundsätzlich in Onboard-Diagnose innerhalb des Fahrzeuges und Offboard-Diagnose außerhalb des Fahrzeuges unterteilt werden. Die Diagnose eines Kraftfahrzeuges mit eingebauten und/oder außerhalb des Fahrzeuges befindlichen Einrichtungen, die mit einem Diagnosetester verbunden sind, um den Zustand des Fahrzeuges oder, im Falle eines Fehlers, die Ursachen eines Fehlers festzustellen, kann als Fahrzeugdiagnose verstanden werden. Im KFZ-Bereich bedeutet Diagnose das Erkennen von Fehlern, Schäden oder Defekten an elektrischen oder elektronischen Komponenten. Ziel der Fahrzeugdiagnose ist eine effiziente und zielgerichtete Diagnose, um die unterschiedlichen Erwartungen der Kunden hinsichtlich der Fahrzeugtechnik an den Fahrzeugservice zu erfüllen.

Was ich innerhalb der Konzern IT- Fahrzeugdiagnose am Standort Wolfsburg für Aufgaben übernommen habe, erfahrt ihr im zweiten Teil meines Berichts

 

Grüße

Sümeyra Demir


Werkstudent in der Siemens AG – Teil 1: Die Organisation

Im ersten Teil meines Berichts möchte ich Euch einleitend das Unternehmen und den Bereich, in dem ich als Werkstudent tätig bin, vorstellen. Seitdem im Jahr 2014 die letzte größere von diversen Umorganisationen-/strukturierungen in der jüngeren Unternehmensgeschichte der Siemens AG abgeschlossen wurde, unterteilt sich der Konzern aktuell in die folgenden zehn Divisionen mit den entsprechend nah am Markt positionierten Geschäftsbereichen:

  • Power and Gas
  • Wind Power and Renewables
  • Power Generation Services
  • Energy Management
  • Building Technologies
  • Mobility
  • Digital Factory
  • Process Industries and Drives
  • Healthcare
  • Financial Services

Neben 124 Standorten der Siemens AG in ganz Deutschland, ist der Konzern mit der Division Mobility auch am Standort Braunschweig vertreten. Hier werden von rund 2.900 Mitarbeitern vorwiegend Bahnautomatisierungs- und Bahnsicherungssysteme entwickelt und produziert. Als weltweit größter Standort für Bahnautomatisierung umfasst das hier produzierte Produktportfolio u. a. Betriebsführungssysteme sowie Komponenten für die Überwachung, Steuerung und Disposition des schienengebundenen Nah- und Fernverkehrs. Darüber hinaus bietet die Siemens AG Bahnbetreibern auf der ganzen Welt Komplettlösungen an, die u. a. die Produktberatung und Projektplanung sowie die Inbetriebsetzung, Montage und Wartung der Komponenten umfassen. Als Beispiel für solch eine Komplettlösung ist aktuell der zweigleisige Ausbau des Bahnnetzes im Norden Algeriens zu nennen (Projektvolumen 95 Mio. Euro), in dem auf 90 Streckenkilometern von Siemens in Braunschweig produzierte Komponenten verbaut werden.

Abgesehen von den o. g. klassischen, direkt wertschöpfenden Bereichen, existiert mit den Global Services IT seit 2014 ein stabsstellenähnlicher Unternehmensbereich, der die unternehmensweite Verantwortung für die interne (horizontale) IT des Unternehmens trägt. Die GS IT ist für die Bereitstellung einer an den Geschäfts- und Marktanforderungen ausgerichteten Informations- und Telekommunikationslandschaft verantwortlich und trägt damit in Zeiten der Industrie 4.0 zur Gewährleistung einer für den Geschäftsbetrieb notwendigen, hohen Verfügbarkeit von Daten- und Informationsflüssen bei.

Was ich innerhalb der GS IT MO MM (MO = Mobility, MM = Management) am Standort Braunschweig für Aufgaben übernommen habe, erfahrt ihr im zweiten Teil meines Berichts.


Werkstudententätigkeit bei der fme AG – Teil 1: Das Unternehmen

In meinem dreiteiligen Blog möchte ich euch einen Einblick in meine Tätigkeit als Werkstudent bei der fme AG geben, bei der ich seit Juni 2014 beschäftigt bin. Mein primärer Beweggrund für eine studiennahen Nebenjob war neben der Finanzierung meines Studiums hauptsächlich das Sammeln von praktischen Erfahrungen. Denn nach dem Abschluss des Bachelors, hatte ich den Eindruck mit der bis dahin vermittelten Theorie im Berufsleben nicht viel anfangen zu können. Inwiefern sich dieses Empfinden bestätigt hat, erfahrt im dritten Teil dieser Blogserie, wenn ich zur Bewertung meiner Tätigkeit komme. Zuvor möchte ich euch in diesem Teil noch das Unternehmen vorstellen sowie im zweiten Teil auf meine Aufgaben im Betrieb eingehen.

 

Das Unternehmen: fme AG

Die fme AG ist ein Dienstleistungsunternehmen aus dem Bereich der Informationstechnologie, das 1995 gegründet worden ist. Neben dem Hauptsitz in Braunschweig werden noch Standorte in München, Frankfurt am Main und Köln betrieben. Außerdem existieren Tochterunternehmen in Rumänien (Cluj) und den USA (Danbury). Insgesamt werden zurzeit weltweit rund 175 Mitarbeiter beschäftigt, davon ca. 150 in Deutschland.

Die primären Tätigkeitsfelder des Unternehmens liegen in folgenden Bereichen:

  • Enterprise-Content-Management (ECM)
  • Business Intelligence (BI)
  • Individualsoftware

Die fme ist überwiegend in den Branchen

  • „Life Science“ und
  • „Industrielle Fertigung“

vertreten.

 

Ich war während meiner Tätigkeit überwiegend mit Aufgaben im Bereich des Enterprise-Content-Managements beschäftigt, das sich mit Technologien zur Erfassung, Verwaltung, Speicherung und Bereitstellung von nur geringfügig strukturierten Informationen bzw. Dokumenten beschäftigt. Welche Aufgaben dort im Detail zu erledigen waren, erfahrt ihr im nächsten Blogbeitrag.

Viele Grüße

Timo


Ein Praktikum zwischen Nagellack und Datenbank (Teil 2)

Der Kunde ist König! Das ist der Leitsatz eines jeden Unternehmens, dass sein Geld mit Dienstleistung verdient. Da der Onlineshop ein kleines Unternehmen ist und die Arbeitsbereiche flexibel sind, wurde ich die ersten Wochen in allen Tätigkeitsbereichen eingearbeitet um auch mal einspringen zu können, wenn man Not am Mann bzw. Frau war. Dies fing bei der Pflege der Produktdatenbank an und endete bei der Einlagerung der Produkte. Mein persönliches Highlight war die Betreuung der Kunden an der Kundenhotline. Jeder der ein Familienmitglied hat, dass der Generation Silver-Surfer angehört ,weiß wie aufreibend es ist, jemanden zu erklären wie denn jetzt nun der gewünschte Nagellack aus dem Computer herauskommt oder das es ein Versehen war gleich 100 Stück davon zu Kaufen. Aber der Kunde ist ja nun mal König und meistens sehr dankbar für die Hilfe. Im weiteren Verlauf des Praktikums und nachdem ich gelernte habe wie viele Cremetiegel in ein Paket der Größe 9 passen, kam ich zu meiner eigentlichen Arbeit in dem Onlineshop.

Auch der Verkauf von Kosmetik ist sehr Saison abhängig. Der meiste Umsatz wird in der Weihnachtszeit generiert, hingegen der Sommer zur Inventur des Lagers eingeladen hat. Um die Verkaufszahlen das Jahr über stabil zu halten, wurde entschieden ein Newsletter Tool einzuführen. Und für diese Aufgabe kam dann ich ins Spiel.                                                                                                                                     Zuerst wurden Anspracheanlässe generiert, zu denen die Kunden über den Newsletter Angebote mit den passenden Produkten erhalten haben. Beispielsweise waren das Anlässe wie der Muttertag oder der Sommeranfang. Anschließend wurden für die jeweiligen Anlässe ein Konzept für die Gestaltung eines Newsletters entworfen. Nachdem die Planung und Gestaltung abgeschlossen war, ging es um die Systemauswahl. Dadurch das der Zeitraum meiner Tätigkeit zeitlich begrenzt war und dieses Aufgabenfeld von einem Mitarbeiter übernommen werden sollte, war ein Muss-Kriterium für die Systemauswahl die Usability. Nach einem Benchmaking von einigen kostengünstigen Systemanbietern, fiel die Wahl auf ein Tool, welches ermöglichte die Newsletter nach dem Baukastensystem zu gestalten. So konnte dann innerhalb kürzester Zeit ein Newsletter erstellt werden. Nach einigen Testläufen und Umfragen zur Verbesserung des Shops, wurde das Newslettertool an das bestehende Shopsystem angebunden. Dadurch konnten nach dem Versenden der Newsletter Auswertungen vorgenommen werden, die zur Optimierung des Angebots genutzt wurden.

Nach drei Monaten war das Projekt Newsletter abgeschlossen und der erste Newsletter konnte versendet werden. Mittlerweile verwendet der evena® Onlineshop das System über ein Jahr und kann dadurch eine deutliche Umsatzsteigerung und Minimierung der Verkaufszahlschwankungen verzeichnen.

Das nächste Mal berichte ich von meinen persönlichen Eindrücken in der Praxis.

Bis dahin,

Isabelle


Ein Praktikum zwischen Nagellack und Datenbank (Teil 1)

Nach sechs Semestern Studium der Wirtschaftsinformatik an der Hochschule Hannover, wollte ich mir etwas Praxiswind um die Nasen wehen lassen. Durch meinen gewählten Schwerpunkt des Customer Relationship Management im Studium, habe ich ein Praktikum in diesem Bereich gesucht. Durch die Kooperation der Hochschule mit Praxispartnern, bin ich auf den evena® Onlineshop aufmerksam geworden.

Das Unternehmen

Der SkinXpert by evena® Onlineshop ist ein mittelständisches Unternehmen, welcher seinen Sitz in Hannover List hat. Der evena® Onlineshop hat sich auf den Verkauf von Kosmetik spezialisiert und auf seiner eigenen Homepage skinXpert.de wird das Sortiment zum Kauf präsentiert. Das Sortiment setzt sich aus 37 Marken zusammen, die das Spektrum von der dekorativen bis hin zur medizinischen Kosmetik abdeckt. Der Onlineshop wurde 2011 eröffnet und verfügt zurzeit über einen Kundenstamm von 2500 Kunden, der stetig wächst. Das Onlineshop Team besteht aus sechs Mitarbeitern die in verschiedenen Prozessen tätig sind. Die Zuständigkeitsbereiche der Mitarbeiter sind flexibel. Jeder Mitarbeiter ist mit den täglichen Aufgaben des Onlineshops vertraut und kann diese durchführen.

Der Onlineshop basiert auf einem Magento Onlineshop – System, welches im Frontendbereich extern gemangend wird. Das einpflegen der Produkte und Preise in die Datenbanken erfolgt durch die Mitarbeiter. Verpackung und Versand der Waren wurden von einem ERP System unterstützt, dass durch das Einscannen von Barcodes die Produktbandel zusammengestellt hat. Wie ich meine Fähigkeiten als Wirtschaftsinformatikerin einbringen konnte, berichte ich im zweiten Teil.

Bis dahin sonnige Grüße,

Isabelle


Ehrenamtliche Tätigkeit bei der Blindenfußballbundesliga – Teil 3

Besonders frisch entwickelte Systeme können ohne Tests nicht einfach in den laufenden Betrieb übernommen werden. Zuerst werden während der Entwicklung, zumeist nachdem wichtige Abschnitte erreicht sind, erste Tests gemacht, ob sich das System wie gewollt benutzen lässt und die neu hinzugefügte Funktionen fehlerfrei funktionieren. Im Rahmen des Blindenfußballs boten sich hier kleinere Turniere an. So konnte im kleinen Rahmen und doch unter möglichst realen Bedingungen getestet werden, ob’s so läuft wie es soll.

Solche Alphatests werden in der Regel in Anwesenheit von Personen durchgeführt, die mit der Software vertraut sind, in diesem Fall mit mir. Im Rahmen dieser kleinen Tests konnten direkt die ersten Fehler entdeckt werden. So wurde das System direkt verbessert und für die Beta-Tests vorbereitet. Die Beta-Tests sollten schon während der nächsten Saison stattfinden (Entwicklung 2013/2014 , 1. (Beta-) Saison 2014, 2. (1. Vollbetrieb-) Saison 2015).

Schiedrichter Dialogbox Einwechslung

Schiedsrichter wählt ein Einwechselspieler aus (Bild: CC-BY Blindenfussball.net)

Um nun den Schiedsrichtern, die das System bedienen mussten, die Benutzung näher zu bringen, wurde der erste Spieltag 2014 zur Schulung genutzt. Dabei habe zuerst ich das System bedient, und nebenbei den verschiedenen Personen die Bedienung erklärt. Im Laufe des Spieltags (2 Tage Realzeit) haben dann die Schiedsrichter immer häufiger die Bedienung übernommen, so dass sie am Ende auf das zukünftige Arbeiten vorbereitet waren. Während der ersten Saison, wurde das bisherige, papierbasierte Verfahren zur Sicherheit weitergeführt.

Während der ersten Saison wurden dann Probleme aufgedeckt, die durch das Aufeinanderprallen der Software mit der realen Welt ausgelöst wurden. Zerstörte Trikots (fehlende Nummern) und wechselnde Nummerierung (keine festen Nummern der Spieler) und kurzfristige Nachmeldung von Spielern waren dabei besonders ärgerlich, so dass hier schnelle und einfach Lösungen gefunden werden mussten, um eine Benutzung überhaupt möglich zu machen. Ein weiterer wichtiger Punkt war die Uhr. Obwohl die Trainer und Fans vorher nie eine große Zeitanzeige hatten, oder vielleicht auch gerade deswegen, haben sie nun minuziös auf die Zeit geachtet. Da die Uhren für die Anzeige im Normalfall jedoch weiterlief (auch bei Timeouts) und dann durch die Aktionen der Schiedsrichter zurückgesetzt wurden,  kam es häufig zu Verwirrungen.

Statusmonitor Infozelt

Ein Fernseher zeigt wechselnde Informationen im Iinfozelt (Bild: CC-BY Blindenfussball.net)

Diese Probleme konnten jedoch behoben werden. Das Anlegen von Trikotsätzen und Aufstellungen erleichtert das Zuordnen der vorhandenen Trikots. Eine von jetzt an synchrone Uhr sorgt nicht mehr für Vewirrung. Durch diese Verbesserungen konnte sich spätestens in der 2015er Saison das neue System durchsetzen, und wird jetzt bei jedem Spielbetrieb genutzt.

Frühere Probleme, wie unbekannte Spielernamen bei Stadionsprechern und Spielbeschreibern, sind behoben, da alle Informationen der Schiedsrichtern fast ohne Zeitversatz auch bei allen anderen Stellen ankommen. Die Presse kann somit auch stets mit aktuellen Informationen versorgt werden, was dem Blindenfußball und seiner Bekanntheit sehr zuträglich sein wird.

System bei den Spielbeschreibern

System bei den Spielbeschreibern (Bild: CC-BY Blindenfußball.net)


Praktikum bei der MBedv – Service GmbH (Teil 3 – Soziales & Persönliches)

Liebe Blogleser,

heute folgt der letzte Blogeintrag über mein Praktikum bei der MBedv-Service GmbH.

Da es sich um ein sehr kleines Unternehmen handelt, ist der soziale Aspekt relativ wichtiger. Das Team besteht immer aus allen Mitarbeitern. In einem so kleinen Unternehmen müssen sich die Charaktere ergänzen und positiv beeinflussen. Daher spielt, neben den fachlichen Kenntnissen, auch die Teamfähigkeit, soziale Kompetenz und die persönliche Einstellung eine entscheidende Rolle. Dies spiegelt sich auch in der Auswahl der zukünftigen Mitarbeiter oder Auszubildenden wieder.

Trotz der kurzen Zeit, die ich im Unternehmen mitgearbeitet habe, fühlte ich mich als Teil des Teams integriert. Obwohl ich bei der praktischen Umsetzung meines theoretischen Wissens unsicher war, hat der Unternehmensleiter mir mehr zugetraut als ich selber es getan hätte. Und zu meinem Erstaunen lag er damit richtig. Auch wenn die Parallelen in den ersten vier Wochen schwer zu sehen waren, wurde am Ende sehr klar wie Theorie und Praxis sich ergänzen. Das war für mich der Beweis, dass die Theorie die Grundlage von allem bildet und ich durch mein Studium bereits von Beginn an viel mitgebracht habe. Ich konnte das erworbene theoretische Wissen aus meinem Studium um den Bereich der Anwendung erweitern.

Vielen Dank für euer Interesse an meinem Praktikum, ich hoffe ich konnte euch die Arbeit im Bereich der Netzwerk- und Hardwareinstallation, in einem kleinen Unternehmen etwas näher bringen.

Liebe Grüße,

Sina


Mein Praktikum bei der MBedv – Service GmbH (Teil 2 – Praxis)

Hallo liebe Blogleser,

heute folgt der zweite Teil meines Berichtes über das Praktikum in einem Kleinunternehmen. Ich werde versuchen die Theorie der Praxis gegenüber zustellen.

Die Tätigkeitsbereiche der MBedv-Service GmbH lassen sich prinzipiell in vier große Bereiche einteilen. Zuerst Software; hier wird Firmensoftware von Drittanbietern vertrieben oder für speziellere Wünsche auch eine Eigenprogrammierung vorgenommen. Als Ponton zur Software wird auch die entsprechende Hardware vertrieben, von einem normalen Desktop-PC bis hin zu gesamten Serversystemen. Im Bereich Netzwerktechnologien und Telekomunikation werden alle nötigen Installationen geplant, montiert und gewartet.

Je nach Bereich lassen sich mehr oder weniger Schnittpunkte mit der Praxis herstellen. In der Programmierung beispielsweise wird bei der MBedv nur sehr selten mit Java gearbeitet, die meisten Eigenentwicklungen erfolgen in Dephi oder C++. Wobei mir persönlich hier das erste Mal klar geworden ist, dass die Aussage „Wenn man eine Programmiersprache beherrscht, kann man sie alle“ nicht ganz so abwegig ist, da ich zumindest nachvollziehen konnte was die Programme, die ich gesehen habe, tun sollen. Bei der Hardware sind nur sehr begrenzt Bezüge zur Praxis herzustellen, da unser Studium diesen Bereich nur anreist. Zwar ist die Installation einer Grafikkarte jetzt noch nicht das Problem, aber das Zusammenstellen eines Serversystems mit 8 Platten, auf denen mehrere virtuelle Maschinen (VM) laufen, ist dann mit unserem Universitätswissen schon nicht mehr umzusetzen. Wir wissen was in der Theorie eine VM, ein SAN oder ein Raid Level 5 ist, wir können es allerdings nicht ohne Anleitung in der Hardware umsetzen. Was mir im Praktikum als Nachteil des Studiums erschienen ist. In der Theorie erschien mir der Bereich Netzwerktechnologien und Telekomunikation immer als sehr trocken und konnte mich nicht begeistern. Dies hat sich in meinem Praktikum komplett verändert, die einzelnen Theorien in der Praxis zu sehen war für mich unterm Strich das Interessanteste.

Mein Praxisvergleich fällt eher schlecht für die Lehren der Universität aus, da ich in meinem Praktikum nur wenig der gelernten Theorien auch anwenden konnte. Wobei diese Aussage vielleicht nicht ganz fair ist, da ich mir diesen Betrieb ausgesucht habe, um einen gesamtheitlicheren Einblick in Dinge zu bekommen, die unser Studium eben nicht so gut abdeckt. Diesbezüglich erwies sich die Wahl meines Praktikums als optimal.

Im nächsten Eintrag erfahrt ihr etwas über meine persönlichen Erfahrungen und die soziale Komponente im Unternehmen.

Liebe Grüße,

Sina


Praktikum bei der MBedv – Service GmbH (Teil 1 – Organisation)

Liebe Blogleser,

mein Name ist Sina. Ich habe von April bis Juni ein achtwöchiges Praktikum gemacht und möchte euch in den nächsten Tagen von meinen Eindrücken und Erfahrungen berichten. Heute erzähle ich euch ganz allgemein etwas über den Betrieb in dem ich meine Zeit verbracht habe.

In den acht Wochen des Praktikums habe ich bei der MBedv in Schellerten gearbeitet. Es ist ein kleines, familiäres Unternehmen in der Nähe von Braunschweig das, mit seinen fünf Mitarbeitern, als externer IT Berater für Unternehmen fungiert. Insgesamt werden ca. 300 Firmenkunden in der Region betreut. Dabei wird von der Installation über die Eigenprogrammierung bis hin zur jahrzehnte langen Betreuung jede EDV-Unterstützung angeboten. Während meines Praktikums habe ich den Geschäftsführer Torsten Markgräfe begleitet.

Durch die geringe Anzahl an Mitarbeitern ist die Organisation relativ einfach gestrickt. Ein Mitarbeiter bleibt meistens in der Firma, nimmt Telefonanrufe entgegen und macht Verwaltungsaufgaben, wie Angebote und Rechnungen schreiben. Über die Fernwartung kann den anrufenden Kunden meistens direkt geholfen werden, sollte dies jedoch nicht der Fall sein, wird ein Mitarbeiter im Außendienst informiert, der den Kunden dann anfährt und versucht das Problem vor Ort zu lösen. Bei der großen Anzahl an Kunden ist jedoch eine gute Selbstorganisation erforderlich. Wie ich aber bereits an meinem ersten Tag festgestellt habe, bringt die beste Organisation meistens nichts, wenn man direkt am Kunden arbeitet. Da doch immer wieder hier und da kleine Probleme auftreten, die dann jetzt wo schon mal jemand da ist, auch gleich noch mit angesprochen werden müssen. Dadurch arten Kundenbesuche häufig aus und auch der beste Zeitplan ist dahin. Obwohl er eigentlich das A und O in der Kundenbetreuung ist.

Soweit erstmal zur betrieblichen Organisation, beim nächsten Mal erzähle ich euch etwas zu meiner Praxiserfahrung im Unternehmen.

Liebe Grüße,

Sina