Wirtschaftsinformatik in der Praxis

Wirtschaftsinformatik in der Praxis |

Werkstudent bei der Siemens Mobility GmbH [2/3]

Hallo zusammen,

in diesem Beitrag möchte ich euch einen genaueren Einblick in meine konkreten Aufgaben und Projekte während meiner Werkstudententätigkeit geben.

Ein zentraler Bestandteil meiner Arbeit ist die Entwicklung und Pflege von Datenmodellen in Snowflake. Diese bilden die Grundlage für verschiedene Auswertungen und Reports, die anschließend in Power BI visualisiert werden. Die zugrunde liegenden Daten stammen dabei vor allem aus dem ERP-System SAP. Deshalb ist es wichtig, die fachlichen Prozesse und Datenstrukturen zu verstehen, ein fachlich und semantisch sinnvolles Datenmodell zu entwickeln und frühzeitig zu klären, welche Inhalte am Ende im Dashboard dargestellt werden sollen. Dabei geht es nicht nur darum, Daten technisch korrekt bereitzustellen, sondern sie auch so aufzubereiten, dass sie für die jeweiligen Fachbereiche sinnvoll nutzbar sind. Dafür ist der enge Austausch mit den Personen wichtig, die mit den Dashboards arbeiten und die Daten für ihre täglichen Aufgaben benötigen. Damit die Daten aus SAP für Analysen und Dashboards genutzt werden können, müssen sie zunächst in geeigneter Form aufbereitet und weiterverarbeitet werden. Hierfür kommt der ETL-Prozess zum Einsatz. ETL steht für Extract, Transform, Load und beschreibt den Prozess, bei dem Daten aus Quellsystemen wie SAP entnommen, in Snowflake aufbereitet und anschließend für Analysen und Visualisierungen in BI-Tools genutzt werden.

Ein weiteres wichtiges Thema meiner Werkstudententätigkeit ist neben der Weiterentwicklung bestehender Datenmodelle auch die Entwicklung neuer Datenmodelle. Mein zentraler Arbeitsschwerpunkt lag jedoch in den vergangenen Monaten auf der Migration von Qlik zu Power BI. Gemeinsam mit meinem Team habe ich daran gearbeitet, bestehende Qlik-Anwendungen, Arbeitsblätter und Datenstrukturen in die neue Umgebung zu überführen. Dabei wurden einzelne Inhalte auch nach Snowflake verlagert und in bestimmten Bereichen optimiert. Da Qlik und Power BI zwei unterschiedliche Business-Intelligence-Tools sind, mussten Funktionsweisen, Logiken und Darstellungsformen zum Teil deutlich angepasst werden.

Neben der eigentlichen Dashboard-Entwicklung gehört auch die Unterstützung von Kolleginnen und Kollegen aus anderen Abteilungen zu meinen Aufgaben. Wenn Daten für Auswertungen, Präsentationen oder Analysen benötigt werden, stelle ich diese entweder direkt bereit oder unterstütze bei der Strukturierung und Nutzung der Daten. Dadurch habe ich regelmäßig Kontakt zu unterschiedlichen Fachbereichen und bekomme ein gutes Verständnis dafür, welche Anforderungen in der Praxis an Daten und BI-Lösungen gestellt werden.

Insgesamt ist meine Tätigkeit eine gute Mischung aus technischer Arbeit an Datenmodellen und BI-Tools sowie der Zusammenarbeit mit den Fachbereichen, um datenbasierte Entscheidungen im Unternehmen zu unterstützen.


Werkstudent bei der Siemens Mobility GmbH [1/3]

Hallo zusammen,

mein Name ist Pascal und ich studiere Wirtschaftsinformatik im Master. Neben meinem Studium bin ich nun seit zwei Jahren als Werkstudent im Bereich Data Engineering und Data Analysis bei der Siemens Mobility GmbH tätig. In den folgenden Blogbeiträgen möchte ich euch einen Einblick in meine Aufgaben, meine Projekte sowie meine praktischen Erfahrungen geben.

Da Siemens gefühlt in sehr vielen Bereichen tätig ist, hier noch einmal eine kleine Einordnung: Die Siemens Mobility GmbH gehört zur Siemens AG und ist auf Lösungen für den Schienenverkehr spezialisiert. Neben digitalen Anwendungen und Software entwickelt und produziert das Unternehmen vor allem Komponenten, Systeme und Schienenfahrzeuge. Dazu gehören beispielsweise Relais, Schaltschränke und Balisen, die für einen sicheren und zuverlässigen Bahnverkehr sorgen. Gleichzeitig spielen Themen wie Digitalisierung und Automatisierung eine immer wichtigere Rolle. Das Ziel von Siemens Mobility ist es, nachhaltige, sichere und effiziente Lösungen zu entwickeln, um die Mobilität von Menschen und den Transport von Gütern auf der Schiene zu verbessern.

Mein Arbeitsort ist der Standort Braunschweig, der durch seine direkte Lage am Hauptbahnhof gut angebunden ist und insgesamt rund 4.400 Mitarbeitende beschäftigt. Ich selbst bin in einem kleinen Team im Bereich der Digitalisierung und Automatisierung von Abläufen im Order Management und in der Business Administration tätig. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Nutzung von Business-Intelligence-Lösungen, um Daten aus unterschiedlichen Systemen auszuwerten, transparent darzustellen und für Entscheidungen nutzbar zu machen. In diesem Kontext spielen BI-Tools wie Power BI und Qlik, das ERP-System SAP sowie Datenplattformen wie Snowflake eine zentrale Rolle. Neben der Entwicklung dieser Lösungen ist auch der bereichsübergreifende Austausch ein wichtiger Teil meiner Arbeit, da ich regelmäßig mit Kolleginnen und Kollegen zusammenarbeite, die die Dashboards nutzen, mit Daten arbeiten oder Anforderungen aus ihren jeweiligen Bereichen einbringen.

Konkreter dazu im nächsten Blog mehr.


Praktikum: Mein Start bei Volkswagen Financial Services 3/3

Nach dem freiwilligen Praktikum durfte ich mein Pflichtpraktikum direkt anschließen. Die zusätzliche Zeit ermöglichte mir, noch tiefer in die Materie einzusteigen, Verantwortung zu übernehmen und meine Rolle im Projekt IRMA weiter auszubauen. Ich habe nicht nur fachlich viel gelernt, sondern auch persönlich enorm profitiert: Mein Selbstbewusstsein ist gewachsen, meine Kommunikationsfähigkeit wurde geschärft und mein Verständnis für unternehmensinterne Prozesse hat sich deutlich vertieft.

Besonders hervorheben möchte ich das Arbeitsklima bei VWFS. Die Kolleginnen und Kollegen waren nicht nur fachlich kompetent, sondern auch menschlich großartig. Ich habe mich jederzeit wertgeschätzt und unterstützt gefühlt. Auch meine Mitpraktikantin Andrea war über die gesamte Zeit hinweg eine wichtige Stütze und Inspirationsquelle. Gemeinsam haben wir Herausforderungen gemeistert und Erfolge gefeiert.

Abschließend kann ich sagen: Mein Praktikum bei VWFS war eine der prägendsten Stationen meiner bisherigen Laufbahn. Ich bin dankbar für die Chance, Teil dieses Unternehmens gewesen zu sein, und kann VWFS als Arbeitgeber uneingeschränkt empfehlen. Die Kombination aus fachlicher Tiefe, kollegialem Miteinander und echter Entwicklungsperspektive macht VWFS zu einem Ort, an dem man gerne arbeitet und wächst.


Praktikum: Mein Start bei Volkswagen Financial Services 2/3

Während meines Praktikums konnte ich in unterschiedlichste Aufgabenbereiche eintauchen . Besonders spannend war die Entwicklung automatisierter Lösungen zur Prozessverbesserung mit Excel VBA. Auch die eigenständige Modellierung und Optimierung von Geschäftsprozessen im Restwertkontext hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, komplexe Zusammenhänge verständlich darzustellen und gleichzeitig praktikable Lösungen zu entwickeln.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Kommunikation zwischen Stakeholdern und Entwicklungsteams. Hier konnte ich meine Fähigkeiten in der Schnittstellenarbeit stärken und lernen, wie essenziell klare Kommunikation und Dokumentation in agilen Projekten sind. Tools wie JIRA und Confluence wurden zu meinem täglichen Begleiter, ebenso wie die unternehmensspezifische SAP-Anwendung, mit der ich restwertspezifische Kennzahlen analysieren und präsentieren durfte.

Besonders stolz bin ich auf meine Beiträge zur Qualitätssicherung im Restwertprognoseprozess sowie auf die Erstellung von Präsentationen, die nicht nur fachlich fundiert, sondern auch visuell ansprechend waren. Diese Erfahrungen haben mir gezeigt, wie vielseitig und anspruchsvoll die Arbeit im Restwertmanagement ist und wie viel Freude es macht, Teil eines Teams zu sein, das gemeinsam an innovativen Lösungen arbeitet.


Praktikum: Mein Start bei Volkswagen Financial Services 1/3

Im November 2023 begann ich mein freiwilliges Praktikum im Bereich Restwertmanagement bei VW Financial Services. Für mich war es die ideale Gelegenheit, mein theoretisches Wissen in einem praxisnahen Umfeld zu vertiefen und gleichzeitig wertvolle Einblicke in die Arbeitsweise eines international agierenden Unternehmens zu gewinnen.

Gleich zu Beginn wurde ich herzlich ins Team aufgenommen und durfte gemeinsam mit meiner Mitpraktikantin Andrea starten. Diese gemeinsame Anfangsphase war besonders wertvoll: Wir haben uns gegenseitig unterstützt, Fragen geteilt und voneinander gelernt. Die Kolleginnen und Kollegen bei VWFS waren von Anfang an unglaublich hilfsbereit und offen. Egal ob bei fachlichen Rückfragen oder bei der Einarbeitung in neue Tools – ich hatte stets das Gefühl, dass mein Beitrag geschätzt wurde und ich mich weiterentwickeln konnte.

Besonders beeindruckt hat mich die professionelle und gleichzeitig menschliche Atmosphäre im Unternehmen. Die agile Arbeitsweise im Projekt IRMA, das sich mit der Entwicklung einer Restwertapplikation beschäftigt, bot mir die Möglichkeit, SCRUM und KANBAN nicht nur kennenzulernen, sondern aktiv mitzugestalten. Schon in den ersten Wochen durfte ich Verantwortung übernehmen und eigene Ideen einbringen.


Werkstudent bei THIMM in Northeim [3/3]

In meinem dritten Jahr durfte ich zurück in die SAP-Welt kommen, um bei der Ablösung eines weiteren Altsystems zu helfen. Diesmal in einem größeren Team und mit schärfer gesetzten Meilensteinen. Dieses System dient zur Vorausplanung der Lieferungen und der Produktionen und ist somit ein Herzstück des Alltags vieler Kollegen aus den kaufmännischen Bereichen. Die Einarbeitung in die Thematik dauerte einige Zeit und wenn ich ehrlich bin, ist es immer noch ein tägliches Neu-Dazu-Lernen. Wie bei so vielen Projekten ist die Programmierung der einfachste Teil. Vor allem die Absprache mit meinen Team-Kollegen, aber auch mit den fachlichen Kollegen nimmt hierbei die meiste Zeit in Anspruch. Dies liegt vor allem daran, dass die Neubetrachtung des Altsystems auch einige Prozesse offenlegt, die überarbeitet werden könnten. Ein solches Projekt ist Kerngeschäft eines jeden Wirtschaftsinformatikers und bringt mir bisher sehr viel Spaß und Erfüllung.

Abschließend möchte ich noch einmal werben für THIMM als Arbeitgeber. Wie an meiner nun dreijährigen THIMM-Zugehörigkeit zu erkennen ist, halte ich THIMM für einen ausgezeichneten Arbeitgeber. Ich durfte sehr viel lernen und durch das wertschätzende Miteinander und das Vertrauen in die Fähigkeiten eines jeden Einzelnen fühlt man sich innerhalb des THIMM-Kosmos pudelwohl. Auch wenn ich anfangs ohne Begeisterung für das Produkt Wellpappe in meine Werkstudenten-Tätigkeit gestartet bin, so kann ich dies nun nicht mehr sagen. Die Verpackungsbranche und vor allem die Wellpappbranche ist eine spannende und zukunftsfähige Branche und ich kann THIMM als meinen Arbeitgeber nur empfehlen.

Viele Grüße

Simon


Werkstudent bei THIMM in Northeim [2/3]

Angefangen habe ich mit der Ablösung eines simplen Rechner-Tools von einer alten Umgebung auf die neue SAP-Umgebung. Dieses Rechner-Tool ist eine einfache Möglichkeit für meine Kollegen aus anderen Bereichen, um spezifische Qualitätsmerkmale von Wellpappe zu berechnen. Dies war aus meiner Sicht der perfekte Start in die Wellpapp-Welt, da ich mir durch dieses Projekt einiges an Informationen über das Produkt Wellpappe erarbeiten musste. Außerdem wurde ich etwas ins kalte Wasser geworfen, da ich vorher noch nie mit SAP in Berührung gekommen bin und ich es quasi allein abzulösen hatte. THIMM und im speziellen mein Vorgesetzter haben mir viel Vertrauen und Zeit gegeben, wofür ich sehr dankbar bin. Denn ich konnte viel in meinem ersten Jahr bei THIMM lernen. Vor allem Dinge, die man im Studium kaum bis gar nicht mitbekommen kann. Dazu gehören Soft-Skills, wie die Absprache in multigenerationalen Teams, aber auch Hard-Skills, wie zum Beispiel die SAP-Programmierung.

In meinem zweiten Jahr wurde ich durch meinen Vorgesetzten auf ein Projekt aufmerksam, dass KI in die Produktion bringen wollte. Initiiert wurde das ganze von einem Werkleiter in Deutschland. Die Idee war hierbei, bestimmte Standorte innerhalb der Produktion unterstützend zu beobachten, sodass sich Kollegen in der Produktion mehr mit der eigentlichen Produktion beschäftigen können und weniger repetitive und beobachtende Tätigkeiten ausführen müssen. Dieses Projekt hat mir deutliche Einblicke in verschieden Standorte und in die Produktion gegeben, die ich zwar vorher auch im Groben kannte, aber ohne das Projekt wohl kaum so intensiv kennenlernen hätte können.


Werkstudent bei THIMM in Northeim [1/3]

Hallo zusammen,

Mein Name ist Simon, ich studiere Wirtschaftsinformatik und bin momentan im 2. Semester meines Masters. In meinem Bachelor war ich noch an der Georg-August Universität Göttingen und habe mir dort auch eine Stelle als Werkstudenten gesucht.

Ich bin bei meinen derzeitigen Arbeitgeber THIMM also schon ganze 3 Jahre! Das soll was heißen…

THIMM ist ein Produktionsunternehmen in der Verpackungsindustrie, das 1949 gegründet wurde. Dabei produziert THIMM ausschließlich Wellpapp-Produkte für Großkunden und hat 11 Standorte und 1500 Mitarbeitende in Europa. Zu den Produkten, die THIMM produziert, gehören Transport-, Versand- und Verkaufsverpackungen für Konsumgüter aus Wellpappe oder aber auch sogenannte Displays. Displays sind mobile Verkaufsaufsteller, um Produkte unserer Kunden aufmerksamkeitsstark in den jeweiligen Einkaufsläden zu präsentieren. Vielleicht konntet ihr so ein Display schon einmal im Supermarkt erblicken. Wobei ich auch gestehen muss, dass ich vor meiner Arbeit kaum aktiv auf die Verpackung oder Aufsteller-Art einzelner Produkte geachtet habe. Dies hat sich geändert, denn es steckt viel Knowhow in Wellpappe und Verpackungen daraus. Ich arbeite für THIMM innerhalb des IT-Teams an verschiedenen Aufgaben. Dazu in meinem nächsten Blogartikel mehr.


Auslandspraktikum 3/3 in Dublin bei IT Star

Hallo zusammen,

nach meinen beiden Praktika in Spanien wollte ich noch einmal ein anderes Land und eine andere Art von Betrieb kennenlernen. So bin ich schließlich bei IT Star in Dublin gelandet, einem kleinen Laden in einem Einkaufszentrum, der gebrauchte Geräte verkauft und Reparaturen durchführt. Hier treffen Werkstatt, Verkauf und Kundenkontakt direkt aufeinander, was den Alltag sehr abwechslungsreich gemacht hat.

Bei IT Star war ich im Serviceteam zwischen Tresen und Werkbank eingesetzt. Der Tag begann meist damit, dass wir die Geräte durchgegangen sind, die über Nacht abgegeben wurden: Welche Fehler sind beschrieben, was wurde schon geprüft, was ist für heute geplant? Danach kamen nach und nach Kunden mit neuen Reparaturfällen. Ich habe zunächst die Annahme übernommen, mir die Schilderung des Problems angehört und alle wichtigen Punkte notiert: Gerätetyp, Zubehör, sichtbare Schäden, seit wann der Fehler auftritt und ob wichtige Daten gesichert sind. Eine saubere und vollständige Annahme hat den weiteren Ablauf deutlich erleichtert.

Im Anschluss habe ich eine erste Diagnose durchgeführt. Bei Smartphones und Tablets habe ich unter anderem Display, Touch, Lautsprecher, Mikrofon, Kamera, Ladefunktion und gegebenenfalls Wasserschäden geprüft. Bei Laptops kamen noch Dinge wie Lüftergeräusche, Temperaturen, SMART-Werte der Festplatte und ein kurzer Blick auf die installierte Software hinzu. Wenn ich den Fehler nicht direkt beheben konnte, ging das Gerät mit einer klaren Beschreibung weiter an die Werkbank. Ein Mal habe ich dabei das Netzteil eines Kunden verlegt – seitdem schreibe ich konsequent jedes Zubehör mit auf und kontrolliere das beim Endtest noch einmal.

An der Werkbank selbst wurde ich vor allem an Standardreparaturen von Smartphones herangeführt, zum Beispiel an Display-, Akku- und Ladebuchsenwechseln. Wir haben mit einer festen Reihenfolge gearbeitet: ESD-Schutz anlegen, Gerät öffnen, Bauteile vorsichtig lösen, neue Teile einsetzen, alles wieder verschrauben und anschließend einen vollständigen Funktionstest durchführen. Gerade die Endtests waren wichtig, um sicherzustellen, dass nicht nur das ursprüngliche Problem behoben ist, sondern auch alle anderen Funktionen weiterhin wie gewohnt laufen.

Neben den technischen Tätigkeiten durfte ich auch kleine Prozessverbesserungen mitgestalten. Die Aufträge wurden bereits in einer Liste erfasst, aber die Kommunikation mit den Kundinnen und Kunden war teilweise sehr individuell und zeitaufwendig. Gemeinsam haben wir einfache Statusmails eingeführt – etwa bei Eingang des Geräts, bei Rückfragen, wenn Ersatzteile bestellt werden mussten oder sobald eine Reparatur abgeschlossen war. Außerdem haben wir Mindestbestände für häufig benötigte Ersatzteile definiert, damit gängige Displays oder Akkus nicht überraschend ausgehen. Diese Maßnahmen waren technisch nicht besonders komplex, haben aber dafür gesorgt, dass der Ablauf im Alltag deutlich runder lief.

In Dublin konnte ich vieles anwenden, was ich in meiner Ausbildung bereits gelernt hatte: den Umgang mit Hardware, die Fehlersuche am Betriebssystem, den Blick auf Temperaturen und Speicherzustände. Neu war für mich vor allem die Intensität des Kundenkontakts. Oft kam es vor, dass ich gerade an einem Gerät gearbeitet habe und gleichzeitig am Tresen eine schnelle Einschätzung gefragt war. Hier habe ich gelernt, ruhig zu bleiben, ehrlich zu kommunizieren und trotzdem den Überblick zu behalten.

Wenn ich alle drei Praktika – in Sevilla, Madrid und Dublin – im Rückblick betrachte, ziehen sich einige rote Fäden durch meine Erfahrungen. In Sevilla habe ich gesehen, wie ein kleiner IT-Dienstleister organisiert ist und wie wichtig Dokumentation und solide Grundlagenarbeit im Support sind. In Madrid habe ich erlebt, wie stark eine Agentur davon profitiert, wenn Daten sauber strukturiert und Prozesse klar definiert sind. In Dublin konnte ich dann in einem sehr direkten Umfeld arbeiten, in dem technische Arbeit, Organisation und Kundenkontakt untrennbar zusammengehören.

Für mich persönlich haben diese drei Stationen gezeigt, dass mir besonders die Verbindung aus Technik und Struktur spaß macht: Kleine Automatisierungen, aufgeräumte Datenbestände und klare Abläufe, die anderen die Arbeit erleichtern. Gleichzeitig haben die Auslandsaufenthalte meine Sprachkenntnisse gestärkt und mir gezeigt, dass ich mich in unterschiedlichen Ländern und Teams gut einfinden kann.

Ich kann deshalb nur empfehlen, Praktika auch dafür zu nutzen, verschiedene Länder, Unternehmensgrößen und Arbeitsbereiche auszuprobieren. Man lernt nicht nur fachlich viel dazu, sondern bekommt auch ein Gefühl dafür, welche Art von Arbeit und Umfeld am besten zu einem passt.

Viele Grüße
Jannes


Auslandspraktikum 2/3 in Madrid bei Creative Zinkin

Hallo zusammen,

nach meinem Praktikum in Sevilla wollte ich gerne sehen, wie IT und Datenverarbeitung in einem anderen Umfeld funktionieren – weg vom reinen IT-Dienstleister hin zu einem kreativen Unternehmen. Deshalb habe ich im Frühjahr 2022 ein einmonatiges Praktikum bei der Agentur Creative Zinkin in Madrid gemacht. Die Stelle lief wieder über ein Auslandsprogramm, und auch dieses Mal war ich bei einer Gastfamilie untergebracht, was den Sprachkontakt noch einmal verstärkt hat.

Creative Zinkin ist eine Agentur für digitales Marketing. Dort werden Webseiten betreut, Inhalte für Social Media und Newsletter erstellt und Kampagnen für unterschiedliche Kundinnen und Kunden geplant und ausgewertet. Im Hintergrund braucht es dafür natürlich eine funktionierende IT: stabile Arbeitsplätze, verlässliche Drucker und Scanner, gemeinsame Dateiablagen und saubere Datenbestände für Kontakte und Projekte. Genau an dieser Schnittstelle zwischen Marketing und IT war ich während meines Praktikums eingesetzt.

Mein Hauptprojekt in Madrid drehte sich um die Datenbasis der Agentur. Im Laufe der Zeit hatten sich viele verschiedene Excel-Listen angesammelt – mit Kundendaten, Ansprechpartnern, Projekten und Kampagnen. Diese Listen waren teilweise unvollständig, doppelt oder unterschiedlich aufgebaut. Meine Aufgabe war es, diese Daten nach und nach zu bereinigen und in eine einheitliche Struktur zu bringen. Dafür habe ich zunächst gemeinsam mit zwei Kolleginnen geklärt, welche Felder wirklich benötigt werden, und dann Schritt für Schritt Duplikate zusammengeführt, Formate vereinheitlicht und fehlerhafte Einträge markiert. Anschließend habe ich die bereinigten Daten in eine kleine Datenbank überführt, mit getrennten Tabellen für Firmen, Kontakte und Projekte.

Parallel dazu habe ich im Büro bei typischen IT-Problemen unterstützt. Dazu gehörten zum Beispiel Drucker- und Scannerprobleme, kleinere WLAN-Aussetzer, nicht funktionierende Logins oder Fragen zu Programmen. Besonders bei Druckern habe ich mir eine feste Reihenfolge angewöhnt: Verbindung prüfen, Treiber kontrollieren, Warteschlange leeren, Testdruck ausführen. Einmal hatten wir einen Treiber, der zwar offiziell passte, aber den Duplexdruck durcheinandergebracht hat. Seitdem teste ich bei solchen Fällen gezielt alle wichtigen Funktionen, bevor das Gerät wieder in den normalen Betrieb geht.

Was mir an Madrid besonders gefallen hat, war die Mischung aus relativ ruhiger, konzentrierter Arbeit an der Datenbasis und spontanen kleinen Einsätzen bei IT-Problemen. Ich konnte viel von meinem Wissen aus der Ausbildung anwenden, etwa beim Umgang mit Datenbanken, bei einfachen SQL-Abfragen oder bei der strukturierten Fehlersuche. Gleichzeitig habe ich gemerkt, wie wichtig es ist, auch im Hintergrund klare Strukturen zu schaffen: Eine saubere Datenbank, nachvollziehbare Benennungen und ein kurzer Leitfaden für alle Beteiligten machen den Alltag für viele Kolleginnen und Kollegen leichter.

Sprachlich war das Praktikum eine gute Weiterentwicklung nach Sevilla. Ich war deutlich sicherer im Spanischen, konnte Fachbegriffe besser einordnen und auch längere Gespräche führen, ohne dauernd nachzuschlagen. Gerade die Kombination aus Büroalltag, technischen Themen und lockerer Agenturatmosphäre hat dafür gesorgt, dass ich die Sprache jeden Tag aktiv nutzen musste.

Rückblickend war Madrid für mich eine wertvolle Ergänzung zu meinem ersten Praktikum. Während ich in Sevilla eher klassische IT-Dienstleistungen kennengelernt habe, konnte ich in der Agentur sehen, wie Daten, Prozesse und IT in einem kreativen Umfeld zusammenspielen. Die Erfahrungen dort haben mir gezeigt, dass mir besonders die Arbeit mit Daten und das Strukturieren von Informationen liegen und dass ich mit relativ einfachen Mitteln spürbare Verbesserungen im Arbeitsalltag erreichen kann.

Viele Grüße
Jannes