Wirtschaftsinformatik in der Praxis

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Werkstudent bei einem Online-Shop – Teil 3

In diesem Eintrag erzähle ich euch etwas mehr über meine Tätigkeit bzw. Tätigkeiten bei Monsterzeug.

Hauptsächlich bezieht sich mein Aufgabenfeld auf die Schnittstelle zwischen PR/Online-Marketing und der IT dahinter. Das Team des Online-Marketings besteht dabei nur aus zwei Personen. Einer Kollegin, welche bis vor kurzem selbst noch Studentin war, und mir. Hier unterstütze ich sie jedoch eher nur bei diversen Kleinigkeiten oder großen Projekten und nicht bei den alltäglichen Aufgaben. Meine Hauptaufgabe im Unternehmen ist die Aufbereitung und Bereitstellung von Daten für das Online-Marketing, PR und allgemein relevante operative Kennzahlen. Diese Daten kommen aus verschiedenen Quellsystemen wie einer SQL-Datenbank, einer NoSQL-Datenbank sowie Google Analytics und Google AdWords. Man könnte es als eine Art „Light-BI“ bezeichnen, da dem ganzen kein Data Warehouse oder ähnliche gängige BI-Technologien zugrundenliegen. Um die entsprechenden Daten zu sammeln und aufzubereiten verwende ich die jeweiligen Abfragesprachen bzw. Oberflächen und stelle meinen Kollegen die angefragten Daten durch Reports in Excel-Dateien bereit. Hierbei fallen bei fünf verschiedenen Ländern eine nicht unerhebliche Menge an Daten an. Zudem muss ich dabei unbedingt auf die Korrektheit der Daten achten, da diese maßgeblich für die Geschäftsplanung entscheidend sind oder als wichtige Grundlage für Kampagnen dienen. Grobe Fehler könnten somit zu nicht unerheblichen Problemen oder Fehlplanungen führen.

Wie ich bereits im ersten Teil erwähnt habe, muss ich auch mal andere Aufgaben als üblich übernehmen. So unterstütze ich immer wieder den internen IT-Admin bei seinen Tätigkeiten. Daher kommt es schon mal vor, dass ich einen neuen Rechner aufsetzen muss oder kleinere Probleme wie defekte Hardware austausche, oder mich mit Druckern rum ärgern muss. Auch werden mir ab und an kleinere Programmieraufgaben zugeteilt.

Alles in allem ist es eine super Erfahrung, vor allem im Studium, bei einem kleinen Unternehmen, bzw. Start-Up zu arbeiten. Die Lernkurve ist extrem steil und man lernt schnell mit Verantwortung umzugehen. Zudem begegnen einem doch die ein oder anderen Inhalte aus dem Studium wieder die dann in gewisser Art und Weise eine Anwendung finden.

 

Ich hoffe ich konnte euch mit meinen Beiträgen einen kleinen Einblick in meine Tätigkeit geben.


Studentische Hilfskraft im Institut für Wirtschaftsinformatik – Teil 3/3

Zum Schluss möchte ich ein Fazit über meine langjährige Beschäftigung im Institut ziehen und meine Erfahrungen mit euch teilen.

Öfter war ich sowohl in der Schulzeit als auch in der Studienzeit der Meinung, dass ich verschiedene Themen meiner Meinung nach sehr gut verstanden habe. Als ich aber das Wissen tatsächlich für unterschiedliche Problemstellungen anwenden wollte, habe ich gemerkt, dass das erworbene Wissen weit nicht ausreichend ist, weil die tatsächliche praktische Erfahrung in dem Fall gefehlt hat. Aus diesem Grund habe ich mir gewünscht, möglichst viele Praktische Erfahrungen zu sammeln und jetzt bin ich im Nachhinein sehr froh, diese Chance genutzt zu haben.

Die Zusammenarbeit in einem wissenschaftlichen Umfeld hat nicht nur dazu geführt, dass ich mich fachlich weiterentwickeln kann. Die Zusammenarbeit hat ebenfalls meine soziale Kompetenz verbessert. Im Rahmen meiner Tätigkeit habe ich gelernt, in einem wissenschaftlichen und professionellem Umfeld ebenfalls organisiert und strukturiert zu arbeiten, was zu den wichtigen Qualifikationen für einen erleichterten Berufseinstieg gehören. Die gute Koordination und Kooperation mit den wissenschaftlichen Mitarbeitern innerhalb des Lehrstuhls waren auch für mich persönlich wichtige Bestandteile einer erfolgreichen Zusammenarbeit.

Ich hoffe, ich konnte mit meinen Blogeinträgen einen guten Einblick in meine Praktische Erfahrung im Institut für Wirtschaftsinformatik verschaffen. Auf mögliche Kommentare oder Anmerkungen würde ich mich sehr freuen. 😊


Studentische Hilfskraft im Institut für Wirtschaftsinformatik – Teil 2/3

Hallo nochmal,

wie schon im ersten Teil von meinen Blogeinträgen erwähnt, geht es bei der Rechnerübung TransIT um die Berechnung von optimalen Touren. Aus der Sicht der theoretischen Informatik ist das Problem der Tourenberechnung bzw. -planung ein NP-Vollständiges Problem. NP steht für Nicht Polynomial. Das hat zur Bedeutung, dass für Probleme, die zur Komplexitätsklasse NP gehören, keinen Algorithmus gibt, der diese anhand der Eingabegröße in polynomieller Laufzeit lösen kann. Wenn eine Problemstellung mehr Zeit als polynomielle Laufzeit benötigt, braucht der eingesetzte Algorithmus (einfach gesagt) sehr viel Zeit. Das bedeutet, dass für sehr viele tagtägliche Problemstellungen, wie zum Beispiel die Berechnung einer optimalen Tour für den Postbote für die Auslieferung von Briefen, Paketen usw. anhand der Anzahl an Kunden, Paketen, gewünschten Lieferzeiten einfach viel zu viel Zeit benötigt wird (Bsp. exponentielle Laufzeit oder vielleicht größer).

Die Problemstellung kann komplexer werden, je mehr Restriktionen vorhanden sind. Beispielsweise möchten bestimmte Kunden nur zu bestimmten Zeiten geliefert werden. Zusätzlich müssen Faktoren wie die Kapazität des Fahrzeuges, maximale Lenkzeit des Fahrzeugfahrers ebenfalls berücksichtigt werden. Diese Faktoren führen zu einer komplexen Problemstellung, die im ersten Blick vielleicht nicht sehr komplex aussehen.

Die Fähigkeit der TransIT besteht hauptsächlich darin, die oben dargestellten Problemstellungen unter Berücksichtigung von Restriktionen so optimal wie möglich mit Hilfe von Heuristiken zu lösen, vor allem sehr schnell.

Die Rechnerübung beinhaltet die Bearbeitung von 4 Fallstudien auf zwei unterschiedlichen Übungsterminen.


Studentische Hilfskraft im Institut für Wirtschaftsinformatik – Teil 1/3

Hallo zusammen,

in Form von 3 Blogeinträgen möchte ich gern meine Tätigkeit als studentische Hilfskraft im Institut für Wirtschaftsinformatik, geleitet durch Prof. Dr. Mattfeld, kurz vorstellen.

Mit dem Beginn meines Masterstudiums an der TU Braunschweig bin ich sehr schnell auf das Forschungsgebiet und die interessanten Veranstaltungen vom Institut für Wirtschaftsinformatik – Lehrstuhl Decision Support aufmerksam geworden und kurz danach hatte ich die Möglichkeit mit einer Hiwi-Tätigkeit im Institut praktische Erfahrungen zu sammeln. Während meiner Hiwi-Tätigkeit habe ich neben diversen Administrationstätigkeiten und der Betreuung einer Exkursion nach Berlin im Sommersemester 2016 mich hauptsächlich mit der Rechnerübung TransIT beschäftigt und habe die Rechnerübung 5 Semester mitbetreut. Bei der Rechnerübung geht es um die Berechnung von optimalen Touren. Zu den Besonderheiten und Fähigkeiten des Tools werde ich im nächsten Blogeintrag bisschen mehr erzählen.


Werkstudent bei einem Online-Shop – Teil 2

Im meinem ersten Beitrag habe ich bereits erwähnt, dass im Unternehmen eine Start-Up Kultur herrscht. In diesem Teil möchte ich euch noch etwas mehr zum Alltag und der Atmosphäre bei Monsterzeug erzählen.

Die entspannte Art und Weise machte sich bereits während meines Vorstellungsgesprächs bemerkbar. So besteht der Geschäftsführer von Anfang an darauf geduzt zu werden. Dies ist denke ich nicht alltäglich. Daher ergibt sich auch, dass die gesamt Hierarchie im Unternehmen flach ist und die Abteilungen direkt miteinander kommunizieren. Was mir besonders gut gefällt ist, dass die Arbeitszeit in den meisten Bereichen sehr flexibel gestaltet werden kann. So kann man je nach Belieben auch mal erst um 12 Uhr oder noch später anfangen zu arbeiten, natürlich mit der Bedingung seine Aufgaben alle zu schaffen und die vertragliche Arbeitszeit zu erfüllen. Wenn es dann auf die Klausuren zugeht, ist es sogar möglich, nach Absprache, die Stunden vorzuarbeiten bzw. die fehlenden Stunden nachzuholen. Auch wenn man mal einen Tag von zu Hause arbeiten möchte ist dies ohne weiteres möglich. Zudem tragen Events wie Sommerparty, Weihnachtsfeier oder der jährliche Kinobesuch für den neuen Star Wars Film zu einer sehr familiären und entspannten Atmosphäre bei.

Die Monsterzeug GmbH betreibt zwei Standorte in Hannover. Die Produktion und der Versand liegen getrennt vom anderen Büro (IT, Marketing, etc.). Das Büro in dem ich selbst sitze ist ein Großraumbüro mitten in Hannover. Ich persönlich finde es nicht schlimm in einem Großraumbüro zu arbeiten, denn auch wenn es mal lauter wird, kann man immer noch einfach Kopfhörer aufsetzen und sich mit Musik beschallen lassen. Wie es sich natürlich für ein Start-Up gehört, findet sich auch ein Kicker-Tisch im Büro. Außerdem werden Getränke wie Wasser, Cola, Mate kostenfrei zur Verfügung gestellt. Kaffee leider (noch) nicht.

Ich hoffe ihr seid jetzt nicht allzu neidisch und im nächsten Teil möchte ich euch dann noch abschließend etwas dazu sagen, was ich überhaupt bei Monsterzeug mache.


Werkstudent bei einem Online-Shop – Teil 1

Moin Zusammen!

Mein Name ist Thomas und auch ich stelle euch mit diesem und den folgenden Blog-Einträgen meine Werkstudententätigkeit bei der Monsterzeug GmbH vor. Zunächst möchte ich euch ein paar Informationen über das Unternehmen selbst geben.

Monsterzeug ist ein Online-Shop für Geschenkartikel jeglicher Art den es mittlerweile schon seit zehn Jahren gibt. Ursprünglich war der Shop nur für Männer, die schon alles haben gedacht. Allerdings wurde schnell klar, dass auch andere Gruppen Interesse an den ausgefallenen Produkten hatten und so wird das Produktsortiment stetig erweitert. Anfangs wurde alles mit nur fünf Mitarbeitern erledigt und Stand heute, werden ca. 80 Mitarbeiter in den verschiedenen Abteilungen beschäftigt, von denen die Mehrzahl selbst noch Studenten sind. Daher ergibt sich ein recht junges Team und es herrscht, trotz des schon zehn jährigen Bestehens, immer noch eine sehr angenehme Start-Up Kultur wodurch es manchmal aber auch etwas chaotisch zugeht. So kommt es auch mal vor, dass man Aufgaben aus anderen Abteilungen mit erledigen muss. Besonders während der Weihnachtszeit sind fast alle Mitarbeiter in der Versand- und Produktionsabteilung zu finden.

Ich selbst bin seit September 2014 im Unternehmen. Anfangs war ich selbst nur auf der Suche nach einem flexiblen Nebenjob und fing somit in der Versandabteilung bei Monsterzeug an. Nach ca. 1,5 Jahren wechselte ich dann in die hauseigene Produktionsabteilung in der die personalisierten Produkte verarbeitet werden. Zu meiner jetzigen Tätigkeit bin über einen glücklichen Zufall gekommen. Ich war auf der Suche nach einem Unternehmen bei dem ich meine Bachelorarbeit schreiben konnte und als mein Chef davon erfuhr, bot er mir an, diese bei Monsterzeug zu schreiben. Da mir ein Thema geboten wurde was mich auch interessierte nahm ich das Angebot an und kam zu der Tätigkeit die ich auch jetzt noch ausübe. Dies ist nunmehr schon ein Jahr her.

Im nächsten Teil erzähle ich euch dann etwas mehr über das Arbeitsumfeld bei Monsterzeug.


Andere Studenten im Studium durch ein Tutorium unterstützen – Teil 3

Hallo Zusammen,

nun komme ich zum letzten Teil meines Blockeintrages zum Thema der Entwicklung und Durchführung eines Tutorium an der Hochschule Hannover.

Meine Hauptaufgabe bestand darin, dass ich Studierende begleitend zu der Vorlesung (GPM), in jeglicher Hinsicht auf das Geschäftsprozessmanagement und Grundwissen von ERP- Systemen vorbereitete. Die Veranstaltung ersetzt in keiner Weise die Vorlesung der Hochschule, diese dient zusätzlich als Übung und Vertiefung der Lehrinhalte für ein weitergehendes Verständnis und Erkenntnis von Zusammenhänge. Ich selbst besuchte in den ersten Semestern einige Tutorien, daher hatte ich einen groben Einblick von den Methoden der anderen Veranstaltungen. Meist bestanden diese aus verschiedenen Übungen die selbständig erarbeitet werden sollten. Ich habe eine etwas anderen Art von Methoden gewählt. Um das Tutorium für die Studierenden etwas interessanter und persönlicher zu gestalten bevorzugte ich einen interaktiven Unterrichtstil. Ich wechselte zwischen verschiedenen Medien zur Darstellung der wichtigen Grundbegriffe und Vorlesungsinhalten. Die Veranstaltung war immer in zwei Teile aufgeteilt. Zunächst eine Dreiviertelstunde für die Inhalte für das Geschäftsprozessmanagement und im Anschluss die Grundkenntnisse über Enterprise-Resource-Planning (ERP) Systeme.

Ich arbeitete überwiegend mit einem Moderationskoffer, dieser ermöglichte mir eine Visualisierung der stichpunktartigen Erfassung der Inhalte. Ein Beispielfrage sah folgendermaßen aus. Was sind die wichtigsten Anforderungen an ein ERP-System? Dies Frage hängte ich an eine Moderationswand mit einer Pinnnadel. Da mein Tutorium meist von 15-20 Studierenden besucht wurde, war es mir möglich das jeder ein Kärtchen mit einem Kriterium zur Anforderung innerhalb von 10 Minuten beschriften konnte. Die Studenten durften dann nacheinander ihr Kriterium an die Pinnwand hängen und ein paar Worte dazu sagen. Ich überlegte mir im laufe der Zeit weitere verschiedene Möglichkeiten solche Übungen so zu gestalten, damit es nie langweilig wurde. Prozesse wurde somit nach und nach durch Flipcharts, der Moderationswand oder mit Hilfe des Whiteboards verständlich visualisiert. Zu Beginn jeder Veranstaltung gab es eine kurze Wiederholung der Inhalte des letzten Tutoriums und die Überprüfung des Wissenstands der Vorlesung. Am Ende beantwortet ich gezielte Fragen der Studierenden und nahm mir auch persönlich Zeit für Fragen außerhalb des Tutoriums. Ich bekam auch immer wieder ein konstruktives und nettes Feedback per Mail. Dies half mir bei der weiteren Ausarbeitung und Vorbereitung, um zu schauen auf welchen Level ich mich bewegen muss.

Nun komme ich noch zu einem kurzem persönlichen Fazit zu dieser 6 monatigen Aufgabe an der Hochschule. Zunächst stellte diese neue Aufgabe eine große Herausforderung für mich dar. Ich wuchs Stück für Stück in meine Rolle als Tutorin und wurde immer selbstbewusster in dem was ich vorhatte. Da ich selbstständig und eigenverantwortlich planen konnte, lernte ich eine gewisse Selbstdisziplin und organisatorische Aspekte zu koordinieren. Die regelmäßige Absprache mit meinem Professor bestärkte mich weiterhin in meinem Vorhaben und führte zu einer guten Kommunikation zwischen allen Parteien. Die zielstrebige Arbeit zahlte sich am Ende nicht nur für die Studenten sondern auch für mich aus. Über sehr gute Bewertungen und positives Feedback der Studierenden sowie des Professors am Ende des Tutoriums, freute ich mich sehr.

 


Werkstudent bei der sycat IMS GmbH – Teil 3

Im dritten Teil möchte ich euch von weiteren Tätigkeiten und meinem Fazit über die Arbeitstätigkeit bei der sycat IMS GmbH berichten.

Die Stelle, auf die ich mich eigentlich beworben habe, war die des Testers. Der Tester hat die Aufgabe, die noch nicht fertige Software zu testen und bei auftretenden Fehlern diese in dem Trackingsystem  JIRA anzulegen. Der Punkt für den Fehler wird automatisch an die Entwicklung weitergegeben, die diesen anschließend löst.

Diese Stelle war zwar mehrfach besetzt , jedoch gab es aufgrund von Krankheitsfällen und Abwesenheiten wegen Prüfungsphasen zu Engpässen bei dieser und die zu testenden Funktionen stauten sich, sodass ich für einige Zeit diese Stelle übernahm. Dabei lernte ich das Entwicklungs-Framework Scrum kennen. Bei Scrum werden die zu programmierenden Funktionen in natürlicher Sprache als sogenannte „Backlog-Items“ formuliert und innerhalb eines „Sprints“entwickelt. Scrum wurde durch das Tool „JIRA“ unterstützt. In diesem wurde eine Liste von Backlog-Items erstellt, die priorisiert und deren Aufwände geschätzt wurden. Ein Sprint ist eine Zeitraum von zwei bis vier Wochen, in dem die Backlog-Items umgesetzt werden. Bei dem „Sprint Planning-Meeting“ wird geplant, welche Punkte abhängig von Umsetzungdauer und Priorität des Punktes in dem Sprint entwickelt werden. Man schließt jeden Sprint mit einem fertigen Produkt ab. Nach dem Abschließen des Sprints beginnt der ganze Prozess von vorne. Mit JIRA war es möglich JIRA-Punkte nach einer Statusänderung einer anderen Personen bzw. Rolle automatisch  zuzuordnen, sodass nachdem ein Entwickler den Punkt auf „Fertig“ gesetzt hat, dieser automatisch an zuständigen Tester weitergeleitet wurde. Dieser musste den Punkt dann auf „Fehlerfrei“ setzten , falls die Funktion ordnungsgemäß funktionierte oder auf „Noch fehlerhaft“ mit einer Fehlerbeschreibung oder ggf. einem Video, damit der Entwickler den Fehler reproduzieren kann. Weitere Aspekte von Scrum und dem etwas abgewandelten Entwicklungsprozesses der sycat IMS Gmbh erspare ich euch, da dies diesen Blogeintrag unnötig aufdunsten würde. Er soll nur einen Einblick in das von mir kennengelernte Softwareentwicklungsverfahren geben, welches in der freien Wirtschaft sehr oft verwendet wird,  jedoch in Vorlesungen kaum erwähnt wird.

An dieser Stelle möchte ich zum Fazit überleiten. Sehr gut fand ich , dass ich einige Entwicklerwerkzeuge und Entwicklungsprozesse wie Scrum und JIRA kenngelernt habe. Das Entwickeln in größeren Teams erfordert viele Koordination und Kommunikation, was durch Scrum sehr gut gegeben ist. Weiterhin konnte ich Erfahrung bei dem Umgang mit Kunden sammeln und hatte einen tiefen Einblick in die Tätigkeit als Berater. Zusätzlich konnte ich meine fachlichen Fähigkeiten im Bereich Anforderungsmanagement, Prozessmanagement und Projektmanagement erweitern. Auch meine Programmierkenntnisse sind dank der Tätigkeit als Werkstudent besser geworden.  Im Großen und Ganzen kann ich jedem Studenten der Wirtschaftsinformatik eine Tätigkeit als Werkstudent in einem Softwareunternehmen wärmstens empfehlen, da man die gelernten Inhalte aus dem Studium viel besser mit seiner Arbeitstätigkeit verknüpfen kann.  Außerdem werden in der Praxis neue Methode, Verfahren und Technologien verwendet, die den Weg ins Studium noch nicht gefunden haben, jedoch sehr relevant für den weiteren beruflichen Werdegang sind.


Werkstudent bei der sycat IMS GmbH – Teil 2

In Teil 1 habe ich euch die sycat IMS GmbH vorgestellt. Nun möchte ich in diesem Teil auf meine Tätigkeit bei der sycat eingehen:

Vor meiner Einstellung bei sycat hatte ich mich bei mehreren Unternehmen im Raum Hannover beworben. Die sycat IMS GmbH war einer der schnellsten Unternehmen, die mir geantwortet hatten. Nach einem kurzen Email-Verkehr mit der IT-Abteilungsleiterin Frau Schwab wurde ich zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Im Vorstellungsgespräch wurde ich zu meinen IT-Kenntnissen gefragt und auf das schnelle Einarbeiten in technische Zusammenhänge geprüft, indem mir eine mir unbekannte Software vorgelegt wurde und ich in kürzester Einarbeitungszeit den anwesenden Personen, die Funktionen der Software erklären musste. Einige Tage nach dem Gespräch teilte mir Frau Schwab leider mit, dass meine damaligen, technischen Fähigkeiten für die Stelle nicht ausreichen würden. Jedoch könnte Sie sich mich sehr gut in der Beratungsabteilung vorstellen, sodass Sie mit meiner Einwilligung meine Bewerbungsunterlagen an die Beratungsleiterin Frau Schröder weiterleitete. Nach einem 2. kurzen Gespräch mit Frau Schröder wurde ich eingestellt. An meinem ersten Tag wurde ich mit der IT-Infrastruktur und der Organisation von sycat bekannt gemacht und mir wurden die technischen Arbeitsmittel und Zugänge zur Verfügung gestellt. In den nächsten Tagen hat mich Frau Schröder intensiv in die hauseigene Prozessautomatisierungssoftware sycat ProcessToFlow eingearbeitet. Nachdem ich relativ fit war in dem Produkt, gab Sie mir die Aufgabe die Schulungsunterlagen zu aktualisieren und einige Übungsaufgaben für die Kunden zu entwerfen. Während der Aktualisierung der Schulungsunterlagen merkte ich erst, wie gering meine Microsoft Word-Kenntnisse waren und dass ich das Tool gar nicht so gut beherrschte, wie ich bisher annahm. Nach einem kurzen Hin und Her fertigte ich die Schulungsunterlagen und die Übungsaufgaben an. Zu meinen weiteren Tätigkeiten gehörte, dass ich Frau Schröder bei der Vorbereitung von Schulungen unterstützte sowie sycat ProcessToFlow auf Fehler testete und diese dann der IT-Abteilung mitteilte.

Nach ca. einem halben Jahr musste Frau Schröder in Mutterschutz gehen. Deshalb wurde ich in die IT-Abteilung versetzt und in weitere Produkte von sycat eingearbeitet. Dies war zum einen die Prozessmodellierungssoftware sycat Process Modeler Pro, die Dokumentenmanagementsoftware sycat DocMan, das Portal sycat IMS Portal und die Dokumentenfreigabesoftware sycat Document Workflow eingearbeitet. Dann habe ich auch für diese Produkte die Schulungsunterlagen aktualisiert. Bei der Aktualisierung der Dokumente hab ich u.A. die enthaltenen Bilder durch aktuelle Bilder ersetzt, neue oder geänderte Funktionen vermerkt bzw. die betroffene Stellen angepasst und redundante sowie nicht stimmige Abschnitte entfernt.

Weiterhin habe ich den Vertrieb und die Beratung dabei unterstützt Kundenprojekte bzw. Pilotprojekte abzuwickeln. Dabei habe ich meistens Prozesse des Kunden automatisiert oder die Dokumente und Prozesse in das sycat Portal eingepflegt. An einem Tag kam ganz überraschend einer der Geschäftsführer (Herr Idel) in mein Büro und hat mich gefragt, ob ich für ihn einen Prozess automatisieren könnte. Diese Bitte bejahte ich natürlich und Herr Idel erklärte mir den Kontext des Projektes. Es stellte sich heraus, dass ich dieses Projekt eigenständig übernehmen sollte. In der ersten Zeit hat Herr Idel die Kommunikation mit dem Kunden übernommen. Nach einiger Zeit führte ich auch diese selbständig durch. Nach Abschluss dieses Projektes betreute ich den Kunden weiterhin und nahm selbständig Anforderung auf, passte das System eigenständig an und teilte komplexe Aufgaben Mitarbeitern aus der IT zu. Kurz vor meinen Abschluss entschied ich mich bei der sycat IMS GmbH meine Bachelorarbeit zu schreiben. Das Thema der Bachelorarbeit war „Nutzen und Akzeptanz von Social-Media-Funktionen in BPM-Portalen am Beispiel des ’sycat BPM Portal‘ “. Neben der Bachelortätigkeit betreute ich die Prozessautomatisierungsprojekte unserer Kunden weiter. Außerdem sollte unser Prozessautomatiserungstool durch einen externen Partner abgelöst werden. Die Evaluierung möglicher Prozessautomatisierungstools und Partner übernahm ich ebenfalls. Ich teste diese u.A. auf die Funktionalitäten, die Migration von Daten und die Performance.  Aus ca. 20-30 Tools wählte ich drei Tools aus und lud die Verantwortlichen zu unserem Standort in Hannover ein. Unsere Geschäftsführer lernten in diesen Gesprächen die Tools und Geschäftsmodelle der potentiellen Partner kennen. Nach den drei Terminen übernahmen Geschäftsführer die Kommunikation mit Partnern und ich konnte in Ruhe meine Bachelorarbeit beenden. Nach meiner Bachelorarbeit verließ ich nach 2 Jahren und 8 Monaten das Unternehmen, um neue Erfahrungen zu machen.

 


Werkstudent bei der sycat GmbH – Teil 1

Hi zusammen,

ich habe schon einige Werkstudentjobs hinter mir und bin schon als Unternehmensberater tätig, dennoch ist meine längste und erste Anstellung bei der sycat IMS GmbH am besten im Gedächnis geblieben:

Die sycat IMS GmbH ist ein mittelständisches Softwareunternehmen aus Hannover. Ehemals hieß dieses binner IMS GmbH und wurde von Prof.-Dr.-Ing. Binner  im Jahre 1998 gegründet. Im Jahr 2007 wurde das Unternehmen von den derzeitigen Geschäftsführern Frank Schröder und Marco Idel übernommen und in sycat IMS GmbH umbenannt. Die Beratungsabteilung wurde dabei aus der sycat IMS GmbH ausgegliedert und in proWert Consulting GmbH umbenannt. Zur Produktpalette der sycat IMS GmbH gehören der sycat Process Designer Pro (Tool zu Modellierungs von Geschäftsprozessen), der sycat Document Manger (Tool zur elektronischen Verwaltung von Dokumenten), das sycat Portal (ein Portal zur Darstellung und Verwaltung von Prozessen und Dokumenten) und sycat Process to Flow (ein Tool zur Automatiserung von Geschäftsprozessen). Neben dem Verkauf von Lizenzen gehört zu dem Geschäftsmodell der sycat IMS GmbH der Support von bereits verkaufter Software und die individuelle Erweiterung für die oben genannten Softwareprodukte. Zu den Leistungen der proWert Consulting GmbH gehört die Automatisierung von Geschäftsprozessen mit sycat Process to Flow, was einer meiner Hauptaufgaben war, die Schulung der Kunden sycat IMS GmbH für die hauseigenen Produktpalette, die Einführung und Aufbau eines Qualitätsmanagemantsystems sowie die Erfassung von Geschäftsprozesse. Die sycat IMS GmbH beschäftigt zusammen mit der proWert Consulting GmbH 20 -30 Mitarbeiter. Zu den Kunden der sycat GmbH zählten u.A. VW, DB Schenker, Bahlsen und MAN.

In dem nächsten Teil erzähle ich euch etwas über meine Tätigkeit  bei der sycat GmbH