Wirtschaftsinformatik in der Praxis

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Andere Studenten im Studium durch ein Tutorium unterstützen – Teil 2

Hallo liebe Blockleser,

im ersten Teil meines Blockeintrages habe ich bereits die Hochschule Hannover vorgestellt und das anfängliche Zögern aus Respekt vor der Tutorenaufgabe beiseite geschafft.

Nun möchte ich Euch die Lehrinhalte der Tutorinnen Schulung im Rahmen des Hochschul-Entwicklungsprogramms an der HS Hannover vorstellen. Die Vorbereitung auf meine eigentliche Arbeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin bestand aus drei Teilmodulen an verschiedenen Tagen a sechs Stunden. Das erste Modul beschäftigte sich mit der Planung und Durchführung von Tutorien. Da dies auch mein und generelles erstes  Tutorium zu der Lehrveranstaltung Geschäftsprozessmanagement und ERP-Systeme war , kam dies genau zum rechten Zeitpunkt. Viele andere Tutoren die ich dort kennenlernte waren bereits schon länger mit der Durchführung von Tutorien vertraut. Dies war sehr hilfreich, um von den Erfahrungen der anderen etwas mitzunehmen und zu lernen. Das Seminar umfasste zudem die klare Definition und Aufgaben von  Tutoren abzugrenzen und festzulegen. Geeignete Medien und Plattformen zur Interaktion festzulegen und erfolgreiche Lernstrategien zu entwickeln und zu vermitteln.

Das zweite Modul bereitete auf die Rolle der Tutorin und die Erwartungen an die Studierenden vor. Insbesondere die Eigenschaften Sozialer Milieus im Studium und die Erwartung an die Hochschule und Lehrenden. Schlussendlich lernte man im dritten Modul des Seminares, Gruppen zu leiten und den Umgang mit schwierigen Situationen zu bewältigen. Lernkulturen differenziert zu unterstützen und zusätzlich das hochschulische Förderprogramm zu unterstützen. Mir persönlich brachte das Seminar mehr Sicherheit für die Planung und Durchführung des Tutoriums. Die Tipps von anderen und der Austausch verschiedener Lernmethoden im Vorfeld waren eine sehr große Hilfe für mich. Nach der erfolgreichen Teilnahme an den drei Tagen setze ich mich sofort mit der  Planung des Tutoriums auseinander.

Zunächst wiederholte ich die verschiedenen Vorlesungsinhalte um mir einen Überblick auch im Hinblick auf das Zeitmanagement zu verschaffen. Arbeitete die Stichwörter und wichtigen Begrifflichkeiten/Definitionen aus den Vorlesungsunterlagen heraus um eine klare Struktur und einen Roten Faden zu bekommen. Ich entwickelte eigene Fallbeispiele und weiterführende Fragestellungen um die Veranstaltung interaktiv zu gestalten. Ich holte mir immer wieder das Feedback meines Professor und den einen oder anderen Tipp. Mein Ziel war es den Studierenden durch die kontinuierliche Wiederholung der Stichwörter der Vorlesungsinhalten eine eigene Technik zum weiterführenden Lernen anzueignen.  Zu den Techniken die ich während der Durchführung des Tutoriums anwandte, komme ich in meinem letzten Blockeintrag. Dort werde ich zusätzlich die Erfahrung, die ein oder andere Schwierigkeit erwähnen und ein persönliches Fazit dieser Tätigkeit ableiten.

 


Andere Studenten im Studium durch ein Tutorium unterstützen – Teil 1

Hallo Zusammen,

nun habe ich die Möglichkeit Euch davon zu überzeugen das eine Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter/in nicht nur eine Unterstützung für andere Studenten an einer Hochschule oder Universität darstellt, sondern auch gleichzeitig eine Lernmethode und eine Bereicherung für einen selbst.

Ich studierte Wirtschaftsinformatik im fünften Bachelorsemester an der Hochschule Hannover University of Applied Science and Arts, als mein Professor mich auf die Tutorenstelle aufmerksam machte. Der persönliche Kontakt und Umgang mit den Professoren der Hochschule hat für mich eine große Bedeutung, dadurch kommt es immer mal  wieder zu interessanten Gesprächen und weiterführenden Kontakten zu Unternehmen. Durch die Einbindung von zwei Praxisphasen (jeweils 19 Wochen) ermöglicht das Studium bereits während der Hochschulzeit Berufserfahrungen zu sammeln und Firmenkontakte zu knüpfen. Ich startete das Bachelorstudium mit 75 anderen WI-Studenten. Für rund 10.000 Studierende bietet die Hochschule 60 weitere Studiengänge in fünf Fakultäten an mehreren Standorten in Hannover an.

Die überschaubare Anzahl an Studierende in den jeweiligen Studiengängen macht eine zusätzliche Betreuung außerhalb der Vorlesung möglich. Die Vorlesung Geschäftsprozessmanagement und ERP-Systeme besuchte ich bereits im dritten Semester meiner Studienzeit. Zu diesem Zeitpunkt war für diese Lehrveranstaltung noch kein Tutorium vorgesehen. Dementsprechend floss zunächst die meiste Zeit in die Vorbereitung des begleitenden Tutoriums, welches dann im SS 2016 von mir angeboten werden sollte. Zunächst stellte dies eine große Herausforderung für mich dar. Die Inhalte, Aufgaben und Methoden zur Vermittlung und Wiederholung der Inhalte der Vorlesung mussten selbstständig in Absprache mit dem Professor ausgearbeitet werden.

Da ich vorher an der Lehrveranstaltung Soziale Kompetenzen teilgenommen hatte, lernte ich verschiedene Moderationstechniken. Zudem konnte ich meine Kompetenzen für die Durchführung eines Tutoriums durch die von der Hochschule organsierten Schulungen ausbauen. Durch die intensive Vorbereitung und das Entwicklungsprogramm insbesondere der Umgang mit schwierigen Situationen und die Rolle/Funktion eines Tutors vorher vermittelt zu bekommen, fühlte ich mich Stück für Stück sicherer das Tutorium durchzuführen.

Die Inhalte der verschiedenen Schulungen und meine Aufgaben als Tutorin während des Semesters werde ich im nächste Blockeintrag Teil2 erläutern.

Viele Grüße!


Studium und Arbeit an der Universität? Macht das Sinn? – Teil 3

In meinem letzten Blogeintrag möchte ich euch eine weitere Tätigkeit vorstellen und meine anfängliche Frage, ob sich Studium und Arbeit in einem uninahen Bereich gut komplettieren, aufgreifen.

Meine zweite umfassendere Tätigkeit war die Realisierung eines Algorithmus zur Bestimmung der ökonomisch besten bzw. effizientesten Strecke zwischen Knotenpunkten in einem Straßennetz. Das Netz wurde durch einen beispielhaften Graphen dargestellt, der aus Knoten (Städten) und Kanten (Straßen) bestand. Als Basis wurde ein bestehender Ansatz zur Berechnung eines Effizienzkoeffizienten, der in einem Paper vorgestellt wurde, gewählt. Dieser verwendete jeweils die Geschwindigkeit eines Fahrzeuges und die Strecke zwischen den Knoten. Die Berechnung bestand in einer einfachen Multiplikation aus beiden Faktoren. Jedoch musste diese Berechnung unter allen Knoten in einem Graphen mit weit mehr als 100 Knotenpunkten auch noch effizient durchzuführen sein. Das heißt es musste eine softwaretechnische Umsetzung entwickelt werden, die auch bei großen Straßennetzen in vertretbarer Rechenzeit und Ressourcenauslastung die beste Strecke von Punkt A nach Punkt B unter allen Strecken findet. Die Schwierigkeit bestand für mich darin mit grundlegenden Kenntnisse zu Routenalgorithmen und deren Programmierung, die in den Vorlesungen vermittelt wurden, eine funktionierende und optimierte Software zu entwickeln. Insgesamt konnte ich die Inhalte der „Programmieren“ und der „Algorithmen und Datenstrukturen“ Vorlesung in einem praktischen Kontext anwenden, sowie ein grundlegendes Projektmanagement ausprobieren.

Zurückkehrend zu meiner anfänglich gestellten Frage, ob sich das Studium und die Arbeit im gleichen Fachbereich ergänzen, kann ich nach etwa 1 ½ Jahren als Hilfswissenschaftler beim Decision Support Institut sagen, dass ich mit sehr viel eigenverantwortlicher Arbeit und selbstständigem Lernen konfrontiert wurde. Diese Aufgaben kamen während des recht theorielastigen Studiums zu kurz und helfen sowohl im Studienverlauf, wie „hoffentlich“ auch im späteren Arbeitsleben. Mir bat sich die Möglichkeit die direkte Interaktion mit Studenten zu erfahren und das Vermitteln von Inhalten zu lernen. Besonders die spontane Problemlösung mit begrenzten Fachwissen stellte zu Beginn ein Problem dar, wurde mit der Zeit jedoch einfacher und routinierter. Viele Inhalte der Vorlesungen konnte ich zum ersten Mal in einem praktischen Kontext anwenden und dadurch tiefer begreifen, sowie gänzlich neue Erkenntnisse erlangen. Ich kann jedem die Arbeit in diesem oder vergleichbaren Bereichen empfehlen, da sie interessant und zugleich lehrreich ist.

Das war es mit meiner Blogreihe. Ich hoffe ich konnte euch einen kleinen Einblick in die Arbeit beim Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik geben und eine zukünftige Tätigkeit schmackhaft machen.


Selbstständige Tätigkeit im Bereich BI, 3/3

Moin,

eine Firma zu gründen ist einfach, die auf dem Laufenden zu halten, ist eine Herausforderung, darum beschäftige ich mich die meiste Zeit mit der Akquise. Sollte es bei einigen Aufträgen zeitlich knapp werden, dann lasse ich sämtliche Auftragsteile von anderen als Sub durchführen.

Als Outro kann ich es euch nur empfehlen, eure Kräfte in der Rolle des Selbständigen zu testen, denn man erfährt sehr schnell, was man wert ist und wo seine Grenzen sind.

Meines Erachtens ist Selbständigkeit ein sehr guter Katalysator eigener Fähigkeiten und Fertigkeiten: wenn man in Sachen Arbeit gut ist – wird man noch besser, und umgekehrt. Was mich besonders daran fasziniert, ist der Entscheidungsprozess unter Zeitknappheit: du musst innerhalb ein paar Millisekunden eine bestmögliche Entscheidung finden, deren Folgen auf zahlreichen Ebenen vorhersehen und das noch zum guten Preis verkaufen. Und beim nächsten Mal erhöht sich der Schwierigkeitsgrad.

Mit dem größten Geheimnis der Selbständigkeit habe ich im letzten Beitrag ein wenig übertrieben, um den roten Faden beizubehalten. Aber es gibt tatsächlich keine Geheimnisse. Schlicht und einfach gesagt, man muss Sachen teurerer verkaufen, als er die gekaut hat. Und in der realen Welt ist es nicht so selbstverständlich und eindeutig. Ein guter Steuerberater ist in diesem Sinne eine sehr große Unterstützung.

Viele Erfolge und beste Grüße
Alex


Studium und Arbeit an der Universität? Macht das Sinn? – Teil 2

Willkommen zum zweiten Teil meiner Blogreihe. Im ersten Beitrag habe ich euch kurz von meiner Arbeit am Wirtschaftsinformatikinstitut berichtet. Heute möchte ich euch über eine neu ins Leben gerufene SAP Übung erzählen, die ein weiterer Student, ein Doktorand und ich geplant und durchgeführt haben.

Die aus mehreren Einzelterminen bestehende Veranstaltung wurde im letzten Jahr von uns neugestaltet. Den Studenten sollte ein tieferer Einblick in SAP und seine Softwarebestandteile geboten werden. Dazu musste die Übung von uns so gestaltet werden, dass sie interessant aufgebaut und auch für unerfahrene Teilnehmer erfolgreich durchführbar war. Zur Bereitstellung einer thematischen Basis wurden bereits vorhandene Fallstudien durch- und aufgearbeitet, um die Inhalte der Veranstaltung festzulegen. Bei der Bearbeitung wurden die benötigten Zeiten festgehalten, sodass eine geeignete Aufteilung auf insgesamt 4 Termine möglich wurde. Weiterhin wurden alle Fallstudien auf ihren „Interessantheitsgrad“ für die Studenten untersucht, sodass am Ende eine spannende und gut strukturierte Übung entstand. Mit vielen Schreib- und Wischprozessen auf einem Whiteboard, regen Diskussionen und Kaffee konnte eine, nach unserem Wissen, gut koordinierte Übung aufgebaut werden.

Jede Veranstaltung begann mit einer kurzen Einleitung zu den Themen der Übung und den Inhalten, die die Studenten bearbeiten sollten. Alle Teilnehmer starteten danach in die Bearbeitung der Fallstudien, woraufhin recht schnell die ersten Fragen begannen. Jeder Leser versteht die Anweisungen etwas anders, sodass immer wieder kleinere Probleme auftauchen. In diesem Fall ist es erforderlich das Problem möglichst präzise zu erfragen, zu analysieren und eine passende Lösung zu finden. In diesem Teil der Übung wird einem schnell klar, dass man nochmal einen Crashkurs in SAP gebrauchen könnte, obwohl man alle Schritte mehrmals durchgearbeitet hatte. Durch genaues nachvollziehen des aktuellen Arbeitsschrittes und der vorhergehenden Aktionen ließ sich in den meisten Fällen auch ohne allumfassendes SAP Wissen eine geeignete Lösung für jedes Problem finden. Wichtig war dabei auch ein gutes Verhältnis aus Unterstützung und eigenständigem Arbeiten zu finden. Bei selbstständiger Durchführung ist der Lerneffekt für die Teilnehmer wesentlich größer, sodass die Hilfe wohldosiert eingesetzt werden musste.

Abschließend ging es nach jedem der vier Termine darum die Fortschritte der Teilnehmer zu rekapitulieren und gegebenenfalls Anpassungen am Ablauf vorzunehmen. Wichtig war auch die bereits aufgetretenen Fehler festzuhalten, da diese aus Erfahrung öfters vorkommen. Ein abschließendes Resümee wurde nach erfolgreichem Abschluss der vier Termine gezogen. Alles was gut und nicht so gut lief wurde für die zukünftigen Veranstaltungen zusammengetragen.

Das war ein erster Einblick in die SAP Übung. Im letzten Blogeintrag möchte ich euch eine weitere interessante Tätigkeit zeigen und auf meine anfängliche Aussage, wie sich Arbeit und Studium ergänzen, eingehen.


Selbstständige Tätigkeit im Bereich BI, 2/3

Moin,

in diesem Teil geht es kurz um die Wirtschaftsinformatik und deren Rolle im geschäftlichen Alltag.

Apropos Geschäftsalltag: ab dem ersten Tag seiner Firma muss man das Glück, so etwas wie „Ich weiß/kann das nicht“ oder „das liegt nicht in meinem Verantwortungsbereich“ sagen zu können, einfach vergessen. Natürlich kann keiner perfekt sein und keiner wird jedoch irgendeinen beauftragen, der nicht tüchtig im Beruf ist und/oder keine Verantwortung übernimmt. Ihr habt es also verstanden…

Apropos Business Intelligence: das ist mein Lieblingsarbeitsgebiet der Wirtschaftsinformatik. BI wird heute auf zweierlei Weisen gemacht. Entweder es werden Daten von Auftraggebern in eine BI-Software einfach eingefügt, ein paar Diagramme erstellt und dann das Ganze Auftraggebern mit cleveren Sätzen beschrieben, während man selbst nicht genau weiß, was er analysiert hat (Das ist der Fall, wenn Auftraggeber etwas Schriftliches haben wollen, um nur die Verantwortung auf andere zu verschieben – naja schaut euch die Beratungsbranche an).

Bei der zweiten Arbeitsweise macht man sich wirklich Gedanken über Geschäftsabläufe, fragt ständig nach, warum und wieso, und geht der Sache ordentlich nach. So gestalte ich meine Arbeit und liefere am Ende ein hochwertiges Zeug zur Entscheidungsunterstützung. Übrigens zu der Entscheidungsunterstützung. Meines Erachtens sind Vorlesungen aus den Modulen Informationsmanagement, Decision Support und Strategisches Informationsmanagement, sowie Datenbanken gewidmete Vorlesungen aus dem Vertiefungsgebiet Informationssysteme für BI sehr wichtig, denn sie lassen genügend Gespür – im Sinne des systematischen Verfahrens – für BI-Prozesse entwickeln.

Ein Praktikum im Bereich BI würde für euch zuerst Datenaufbereitung bedeuten. Wenn man dusselig ist, wird man sich damit das ganze Praktikum hindurch beschäftigen. Hat man aber doch etwas in der Birne, kommt man relativ schnell zu interessanten Sachen, also zu Modellen und Methoden – mit solchen Sachen wird schon Geld verdient. An dieser Stelle solltet ihr diesen wertvollen Gedankenimpuls „Modelle und Methoden“ gerafft haben, alles andere ergibt sich von selbst.

Das größte Geheimnis der Selbständigkeit und das Outro findet ihr im nächsten Beitrag zu lesen.

Grüße
Alex


Studium und Arbeit an der Universität? Macht das Sinn? – Teil 1

Hallo liebe Leser, ich möchte euch von meiner Zeit als Hilfswissenschaftler am Lehrstuhl für Decision Support berichten und zeigen, wie sich die Arbeit und das Studium in demselben Fachbereich gegenseitig ergänzen können.

Ich bin Masterstudent der Wirtschaftsinformatik im vierten Semester. Die zentrale Aufgabe meiner Anstellung war die Betreuung der SAP-Übungen, die vom Lehrstuhl angeboten werden und den Studenten einen Einblick in die SAP-Software ermöglichen sollen. Zentraler Bestandteil war dabei die Vorbereitung, Durchführung und Auswertung der Übungen. Über den Ablauf der Übung möchte ich euch im nächsten Blog mehr erzählen. Ein weiterer großer Bestandteil meiner Tätigkeiten war die Unterstützung der Doktoranden des Lehrstuhls. Dazu gehörten kleinere Aufgaben wie die Aufsicht und Korrektur von Klausuren oder umfassendere, wie die Umsetzung von Programmanforderungen in fertige Softwarebausteine. Die eigenständige Softwareentwicklung werde ich in meinem letzten Blog etwas genauer vorstellen. Nach etwa 5 Jahren Wirtschaftsinformatikstudium kann ich sagen, dass viele wichtige Fähigkeiten durch das Studium vermittelt werden. Der praktische Bezug kam jedoch häufig zu kurz. Die Arbeit am Lehrstuhl konnte mir dahingehend doch einige wertvolle Einblicke gewähren.

In den nächsten Blogs möchte ich euch mehr über meine Tätigkeiten erzählen und hervorheben, ob und wie die Arbeit bei einem Institut mein Studium um wertvolle Inhalte ergänzt hat. Ich hoffe, ich konnte euch mit dieser kurzen Einleitung zum Weiterlesen animieren.


Das Mädchen für alles 3 von 3

Das Arbeiten bei Kabel Deutschland war eine sehr interessante Erfahrung. Ich habe so Einblicke in die Arbeitsweise von großen Unternehmen erhalten. Gleichzeitig war meine Arbeit bei dem Projekt sehr von großer Bedeutung für mich, da es mich in die projektbasierte Arbeitswelt einführte, die ich vorher nur aus Vorlesungen kannte.
Meine Kollegen dort waren alle sehr nett und zeichneten sich durch die Bank durch ihre Fachkompetenz aus. Jede meiner Fragen wurde mir wenn nicht sofort immer beantwortet und mir wurde immer das Gefühl gegeben ein Teil des Teams zu sein. Gleichzeitig wurde den Mitarbeitern von Kabel Deutschland auch freies Mineralwasser zu Verfügung gestellt. Die Kantine war sehr gut. Ich erwähne dies da ich seither bei einigen anderen Unternehmen war, deren Essenseinrichtungen dagegen doch sehr zu Wünschen übrigließen.
Einer der Schlüsselkompetenzen die ich aus der Erfahrung mitnahm war, dass man bei großen Firmen wie diesen meist ein kleines Zahnrad in einer gewaltigen Maschinerie ist. Wen man nicht gerade Teil einer Stabsstelle ist geht man in der IT- Abteilung meist seiner sehr spezialisierten Tätigkeitsbereiches nach. Dies kann gut sein wenn man das Wissen bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses bei anderen Firmen anwenden kann. Es kann aber auch möglich sein, dass das Wissen nur auf die IT Infrastruktur der einen Firma anwendbar ist. Darum ist es immer nötig sich immer fortzubilden egal wie unersetzlich man sich fühlt.
Das einzige was mich leicht an dem Praktikum bei Kabel Deutschland störte war das meine Vertragsunterlagen erst sehr spät mir ankamen. Zwei Tage vor meiner Abreise wurde mir erst mein Vertrag zugestellt. Bei einem Unternehmen einer solchen Größe sollte man besseres erwarten können.
Ich kann das Arbeiten bei diesem Unternehmen nur empfehlen und hoffe das mein Beitrag euch gefallen hat.


Das Mädchen für alles 2 von 3

Mein Praktikum machte Ich in der IT Abteilung des Hauptsitzes der Firma in Unterföhring (München). Ich arbeitete für 2 Monate dort um bei einem Projekt das die Umstellung der Desktop PCs von XP auf Windows 7 durchführen sollte. Zu dem Zeitpunkt meines Praktikums war bereits der Support von Microsoft für XP eingestellt worden. Die Konsequenz daraus war das auftretende Sichterheitslücken in dem Betriebssystem nicht weiter von Microsoft mit Updates behoben werden würden und dies eine Schwachstellen für Angreifer darstellen könnte.
In dem Projekt nahm Ich die Rolle des Mädchen für alles ein. Ich wurde direkt dem Projektleiter unterstellt und hatte sofort eine Vielzahl von Aufgaben zu bewältigen. Dazu gab es unterschiedliche Bereiche innerhalb des Projektes, die es zu organisieren galt.
Ein großer Teil meiner Aufgaben bestand darin die einzelnen Teams innerhalb des Win 7 Projektes bei der Organisation zu unterstützen. Zum Großteil bedeutete dies das Schreiben von vielen E- mails und das Bearbeiteten gewaltiger Excellisten mittels Macros. Der Emailverkehr um den ich mich kümmerte bezog sich meist völlig auf die Vereinbarung von Meetings, die Zeitplanung des Projektes und generelle Organisation.
Des Weiteren war ich auf vielen Meeting bezüglich des Projektes zur Umstellung der Rechner auf Windows 7. Dabei interviewten wir einige Mitarbeiter, deren PCs schon in dem Mini Rollout mit dem neuen Betriebssystem versehen waren. Die meisten dieser Gespräche liefen zu gut ab für den verantwortlichen Projektleiter, da Er für die firmenweite Verbreitung des Betriebssystems auf mehr Fehler hoffte um sich so auf das Schlimmste vorbereiten zu können.


Selbstständige Tätigkeit im Bereich BI, 1/3

Moin,

ich mache seit zwei Semestern meinen Master für Wirtschaftsinformatik und habe eigene kleine Firma – wir verkaufen BI.

Das Prinzip der Selbständigkeit ist einfach – du akquirierst, gewinnst und führst Aufträge durch und bekommst am Ende deine Rechnung bezahlt. Interessanterweise schaffen 80 bis 90 Prozenten aller Existenzgründungen bei solchen einfachen Prinzipien erfolgreich zu scheitern.

Und als Intro will ich meine Gedanken zu den bekanntesten Mythen über die Selbständigkeit äußern.

Mythos „viel zu viel Arbeit“
Arbeit bedeutet Geld – wer wird sich darüber beschweren, dass er zu viel Geld hat? Meines Erachtens kommen Beschwerden dieser Art nur von Holzköpfen, die nicht in der Lage sind, ihre Arbeit mit Verstand zu organisieren. Darum bekommen sie am Ende wesentlich weniger Geld als ursprünglich geplant wurde.

Mythos „viel zu viel Stress“
Ihr habt doch nicht wirklich gedacht, dass alles reibungslos laufen würde, wenn du es vorhast, ein Stück dieser Welt abzubeißen? Das gute am Stress ist es, dass es auch nur eine Emotion ist, wie alle anderen. Wenn du sie im Zügel halten kannst, wird sie deinen Geist wach halten und dich voranbringen.

Mythos „fehlendes Startkapital“
Wenn der Verstand fehlt, ist das immer und überall ein Problem. Was das Geld angeht, schuldete ich meinem Steuerberater zum Zeitpunkt, als meine erste Rechnung bezahlt wurde, schon eine bemerkenswerte Summe. Als Schlussfolgerung, wer will, der kann.

Mythos „Bürokratie“
Die Spielregeln sind ja für alle gleich und viele wirtschaften ganz solide. Was ist man dann überhaupt wert, wenn er im Papierkrieg nicht gewinnen kann oder auf den Gedanken nicht kommt, sich von kompetenten Menschen beraten zu lassen?

Das sind die gewichtigsten Sachen, die ich jedes Mal höre, wenn es um die Selbständigkeit geht.

Über die Wirtschaftsinformatik und deren Rolle im geschäftlichen Alltag ist im nächsten Beitrag zu lesen.

Grüße
Alex