Wirtschaftsinformatik in der Praxis

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Freiwilliges Soziales Jahr in der Öffentlichkeitsarbeit – Teil 3

Hallo zusammen,

in Teil 2 habt ihr etwas mehr über meine Tätigkeitsbereiche lesen können. Im dritten und letzten Teil meines berichts beschäftige ich mich mit meinen persönlichen Eindrücken und Erfahrungen.

Wie ihr anhand der vergangenen Posts erkennen konntet, waren meine Aufgabenbereiche sehr vielfältig. Die allgegenwertige Gemeinsamkeit war aber, dass sie alle zielgruppenorientiert waren. Es hat mir sehr Spaß gemacht, immer den Kunden und die verschiedenen Zielgruppen, sowohl alters- als auch interessenbezogen, im Blick haben zu müssen. Besonders interessant fand ich das Mitwirken am neuen Internetauftritt der 3Landesmuseen. Das Präsentationssystem sollte mit multimedialem Einsatz das Interesse der Kunden verstärken und die Anbahnungsphase unterstützen, so dass sie als Folge die Ausstellungen besuchen möchten. Verstärkt wurde dies durch den verstärkten Einsatz von Social Media, in dem Fall Facebook.
Ich fand es sehr interessant, den Prozess des Anbietens der Dienstleistung auf verschiedenen Wegen zu unterstützen und dabei kundenorientiert zu arbeiten. Dabei gewonnene Informationen konnten gesammelt und ausgewertet werden, um die nächsten Maßnahmen attraktiver gestalten zu können. Da ich mich näher mit den informationsverarbeitenden Prozessen beschäftigen wollte, schrieb ich mich nach dem FSJ für den Studiengang der Wirtschaftsinformatik ein.

Die Arbeitsatmosphäre im Betrieb war durchweg angenehm und die Arbeit mit allen Kollegen war stets erfreulich. Auffällig war aber eine unterschiedliche Dynamik innerhalb der einzelnen Häuser, die ja weiterhin einen eigenständigen Arbeitsablauf hatten. Da es sich bei den Museen um durchaus international bekannte Einrichtungen handelt und es eine öffentliche Einrichtung des Landes Niedersachsen ist, war die Struktur zwischen den Entscheidungsebenen etwas hierarchischer als der Umgang mit den Kollegen den Eindruck machte.

Mein Fazit des FSJ ist, dass mir das Jahr sehr geholfen hat, einen Studiengang zu finden. Ich konnte viele verschiedene Tätigkeitsbereiche betrachten, von denen ich mir eben einen ausgesucht hab, um ihn möglichst genau bearbeiten zu können. Leider war dies nicht immer so möglich, wie ich es gerne gewollt hab. Dies konnte ich dafür mit unterschiedlichen Projekte während des Bachelor-Studiums nachholen.
Da ihr euch vermutlich schon in einem Studium befindet, kommt ein FSJ vermutlich nicht mehr in Frage. Als Essenz sollte daher aus meiner Erfahrung mitgenommen werden, dass praktische Erfahrungen äußerst wertvoll sind, da die Arbeitslandschaft deutlich von dem abweicht, was man während der Projekte im Studium mitbekommt. Darüber hinaus hilft es enorm, Dinge anzuwenden und nicht nur vom Papier zu lernen.

Ich hoffe, ich konnte euch einen guten Einblick gewähren und wünsche euch für euer Studium alles Gute.

Viele Grüße,
Patrick


Freiwilliges Soziales Jahr in der Öffentlichkeitsarbeit – Teil 2

Hallo zusammen,

in Teil 1 konntet ihr bereits ein paar Hintergrundinformationen über mein FSJ in Erfahrung bringen. In diesem Teil möchte ich nun näher auf meine Tätigkeiten während des Jahres eingehen.

Die Inhalte meiner Arbeit waren Pressearbeit, Werbung, Social Media Marketing und Veranstaltungsorganisation. Diese Aufgaben hatten gemeinsam, dass sie das Ziel hatten, die Bekanntheit des Unternehmens zu steigern, um eine Reputation zu erlangen. Die Ergebnisse daraus waren stets öffentlich sichtbar.

Während meiner Zeit bei den 3Landesmuseen war ich damit beauftragt, die verschiedenen Arten der Werbemaßnahmen zu betreuen. Besonders auffällig war dabei der Einsatz mehrerer medialer Mittel. Es mussten parallel Journalisten für Zeitung und TV betreut, Werbemittel gestaltet und verteilt, und Social Media Kanäle (z.B. Facebook) gepflegt werden. Im weiteren Verlauf möchte ich meine Arbeit anhand von zwei Projekten, die durchgeführt wurden, näher beschreiben.

Das erste Projekt befasste sich mit der Erstellung eines neuen Corporate Designs und der Einführung des neuen Internetauftritts.
Ein Corporate Design beschreibt das gesamte, einheitliche Erscheinungsbild eines Unternehmens. Dazu mussten Firmenlogo, Schriftzeichen, Geschäftspapiere, Werbemittel und Internetauftritte gestaltet werden. In einem Projektteam wurden in regelmäßigen Meetings Anforderungen besprochen und dem Entwicklerteam mitgeteilt. In einem iterativen Prozess wurden weiterhin Prototypen bewertet und Anpassungen vorgenommen.
Im selben Zug wurde auch der neue Internetauftritt der 3Landesmuseen bearbeitet. Die drei Museen hatten zuvor einen eigenständigen Auftritt. Mit der Erstellung eines Corporate Designs und eines gemeinsamen Internetauftritts sollten alle drei Einrichtungen zusammengeführt werden, um die Zusammengehörigkeit der Museen zu verdeutlichen. Während der Erstellung des Internetauftritts wurden Firmenintern einige Tests durchgeführt, die die Funktionalität der Website auf die Probe stellen sollten. Zur Live-Schaltung der Website der 3Landesmuseen mussten dann noch Inhalte eingepflegt werden. Dies erforderte einen erhöhten Koordinationsaufwand, da es der erste gemeinsame Auftritt der drei vorher individuell agierenden Einrichtungen war.

Das zweite Projekt beschäftigte sich mit der Erstellung von Imagefilmen für die drei Museen, die durch Integration in den neuen Internet-Auftritt die Häuser lebendiger und attraktiver erscheinen lassen sollten. Dabei recherchierte ich zunächst diverse Themen für die Filme jedes einzelnen Hauses. Daraufhin mussten Drehbücher verfasst und die Drehtage organisiert werden. Zuletzt wurden die Filme anhand des gedrehten Rohmaterials erstellt.

Das war es in diesem Teil zur Beschreibung meiner Tätigkeit. In Teil 3 werde ich euch noch etwas über meine persönlichen Eindrücke und Erfahrungen erzählen.

Bis zum nächsten Post,
Patrick


Wirtschaftsinformatik bei der Volkswagen Financial Services AG

Hallo zusammen,

ich bin Melanie Strass, 23 Jahre alt, und studiere momentan im 2.Semester Master Wirtschaftsinformatik. Meinen Bachelor habe ich als ein duales Studium in Hannover an der Leibniz FH gemacht. Mein betreuendes Unternehmen war die Volkswagen Financial Services AG (VW FS AG). Damit sind wir auch schon gleich beim Thema.

Vielleicht gebe ich noch eine kurze Einführung, was das Unternehmen überhaupt macht, da sich hinter dem großen Namen auch einiges verbirgt. Die Volkswagen Financial Services AG ist eine 100%ig Tochtergesellschaft der Volkswagen AG und hat ihren Sitz in Braunschweig. In dem Unternehmen sind ca. 5000 Mitarbeiter am Standort Braunschweig beschäftigt. Die VW FS ist zuständig für die Koordination der weltweiten Finanzdienstleistungsaktivitäten des Volkswagen Konzerns. Darunter fallen Leasing, Versicherung und Bank.

Im diesem ersten Teil möchte ich von meiner Zeit im Bachelor bzw. in der Ausbildung berichten.

2011 bewarb ich mich während des Abiturs bei der VW FS AG. Nach einem Online-Test, einem Präsenztest, einem Auswahltag und einem persönlichen Gespräch bekam ich schnell eine Zusage, die gleichzeitig auch die Anmeldung bei der Leibniz FH bedeutete.

Am 01.08.2012 begonn meine Beschäftigung mit einer zweimonatigen Präsenzzeit im Unternehmen, bis im Oktober dann die FH an der Reihe war. So teilte sich der Ablauf innerhalb der 3 Jahre Studium und Arbeitspraxis auf. Jeweils 3 Monate arbeiten und 3 Monate Studium.

Bei der VW FS AG wurde ich zur Systementwicklerin für Anwendungsentwicklung ausgebildet. Demnach habe ich viel über Programmierung in dem führenden System SAP mit der Programmiersprache ABAP gelernt. Auch war ich im Systembetrieb eingesetzt, wo ich das Rechenzentrum kennengelernt habe und wie die ganze Hardware zusammenarbeitet. Einen kurzen Einblick konnte ich zusätzlich noch in App-Entwicklung für Android bekommen. Den wirtschaftlichen Teil habe ich größtenteils in der FH gelernt. Das war auch die größte Herausforderung beide Bereiche zu kombinieren. Meine Bachelorarbeit schrieb ich über ein aktuelles Thema im Unternehmen. Dazu durfte ich mir die Abteilung weitestgehend selbst aussuchen. Ich schrieb über gesetzliche Anforderung an ein Finanzdienstleistungsunternehmen und wie man diese Anforderungen am sinnvollsten an die Mitarbeiter verbreiten kann, sodass es allen bewusst wird. Dementsprechend hatte ein großer Teil mit Wissensmanagement zu tun, wozu auch in Bachelorvorlesungen viel referiert wurde.

Nach erfolgreichem Bestehen des Bachelors wurde ich unbefristet als Mitarbeiter übernommen. Da das Unternehmen viele Freiheiten bietet und individuelle Lösungen für jeden Mitarbeiter finden kann, ist es mir nun möglich weiterhin für 20 Stunden die Woche (Teilzeittätigkeit) dort weiterzuarbeiten, um den Kontakt nicht zu verlieren und mich durch das Studium noch weiterbilden zu können.

Das solls erstmal zur Einführung gewesen sein. In den weitern Teilen werde ich auf meine jetzigen konkreten Aufgaben eingehen und meine Eindrücke beschreiben.

Bis dahin

Melanie


Freiwilliges Soziales Jahr in der Öffentlichkeitsarbeit – Teil 1

Hallo zusammen,

mein Name ist Patrick Klein, bin 24 Jahre alt und studiere mittlerweile im 2. Semester Master Wirtschaftsinformatik. Ich bin seit 2012 an der TU Braunschweig und habe hier sowohl mein Wirtschaftsinformatik Studium begonnen, als auch auch den Bachelor absolviert.
Nur hier soll es ja weniger um mich, sondern mehr um meine Tätigkeit gehen, die 2011/12 durchgeführt habe. Und genau die möchte ich euch jetzt näher bringen:

Das, was ich euch berichten will, ist meine Arbeit bei den 3Landesmuseen in Braunschweig. Es handelt sich dabei um einen Betrieb des Landes Niedersachsen und setzt sich zusammen aus dem Herzog Anton Ulrich-Museum, dem Staatlichen Naturhistorischen Museum und dem Braunschweigischen Landesmusseum. Ihr seid vlt. selbst schon mal in einem der Museen gewesen. Das Angebot umfasst Dauerausstellungen, sieben bis zehn Sonderausstellungen und rund 800 Veranstaltungen (Führungen, Vorträge, Workshops) und richtet sich damit an ein regionales wie auch überregionales historisch, naturkundlich und kunstgeschichtlich interessiertes Publikum.

Mein Tätigkeitsbereich war die Abteilung der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, die übergreifend für alle drei Museen arbeitet. Die Inhalte, mit denen ich mich beschäftigt hab, waren Pressearbeit, Werbung, Social Media Marketing und Veranstaltungsorganisation. Aufgrund dessen und aufgrund der Themenbereiche (Geschichte, Naturkunde und Kunstgeschichte) war die Arbeit äußerst abwechslungsreich.

Ich kam zu der Stelle, da ich nach meinem Abitur auf der Suche nach der richtigen Tätigkeit für mich war. Die damals angebotenen Themenbereiche haben mich angesprochen, so dass ich mich bewarb. Die Stelle stand in Verbindung mit einem Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ), was bedeutete, dass zusätzlich zu einem normalen Arbeitstag regelmäßig Seminare statt fanden, an denen unterschiedliche Themen behandelt wurden. Diesen Rahmen werde ich aber weitestgehend außer Acht lassen, da es hier vor allem um meine Tätigkeit bei den 3Landesmuseen gehen soll.

Das soll es erstmal zum Einstieg gewesen sein. In den weiteren Teilen möchte ich euch mehr über meine Arbeit im Detail (Teil 2) als auch über meine persönlichen Eindrücke und Erfahrungen (Teil 3) berichten.

Bis zum nächsten Post,
Patrick


Studentische Hilfskraft im Bereich Studium und Lehre (Blog) – Teil 3

In meinem dritten Teil meinem Praktikumsblogs möchte ich nicht weiter auf den konkreten Inhalt meiner Arbeit eingehen, da ich das bereits in Teil 1 und Teil 2 getan habe. Hier möchte ich quasi ein persönliches Fazit meiner bisherigen Arbeit als studentische Hilfskraft im Bereich Studium und Lehre ziehen.

Mein persönliches Fazit

Ich bin rückblickend ziemlich froh diese Stelle bekommen zu haben. Wenn ich mir einen Wunschjob neben dem Studium ausmalen sollte, dann würde er in etwa so aussehen, wie es meiner tut. Freiheit, Flexibilität, neue Kenntnisse, nette Kollegen, mich interessierende Thematik und und… Ihr merkt, dass ich ziemlich zufrieden bin, wie es aktuell läuft. Anfangs war ich mir noch nicht sicher, wie es werden würde, da ich weniger Vorkenntnisse hatte aber dafür mehr Motivation mich mit der Thematik zu beschäftigen. Ich war unsicher wie es werden würde. Hier fällt mir direkt ein Zitat von Steve Jobs ein, welches er bei seiner Rede an der Stanford University den neuen Studenten sagte:

“You can’t connect the dots looking forward; you can only connect them looking backwards. So you have to trust that the dots will somehow connect in your future.”

Klar ist dieses Zitat wohl eher auf das ganze Leben bezogen, aber es passt doch immer wieder. Oft wissen wir nicht, was auf uns zukommt und malen uns alle möglichen Varianten der Zukunft aus. Alles unnötig, denn rückwirkend kommt es meist sowieso anders. Das als kleine Motivation es einfach zu wagen 😉

Auf der negativen Seite könnte argumentiert werden, dass es wohl als Hiwi etwas anders zugeht als in einem Unternehmen. Das sehe ich auch so, aber da ich bereits ein duales Studium hinter mir habe ist es für mich eher weniger ein Argument etwas „Unternehmensluft“ zu schnuppern und viel mehr wollte ich eine flexible Einnahmequelle parallel zum Studium, bei der ich etwas neues lerne. Die weniger (als bei einem Praktikum) befristete Zeit ermöglicht es nach und nach mehr Verantwortung zu übernehmen und sich weiterzuentwickeln, wobei es doch bei einem Praktikum oft schon wieder dem Ende zugeht, sobald ernsthafte Aufgaben anstehen. Allen die vielleicht schon Praktika gemacht haben oder vielleicht auch anderweitige Erfahrungen in einem Unternehmen, kann ich es empfehlen euch um eine Hiwi-Stelle an der Uni zu bemühen.

Viel Erfolg beim Sammeln eurer praktischen Erfahrungen und in eurem Studium.

Beste Grüße,

Jannik


Als technischer Offizier in einer multinationalen, technischen Ausbildungseinrichtung – Teil 3/3

Wie im zweiten Teil angekündigt, werde ich Euch ein weiteres spannendes Tätigkeitsfeld aus meiner Zeit bei der Bundeswehr (Bw) näher bringen. Die Einführung eines neuen IT-Systemes. (Um welches System es sich genau handelt, könnt Ihr, soweit noch zugreifbar,  gerne ->hier<- genauer nachlesen.)

Ich möchte Euch jedoch zunächst erläutern, worin sich der Bedarf an diesem neuen IT-System begründete. Wie Ihr Euch sicher vorstellen könnt, soll ein angehender Luftfahrzeugtechniker nach der Ausbildung in meiner ehemaligen Abteilung sicher mit allen Systemen des Hubschraubers umgehen können und Fehler im System zielsicher und mit minimalen Kosten erkennen und beheben. Um dieses Ziel zu erreichen bedarf es zuerst verständlicherweise einer fundierten, theoretischen Ausbildung. Doch alle Theorie ist grau, ohne das Wissen auch in der Praxis umzusetzen (ganz so wie in unserem Studium).

Die vollumfängliche Praxisausbildung für einen Luftfahrzeugtechniker ist jedoch gerade im Bereich der Fehleranalyse nur schwer umsetzbar. Unsere Abteilung besaß zwar Hubschrauber um die Mitarbeiter am „lebenden Objekt“ zu schulen, jedoch kann sich jeder von Euch auch ohne viel Phantasie vorstellen, dass die Verantwortlichen die Hardware der sehr teuren Hubschrauber nicht für jeden erdenklichen Fehler präparieren können.

Da allerdings die Breite der Ausbildung darunter zu leiden hätte, wenn die Schüler nur „leicht und günstig“ am Hubschrauber darstellbarbare Fehler in der Ausbildung kennenlernen, entstand schnell der Wunsch nach einer ergänzenden Lösung. Wieso also nicht einen Fehlersimulator nutzen, der sich (zumindest in Bezug auf die Avionik) für den Nutzer so verhält wie ein realer Hubschrauber, ähnlich aufgebaut ist und dessen gesamte Funktionalität jedoch für einen Bruchteil des Preises eines realen Hubschraubers zu erwerben ist?

Ein solches System wurde dann in Zusammenarbeit mit der Firma Cassidian entworfen und eingeführt. Genau an dieser Stelle fiel uns Ausbildern dann natürlich eine besondere Aufgabe zu. Es galt im Rahmen der vollständigen Anforderungsanalyse für diesen “Tiger Maintenance Trainer”(TMT) zusammen mit der Herstellerfirma alle gewünschten Anforderungen zu sammeln, zu dokumentieren und zu spezifizieren. Der sogenannten ‚elicitation‘, also der Sammlung der Anforderungen an das IT-System, kam besondere Bedeutung zu, da sie maßgeblich bestimmend für den späteren Erfolg des Projektes haben würde. Im späteren Verlauf des Projektes und mit fortschreitender Entwicklung des IT-Systemes, wurden regelmäßige Überprüfungen des Systemes auf Einhaltung der o.g. Anforderungen durchgeführt, um bereits während des Entwicklungsprozesses korrigierend eingreifen zu können.

An dieser Stelle werde ich meine Ausführungen beenden. Wenngleich ich Euch noch lange nicht all meine Tätigkeiten erläutern konnte (und diese auch nur sehr oberflächlich), so konnte ich Euch doch hoffentlich einen kleinen Überblick über meine Tätigkeit als Offizier in einer Ausbildungseinrichtung für angehende Luftfahrzeugtechniker verschaffen und freue mich auf eine rege Beteiligung am Vortragstermin für Euch als angehende Bachelorstudenten.


Studentische Hilfskraft im Bereich Studium und Lehre (Blog) – Teil 2

Wie bereits im ersten Teil meiner kleinen Blogbeitrag-Reihe, werde ich hier etwas detaillierter auf meine Aufgaben eingehen als ich es bisher tat.

Was ist das Ziel?

Ziel des Projektes ist es eine Übersicht über Tools, Qualifierzungsmöglichkeiten und aktuellen Projekten und deren passenden Ansprechpartner zu erstellen. Das ganze sollte nicht in Form von langen (und in Folge dessen unübersichtlichen) Fließtexten passieren, sondern in einer eher minimalistischen, anschaulichen und eben übersichtlichen Form. Damit es auch leicht zu pflegen ist sollte das bekannte CMS WordPress genutzt werden.

Wie fing es an?

Als ich anfing, war quasi noch nichts über die Umsetzung dieses Blogs vorgegeben. Es wurden nur die Wünsche bzw. die damit verbundenen Ziele geäußert. Ich fing an mit dem Vorschlag, dass ich einige Entwürfe in Photoshop erstellen würde, anhand derer wir dann genauer über das Design des Blogs sprechen können. Das war für mich endlich die Gelegenheit mich in Photoshop einzuarbeiten (später habe ich ein einfacheres und speziell dafür vorgesehenes Programm – Sketch – dafür genutzt). Das ziemlich umfangreiche und verbreitete Programm war für mich bis dato in einigen Aspekten noch ein Buch mit sieben Siegeln, aber wie viele denke ich schon bemerkt haben, ist es eine super Möglichkeit etwas Neues zu lernen indem man es direkt praktisch anwendet und somit eine auch eine größere Motivation hat dieses zu lernen.

Wie hat es sich entwickelt?

Nach ein paar Wochen Diskussion und mehrfacher Anpassung und Abstimmung eines Designs fingen mein Kollege (auch Hiwi) und ich an, dieses Design in einem WordPress Theme umzusetzen. Ich hatte zwar schon Erfahrung mit WordPress und Anpassungen von Themes, aber habe bis dahin noch nie ein spezielles Design von Grund auf (nicht komplett – wir haben ein „Starter Theme“ genutzt) selbst geschrieben. Umso besser – wieder eine Gelegenheit etwas dazuzulernen! Während der Entwicklung wurde leider immer wieder das Design umdiskutiert und daher waren immer wieder Anpassungen nötig, die oft vorherige Arbeit nichtig gemacht haben. Irgendwann wurde sich dann für ein komplett neues Design ausgesprochen und es ging wieder beim Entwurf los… Das hieß dann, dass die bis dato erfolgte Entwicklung größtenteils nicht weiter genutzt wurde, aber das hatte auch den Vorteil, das quasi das „Lern-Theme“ auf Eis gelegt wurde und wir direkt mit mehr Wissen an ein neues gehen konnten. Die Umsetzung dieses Themes erfolgt derzeit noch, wobei ich die Entwicklung nun alleine durchführe und die Stunden meines Kollegen, der gekündigt hat, mit übernommen habe.

Das „Drumherum“

Neben Photoshop und WordPress-Theme-Entwicklung durfte ich auch weitere Kenntnisse erwerben. Uns (und nun mir) wurden und werden weiterhin ziemlich viele Freiheiten gelassen, was zum einen sehr angenehm ist, aber auch gleichzeitig aktive Kommunikation und Projektplanung benötigt. Besonders das Abschätzen von Arbeitsaufwand hat sich seit Beginn des Projektes verbessert. Anfangs sollte das Projekt nach ca. 3 Monaten komplett fertig sein, danach erfolgten noch die ein oder andere utopische zeitliche Vorstellung (u.a. da auf Auftraggeberseite keine Erfahrungen mit Theme-Entwicklung o.ä. vorlagen). Ich habe hier also auch gelernt, Erwartungen (vor allem zeitliche) zu managen. Darüber hinaus war (z. B. in der gemeinsamen Entwicklung – Stichwort Git) und ist Teamarbeit ein wichtiges Aspekt meiner Arbeit.

Das soll es für diesen Beitrag gewesen sein. Im nächsten Teil werde ich dann ein Fazit über die bisherige Arbeit ziehen.

Beste Grüße,

Jannik


Als technischer Offizier in einer multinationalen, technischen Ausbildungseinrichtung – Teil 2/3

Der erste Teil meines Berichtes hat hoffentlich Euer Interesse geweckt und Euch die Aufgaben der Einrichtung (Abteilung), in der ich gearbeitet habe, ein wenig näher gebracht.

Im zweiten Teil möchte ich Euch jetzt meinen persönlichen Aufgabenbereich aufzeigen und auch die versprochene Brücke zur Wirtschaftsinformatik schlagen.

Ich war als Offizier Teil einer kleinen Fachgruppe, die für die Aus- und Weiterbildung von angehenden Luftfahrzeugtechnikern im Gebiet der Avionik für den im ersten Teil genannten Hubschrauber TIGER verantwortlich war. In meinen Aufgabenbereich fiel dabei

  • die Personalplanung,
  • die Vorbereitung und Durchführung sowie
    die fachliche und konzeptionelle Planung der Aus- und Weiterbildungen,
  • die Aufsicht über das mir unterstellte Personal,
  • die Fehleranalyse auf Hard – und Softwareebene am o.g. Hubschrauber

Wie Ihr sicherlich wisst, ist die Bundeswehr (Bw) kein mittelständisches Unternehmen und die Planung des Ausbildungsverlaufes der Soldaten und zivilen Mitarbeiter will gut durchdacht sein. Daher portierte die Bw ihre gesamten HR-Prozesse (sowie auch die meisten anderen) in SAP-Module. Bei der Portierung der gesamten Prozesse der Bw kamen sowohl Standardmodule, wie HR, MM, PM, QM, FI, CO etc., als auch eigens für die Bw konzipierte Branchenlösungen und -module zum Einsatz.

Nun will ich Euch nicht mit all den Begriffen und Modulen aus der SAP-Welt erschlagen, sondern möchte Euch lediglich die für meine Tätigkeit relevanten Teile herausstellen. Wenn Ihr bis zu dieser Stelle aufmerksam gelesen habt, sollte klar geworden sein, dass dies nur die SAP-Module sein können, die mit Personalmanagement, Materialwirtschaft und Instandhaltung zu tun haben können.

Namentlich sind dies die SAP-Module MM und HR. Beide Module nutzte ich viele Jahre lang. Besonders herausstellen möchte ich jedoch das zuletzt in die Bw eingeführte SAP LSO.

Als stark integrierter Teil des HR-Moduls ist dieser Teil eine zuverlässige Unterstützung bei der Planung, Durchführung und Verwaltung von Trainings und Ausbildungen. Also genau dem Bereich, der meiner Hauptaufgabe entsprach. Als ich in meiner neuen Abteilung anfing, war dieses Modul jedoch noch in der Einführungsphase und somit stand ich schnell einer neuen Herausforderung gegenüber.

Die Trainingsplanung und alle zugehörigen Prozesse mussten in das neue System überführt, die Anbindung an den SAP-Mandanten musste abteilungsweit eingerichtet und das SAP-System für jede nur erdenkliche Ausbildung mit neuen Objekten und Relationen gefüttert werden. Daher wurden zwei Kameraden und ich mit der Aufgabe betraut, die Einführung in unserer Abteilung fachlich und organisatorisch zu begleiten und zu verantworten. Solch eine Verantwortung fällt meist sehr unverhofft und zusätzlich zu den Hauptaufgaben vom Abteilungsleiter herab auf die getroffenen Mitarbeiter.

Kurzum, diese neue Aufgabe lässt sich mit den folgenden Stichpunkten umreißen:

  • Roll-Out des Citrix-Zuganges für Mandantenanbindung in der Abteilung durchführen,
  • Nutzerrollen identifizieren und Zugänge verwalten,
    (natürlich in Absprache mit bundesweit zentral organisierter Nutzerverwaltung)
  • Abbildung der vielfältigen Ausbildungen im System,
  • Betreuung aller Nutzer des Systems der Abteilung und
  • regelmäßige, bundesweit organisierte Meetings mit anderen Ausbildungsabteilungen besuchen, die das gleiche System einführten.

Wie Ihr seht, kann einem die Wirtschaftsinformatik auch getarnt als Nebentätigkeit eine Menge abverlangen. Hilfreich war für mich – und so wird es auch für Euch in Zukunft sein – ein möglichst umfangreiches und breites Verständnis betrieblicher Abläufe und Zusammenhänge zu besitzen. Nur so sind Euch die Auswirkungen Eurer Entscheidungen ersichtlich und nur so könnt Ihr IT-Projekte verantworten und im Sinne der Unternehmensprozesse und -vorgaben erfolgreich umsetzen.

Der dritte Teil meines Berichtes wird Euch eine weitere Nebentätigkeit aus dem Portfolio der Wirtschaftsinformatik näherbringen: Die Neuentwicklung eines IT-Systemes im Auftrag des Unternehmens, das aus der Perspektive des Auftraggebers, meiner Abteilung, über den gesamten Entwicklungszeitraum begleitet wurde.


Als technischer Offizier in einer multinationalen, technischen Ausbildungseinrichtung – Teil 1/3

Der erste Teil meiner Ausfertigung soll Euch zu Beginn die Einrichtung, in der ich einige Jahre als Offizier, technischer Ausbilder und Nutzbetreuer eines SAP-Systems tätig war, näher bringen. Beginnen möchte ich mit einem kurzen geschichtlichen Abriss.*

Im Jahr 2003 wurden durch die beiden Nationen Frankreich und Deutschland zwei militärische Ausbildungseinrichtungen gegründet. Diese Einrichtungen waren geschichtlich betrachtet das Ergebnis des vor 50 Jahren unterzeichneten Elysée-Vertrages, der Frankreich und Deutschland weiter zusammenwachsen ließ. Auf diesem Vertrag aufbauend, entschieden der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl und Staatspräsident François Mitterand in den 90er Jahren die gemeinsame Beschaffung des Euch vielleicht aus der Presse bekannten Hubschraubers TIGER. Sowohl die französische, als auch die deutsche Armee benötigten für den Betrieb dieses Hubschraubers selbstverständlich ausgebildetes Boden- sowie auch fliegendes Personal. So wurde u.a. 1991 und 1998 beschlossen, in Deutschland das technische Personal und in Frankreich das fliegende Personal (kurz: die Piloten) auf diesem Hubschraubermodell auszubilden. Obwohl ich an beiden Einrichtungen tätig war, werde ich mich in diesem Bericht auf die Vorstellung der technischen Ausbildungseinrichtung beschränken. Diese Einrichtung ist im niedersächsischen Faßberg beheimatet und hat seit 2003 die Aufgabe, französische, spanische und deutsche Soldaten sowie auch zivile Mitarbeiter zu schulen.

Aktuell ist sowohl diese (der jeweils deutsche Anteil), als auch die in Frankreich ansässige Ausbildungseinrichtung im Sinne der Stablinienorganisation dem Internationalen Hubschrauberausbildungszentrum im niedersächsischen Bückeburg unterstellt und ist verantwortlich für die folgenden Schulungen:

  • Grundlagenschulungen – fachbereichübergreifend
  • Schulungen auf den Ausbildungsstufen Meister und Facharbeiter
  • Ergänzungsschulungen für technische Ingenieure sowie Stabspersonal

In diesen Ausbildungsstufen muss die Einrichtung jeden technischen Fachbereich des Hubschraubers abdecken. Dazu wird im allg. in die Fachbereiche

  • Fluggerätemechanik,
    (Flugsteuerung, Rumpf/Struktur, Antriebstechnik)
  • die Waffentechnik/Waffenelektronik und
  • die Elektronik/Avionik
    (Navigation, Funktechnik, Bordcomputer, Anzeigegeräte und elektr., autom. Steuersysteme – mein Verantwortungsbereich)

unterschieden.

Welche Aufgaben ich genau an dieser „Schule“ übernommen habe und was das ganze mit Wirtschaftsinformatik zu tun hat, erfahrt Ihr in Kürze im zweiten Teil meines Berichtes.

*Ich werde mich (aus hoffentlich nachvollziehbaren Gründen) im weiteren Verlauf des Berichtes auf die öffentlich zugänglichen Fakten beschränken.


Studentische Hilfskraft im Bereich Studium und Lehre (Blog) – Teil 1

Hallo,

ich bin Jannik Wempe, 25, und studiere mittlerweile im 3. Semester Wirtschaftsinformatik an der TU BS. Zuvor habe ich meinen Bachelor ebenfalls in Wirtschaftsinformatik, jedoch als duales Studium, an der Hochschule für Telekommunikation Leipzig gemacht. Das dürfte zu meiner Person an dieser Stelle reichen. In diesem Beitrag möchte ich euch kurz mitteilen, wo ich arbeite, wie es dazu gekommen ist und nur grob welche Tätigkeiten ich dort habe.

Wo arbeite ich?

Wenn ich gefragt werde, wo ich denn an der Uni arbeite, ist es meist gar nicht so einfach eine für den Fragenden zufriedenstellende Antwort zu bringen. Die kürzeste Antwort wäre: bei der Geschäftsstelle des Präsidiums. Auf die Antwort bekomme ich aber eigentlich immer nur fragende Blicke zurück, daher kommt dann meist eine längere Antwort: bei der Stabsstelle Geschäftsstelle des Präsidiums, was das ist?

„Sie ist insbesondere für Aufgaben der internen und externen Kommunikation für die Hochschulleitung, die Unterstützung strategischer Entscheidungen durch das Bereitstellen von Daten und Informationen sowie für das Erstellen von Konzepten zur Weiterentwicklung der Universität zuständig.“

Genauer gesagt bin ich dort im Bereich Studium und Lehre tätig und noch genauer trifft es dann die Projektgruppe Lehre und Medienbildung. Also kurz und übersichtlich ausgedrückt: Stabsstelle Geschäftsstelle des Präsidiums – Bereich Studium und Lehre – Projektgruppe Lehre und Medienbildung.

Wie kam es dazu?

Wie es dazu kam ist recht einfach zu erklären: Ich bin Student und brauche Geld, also habe ich mich nach einer Möglichkeit umgesehen etwas Geld zu verdienen. Ich wollte dabei gern als studentische Hilfskraft arbeiten, da ich dort direkten Bezug zum Studium habe und Arbeit und Studium (bzw. Prüfungsphasen) gut miteinander abstimmen kann. Außerdem wurde es mir von Freunden empfohlen. Also habe ich den Stellenmarkt im Auge behalten und ziemlich schnell eine größtenteils zu meinen Fähigkeiten und Interessen passende Anzeige gefunden, auf die ich mich dann beworben habe. Es ging dabei um E-Learning und es hatte wohl etwas mit einer Webseite zutun. Das gefiel und gefällt mir beides…

Was mache ich dort in etwa?

Es geht bei meiner Stelle darum, einen WordPress-Blog zusammen mit einem weiteren Studenten zu erstellen. Dieser Blog soll eine Übersicht über Qualifizierungsmöglichkeiten (z. B. Spotlight Lehre) an der Uni und Tools (z. B. Vorlesungen aufzeichnen und bereitstellen) der Uni mit entsprechenden Ansprechpartnern darzustellen. Meine Aufgaben sind es ein Design zu entwerfen, den Blog technisch umzusetzen und die Blog-spezifischen Aufgaben zu koordinieren.

Das soll es für diesen Beitrag gewesen sein. Im nächsten Teil werde ich dann genauer auf meine Arbeit und den Ablauf eingehen.

Beste Grüße,

Jannik