Wirtschaftsinformatik in der Praxis

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Ehrenamtliche Tätigkeit bei der Blindenfußballbundesliga – Teil 2

Dann ging es los. Meine erster und zentraler Ansprechpartner war Kristian Mann. Er war und ist auf den Spieltagen für die Technik zuständig. Ihm würde es also auch in Zukunft obliegen, das System vor Ort zur Verfügung zu stellen und den reibunglosen Betrieb zu garantieren. Da er nicht nur einen einzelnen Teil der Technik betreute, sondern von den Lautsprechern des Stadionsprechers über die Mikros und Mischpulte der Spielbeschreiber bis hin zur Bereitstellung der Internetverbindung, konnte ich mit ihm direkt klären in wie das System aufgebaut sein konnte. Die technischen Gegebenheiten waren:

  • Internet an allen wichtigen Stellen verügbar (Schiedsrichter, Spielbeschreiber, Pressezelt, etc.)
  • Monitore an allen wichtigen Stellen verfügbar (Spielbeschreiber, Stadionsprecher, Infozelt)
  • Laptop für die Schiedsrichter möglich, Tablet vorerst nicht

Die grundlegenden Anforderungen für ein Client-Server-System mit zentraler Datenhaltung zur Vermeidung von ungewollter Redundanz waren gegeben. Falls euch diese Begriffe noch nichts sagen, don’t panic, die lernt man im Studium recht schnell.

Nun, da ich wusste, was für ein System aufgebaut werden soll, mussten die Anforderungen der Nutzer ermittelt werden. Während die Organisatoren vor allem die Regularien abgebildet haben wollten, war für die Schiedsrichter die einfache Bedienung (wenige Klicks), eine zuverlässige Uhr und die Ausgabe der Ereignisse in vorlesbarer Form besonders wichtig. So könnten sie sich voll und ganz auf die Bedienung konzentrieren und bräuchten es am Ende nur noch einmal abzulesen.

Für die Spielbeschreiber und Stadionsprecher war von zentraler Bedeutung, dass sie die Spieler, Auswechselspieler und deren Rückennummern sehen können. Zudem war eine Auflistung der Ereignisse inklusive einer detailierten Information über das zuletzt eingetragene Ereignis gewünscht.

Da der Laptop, auf dem die Schiedsrichter System nutzen, nicht immer der selbe sein würde, musste zudem eine einfache platformübergreifende Lösung gefunden werden. Zudem musste gewährleistet sein, dass niemand ohne Autorisierung Spieldaten ändern kann. Diese Anforderungen konnten sehr gut mit einem webbasiertem System, gelöst werden, da dies in allen Browsern läuft und der Zugang per Login beschränkt werden kann.

Als Fundament wurden ein LAMP eingesetzt. Im Folgenden Screenshot sieht man die Oberfläche.

Schiedsrichteransicht

Schiedsrichteransicht

Der oben im Bild rotmarkierte Bereich zeigt den Spielstand und die gespielte Zeit an. Der kleine gelbe Bereich darunter enhält die Steuerbutton für die Uhr. Die blauen Bereiche links und rechts enthalten die Spielernamen und -nummern. Hinter jedem Spieler sind verschiedene Icons, über die Ereignisse eingetragen werden können. Im grünen Bereich in der Mitte ist eine Liste der Ereignisse, das aktuellste Ereignis steht immer oben in einem größeren Bereich mit mehr Details.

Durch die Buttons hinter jedem Spieler wird es den Schiedsrichtern ermöglicht, die Ereignisse schnell und einfach einzutragen. Durch farbliche Markierungen können gesperrte und verwahnte Spieler leicht erkannt werden. Bei Auswechslungen werden nur die Spieler zum Einwechseln augeführt, die spielen dürfen und nicht im Spiel sind.

Zuschaueransicht

Zuschaueransicht

Das zweite Bild hier zeigt die Zuschaueransicht. Im Wesentlichen gleicht sie der Ansicht für die Schiedsrichter, nur dass hier die Steuerelemente fehlen. Im Gegensatz zu der Ansicht der Schiedsrichter, sind hier die Auswechselspieler von den aktuell spielenden Spielern separat aufgelistet (vergleiche auf beiden Bildern die blau umrandeten Bereiche).

Wie man so ein System plant lernt man zum Beispiel in den Veranstaltugnen:

  • Einführung in die Wirtschaftsinfortmatik
  • Methoden der Wirtschaftsinformatik
  • WI-Vertiefungen
  • Taktisches Informationsmanagement
  • Software Engineering 1

Die notwendigen Werkzeuge und das für die Umsetzung nötige Wissen in:

  • Programmieren 1 und Programmieren 2
  • Relationale Datenbanksysteme 1
  • Software Engineering 1
  • Informatikvertiefungen (z. B. Labs)

Wenn das System fertig gestellt ist, muss es noch in Betrieb genommen werden. Wie das geht und was dabei auch schieflaufen kann, erfahrt ihr im dritten Teil.

 


Ehrenamtliche Tätigkeit bei der Blindenfußballbundesliga – Teil 1

Fußball ist in Deutschland Nationalsport. In 25.324 Vereinen spielen, laut DFB, dieses Jahr 6.889.115 Menschen Fußball. So ist es kaum verwunderlich, dass nicht nur Sehende diesem Sport nachgehen, sondern auch Blinde. Was? Blinde? Ja!

Die Meisten werden bei dem Gedanken an Blindenfußball vermutlich zuerst Stefan Raabs Version bei TV total im Kopf haben, doch richtiger Blindenfußball sieht anders aus.

Blindenfußball, was ist das eigentlich? Die Regeln in Kürze

Im Gegensatz zum großen Bruder sind Feld (40m x 20m) und Tor (3m x 2m) etwas kleiner. Auch die Spielzeit ist mit 50 Minuten (2 Halbzeiten von je 25 Minuten) etwas kürzer und mit nur 5 Spielern, 4 Feldspielern und einem Torwart, ist auch das kleine Feld nicht überfüllt. An den Seiten gibt es Banden, die den Ball im Spiel halten. Zusätzlich zum Trainer gibt es noch einen Guide, der den Feldspielern Anweisungen zurufen darf. Spieler, die nicht im Ballbesitz sind, müssen sich bei Annäherung an den ballführenden Spieler durch rufen von »¡voy!« (spanisch für: ich komme) bemerkbar machen. Bleibt dies aus, gilt das als Foul. Genauere Regeln findet man unter blindenfussball.net. Die ersten Eindrücke von einem Spiel kann man in diesem Video gewinnen.

Was hat das Ganze mit Wirtschaftsinformatik zu tun?

Im Fokus meiner Tätigkeit stand natürlich nicht das Fußballspielen, sondern, wie es sich für einen Wirtschaftsinformatiker gehört, die Modernisierung des Informationssystems.

Die Schiedsrichter müssen bei jedem Spiel sämtliche Vorfälle (Tore, Fouls, Karten, Auswechslungen) protokollieren und in einem abschließenden Spielbericht festhalten. Dies erledigt beim Blindenfußball ein weiterer Schiedsrichter.

Da es beim Blindenfußball nicht nur sehende Zuschauer gibt, sondern auch im besonderen Maße auf blinde Zuschauer geachtet wird, gibt es eine akustische Spielbeschreibung, die sowohl vor Ort über Funkkopfhörer als auch über das Internet verfolgt werden kann. Um eine umfassende Berichterstattung zu ermöglichen, brauchen die Spielbeschreiber nicht nur die Rückennummern und Namen der Spieler, sondern ebenso detaillierte Informationen über Tore, Fouls, Karten sowie Statistiken wie Torschützenlisten und Blitztabellen. Da die Spielbeschreiber wegen der Technik und stetig wechselnder Spielstätten nicht immer einen perfekten Blick auf das Spielgeschehen haben, benötigen sie regelmäßig zusätzliche Informationen, die von den Schiedsrichtern stammen.

Zusätzlich zu den Spielbeschreibern gibt es bei jedem Spieltag ein Infozelt, in dem sich interessierte Privatleute, wie auch Pressevertreter über die Blindenfußballbundesliga informieren können. Besonders für letztere sind schnelle und aktuelle Informationen essentiell. So muss auch hier gewährleistet sein, dass die von den Schiedsrichtern protokollierten Daten korrekt und zeitnah zur Verfügung stehen.

Des Weiteren gibt es noch einen Stadionsprecher, der für seine Ansagen ebenso Informationen über die Mannschaften und Spieler benötigt, sowie einen Informationbildschirm, der aktuelle Informationen wie Spielstände, noch anstehen Partien und Statistiken anzeigen soll.

Na denn man tau!

Meine Aufgabe war es nun unter Berücksichtigung aller Beteiligten (Technik, Spielbeschreiber, Mannschaften, Schiedsrichter, Ligavertreter etc.) eine IT-basierte Lösung zu entwickeln, die es den Schiedsrichtern erleichtert, die benötigten Informationen zu generieren, und den anderen Parteien ermöglicht, diese schnell und unkompliziert abzurufen.

Welche Anforderungen dabei genau zu beachten waren, und wie es mir dabei ergangen ist, erfahrt Ihr im zweiten Teil.


Im Dienste des IT-Dienstleisters der TU 3/3

Im ersten Teil habe ich Euch etwas über Organisation des Gauß IT-Zentrums erzählt, im zweiten Teil Aufgaben, die als studentische Hilfskraft im First-Level Support anfallen. Im abschließenden dritten Teil möchte ich nun meine gesammelten Erfahrungen mit Euch teilen.

Für die beratenden Aufgaben im SDesk sind zunächst IuK-Grundkenntnisse unabdingbar. Diese werden im Studium u.a. durch die Inhalte der Veranstaltung „Einführung in die Wirtschafstinformatik“ abgedeckt. Eine in meinen Augen aber noch wichtigere Fähigkeit ist die Sensibilierung und Kommunikationsfähigkeit mit unterschiedlichsten Kundengruppen. Als Wirtschaftsinformatiker hat man eine andere Sicht auf ein IT-Problem als besipielsweise ein Pharmaziestudent oder eine Sekretärin. Die Problemsicht seines Gegenübers zu antizipieren und die Dinge aus Kundensicht nachzuvollziehen, erweitern den eigenen Horizont und gehen meiner Meinung nach über ein Studium hinaus, indem man sich innerhalb eines bestimmten Fachkreises bewegt.

Nicht nur die verschiedensten Kundengruppen tragen dazu bei, auch die Vielfalt der verschiedenen Studiengänge, die im SDesk vertreten sind. Obwohl Informatiker, Wirtschaftsinformatiker und Informationssystemtechniker zu den naheliegendsten Studiengängen zählen und vertreten sind, zählen derzeit u.a. auch Geoökologen, Maschinenbauer und Pharmazeuten zum Team der Hiwis. Auch sie bringen einen anderen Blickwinkel auf die IT mit, lassen einen über den Tellerrand schauen und erweitern den eigenen Horizont.

Das Team der Festangestellten steht uns Hiwis bei Fragen auch unterstützend bei, wenn wir mal nicht weiter wissen. In jeder Schicht sitzt meist immer ein fester Angestellter mit im Büro.

Die anfallenden Anliegen stehen in direktem Zusammenhang mit der entsprechenden Phase eines Semesters an der Uni. Während in der vorlesungsfreien Zeit relativ wenige Studenten an uns herantreten, welche zahlenmäßig die größte Kundschaft ausmachen, so ist meist in den ersten drei Vorlesungswochen der Kundenansturm immens. Diese Wochen gestalten sich als die stressigsten Arbeitswochen im Jahr. Hier heißt es dann kühlen Kopf zu bewahren. Hat sich diese studentsiche Sturmphase gelegt, wird auch das Arbeitsklima merklich wieder entspannter. Wer nach dem Studium im direkten Kundenkontakt stehen möchte, kann im SDesk auf jeden Fall auch mal seine eigene Belastbarkeit testen lassen =)

Falls Ihr also den überwiegenden Teil des Studiums noch vor Euch habt und Interesse an einer IT-nahen Beschäftigung innerhalb der TU habt, schaut ruhig in einem unserer Standorte vorbei und hinterlegt eine Kurzbewerbung. Als Wirtschaftsinformatiker habt Ihr auf jeden Fall bessere Chancen Teil unseres Teams zu werden.


Im Dienste des IT-Dienstleisters der TU 2/3

Im ersten Teil habe ich Euch ein wenig über die Organisation des Gauß IT-Zentrums erzählt. In zweiten Teil geht es weiter mit einigen der zahlreichen Aufgaben, die die Hiwi-Tätigkeit im IT-Service Desk (kurz SDesk) mit sich bringt.

Wie der Name schon vermuten lässt, geht die Arbeit im IT-Service Desk mit dem Anbieten und Durchführen von Dienstleistungen einher =) Als studentische Hilfskraft verbringt man die Arbeitszeit im Servicebüro und betreut Kunden, die entweder persönlich vorbeischauen, anrufen oder via Mail an uns herantreten, und eine von uns angebotene Leistung in Anspruch nehmen möchten. Zur Grundausstattung zählen also ein PC, ein Telefon und ein Schreibtisch.

Die Arbeit im SDesk wird durch einige Anwendungssysteme unterstützt, die der Steuerung, Überwachung und Kontrolle des Dienstleistungsprozesses im operativen Tagesgeschäft dienen. Die vier wichtigsten software-basierten Komponenten bilden das Ticketsystem, der Druckerserver, der Druckdienstserver sowie der Datenbankserver. Jeder Servicemitarbeiter wird auf den Umgang mit diesen Komponenten geschult und greift mehrmals pro Schicht auf diese zurück.

Das zentrale Anwendungssystem, mit dem jede Servicekraft im GITZ zu tun hat, ist das sogenannte Ticketsystem. In diesem wird für jeden einzelnen Kundenfall ein Ticket eindeutiges generiert, anhand dessen der Fall dokumentiert und bearbeitet wird.

Unabhängig davon, ob eine Anfrage telefonisch, per E-Mail oder persönlich herangetragen wird, wird jeder Fall als Ticket erfasst. Daraufhin wird das Ticket bearbeitet. Je nach Aufgabe und Komplexität des Anliegens, kann das Ticket direkt durch den Ersteller bzw. Besitzer erfolgt bearbeitet werden. Einfachere Tätigkeiten, die direkt durch eine Servicekraft im SDesk ausgeführt werden können, sind z.B. das Beseitigen von Papierstaus an Druckern, das Setzen von neuen Passwörtern für die y-Nummer von Studenten oder der Verkauf von Softwareprodukten. Solche Anliegen können relativ zügig bearbeitet und das entsprechende Ticket geschlossen werden. Solcherlei Fälle machen den Großteil der Arbeit aus.

Es gibt aber auch hartnäckigere Fälle, die auf den ersten Blick nicht den Anschein machen. Da wir auch den Druckdienst an der Uni betreuen, sage ich Euch, dass einfach mal kurz ein Skript ausdrucken zur Sysiphos-Aufgabe mutieren kann. Es gibt leider einige Institute, die jedes Semester ihre (von uns liebevoll als Killerskripte bezeichneten) Vorlesungsfolien in Umlauf bringen. Diese schaffen es mal komplett ganze Drucker für einige Stunden zu beschäftigen, zum Unmut aller anderen Studenten, die vergebens auf ihre Druckaufträge (in Spitzentagen bis zu 50.000 am Tag) warten. Wir schnappen uns Studenten, die solche Skripte drucken, und schauen, mit welchen Einstellungen die Druckaufträge recht zeitnah ausgedruckt werden können, ohne die Druckerserver zu sher zu beanspruchen. Hierbei zählen sowohl technische als auch kommunikative Fähigkeiten, da jedes Skript seine Eigenart besitzt, und der Student in der Regel auch keine Zeit hat und sich schnell ärgert. Zu den aufwändigeren Aufgaben zählen das Entseuchen von virenbefallenen Studentenlaptops oder das Aufräumen des Speicherplatzes, der den Studenten in unseren zahlreichen Arbeitsplatzrechnern zur Verfügung gestellt wird. Hartnäckig können Fälle auch dann sein, wenn Personen an uns herantreten, die kaum über deutsche oder englische Sprachkenntnisse verfügen. Gemeinsam die Essenz eines Falls mit Händen und Füssen gestikulierend herauszuarbeiten, bedarf eines hohen Maßes an Kommunikationsfähigkeit.

Wenn man mit einem Problem nicht weiter weiß, so hält das Ticketsystem auch einen FAQ-Bereich parat, innerhalb dessen nahezu alle möglichen Probleme und Kundenanliegen aufgeführt und die richtigen Lösungen genannt werden. Es dauert einige Zeit, sich mit dem FAQ-Bereich zurechtzufinden, aber bietet eine wichtige Stütze bei nicht-trivialen Anliegen. Die FAQ-Beiträge sind dynamisch und können von jedem SDesk-Mitarbeiter ergänzt oder verändert werden. Somit ist jedem die Möglichkeit gegeben aktiv an der Verbesserung der Serviceprozesse mitzuwirken. Doch nicht nur durch die FAQs wird die Möglichkeit zur Verbesserung
eingeräumt: Allmonatlich wird in der Hiwi-Besprechung das Personal durch Fachbeiträge des Second-Levels geschult und anschließend über wichtige anstehende
Änderungen in Kenntnis gesetzt. In diesen Runden hat man aber auch die Möglichkeit seine Kritik oder Verbesserungsvorschläge zu äußern.

Es gibt aber auch Fälle, die nicht durch den Service Desk direkt erfolgreich bearbeitet werden können. Für solche Anfragen müssen dann so viele fallspezifische Informationen wie möglich im Ticket gesammelt werden, damit es dann zur weiteren Bearbeitung an die jeweilige Fachabteilung im Second-Level-Support geleitet werden kann. Beispiele dafür sind Netzwerkausfälle innerhalb des Campus oder Zugriffsprobleme im Prüfungsverwaltungssystem der Prüfungsämter. Fehlende Informationen sind dann durch Recherchen innerhalbn unserer Datenbank zu ergänzen.

Da das GITZ eine Menge IT-Dienstleistungen anbietet, ist eine breite Kenntnis über IT-Prozesse und Strukturen auf jeden Fall vorteilhaft. Inweifern das Studium der Wirtschafstinformatik diese Kenntnisse meienr Meinugn nach vermittelt, erfahrt Ihr im abschließenden dritten Teil…


Im Dienste des IT-Dienstleisters der TU 1/3

IT-Service Desk. Mein Name ist Markus Bucki. Guten Tag.

Vielleicht haben wir schon einmal miteinander telefoniert, als Ihr nicht wusstet, wo und wie Ihr Euch Euren Bewerberstatus auf einen Studienplatz an der TU aufrufen könnt. Oder Ihr einfach mal wissen wolltet, wie und wo Ihr Euch Windows 8 kostenlos als TU-Mitglied herunterladen könnt. Vielleicht trafen wir uns aber auch an einem unserer Standorte, weil etwas mit Eurem Ausdruck nicht ganz so geklappt hat wie gewünscht…

Wie dem auch sei. Ich arbeite neben dem Wirtschafstinformatik-Studium als studentische Hilfskraft im IT-Service Desk (kurz SDesk) des Gauß-IT-Zentrums,
dem zentralen IT-Dienstleister der TU Braunschweig. Verteilt auf derzeit noch drei, bald zwei Standorte kümmert sich das Gauß-IT-Zentrum (kurz GITZ) um alle Belange rund um Informationsverarbeitung und Kommunikationstechnologie innerhalb der TU Braunschweig, um Studenten, Forschern und Verwaltungsmitarbeitern die jenigen Ressourcen zur Verfügung zu stellen, die ein effizientes Arbeitsumfeld garantieren.

Das Dienstleistungsspektrum reicht u.a. vom Verkauf von Druckerpapier, über die ermöglichte Nutzung eines WLAN-Netzes bis hin zur Ausleihe von Kameras und Stativen, um eigene Filme kostengünstig zu verwirklichen. Dem GITZ unterliegen die vier Abteilungen Benutzerbetreuung, Server, Netze und Verwaltung, die jede für sich mit eigenen Aufgaben und Ansprechpartnern ausgestattet sind, um das recht mannigfaltige Leistungsspektrum abzudecken.

Beschäftigt werden derzeit knapp 110 Mitarbeiter, darunter 70 als festes Stammpersonal. Den Rest bilden eine kleine Gruppe von Auszubildenden und ca. 30 studentische Hilfskräfte, wie ich, die im IT-Service-Desk arbeiten und der Abteilung Benutzerbetreuung zugehören. Zum Kundenkreis zählen alle TU-Mitglieder, seien es Studenten, Instituts- oder auch Verwaltungsmitglieder. Das sind etwas mehr als 25.000 Personen. Als Dienstleister strebt das GITZ ein IT-Service Management nach der IT Infrastructure Library (kurz ITIL) an. Die Aufgabenträger im GITZ lassen sich demnach in First-Level- als auch Second-Level-Supporter gliedern. Der First-Level-Support, zu dem der SDesk zählt, fängt alle Kundenanliegen im Front-Office ab und versucht diese weitesgehend erfolgreich zu bearbeiten. Wenn ein bestimmtes Anliegen nicht durch den SDesk direkt bearbeitet werden kann, wird das Anliegen in den Second-Level weitergereicht. Dort sitzen die jeweiligen Fachkräfte, die über etwaiges Domänenwissen verfügen.

Nach dieser knappen Einführung über die Struktur des GITZ, werde ich im zweiten Teil meinen
Aufgabenbereich als Hiwi im SDesk etwas näher beleuchten.


Teil III – Aufgaben im Projektmanagement

Willkommen zu meinem letzten Blogbeitrag.

Im Mai dieses Jahres bin ich in den Bereich Fahrzeugelektronik gewechselt um dort als Projektassistenz tätig zu sein. Um mich auf meine neue Tätigkeit vorzubereiten, hatte ich die Gelegenheit an zwei Seminaren teilzunehmen. Hierzu zählen ein Scrum-Seminar, sowie ein Seminar zum Thema „Grundlagen der Kommunikation“.

Meine aktuelle Aufgabe liegt im Bereich der Prozessoptimierung für das Projektmanagementtool Jira. Jira ist ein Ticketsystem, welches Teams beim Management ihrer Arbeitsaufgaben unterstützt. Die Tickets können verschiedene Informationen beinhalten, haben einen aktuellen Status und können zudem mit Arbeitsstunden belegt werden. Jira lässt sich sehr frei konfigurieren. So ist es z.B. möglich einen gewissen Statuswechsel nur bestimmten Rollen zu erlauben – auch die verschiedenen Status und ihre Übergänge lassen sich konfigurieren. Die angezeigten Infos eines Tickets lassen sich für unterschiedliche Szenarien einstellen. Meine Aufgabe besteht darin, diese verschiedenen Konfigurationen für den Bereich Fahrzeugelektronik zu prüfen und zu optimieren. Bei Entwicklungsprojekten ist z.B. gefordert, dass vor der Freigabe (also das Ticket ist zu dem Zeitpunkt in Prüfung) eine Stundenschätzung erfolgt – dies wird jetzt durch die neuen Prozesse in Jira geprüft. Zu der Prozessoptimierung gehört auch die Evaluation von verschiedenen Plugins für Jira. Es wurde zum Beispiel gefordert, dass wir unsere gebuchten Stunden in agilen Projekten für bestimmte User ausblenden können – der Kunde soll ja schließlich nicht sehen wie lange wir tatsächlich für einen Story Point arbeiten.

Neben der Prozessoptimierung in Jira unterstütze ich auch die Auswertung von Sprints in einem Scrum-Projekt. Es sollen hierbei zum Beispiel Fragen beantwortet werden wie: „Wie viele Stunden haben wir im Sprint für einen Story Point aufgewandt“. Die Basis der Auswertung stellen hierbei die gebuchten Stunden in Jira.

In meinen bisher fast 2 Jahren innerhalb der ckc habe ich bereits viel mitgenommen. Ich konnte in der mobilen Entwicklung mitwirken, und habe jetzt die Möglichkeit Projekte aus Sicht des Managements zu verfolgen. Abseits der Arbeit konnte ich auch bei den Teamevents, wie Kart-Fahren oder Bogenschießen, neue Dinge erleben.
Neben kompetenten Kollegen, welche mir bei jeder Frage Unterstützung geboten haben, schätze ich vor allem die familiäre und freundliche Arbeitsatmosphäre innerhalb der ckc – Ganz nach dem Motto „Bauchgefühl lässt sich nicht programmieren“.

Ich kann jedem nur empfehlen neben dem Studium in einem Studiengang nahen Job zu arbeiten. Neben den Kontakten für die Zukunft, habt ihr vor allem die Chance euer wissen aus dem Studium anzuwenden und zu vertiefen.

Falls ihr Lust habt auch in einem tollen Team mitzuwirken, schaut doch einfach mal auf die Karriereseite der ckc group oder schreibt mich an.

 

Viele Grüße

Timm


Teil II – Meine Aufgaben in der ckc group

Hallo zu Teil II meiner Blogbeiträge. Im Folgenden beginne ich euch über meine Tätigkeiten innerhalb der ckc group zu berichten. Seit meinem Einstieg im Oktober 2013 war ich in zwei verschiedenen Bereichen tätig.

Meine Zeit bei der ckc habe ich im Bereich Mobile Computing begonnen. Wie vermutet wird im Mobile Computing Software für Smartphones entworfen, entwickelt und getestet. Neben kleineren Zuarbeiten habe ich im Mobile Computing vor Allem ein größeres eigenständiges Projekt für IOS verantwortet, welches ich folgend kurz vorstelle.
Die ckc infoApp hat das Ziel, Besuchern unseres Hauses und unserer Messestände, einen Einblick in das Unternehmen zu bieten. Dem Nutzer werden hierbei öffentlich zugängliche Informationen zu der ckc ansprechend präsentiert. Hierzu gehören Kennzahlen der ckc group, Standorte, News, Jobangebote, aber auch die aktuellen Ergebnisse von Eintracht Braunschweig und die Bundesligatabellen. Für die infoApp war insbesondere eine hohe Stabilität und ein ansprechendes Design sehr wichtig. Der Kunde soll zu keinem Zeitpunkt die Möglichkeit haben den Kiosk-Mode (welcher das Gerät in einer App sperrt um z.B. Missbrauch zu vermeiden) des iPads durch Bugs oder Abstürze zu verlassen.
Die App wird seit einigen Wochen im Eingangsbereich der ckc group in Braunschweig präsentiert.

Im Laufe der Zeit habe ich für mich entschieden, in den Bereich des Projektmanagements zu wechseln. Innerhalb der ckc group wurde diese Entscheidung unterstützt. Vor meinem Wechsel im Mai konnte ich mich auf die Tätigkeiten durch zwei Schulungen vorbereiten.

Im nächsten Blogbeitrag berichte ich über meinen bisherigen Tätigkeiten im Bereich Projektmanagement der Fahrzeugelektronik.


Teil I – Darf ich vorstellen…

Hallo – Ich bin Timm und studiere seit März Wirtschaftsinformatik im Master an der TU Braunschweig.
In einem 3-teiligen Blog möchte ich euch gerne von meiner Praxiszeit bei der ckc group aus Braunschweig berichten. Im ersten Teil werde ich euch die ckc group vorstellen.

Die ckc group ist ein IT-Beratungsunternehmen aus Braunschweig, welches 1989 gegründet worden ist. Rund 500 Mitarbeiter arbeiten in ganz Deutschland, neben Braunschweig gehören Berlin, Darmstadt, Dortmund, Hamburg, Wolfsburg, Ingolstadt und München zu den Standorten der ckc group. Die Kernkompetenzen liegen im Bereich der IT – Managementberatung, individuelle Software-Entwicklung und Application Services für IT-Systeme. Die Branchen Automobilindustrie, sowie deren Zulieferer, Banken, Versicherungen, Luft- und Raumfahrt, Retail und Transport und Logistik zählen zu den Kunden der ckc group. Wie ihr seht, ist das Spektrum innerhalb der ckc group weit gefächert.

Ich bin seit Oktober 2013 im Standort Braunschweig für die ckc tätig. Im Anschluss an mein Praxissemester in der App Factory der Volkswagen AG habe ich die Chance erhalten, für die ckc group tätig zu werden. Neben der Finanzierung meines Studiums spielte das Sammeln von Berufserfahrung und das Knüpfen von Kontakte in der Arbeitswelt eine große Rolle bei meiner Entscheidung.

Über meine bisherigen Tätigkeiten berichte ich in meinem nächsten Blogbeitrag.


Mein Job bei Volkswagen Financial Services – Teil 3

Hallo zum dritten und letzten Teil meines Erfahrungsberichtes über meinen Job. Heute möchte ich euch einiges zu den Erfahrungen und Eindrücken erzählen, die ich in meinem bisher kurzen aber intensiven Arbeitsleben sammeln konnte.

Persönlich finde ich die Arbeit in einem großen Unternehmen wie der Volkswagen Financial Services sehr spannend. Besonders in der IT gestaltet sich das Aufgabenspektrum sehr vielfältig. Softwareaffine können in die Entwicklung gehen oder wie ich zum Beispiel in den Betrieb und eine der zahlreichen Aufgaben erledigen. Je nach persönlichen Vorlieben ist auch ein Wechsel in eine der zahlreichen Fachabteilungen möglich. Dort kann man die IT aus Sicht des Fachbereiches steuern und weiter entwickeln. Leider bringt die Größe und Vielzahl der Aufgaben jedoch auch einige Nachteile mit sich. So sind Veränderungen und Innovation aufgrund der Komplexität nur langsam realisierbar. Zusätzlich ist man sehr abgegrenzt in seinem eigenen Themengebiet unterwegs. Dies bedeutet jedoch nicht das es an Dynamik fehlt.

Besonders erwähnenswert ist es nämlich, dass ich bereits während meines Studiums die Inhalte die ich theoretisch erfahre in der Praxis erproben kann. So kann ich die Vorlesung „Cloud Computing“ direkt in meine Arbeit im Rechenzentrum mit einfließen lassen. Das ermöglicht mir und der Firma von neuen Entwicklungen frühzeitig zu profitieren.

Hierbei spielt es auch eine wichtige Rolle für mich, Erfahrungen im internationalen Umfeld sammeln zu können. Die Arbeit mit Projektteams aus aller Welt mit ihren unterschiedlichen Vorgehensweisen und Ansichten bringt mich persönlich sehr voran. Die Art und Weise wie ich gewissen Problemen nun begegne, hat sich geändert. Nicht immer sind die eigenen Ansätze die besten und Input von fremden Kulturen ist sehr lehrreich.

Ich kann für mich persönlich sagen das ich mit meiner Studiengangswahl und der damit verbundenen Berufslaufbahn sehr zufrieden bin. Jederzeit würde ich mich wieder so entscheiden. Die Möglichkeiten die sich einem bieten sind sehr zahlreich und an Perspektiven hinsichtlich einer späteren Karriere mangelt es keinesfalls. Mit meiner kleinen Blogserie habe ich euch hoffentlich einen guten Einblick in die Berufswelt eines Wirtschaftsinformatikers geben können. Wenn ihr weitere Fragen an mich habt, könnt ihr euch jederzeit bei mir melden.

Viele Grüße und Danke fürs Lesen

Alexander


Mein Job bei Volkswagen Financial Services – Teil 2

Nachdem ich in meinem letzten Post meinen Arbeitgeber und mich kurz vorgestellt habe möchte ich euch heute von meinen eigentlichen Aufgaben berichten. Im Kontext der Rechenzentren bin ich für vielfältige Dinge verantwortlich. Mein Job ist es dabei nicht Server in Racks zu verbauen oder Netzwerkverbindungen zu ziehen. Vielmehr stellen mein Team und ich die nötigen Voraussetzungen her, um ein Rechenzentrum betreiben zu können. Dies fängt an mit der Auswahl des richtigen Standortes, geht über die Stromversorgung und Klimatisierung bis hin zur „Innenaustattung“ wie Racks und Schaltanlagen. Diese sehr grundlegenden Tätigkeiten beinhaltet auch die Gestaltung und Überwachung sämtlicher Prozesse die ein Rechenzentrum am Leben halten. Eine meiner Aufgaben besteht darin, Zutritte zum Rechenzentrum zu regeln. Ein Rechenzentrum ist natürlich ein besonders gesicherter Hochsicherheitsbereich in den nicht jeder rein soll. Daher prüft mein Team, ob ein angeforderter Zutritt wirklich notwendig ist oder ob nicht eine Lösung per Remote gefunden werden kann. Um den Zutritt weiter zu erschweren, werden spezielle Biometrie Zutrittsanlagen verwendet. Auch der Brandschutz ist ein wichtiges Thema. Da die Rechenzentren im Falle eines Brandes nicht mit Wasser gelöscht werden können, sind zum Brandschutz spezielle Argon Gas Löschanlagen im Einsatz. Die Organisation und Durchführung entsprechender Schulungen zum sind ebenfalls Teil meines Aufgabengebietes.

Die größte Herausforderung im Betrieb eines Rechenzentrums in der Finanzwelt sind die Anforderung die der Gesetzesgeber stellt. Als systemkritische Bank müssen ganz besonders strenge Auflagen erfüllt. Systemkritisch bedeutet das es bei einem Ausfall der Bank bzw. des Finanzinstitutes zu erheblichen Störungen innerhalb der Finanz- und Wirtschaftswelt kommt. Ein gutes Beispiel ist die Pleite von Lehman Brothers 2008. Die Folgen waren eine Wirtschaftskrise dessen Folgen bis heute noch zu spüren sind. Solch ein Ausfall kann bereits passieren, wenn die Geschäftsprozesse für eine gewisse Zeit nicht mehr abgewickelt werden können. Da nahezu alle Geschäftsprozesse auf IT Unterstützung setzten, hat der Ausfall der selbigen enorme Auswirkungen. Daher werden durch die Bundestanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hohe Anforderungen an die Ausfallsicherheit der Rechenzentren gestellt, die es zu erfüllen gilt. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Redundanz der Rechenzentren sowie der Infrastruktur (Strom, Klima etc.).

Wie ich bereits erwähnt habe, bin ich hauptverantwortlich für unsere Landesgesellschaften zuständig. Das bedeutet das ich im wesentlichen Unterstützung leiste in der Erfüllung der durch die BaFin gestellten Anforderungen. Diese werden an die Tochtergesellschaften im Ausland weiter vererbt. Im Rahmen von regelmäßig stattfindenden Reviews in den Landesgesellschaften fliege ich vor Ort und prüfe die Rechenzentren auf Herz und Nieren. Nach dem Besuch vor Ort verfasse ich einen Auflagenbericht der durch die Landesgesellschaften abgearbeitet werden muss. Dabei leiste ich Unterstützung in Form von Fachwissen und Projektmitarbeit. Aktuell begleite ich beispielsweise zwei größere Projekte in unserer Niederlassung in Paris und Dublin.

Das  ist zwar neben dem Studium sehr anstregend, lohnt sich aber aufgrund der gemachten Erfahrungen ungemein. Von meinen persönlichen Eindrücken und Erfahrungen erzähle ich euch beim nächsten mal. Bis dahin