Wirtschaftsinformatik in der Praxis

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Werkstudententätigkeit bei der Volkswagen Financial Services AG als Softwaretester (Teil 1)

Während meines Bachelorstudiums habe ich zwei Jahre als Softwaretester bei der Volkswagen FS AG gearbeitet und konnte dabei sehr viele neue Erfahrungen durchleben die ich im Studium selbst nie erlebt hätte. Da es hier schon einige Berichte über die VW FS AG gab, werde ich nicht näher auf das Unternehmen selbst eingehen, sondern über meine Erfahrungen berichten.
Im ersten Beitrag möchte ich auf den Einstieg eingehen da mir dieser noch sehr gut in Erinnerung vorliegt. Es fing damit an, dass ein Bekannter der zu dem Zeitpunkt bereits als Softwaretester dort gearbeitet hat mich darauf hingewiesen hat, dass neue Mitarbeiter gesucht werden. Daraufhin habe ich meine Bewerbungsunterlagen hingeschickt und wurde dann prompt zu meinem ersten Bewerbungsgespräch eingeladen. Da es mein erstes überhaupt war, war ich natürlich höchst angespannt und nervös. Anwesend waren die zwei für das Projekt verantwortlichen Personen. Nach einigem hin und her und einigen freundlichen Fragen beiderseits war es auch schon vorbei und ich hatte den Job. Einige Tage später habe ich mich dann auf den Weg zur Personalabteilung gemacht um alle Einzelheiten des Arbeitsvertrages und des Beschäftigungsverhältnisses durchzugehen und zu besprechen. Nachdem das alles geklärt war und ich mir den Werksausweis abgeholt hatte konnte ich mich zu meinem ersten Arbeitstag auf den Weg machen.
Da das VW-Gelände und auch die Gebäude selbst sehr groß und weitläufig sind, kommt man sich beim ersten mal sehr fehl am Platz und verloren vor, daran gewöhnt man sich aber innerhalb kürzester Zeit.

Das wärs dann fürs erste, im nächsten Beitrag werde ich auf meine eigentliche Tätigkeit eingehen.


Werkstudent bei der fme AG – Teil 1

Nach meinem erfolgreich abgeschlossenen Bachelorstudium habe ich mich für ein Masterstudium an der Technischen Universität Braunschweig entschlossen. Bereits während des Bachelorstudiums habe ich viel praktische Erfahrung gesammelt und meine theoretischen Kenntnisse in der Praxis angewendet. Daher kam es mir gelegen, dass ich nach meiner Bachelorthesis als Werkstudent bei der fme AG arbeiten konnte.

Die fme AG mit Sitz in Braunschweig ist ein Dienstleistungsunternehmen im Markt für Informationstechnologie. Gegründet wurde das Unternehmen 1995 von Frank Mittelstädt und Michael Engelen. Neben dem Hauptsitz in Braunschweig hat die fme AG Büros an den Standorten München, Düsseldorf, Frankfurt am Main und Köln. Weltweit beschäftig die fme AG ca. 150 Mitarbeiter, davon sind 130 Mitarbeiter in Deutschland tätig. Die Beratungsschwerpunkte liegen auf dem Enterprise Content Management, Business Intelligence und Product-Lifecycle-Management-Technologien in der Life Science und der industriellen Fertigung.

Während meiner Werkstudententätigkeit habe ich grundsätzlich zwei Aufgaben. Zum einem kümmere ich mich um die Rekonstruierung und Erweiterung des internen KPI Dashboards. Zum anderen übernehme ich interne administrative Aufgaben.

Da ich zu Beginn meiner Tätigkeit bereits im Umgang mit Qlikview vertraut war und Business Intelligence Vorkenntnisse hatte, wurde ich mit der Aufgabe vertraut das interne KPI Dashboard weiter zu entwickeln. Neue Anforderungen mussten gesammelt und konsolediert werden. Außerdem musste ich mich mit den verschiedenen Daten und den sich daraus ergebenden Key Performance Indikators (KPIs) befassen. KPIs sind ausgewählte Kennzahlen, die kritische Erfolgsfaktoren einer Organisation darstellen. Anhand dieser kann man den Fortschritt hinsichtlich wichtiger Zielsetzungen in einem Unternehmen erkennen und Handlungsmaßnahmen ableiten.

Hauptsächlich ist es meine Aufgabe die verschiedenen Datenquellen des Unternehmens in einem Datenmodell zusammen zufassen und den heterogenen Datenbestand so zu vereinheitlichen, dass man daraus entscheidungsrelevante Kennzahlen berechnen kann. Anschließend müssen die Daten visuelle ansprechend dargestellt werden.

Im zweiten Teil gehe ich näher auf die Umsetzung und Arbeit mit Qlikview ein.

Viel Grüße

Peter


Revolution im Hochschul-Support – dritter Eintrag

Um dieses System für die Abteilung interessant zu machen, suchte ich mir zunächst einzelne Unterstützer, … die geheimen Prozessoptimierer, … die Undercover-Rebellen des Informationsmanagements. Als ich davon zwei gefunden hatte, setze ich einen Prototyp auf, den ich dann noch weiteren Kollegen und letztendlich der Abteilungsleitung selbst präsentierte. Und auch wenn hier die Vorteile ganz klar auf der Hand lagen, bestanden Befürchtungen auf der anderen Seite: Zum einen die Transparenz – dass jeder sehen kann, was der andere macht. Und zum anderen die Messbarkeit – dass also auch ersichtlich ist, wer wieviel gemacht hat (auch in Hinblick auf Human Resources). Hier zu überzeugen hat viel Anstrengung gekostet. Der Paradigmenwechsel hin zu offenen und vernetzten Organisationen ist halt noch nicht überall vollständig ausgeprägt. Nichtsdestotrotz wurde das System für den Teilbereich Studierende produktiv geschaltet und eingesetzt – zur großen Freude einiger Mitarbeiter.

Darüber hinaus gab es noch weitere Organisationseinheiten der Hochschule, die eine Art Support betrieben und an der Nutzung des neuen Systems interessiert waren. Letztendlich hat sich mein Hauptaufgabenbereich über einen Zeitraum gewandelt und ich war zunehmend damit beschäftigt, Schulungen in unterschiedlichen Abteilungen der Hochschule zu erteilen. Und während des Schulens ist mir immer wieder eines bewusst geworden: Begeisterung und Vertrauen sind die Schlüssel zum Erfolg. Wenn man die Schulungsteilnehmer für etwas begeistern und von der Sache überzeugen kann, fällt den Teilnehmern das Erlernen sehr viel leichter und das Arbeiten mit dem System macht gleich mehr Spaß.

Ich freue mich darüber, die Hochschule „nicht nur“ mit einem Bachelor verlassen zu haben, sondern gleich die theoretisch erlernten Fähigkeiten des Wirtschaftsinformatikers an der Organisation selbst ausgeübt und angewendet zu haben. Hierzu gehörte die System- und Prozessanalyse, eine Systemsauswahl, das Vorstellen und Präsentieren, das Überzeugen, die Produkteinführung, das Begleiten und Schulen von Mitarbeitern und ein kontinuierlicher diplomatischer Einsatz zur Lösung der politischen Aspekte.


Praktikum bei der Continental Reifen Deutschland GmbH Teil III

Mein Praktikum bei der Continental Reifen Deutschland GmbH habe ich als sehr lehrreich empfunden. Durch die unterschiedlichen Tätigkeiten konnte ich mich in vielen Bereichen weiterbilden. Speziell die Makroentwicklung ermöglichte es mir dabei an interessanten Projekten mitzuwirken. Dabei erhielt ich die Möglichkeit sowie das Vertrauen diese selbstständig durchzuführen. So wurde einem nicht das Gefühl eines Praktikanten, sondern viel mehr das eines festen Mitarbeiters vermittelt. Ob ein wöchentlicher Jour fixe der Abteilung oder unterschiedliche Projektmeetings, man wurde immer eingeladen und durfte seine Meinung ohne Bedenken äußern. Des Weiteren lernte ich während meines Praktikums viele nette und hilfsbereite Menschen aus unterschiedlichen Ländern kennen. Neben dem Einblick in andere Kulturen konnte ich während der Zeit viel an meinen Englischkenntnissen arbeiten. Insgesamt blicke ich auf eine tolle und spannende Zeit als Praktikant bei der Continental Reifen Deutschland GmbH im Bereich Marketing Communications & eBusiness zurück und kann nur jedem empfehlen während seines Studiums eigene praktische Erfahrungen zu sammeln.

Beste Grüße

Eugen


Werkstudent bei Bosch – Teil 2: Excel, Excel, Excel

Was lernt man im Studium? Und was davon braucht man wirklich?

Jeder Student würde diese Fragen vermutlich anders beantworten. Meiner Meinung nach lernt man im Studium sehr viel Unnötiges. Nur einen Bruchteil wird man je in der Praxis brauchen. Jedoch lernt man auch – wie man lernt. Dieser Punkt ist besonders wichtig, da man sich i.d.R. immer erst am Arbeitsplatz das Wissen aneignet, dass man für die täglichen Aufgaben benötigt.

Man kann nicht über jedes Themengebiet Bescheid wissen und man kann nicht jedes Programm von vornherein beherrschen. Jedoch macht man immer wieder die Erfahrung, dass man sagen kann ,,Davon habe ich schon einmal im Studium gehört.“ oder ,,Das kenn ich. Da kann ich mich einarbeiten.“.

Ich konnte die Erfahrung sammeln, dass jeder von einem Wirtschaftsinformatiker erwartet, dass er besonders IT-affin ist. Wenn etwas auch nur ansatzweise mit Informatik zu tun hat, wird erwartet, dass man Ahnung davon hat. Mit dem MS Office-Paket sollte man im Schlaf umgehen können und SAP sollte kein Fremdwort sein. Schade nur, dass man im gesamten Bachelor-Studium an der TU Braunschweig sehr wenig bis gar nicht mit Access, Excel oder SAP zu tun hat. Ohne Excel kommt man im Büro jedoch nicht aus. Sich den Umgang mit Pivottabellen, SVerweisen und Filtern zuhause selbst anzueignen scheint nützlicher als manch eine Vorlesung.

Eines der wichtigsten Werkzeuge, das ich bei meiner Arbeit gebrauche, ist das BI-Tool DeltaMaster. Regelmäßig benutze ich das Programm, um mir gewünschte Daten aus dem System zu ziehen. Mit diesen Daten baue ich dann verschiedenste Berichte zu Umsätzen, Stückzahlen und anderen Fakten zusammen.

Slicing, Dicing, Drill-Down, Drill-Up.

Daten werden zurechtgeschnitten oder auf einem anderen Detaillierungsgrad betrachtet. Hier beispielsweise waren mir die Studieninhalte eine große Hilfe. Ich fand mich schnell zurecht und konnte hier und da mit meinem Fachwissen glänzen.

Weiter geht es im dritten Teil und hier gelangt ihr zurück zum ersten Teil.

Viele Grüße

Ferhat Cinar


Software in sicherheitsrelevanten Systemen – Eine Werkstudententätigkeit bei Siemens (Teil 3)

Ich hoffe, ihr habt die Weihnachtsfeiertage auch gut überstanden. Bevor das Weihnachtsfest mit der Familie stattfand, habe ich noch mit Arbeitskollegen den Weihnachtsmarkt aufgesucht. Ich finde es immer sehr angenehm, wenn mich die Abteilung, für die ich arbeite, auch zu solchen oder ähnlichen Anlässen mit einlädt. Da fühlt man sich gleich noch mehr aufgenommen.

Meine Werkstudententätigkeit ist nun fast abgeschlossen und ich kann in absehbarer Zeit meine anschließenden Aufgaben für die Masterarbeit in Angriff nehmen.

Was ich da genau machen werde? Nun, die Siemens AG in Braunschweig entwickelt u.a. Software-Produkte für die Deutsche Bahn AG. Diese Produkte müssen ständig nach strengen Sicherheitskriterien überprüft werden, bevor sie produktiv eingesetzt werden dürfen. Dafür steht eine Vielzahl an Analysemöglichkeiten zur Verfügung, wie z.B. FMEA-Analyse (also welchen Effekt hat der Ausfall einer bestimmten Hardware-Komponente) und dergleichen. Diese Analysen müssen die Mitarbeiter meiner Abteilung bisher immer von Hand durchführen. Daher kam es zu der Idee, solche Analysen in Zukunft modellbasiert abzuwickeln anhand eines Systemmodells, welches der Designer des Software-Produkts in einem Tool einpflegen kann.

Und daher wird meine Aufgabenstellung sein, ein Metamodell zu entwickeln, welches Notationselemente definiert und welche der Designer wiederum dann nutzen kann, um sein Software-Produkt aus RAM-Sicht abzubilden. Diese Metamodell muss natürlich so strukturiert sein, dass darauf aufbauende Sicherheitsanalysen durchgeführt werden können.

Es liegt also noch viel Arbeit vor mir, aber es macht mir großen Spaß. Ich hoffe, euch haben meine Beiträge gefallen und ich konnte euch meinen Weg von der Vorlesung über eine Werkstudentenstelle bis hin zu einem Thema für die Masterarbeit schmackhaft machen.

 

Viele liebe Grüße

 

Tino Neudeck


Arbeiten für ein US-amerikanisches Unternehmen, Teil 3

Abschließend zu meinen vorherigen Blogeinträgen Teil 1 und Teil 2, möchte ich nun über meine Praxiserfahrung berichten.

Ich bin schon mehr als ein halbes Jahr im Unternehmen WABCO Vehicle Control Systems und habe schon eine ganze Menge neues dazugelernt und kennengelernt. Die Atmosphäre während meiner Tätigkeit war sehr freundlich, locker und die Kollegen waren immer super hilfsbereit. Zu den multikulturellen Erfahrungen, die man durch das Zusammenarbeiten mit Menschen aus so vielen verschiedenen Kulturen macht, kam auch jede Menge Spaß hinzu. Von Anfang an wurde ich voll ins Team aufgenommen und fühle mich dort immer noch sehr wohl. Durch sehr flachen Hierarchiestrukturen bei WABCO konnte ich an Meetings mit „Vice Presidents“ sowie dem CEO teilnehmen und dadurch viel über Teamleitung und Verhandlungsstrategien lernen.

Mir haben die Veranstaltungen „Produktion und Logistik“, „Allgemeines Projektmanagement“ sowie „Geschäftsprozessmanagement“ die nötigen Grundlagen für die Tätigkeit geliefert. Das Arbeiten mit ERP Systemen in der betrieblichen Praxis war zudem eine sinnvolle Ergänzung zur Veranstaltung „ERP-Systeme“.

Ich kann jedem Studenten nur empfehlen, außerhalb des theoretischen Studiums, Praxiserfahrungen im Unternehmen zu sammeln, interessante Kontakte zu knüpfen und sich somit auch persönlich weiterzuentwickeln. Während der Zeit lernt man sehr viel Wertvolles dazu und kann so sein erlerntes Wissen weiter ausbauen. Meine Erwartungen haben sich bestätigt und ich kann nur jedem empfehlen sich bei der WABCO CAREERS zu bewerben.

If someday they say of me that in my work I have contributed something to the welfare
and happiness of my fellow man, I shall be satisfied. — George Westinghouse (Gründer der WABCO GmbH)

Viele Grüße,

Leyla Keser


Praktikum bei SIEKE-NET UG als Softwareentwickler/Programmierer – Teil 1

Ich möchte hier nun über mein Praktikum bei SIEKE-NET UG berichten. Zunächst werde ich ein paar Worte über die Organisation an sich verlieren, bevor ich über meine eigentliche Tätigkeit dort und persönliche Erfahrungen berichte.

Die 1990 gegründete Unternehmergesellschaft SIEKE-NET UG ist ein kreatives Engineering-Unternehmen, das sich neben den klassischen IT-Einsatzgebieten wie EDV mit Hard- und Software, Programmierung und Netzwerkinstallation oder die Websiteerstellung auch mit privater und individueller Kundenbetreuung sowie individueller Softwareentwicklung auseinandersetzt. So kommt es nicht selten vor, dass im Rahmen eines Projektes für einen Kunden noch unerforschte Wege zur Erreichung des Ziels gegangen werden müssen. Genau diese Tatsache macht einen Beruf in diesem Gebiet auch so ungemein spannend; jedes neue Projekt ist ein Einzelfall – des Öfteren geht es um Pilotprojekte oder Prototypen, die für den Ernstfall getestet werden sollen – bedarf detaillierter Planung und birgt seine ganz eigenen Herausforderungen. Die 24-jährige Erfahrung, die in diesem Zuge nicht nur in Deutschland oder Europa, sondern auch im US-amerikanischen und asiatischen Raum gewonnen wurde, sowie die langjährige Zusammenarbeit mit der Automobilindustrie zur Entwicklung von Automatisierungslösungen haben hier entscheidend zum Erfolg beigetragen.

Das Projekt, an dem ich im Rahmen meines Praktikums beteiligt war, war eben so ein Pilotprojekt. Und ich mitten drin. Toll, oder? Näheres dazu soll es im nächsten Teil von mir geben.

 


Revolution im Hochschul-Support – zweiter Eintrag

Mein erster Blog-Eintrag endete damit, dass ich mir das IT-Support-System der ZBRV genauer ansehen wollte. Aus meiner Prozessanalyse ging Folgendes hervor: Wenn der Kunde, sei es ein Studierender oder Hochschulmitarbeiter, ein technisches Problem hat, so kann er eine E-Mail an die ZBRV senden, in der er das Problem beschreibt. Kommt eine solche E-Mail in der Abteilung an, so wird sie an alle(!) Mitarbeiter persönlich weitergeleitet und jeder Mitarbeiter kann sich jedem Problem annehmen. Also getreu dem Motto: „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst!“… oder wer halt zuletzt kommt, mahlt gar nix mehr, oder vielleicht mahlen wir auch alle gleichzeitig, weil keiner weiß, was der andere macht. Zudem gibt es ja vielleicht auch Aufgaben, die keiner mag oder die alle toll finden? Ich glaube man kann sich ausmalen (haha, diesmal ohne „h“), wo das hinführt.

Aus der freien Marktwirtschaft bzw. meiner Berufsausbildung sind mir für den Support sogenannte Ticket-Systeme bekannt. Ein Ticket-System ist ein Web-CMS, welches die strukturierte Verwaltung von Support-Anfragen ermöglicht. Was bedeutet das im Klartext? Richtig, jeder sieht woran der andere gerade arbeitet! Kommt eine Support-Anfrage per E-Mail in das System wird sie in ein sogenanntes Ticket verwandelt und liegt ein einem Pool, einer sogenannten Queue, für alle Mitarbeiter bereit. Dieses Ticket kann sich dann ein Mitarbeiter zur Bearbeitung „schnappen“ und in die eigene Queue entführen. Somit kann jeder Mitarbeiter sehen, wer woran arbeitet. Ja, das System bringt also auch Transparenz mit sich, was sich noch als kleines Politikum entpuppen sollte…


Praktikum als studentischer Mitarbeiter bei der Volkswagen Financial Services AG (Teil 3)

Nach Teil 2, geht es nun weiter:

Persönliche/Soziale Erfahrungen:

Alle Mitarbeiter mit denen ich im Laufe der Zeit zu tun hatte, waren stets freundlich und offen, wenn Fragen meinerseits auftraten. Wichtig zu erwähnen ist, dass man stets viel nachhaken und auf die entsprechenden Fachleute aktiv zugehen sollte wenn Fragen auftreten, damit ihr und schließlich auch eure Arbeit/Projekt den geplanten Zeitplan einhalten kann. Ein offenes und aktives Aufeinanderzugehen wird vorausgesetzt.

Anfangs dauerte es einige Zeit, bis ich mich an die Arbeitsweisen und Vorgänge gewöhnt habe, denn Theorie und Praxis liegen dann doch oft nicht ganz so oft beisammen. Auch wenn man wie ich innerhalb des Bachelorstudiums semesterweise Software-Abschlussprojekte im Team bearbeitet hat, muss man aber hier bedenken, dass es in solch einem Unternehmen keine „3-Mann-Projekte“ gibt, wie sie bei unseren Softwareprojekten an der Uni stattfinden. Daher ist ein strukturiertes Vorgehen nach den jeweiligen abteilungsinternen Standards wichtig und nötig ist, um Jahre später oder bei Wechsel von Fachpersonal das entsprechende Wissen zu konservieren!

Arbeitsatmosphäre:

An was ich mich jedoch auch nach mehreren Monaten nicht gewöhnen konnte und mir negativ auffiel, waren die Großraumbüros, die gerade in den Neubauten sehr verbreitet sind. Es ist nicht sehr einfach sich in einem 40-60 Mann Büro auf seine Aufgabe zu konzentrieren, wenn stets Leute durch die Gänge marschieren, Telefonate geführt oder Tische elektrisch verstellt werden und es kaum oder gar keine Trennwände gibt (je nach Abteilung). Dazu wird die Luft bei solch einer Menschenmenge schnell mal stickig und es muss (eher: sollte) öfter gelüftet werden. Es war also eine mehr oder weniger eine innere Unruhe/Ablenkung vorhanden. Dagegen war der zwischenzeitlich kurzzeitige Aufenthalt meinerseits in einem 2-Mann-Büro sehr konzentrationsfördernd. Ich denke, dass man hier an dieser Stelle noch einiges optimieren kann und sollte.

Dies betrifft jedoch, wie ich eingangs erwähnte, nur die räumliche Struktur der Arbeitsatmosphäre. Die Zusammenarbeit als Praktikant/studentischer Mitarbeiter mit allen Mitarbeitern und Vorgesetzten war stets durch Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft geprägt.

Zeiten

Die Arbeitszeiten waren sehr flexibel und man konnte die Stundenanzahl und Arbeitstage dynamisch, mit vorheriger abteilungsinterner Rücksprache, durch die Personalabteilung anpassen lassen.

Das Essen

Ein kleines Highlight sind die Kantinen (Ich war immer in der am Käferweg)! Es gibt eine sehr große Auswahl an Essen, Salaten und Sonstigem. Hier sollte wirklich für jeden etwas dabei sein, das Essen schmeckte stets sehr gut. Natürlich darf auch die VW-Currywurst nicht fehlen ;-).

Fazit:

Die Erfahrungen die ich in den 10 Monaten sammeln konnte, haben mir doch einen detaillierten Einblick in solch ein Unternehmen und die Strukturen dahinter gezeigt und mich davon überzeugt, gerne auch meine kommende Masterarbeit bei der VWFS schreiben zu wollen, sofern das Thema dies erlaubt 😉

Jacob