Wirtschaftsinformatik in der Praxis

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Werkstudententätigkeit im Volkswagen Konzern – Von der VWFSAG über die VWAG zur EURO-Leasing GmbH – (2/3)

Hallo Zusammen,

nachdem ich im ersten Teil auf die einzelnen Stationen und meinen Weg eingegangen bin, möchte ich hier kurz meine Aufgaben während der Zeit präsentieren.

Bei meiner ersten Station wurde ich eingestellt, um mit meinen (anfangs nicht vorhandenen) VBA-Kenntnissen ein neues Antragsformular zu entwickeln. Neben dieser Aufgabe, sollte ich auch im Tagesgeschäft beim Support unterstützen. Dabei lernt man echt viel, weil Probleme über die gesamte Themenbandbreite gelöst oder strukturiert werden müssen. Nachdem ich das Formular fertiggestellt hatte, durfte ich auf Nachfrage bei einem Projekt mitwirken. Dabei ging es um die Erstellung eines neuen Berechtigungskonzeptes für die Berechtigungen im SAP HR-Tool. Unterstützung haben wir hier von den Wolfsburger Kollegen erhalten, da hier die Verantwortung für das gesamte System liegt. So entstand auch der Kontakt zu den Wolfsburger Kollegen. Was mich besonders freut ist, dass mein Formular zum Ende meiner Zeit in Braunschweig produktiv gesetzt wurde und aktuell verwendet wird.

Da ich mir durch das Projekt in Braunschweig eine sehr gute Wissensbasis zur Rechte- und Rollenvergabe aneignen konnte, war ich für die Kollegen in Wolfsburg eine gute Unterstützung ohne eingearbeitet werden zu müssen. So habe ich auch in Wolfsburg bei dem Support zum Thema Berechtigungen unterstützt. Außerdem sollte ich die automatisierte Rollenzuweisung mit Freigabeprozess über das Antragstool konzipieren. Dieses Projekt konnte ich in meiner Zeit leider nicht komplett fertigstellen, da ich oft bei anderen Themen unterstützen sollte und entsprechende Termine mit den Experten schwer zu bekommen waren.

Mit der Idee meine Masterarbeit bei der EURO-Leasing GmbH zu schreiben bin ich schließlich in Sittensen gelandet. Hier soll ich mit einem Rollen- und Berechtigungskonzept zunächst Standards für die einzelnen Abteilungen entwickeln. Danach soll nach der Auswahl eines entsprechenden Tools die Antragstellung (Standards und zusätzliche Rechte), der Freigabeprozess und die automatisierte Berechtigung für Mitarbeiter ermöglicht werden. Da ich an der Uni leider kein Institut gefunden habe, welches mich bei dem praktischen Thema zu Access- und Identity-Management unterstützt, werde ich das Projekt in meiner Werkstudententätigkeit vorantreiben. Die Masterarbeit wird dann zu einem anderen Thema innerhalb eines Instituts verfasst.

Was ich während meiner Zeit als Werkstudent gelernt habe und was meine Empfehlungen für euch sind, werde ich im letzten Teil erläutern.

Bis dann

Patrick


Werkstudententätigkeit im Volkswagen Konzern – Von der VWFSAG über die VWAG zur EURO-Leasing GmbH – (1/3)

Hallo Zusammen,

kurz zu meiner Person: Ich habe meinen Bachelor Informatik an der TU Braunschweig gemacht und studiere aktuell im Master Wirtschaftsinformatik an der TU Braunschweig.

Ich möchte euch in drei Teilen an meiner Reise durch den VW Konzern als Werkstudent teilhaben lassen. Zunächst möchte ich euch kurz meine Bereiche in den jeweiligen Unternehmen vorstellen. Im zweiten Teil folgen dann meine jeweiligen Aufgaben und zum Abschluss mein Fazit über die gesamte Zeit.

Volkswagen Financial Services AG (VWFSAG) in Braunschweig

Begonnen habe ich im Juni 2016 bei der VWFSAG als Werkstudent in der Abteilung „IT-Koordination Personal und Organisation“ (SH-SO).

Für die Stelle habe ich mich ganz normal über das Bewerberportal beworben. Bei den Anforderungen wurden zwar tiefere VBA-Kenntnisse gefordert, die ich zu dem Zeitpunkt nicht hatte. Ich habe die Stelle trotzdem erhalten, weil mein persönliches Auftreten von allen Bewerbern am besten angekommen ist. Die fachlichen Voraussetzungen konnte ich mir dann im Laufe der Zeit aneignen. Damit möchte ich jeden motivieren sich auf Stellen zu bewerben, bei denen nicht unbedingt alle fachlichen Voraussetzungen gegeben sind. Man kann durch sein eigenes Auftreten schon einen guten Eindruck hinterlassen. Die Abteilung SH-SO (sie heißt mittlerweile glaube ich anders) kümmert sich innerhalb der FSAG um alle technischen Fragestellungen aus dem HR-Bereich. Sie übersetzt Anforderungen aus dem Fachbereich für die IT, quasi als Schnittstelle zwischen Fachbereich und IT. Weiterhin leistet sie Support und ist für die Berechtigungsvergabe (Access‑ und Identity‑Management) verantwortlich. Da diese Abteilung auch für die Durchführung des Stimmungsbarometers (Mitarbeiterbefragungen) innerhalb des Konzerns und bei Töchterfirmen (u.a. EURO-Leasing GmbH) zuständig ist, konnte ich bereits hier Kontakt zu der EURO-Leasing GmbH aufnehmen. Dazu später mehr.

Nach zwei Jahren in der Abteilung war die maximale Laufzeit als Werkstudent bei der VWFSAG erreicht und konnte nicht weiter verlängert werden. Ich wäre gerne länger geblieben, es gab aber keine Möglichkeit zur Verlängerung. Im Laufe der zwei Jahre habe ich viele Kollegen kennengelernt und konnte mir so ein kleines Netzwerk aufbauen. Über ein Projekt (mehr dazu in Teil 2) hatte ich auch Kontakte nach Wolfsburg und so ging mein Weg als Werkstudent bei der VWAG in Wolfsburg weiter.

Volkswagen AG (VWAG) in Wolfsburg

Ohne weitere Bewerbung bin ich dann im September 2018 zur Abteilung „Systembetreuung Volkswagen AG“ (K-SPI/2) gekommen.

Diese Abteilung betreut das SAP-Personalsystem des Volkswagen Konzerns. Dabei geht es von reiner operativer Abarbeitung von Support-Anfragen über Berechtigungsvergaben (Access‑ und Identity‑Management) innerhalb des Systems bis hin zum Customizing und Projektunterstützung.

Da ich zum Ende meines Studiums zurück in die Heimat (zwischen Bremen und Hamburg) wollte, bin ich nur bis Ende Juli 2019 in Wolfsburg geblieben. Da der Kontakt zur EURO-Leasing GmbH bereits seit der Zeit bei der VWFSAG bestand, bin ich im August 2019 als Werkstudent bei der EURO-Leasing GmbH eingestiegen.

EURO-Leasing GmbH in Sittensen

Die EURO-Leasing GmbH kümmert sich seit September 2019 um das gesamte Vermietgeschäft innerhalb des VW‑Konzerns. Vorher war nur das Vermietgeschäft von MAN und Trailern Kern des Unternehmens. Dabei geht es von Werkstattersatzwagen über Kurzeit- und Langzeitmiete bis hin zum Kauf von gebrauchten Rückläufern.

Da die EURO-Leasing GmbH mit knapp 600 Mitarbeitern ein Mittelständler ist, kümmert sich die IT innerhalb des Unternehmens um alle technischen Belange. Von den agilen Entwicklern über das Betriebsteam (Support) bis hin zur Infrastruktur-Verwaltung ist alles innerhalb einer IT-Abteilung angesiedelt.

Abschließend kann ich sagen, dass ein Netzwerk innerhalb eines so großen Konzern viele Möglichkeiten bietet weitere Abteilungen und sogar neue Standorte kennenzulernen. Man sollte nur proaktiv dabei sein, ansonsten fällt man in einem so großen Konzern gar nicht auf.

Was genau meine Aufgaben während meiner Reise waren und aktuell in Sittensen sind, werde ich in Teil 2 näher erläutern.

Bis dann

Patrick


Werkstudentin bei der ISR Information Products AG Teil 3

Nachdem ich euch in den Blogeinträgen 1 und 2 das Unternehmen wie auch meine Aufgaben vorgestellt habe, widme ich mich nun meinem Resümee.

In den zwei Jahren bei der ISR wurde mir die Möglichkeit gegeben, einen Einblick in die Consulting-Branche zu bekommen. Dabei habe ich Einblicke in den Verkaufsbereich wie auch in den Entwicklungsbereich erlangen. Mir wurden viele Freiräume bei der Auswahl der Aufgaben wie auch in deren fachlichen Bearbeitung gegeben. Bei der Auswahl der Aufgaben konnte ich meine eigenen Vorstellungen einbringen, sodass die Tätigkeiten individuell auf mich zugeschnitten wurden. Dabei wurde Rücksicht genommen, wenn man bestimmte Thematiken eher ungern bearbeiteten möchte. Dies war bei mir das Programmieren, da ich vor der Zeit bei ISR in der Softwareentwicklung gearbeitet habe. Besonders interessant fand ich das Erstellen eines Business Cases. Dies wird mir in der Zukunft höchstwahrscheinlich einen großen Nutzen bringen.

Mit diesem Resümee ist nun mein Blogeintrag beendet und ich hoffe, dass ich euch einen kleinen Eindruck in meine Tätigkeit bei der ISR vermitteln konnte.

Beste Grüße

Maike


Werkstudentin bei der ISR Information Products AG Teil 2

In Teil 2 meines Blogeintrages geht es um das Team, dem ich zugeteilt war und um die Aufgaben, die ich in dem Team ausüben durfte. Bis April 2019 war ich in dem Service Business Planning als Werkstudentin eingestellt. Dieser Service ist dem Unternehmensbereich SAP Information Management unterstellt.  Das SAP Information Management unterteilt sich in die fünf Services BI Strategy, DWH, Analytics, Planning und Big Data/IoT. Ich gehe nun auf den Service „Planning“ genauer ein, weil ich diesem Service zugeordnet war.

Der Service „Business Planning“ hat drei Ziele, auf die sie ausgerichtet sind. Das erste Ziel umfasst die Entwicklung von automatisierten und integrierten Planungsprozessen. Damit sollen die Einzelteilplanungen, die isoliert und separat durchgeführt wurden, vermieden werden, wodurch sich der Zeit und Kostenaufwand verringert. Das nächste Ziel bezieht sich auf die Vorhersage von kommenden Trends und Risiken mithilfe einer zukunftsorientierten Planung. Als weiteres Ziel hatte der Service das Erstellen von Unternehmensplänen, die aussagekräftig und präzise sind. Damit sollen veraltete Methoden wie zum Beispiel Excel minimiert werden. Dies senkt die Fehleranfälligkeit.

Zur Einführung in die Thematik wurden mir einige Dokumentationsaufgaben aufgetragen. Hierbei habe ich das Thema strategische-, operative -und Finanzplanung und die Kostenrechnung ausgearbeitet. Basierend darauf erstellte ich eine Tool-Demo für Kunden. Dabei wurde sich auf das IBM-Produkt TM1 mit der Thematik integrierte Ergebnis- und Finanzplanung bezogen. Diese Demo umfasste fachliche wie auch technische Erläuterungen. Die letzte und umfangreichste Aufgabe umfasste das Erstellen eines Business Cases im Bereich Reifegradmessung. Das Erstellen eines Business Cases beginnt mit der Marktanalyse inklusive Beschreibung von Kundenprofilen und das Kundenpotenzial. Darauf folgt die Beschreibung der Dienstleistung, die erbracht werden soll. Um bewerten zu können, um die Dienstleistung Nutzen bringt, werden die Kosten, die monetären Vorteile und die nicht monetären Aspekte aufgelistet. Anschließend wird eine Empfehlung für das Unternehmen bzw. Service ausgesprochen.

Was ich aus dieser Tätigkeit bei der ISR mitgenommen habe, folgt in Teil 3.


Praktikum bei der Finanz Informatik – Persönliches Fazit – (3/3)

Liebe Leserinnen und Leser,

in meinem dritten und letzten Beitrag möchte ich ein kleines persönliches Fazit zu meinem Praktikum bei der Finanzinformatik ziehen.

Obwohl ich während der drei Monate in der FI viel Zeit mit Theorie und der Anfertigung des unternehmensinternen Dokuments verbracht habe, konnte ich aus den Phasen, in denen in praktisch mitgearbeitet habe, dennoch einiges an Wissen mitnehmen. Viel von dem, was in den Vorlesungen gelehrt wird, konnte ich auf die eine oder andere Art und Weise während meiner praktischen Tätigkeiten wiederfinden, wobei ich meiner Meinung nach während des Praktikums deutlich mehr nützliche Dinge gelernt habe, als es in mehreren Semestern Vorlesung der Fall war.

Die Bezahlung während meines Praktikums war in Ordnung und auch die Wertschätzung von mir als Praktikant würde ich als durchweg positiv bezeichnet. So wurden mir während der gesamten Zeit keine typischen Praktikantenaufgaben wie Kaffeekochen, Druckerreinigen oder Dokumente abheften zugeteilt. Eher das Gegenteil war der Fall, da ich vom ersten Moment an von der gesamten Abteilung wie ein vollwertiger Mitarbeiter behandelt wurde.

Tipp zur Bezahlung:

Der Zeitraum des freiwilligen Praktikums sollte 3 Monate überschreiten, denn nur dann ist der Arbeitgeber verpflichtet, das Praktikum mit Mindestlohn zu vergüten. Wichtig ist hierbei, dass das Praktikum freiwillig ist und über 3 Monate dauert. Zum Beispiel ist der Zeitraum vom 1.3 bis 31.5 über 13 Wochen, trotzdem zählt dies lediglich als 3 Monate, sodass das Unternehmen während dieses Zeitraums den Praktikanten mit einem eigens festgelegten Stundenlohn entlohnen kann.

Grundsätzlich kann ich jedem Studenten ein freiwilliges Praktikum empfehlen, um eben ein Gefühl dafür zu bekommen, wie ein Teil des erlernten Wissens in der Praxis angewendet werden kann. Ebenfalls können sich aus einem Praktikum weitere berufliche Möglichkeiten, wie eine Beschäftigung als Werkstudent, ergeben, aber auch das Aufbauen von Kontakten ist eine unglaublich wichtige Aufgabe, welcher während des Praktikums nachgegangen werden sollte.

Tipp während des Praktikums:

„Kontakte sind nur für diejenigen schlecht, die sie nicht haben“. Dieses Sprichwort sollte man sich während seines Praktikums immer wieder ins Gedächtnis rufen, denn selbst wenn die Bezahlung nicht gut ist oder die zugewiesenen Aufgaben einem nicht wirklich zusagen, ist das kein Grund, den Kopf hängen zu lassen. Während des Praktikums lernt man fast täglich neue Leute kennen, woraus sich direkt nach dem Praktikum beispielsweise eine Beschäftigung als Werkstudent oder aber noch Jahre nach dem Praktikum die Möglichkeit für den Berufseinstieg ergeben kann.

Abschließend kann ich sagen, dass mir das Praktikums sehr gefallen hat und ich jederzeit wieder ein Praktikum bei der FI machen würde.


Praktikum bei der Finanz Informatik – Meine Aufgaben – (2/3)

Liebe Leserinnen und Leser,

in meinem zweiten Beitrag möchte ich genauer auf meine Aufgaben während meines Praktikums bei der Finanz Informatik eingehen.

Während meines 3-monatigen Praktikums war ich in der OE Geschäftsprozesssteuerung (GPS) eingesetzt. Mein Einsatzort dort war dabei das Reporting.

Im ersten Teil meines Praktikums wurde mir die Aufgabe zugetragen, ein unternehmensinternes Dokument anzufertigen. Während die den Reports zugrundeliegenden Daten zum jetzigen Zeitpunkt in einer recht simplen Datenbankstruktur gehalten wurden, war es meine Aufgabe, sich einen möglichen Umzug in eine unternehmenseigene Implementierung eines Data Warehouses genauer anzuschauen und mögliche Probleme, Besonderheiten und Nachteile herauszuarbeiten. Während der Anfertigung des Dokuments konnte ich mir einen ausgiebigen Einblick darüber verschaffen, was es mit sich bringt, in einem Unternehmen mit mehreren 1.000 Mitarbeitern zu arbeiten: lange Kommunikationswege und Unmengen an bürokratischem Aufwand.

Tipp zur Zuweisung von Aufgaben:

Meist haben die Vorgesetzten schon eine Vorstellung davon, was der Praktikant während seiner Zeit für Aufgaben bewältigen soll. Leider wissen die Vorgesetzten meist nicht genau darüber Bescheid, was dem Praktikanten während des Studiums bereits beigebracht wurde. Solltet ihr also mit einer Aufgabe überfordert sein oder euch etwas Anderes von eurem Praktikum erhofft haben, könnt bzw. solltet ihr euren Vorgesetzten zeitnah darauf ansprechen. Oft haben diese vollstes Verständnis für euer Anliegen und es kann eine Lösung gefunden werden.

Im zweiten Teil konnte ich an den täglichen Aufgaben der Abteilung Geschäftsprozesssteuerung sowie speziell an einem Projekt des GPS-Reportings mitarbeiten.

Während der Mitarbeit, welche neben der Anfertigung des bereits beschriebenen Dokuments stattfand, konnte ich mir viele Einblicke in die Aufgaben der Abteilung verschaffen. So konnte ich unter anderem einen groben Überblick darüber bekommen, was für Aufgaben es zu bewältigen gilt bzw. was für ein organisatorischer Aufwand in einem Unternehmen mit solch einer Größe nötig ist, wenn ein neuer Kunde sein bereits bestehendes System auf das der FI migriert.

Ziel des Reporting-Projektes war die Anpassung eines bestehenden Berichts. Hierbei sollten weitere Informationen mit aufgenommen, sowie die Darstellungen bereits zur Verfügung stehender Informationen innerhalb des Berichts verändert werden. Damit einhergehend mussten Tabellen in Datenbanken angepasst, Programme, die für die Füllung dieser Tabellen mit Laufzeitdaten verantwortlich waren, umgeschrieben und unzählige Formalien sowie Regeln eingehalten werden. Während der Projektdurchführung konnte ich die verschiedenen Schritte einer Projektdurchführung kennenlernen und war ebenfalls in alle notwendigen Tätigkeiten involviert. Hierbei konnte ich unzählige Dinge über Datenbanken, SQL und das Testverfahren innerhalb der FI lernen.


Werkstudentin bei der ISR Information Products AG Teil 1

Hallo zusammen,
mein Name ist Maike und ich absolviere zurzeit mein letztes Semester in meinem Master in Wirtschaftsinformatik. Ich habe in den sechs Jahren als Studentin durchgängig als Werkstudentin in unterschiedlichen Unternehmen gearbeitet und möchte euch nun das Unternehmen vorstellen, das mein Master begleitet hat. Welche Aufgaben ich ausüben durfte und welche Erfahrungen ich aus der Tätigkeit ziehen konnte, erfahrt ihr in Teil 2 und 3.

Nun aber erstmal zu einigen Fakten zum Unternehmen.

ISR Information Products AG ist eine Unternehmensberatung, die 1993 gegründet wurde und zurzeit über 170 Mitartarbeiter verfügt. Sie ist der Spezialist für effizientes Informationsmanagement für strukturierte und unstrukturierte Daten. Damit unterstützten sie den Kunden bei der Festlegung und Analyse von vertrauenswürdigen Informationen und diese zur Optimierung im Rahmen von Geschäftsprozessen zu nutzen. Bekannte Kunden der ISR sind zum Beispiel New Yorker, Commerzbank und Hugo Boss. Das Unternehmen verteilt sich auf die Standorte Braunschweig, Münster, Hamburg, München und Köln und deckt fünf Unternehmensbereiche ab. Diese sind Analytics&Insights, Digital Operations, SAP Information Management, Information Products und Application Management. Auf die drei meiner Meinung nach interessantesten Unternehmensbereiche werde ich kurz eingehen.

Der Unternehmensbereich „Analytics & Insights“ zielt allgemein darauf ab, den Kunden modernste Technologien zur Verfügung zu stellen, um manuelle oder automatisierte Entscheidungen treffen zu können. Speziell unterstützt ISR in dem Service die Kunden beim Formulieren von BI-Strategien, beim Einführen in die Modern Analytics und Datenvisualisierung und beim Modernisieren des Data Warehouse.

Der Unternehmensbereich „Digital Operations“ spezialisiert sich auf die Umsetzung von Digitalisierungsprojekten. Diese Umsetzung soll dabei zielgerichtet und wertschöpfend sein. ISR unterstützt die Kunden zum Beispiel bei der effizienteren Bearbeitung der Dokumentenberge oder der Automatisierung der Geschäftsprozesse.

Der Unternehmensbereich „SAP Information Management“ umfasst die Umsetzung von BI und Analytics mit SAP. Da ich diesem Bereich zugeordnet war, gehe ich in Teil 2 nochmal näher auf die Teams dieses Services ein.

Ich hoffe ich konnte euch mit diesem Blogeintrag schon ein kleinen Einblick in die Tätigkeiten der ISR geben. Welche Tätigkeiten allgemein mein Team absolviert und welche Aufgaben ich ausüben durfte, erfahrt ihr in Teil 2.


Praktikum bei der Finanz Informatik – Das Unternehmen und der Bewerbungsprozess – (1/3)

Liebe Leserinnen und Leser,

in meinem ersten Beitrag möchte ich etwas über das Unternehmen erzählen, in dem ich Anfang 2019 für drei Monate mein freiwilliges Praktikum absolviert habe.

Die Finanz Informatik GmbH & Co. KG, kurz FI, ist der IT-Dienstleister der Sparkassen-Finanzgruppe und besitzt Standorte in Frankfurt, Hannover und Münster, auf die weit über 5.000 Mitarbeiter verteilt sind. Zu den Kunden der FI gehören 385 Sparkassen, sechs Landesbanken, die DekaBank, acht Landesbausparkassen, öffentliche Versicherer sowie weitere Unternehmen der Sparkassen-Finanzgruppe [1]. Die FI bietet einen kompletten IT-Service an – von der Anwendungsentwicklung über Infrastruktur- und Rechenzentrumsbetrieb bis hin zur Beratung, Schulung und Support.

Neben der Internet-Filiale der Sparkassen bietet die FI mit OSPlus (One System Plus) ihren Kunden eine einheitliche Gesamtbanklösung. Dieses sind nur zwei von vielen Produkten, welche die FI ihren Kunden anbietet. Ergänzt wird das Leistungsangebot von Tochterunternehmen, wie die Star Finanz, um u.a. die allseits bekannte Sparkassen App.

Tipp zum Finden eines Unternehmens:

Oft ist es schwierig, ein Unternehmen zu finden, das den persönlichen Vorstellungen entspricht und gleichzeitig noch Stellen für Praktikanten ausgeschrieben hat. Hier kann es hilfreich sein, sich innerhalb des Verwandten- und Bekanntenkreis umzuhören. Vitamine B spielt nach wie vor eine große Rolle und kann bei der Suche nach einem Praktikumsplatz sehr hilfreich sein. Ebenfalls kann man so bereits einiges über das Unternehmen und die dortige Atmosphäre aus erster Hand erfahren.

Nachdem meine Initiativbewerbung am Standort Hannover einige Wochen im Unternehmen lag, wurde ich zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen. Am Bewerbungsgespräch nahmen neben mir noch die Personalreferentin, der Abteilungsleiter sowie mein für das Praktikum zuständiger Betreuer teil. Nach einigen persönlichen Fragen zu meiner Person wurde auf mein persönliches fachliches Interesse, aber auch auf einige meiner leider schlechten Noten eingegangen. Die konnte ich plausibel erklären und darauf verweisen, dass eine Klausurnote nur bedingt das Können in diesem Bereich wiederspiegelt. Bereits nach dem Bewerbungsgespräch wurde mir ein durchweg positives Feedback gegeben und nur eine Woche später gab es eine schriftliche Zusage für das Praktikum.

[1]https://www.f-i.de/Ueber-uns/VorausDenkenMachen


Mein Startup: WE.EAT (3/3)

Im letzten Blogeintrag habe ich euch davon erzählt, wie ich mit meinem Startup „WE.EAT“ an einem Startup Accelerator-Programm teilgenommen habe. In diesem Beitrag möchte ich ein Fazit zum Alltagsleben im Startup ziehen und diskutieren, inwieweit mich das Studium darauf vorbereitet hat.

Letztendlich war es auf jeden Fall eine richtige Entscheidung, das Projekt zu starten – auch wenn der Erfolg vielleicht noch nicht 100 % so eingetreten ist wie erhofft. Ein reales Projekt mit realen Nutzern durchzuführen, stellt einen natürlich vor große Herausforderungen. Soviel man über Marketing Theorien, Unternehmensführung etc. gelernt hat: Die Anwendung in der Praxis erweist sich als deutlich schwieriger als die Theorie. Man kann die beste Idee der Welt haben, doch wenn sie entweder nicht richtig der Außenwelt kommuniziert wird oder von ihr nicht angenommen wird, ist sie wertlos. Damit muss man leben. Zum Glück stehen aber in der Startup-Szene viele Mentoren zur Verfügung, die einem dabei helfen, dass so etwas nicht passiert.

Nichtsdestotrotz ist Hintergrundwissen aus dem Studium natürlich hilfreich, sei es bei betriebswissenschaftlichen bzw. rechtlichen Fragen, oder aber auch in Form spezieller Technikkenntnisse auf Seiten der Informatik. Ein solches Wissen sollte am Besten durch freiwillige Weiterbildung in der Freizeit auch weiterentwickelt werden. Hierzu gibt es eine Menge Anlaufstellen, die auf das Unternehmertum vorbereiten: Coachings, Online-Kurse, Bücher etc.

In einem Startup lernt man insgesamt vor allem, sich neuen Herausforderungen zu stellen und diese mit wenig Aufwand zu lösen. Man wächst also sowohl fachlich als auch persönlich über seinen eigenen Schatten hinweg. Hier ist auch der Unterschied zum Studium: Viele Projekte sind „virtuell“. Man entwickelt Ideen und Prototypen, die man häufig nicht zu Ende ausarbeitet bzw. in die Praxis umsetzt.

Wer also eine coole Idee für ein eigenes Startup hat, dem kann ich nur raten: Fangt einfach an!

Falls ihr dazu Fragen habt, stehe ich auch gerne für einen Rat zur Verfügung.

Beste Grüße

Bijan

 


Mein Startup: WE.EAT (2/3)

Hallo zusammen,

in meinem letzten Blogeintrag habe ich davon berichtet, wie wir dazu kamen, mit unserem Startup-Projekt zu beginnen. In diesem Beitrag würde ich gerne mehr von unserem Projekt erzählen. Außerdem will ich auf die Zeit im 3-monatigen Startup Camp eingehen.

Erst einmal zu unserem Projekt: Die Idee entstand eigentlich dadurch, dass wir der Meinung sind, niemand sollte alleine essen. Essen ist in unseren Augen vor allem eine Gemeinschaftssache, die man gemeinsam praktiziert. Daher war der Idee, eine Plattform zu schaffen, um Leute zum gemeinsamen Essen zu verbinden. Das Konzept ist ähnlich wie „Airbnb“, nur eben für die Küche: Du bietest in deinen vier Wänden ein eigenes Gericht an und lädst andere zum Essen ein. Das hat zum einen den Vorteil, dass du deinen Abend/Mittag in toller Gesellschaft verbringst und neue Bekanntschaften schließt, zum anderen kannst du aber auch einen Preis für dein Essen verlangen. Auch als Gast profitierst du durch die neuen Bekanntschaften & das leckere Essen. Win-Win also für alle. Über eine Buchung in einer App können solche Food-Events dann leicht abgewickelt werden, so das grundlegende Konzept.

Die Idee konnte das Team von Borek.digital überzeugen, sodass wir im letzten Sommer am 3-monatigen Startup Camp der Münzhandelsgesellschaft teilnehmen konnten. In den 3 Monaten wurde Tag für Tag hart an der Ausarbeitung der Idee gearbeitet. Außerdem wurde die Idee durch interne und externe Mentoren auf Herz und Nieren geprüft. Es ging relativ schnell in die Umsetzung. Wer „Lean Startup“ gelesen hat, der weiß, dass es nicht viel bringt monatelang Produkte zu entwickeln, ohne sie am Markt zu testen. So entstand der erste Prototyp: eine Facebook-Gruppe (genannt „WE.EAT Braunschweig“), auf der die Nutzer ihre angebotenen Gerichte einstellen konnten. Besonders am Accelerator-Programm war außerdem das intensive Pitch Training. So war man jede Woche auf zahlreichen Startup Veranstaltungen unterwegs, um seine Geschäftsidee in einem „Pitch“ anderen Personen vorzustellen. Man war also täglich auch damit beschäftigt, an seiner Präsentation zu arbeiten und den nötigen Feinschliff zu erlangen.

In der Zeit des Startup Camps gab es auch eine besondere Herausforderung: das Programm ging über die komplette Klausurenphase. So musste ich Startup, Lernen für Klausurenund noch einen weiteren Nebenjob unter einen Hut bringen. Bei 6 Klausuren, die anstanden, sicherlich keine leichte Aufgabe. Die Zeit musste also sehr gut eingeteilt werden. Zudem mussten andere Dinge hinten angestellt werden. Letztendlich allerdings trotzdem kein Problem, wenn man die Prüfungen im Semester gut vorbereitet hatte und effektiv vorgegangen ist.

Insgesamt war das Startup Camp eine besonders hilfreiche Erfahrung, welche einen sowohl persönlich als auch auf das Projekt bezogen, extrem weitergebracht hat.