Wirtschaftsinformatik in der Praxis

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Hiwi Job am Institut für Wirtschaftsinformatik [3 von 3]

Hallo zusammen,

wie bereits im zweiten Blogeintrag erwähnt, gehe ich nun auf die technische Umsetzung und meine Erfahrungen ein und schließe mit einem persönlichen Fazit zu meinem Hiwi Job ab.

Wie in den vorherigen Blogeinträgen angeschnitten, erfolgte die Umsetzung der virtuellen Loci-Methode in Virtual Reality mit Hilfe eines Smartphones, welches als Display in einer VR-Brille fungierte (Google Cardboard Prinzip). Damit können die Studierenden die virtuellen Memory Palace jederzeit auf ihrem Smartphone durchlaufen.

Für die Umsetzung des virtuellen Gedächtnispalastes habe ich die Laufzeit- und Entwicklungsumgebung Unity genutzt. Mit dieser Game-Engine habe ich den Gedächtnispalast aufgebaut und den Objekten in diesem Palast wurden zusätzlich Funktionen zugeordnet. Dafür wurden größtenteils C#-Skripte und teilweise JavaScript verwendet. So konnte eine Interaktion mit den Objekten erreicht werden. Durch Unity ist der Gedächtnispalast ohne größeren Aufwand auf verschiedenen Plattformen wie Android, Windows oder macOS nutzbar. Während der Entwicklung des Palastes stand ich einigen Hindernissen gegenüber. So war die Transformation der Vorlesungsinhalte in konkrete 3D-Entitäten eine Herausforderung. Die ersten Vorlesungsinhalte, wie z.B. zum Thema „Hardware“ waren zunächst leicht zu modellieren. Hardware, wie Drucker oder Monitore, als 3D Objekte darzustellen war vergleichsweise einfach, wohingegen Inhalte, die zunehmend abstrakter wurden, eine anspruchsvollere Transformation mit sich zogen. Zusätzlich stellte sich die Frage, was genau memoriert werden soll. Die Sichtung und Auswahl der Loci stellte folglich eine zentrale Herausforderung dar und wurde mit meinem Betreuer abgesprochen. Gleichzeitig war ein Ziel, dass sich die Struktur der Vorlesung im Gedächtnispalast widerspiegelt. Daran musste schließlich der Grundriss des eduPALACE angepasst werden.

Fazit
Abschließend kann ich somit jedem einen Hiwi Job empfehlen, welcher der Fachrichtung seines Studiums entspricht. Mit dem Studium der Wirtschaftsinformatik bekommt man durch die Bandbreite der Lerninhalte gewisse Grundkenntnisse beigebracht. Diese können dann im Job viertieft werden, und das meist mit praktischem Bezug. So konnte ich beispielsweise meinen Umgang mit C# und JavaScript verbessern und habe gleichzeitig mit Unity gearbeitet. Die flexible Gestaltung der Arbeitszeit und des Arbeitsortes sprechen zusätzlich für einen Hiwi Job, ohne dabei sein Studium vernachlässigen zu müssen.


Hiwi Job am Institut für Wirtschaftsinformatik [2 von 3]

Hallo zusammen,

wie im vorherigen Blogeintrag erwähnt, erfolgt nun eine Beschreibung des Projekts eduPALACE.

Der eduPALACE stellt den Studierenden eine zeit- und ortsunabhängige Technologie zur Verfügung, mit der die Lerninhalte der Veranstaltung „Einführung in die Wirtschaftsinformatik“ in einer multimedialen und virtuellen 3D Umgebung erlernt werden können. Aufgrund der gestiegenen Komplexität und des Umfangs der Lerninhalte steigt auch der Bedarf nach effektiven Lernstrategien. Mit Hilfe des eduPALACE soll den Studierenden schließlich die effektive Lernstrategie, die Loci-Methode, beigebracht werden. Mit dieser Methode ist es Studierenden möglich, die Lerninhalte langfristig zu behalten. Dies soll Erfolgserlebnisse beim Lernen fördern, wodurch gleichzeitig die Erfolgsaussichten in Hinblick auf Klausuren und generell für die Folgesemester verbessert wird.
Innerhalb des eduPALACE wird das räumliche Vorstellungsvermögen des Benutzers genutzt, um Assoziationen zwischen den Räumen und den Lerninhalten herzustellen. Realisiert wird der eduPALACE durch ein Informationssystem, welches aus einem Smartphone und einer Virtual Reality Brille besteht. (Eine Desktop Variante wird es zusätzlich geben.) Den Räumen werden schließlich Themen zugeordnet, durch welche sich die Nutzer in der Ego-Perspektive navigieren können. Dies soll die Neugier und Motivation für die effektive Loci-Methode wecken.

Die Loci-Methode stellt dabei eine Mnemotechnik dar. Mnemotechniken dienen der Verbesserung des Erinnerungsvermögens. Mit Hilfe von Mnemotechniken soll man sich Lerninhalte durch Assoziationen mit einfachen Entitäten (Bilder, Abkürzungen, räumliche Verortung etc.) langfristig besser einprägen können.

Im Folgenden stelle ich euch deshalb das Grundprinzip der Loci-Methode sowie der virtuellen Loci-Methode vor.
Bei der Loci-Methode stellt sich Nutzer im Geiste eine ihm vertraute Umgebung vor, z.B. seine Wohnung. Anschließend legt er die Informationen, die er erlernen möchte an bestimmten Orten (Loci) in seiner Wohnung ab. Möchte er sich nun an die Informationen erinnern, läuft er die Umgebung im Geiste ab und besucht die Loci.

Die virtuelle Loci-Methode läuft identisch ab, nur dass statt der bekannten Umgebung eine digitale, virtuelle Welt als Vorlage für den Gedächtnispalast dient. Dies hat den Vorteil, dass eine kontrollierte Lernumgebung geschaffen wird, die zu erbringende mentale Anstrengung herabgesetzt wird und somit auch die Nutzungshürde geringer ist. Virtual Reality wird zudem genutzt, da die Immersion damit verstärkt wird, was einen positiven Einfluss auf den Lernerfolg hat.

Im nächsten Blogeintrag geht es um die technische Umsetzung des Projekts und die Erfahrungen, welche ich dabei gesammelt habe.


Hiwi Job am Institut für Wirtschaftsinformatik [1 von 3]

Hallo zusammen,

mein Name ist Alexander Spengler, ich studiere Wirtschaftsinformatik im Master und möchte euch etwas über meinen Hiwi Job am Institut für Wirtschaftsinformatik Abteilung Informationsmanagement erzählen.

In dieser dreiteiligen Blog-Reihe möchte ich euch kurz die Vorteile, die ein Hiwi Job gegenüber einer Werksstudententätigkeit hat, darlegen. Anschließend gehe ich auf meine Tätigkeit, auf technische Aspekte und auf meine Erfahrungen, welche der Job mit sich brachte, ein.

Als Hiwi hat man meist eine geringe Arbeitszeit, welche ca. 40 Stunden im Monat beträgt. Diese Arbeitszeit ist oftmals flexibler einteilbar als in einem Unternehmen und in meinem Fall war sie auch völlig ortsunabhängig. Somit konnte ich die gesamte Arbeit von zu Hause aus bewerkstelligen und meine Arbeitszeit so gestalten, wie es für mich am besten war. Besonders in Hinblick auf die Klausurenphase hat die geringe und gleichzeitig flexible Arbeitszeit seine Vorteile.

Nun aber zu meiner eigentlichen Tätigkeit als Hilfswissenschaftler am Institut für Wirtschaftsinformatik Abteilung Informationsmanagement. Ich war von September 2017 bis März 2018 in der Konzeption und Entwicklung forschungsrelevanter Software tätig. Dabei ging es um ein Projekt namens eduPALACE: Lernen in der virtuellen Realität (education Palace). Dieser eduPALACE stellt einen Memory Palace (Gedächtnispalast) dar, mit dessen Hilfe den Studierenden eine effektive Lernmöglichkeit an die Hand gegeben wird. Der Inhalt dieses Memory Palace entspricht dem Inhalt der Veranstaltung „Einführung in die Wirtschaftsinformatik“.

Was genau unter dem eduPALACE zu verstehen ist, wofür dieser gebraucht wird, wie er funktioniert und welchen Mehrwert dieser bietet, stelle ich im nächsten Blogeintrag vor.


Meine Vor- und Nachteile von Home-Office

In meinem vorherigen Blogeintrag bin ich auf das Unternehmen und auf meine Tätigkeit als selbstständiger Webentwickler eingegangen. Da das Unternehmen keinen festen Sitz hat und die Mitarbeiter in Deutschland und Spanien verteilt leben, erfolgt meine Tätigkeit von zu Hause aus. In diesem Blogeintrag möchte ich deshalb auf die Vorzüge und vor allem auf die Schwierigkeiten von Home-Office eingehen.

Die Vorteile sind relativ offensichtlich. Dadurch, dass ich keine festen Arbeitszeiten und auch keine Vorgabe, wann ich erreichbar sein muss habe, resultiert natürlich eine unglaublich hohe Flexibilität. Ich kann also mit der Arbeit Anfangen und Aufhören wann ich möchte und auch meine Pausenzeiten komplett selbst einteilen. Dies erweist sich vor allem im Rahmen meines Studiums als Vorteil. Weiter habe ich die Möglichkeit den Job von jedem Ort der Welt auszuüben. Zwar wäre ein Arbeitsplatz mit zwei Bildschirmen Vorteilhaft, theoretisch reicht aber ein Laptop mit Internetzugang aus. Auch durch den Umstand, dass der Weg zur Arbeit wegfällt, spare ich ebenfalls Zeit ein.

Kommen wir nun zu den Nachteilen. Das wohl größte Problem dabei ist das aufrecht erhalten der Motivation. Gerade am Anfang viel es mir schwer konstant an der Arbeit zu bleiben. Auch jetzt, nach über einem Jahr, fällt es mir manchmal nicht leicht. Eine Zeit lang hatte ich das Problem, nicht aus dem Bett zu kommen, da es ja keine festen Zeiten gibt und die Versuchung dann sehr groß ist z.B.  eine Stunde länger zu schlafen. Dies wurde durch mangelnde Struktur im Alltag verstärkt. Ich habe mir mittlerweile strikte Arbeitszeiten festgelegt und mit dem Gewinn der Struktur ist auch meine Motivation gestiegen. Ein weiterer Nachteil ist die mangelnde, soziale Interaktion. So sehe ich meine Arbeitskollegen lediglich, wenn mal ein Workshop oder dergleichen angesetzt ist. Die Kommunikation findet ansonsten ausschließlich digital, über chatten oder VOIP statt. Dieser Fakt ist für mich persönlich aber weniger ein Problem, als eventuell für manch andere Person. Zum einen habe ich eher introvertierte Tendenzen, zum anderen habe ich ein relativ großes persönliches, soziales Umfeld. Dennoch fehlt es mir ab und zu den Arbeitsalltag mit den Kollegen zu teilen.

Generell muss ich aber sagen, dass für mich die Vorteile im Vergleich zu den Nachteilen überwiegen. Der Luxus der Flexibilität bietet mir Freiheiten die ich wohlmöglich, im klassischen Arbeitsumfeld, nicht so schnell wieder erlangen werde. Die Relevanz von Home-Office zeigt sich auch in der in der Steigerung der Wichtigkeit im Bewusstsein der Unternehmen, wenn es um das Thema Work-Life-Blance geht. Auch wenn das 100%ige arbeiten von zu Hause bei mir funktioniert, wird für viele ein ausgewogener Mix von Arbeit von zu Hause und im Unternehmen die bessere Alternative sein.


Einkaufscontrolling bei der Siemens AG [3 von 3]

Hallo zusammen,

wie schon in meinem zweiten Blogeintrag angesprochen, habe ich an einem Projekt mitgewirkt auf welches ich hier in meinem letzten Blogeintrag näher eingehen möchte. Außerdem möchte ich das ganze dann mit einem kleinen Fazit abschließen.

In dem Projekt ging es um die Implementierung einer neuen innovativen Reporting-Plattform. Vor der Umsetzung des Projekts war die Ausgangssituation so, dass zwei Berichte auf Basis von Exceltabellen und PowerPoint-Präsentationen erstellt und an jeden Anwender verschickt wurden. Wie man sich sicher vorstellen kann, war dies immer mit einem hohen Aufwand verbunden, denn um die Berichte fertig zu stellen musste man zunächst alle nötigen Daten aus den BW-Systemen exportieren und in eine Exceldatei importieren. Hierzu mussten immer alle Formeln und Funktionen dahingehend überprüft werden, ob sie die richtigen Sachen berechnen. Aber der wohl größte Aufwand war dann das Verknüpfen und Anpassen der PowerPoint-Folien mit den neuen Datensätzen.

Obwohl man als Zwischenschritt die Daten für den Bericht schon aggregiert und angereichert hat, war das Endergebnis für den Betrachter immer noch etliche schwer lesbare Exceltabellen und über 50 PowerPoint-Folien. Hier wurde also nach einer Lösung gesucht, die den administrativen personellen Aufwand für die Berichterstellung verringert und zudem eine anwenderfreundlichere und analytisch bessere Darstellungsebene bereitstellt.

Nachdem die Zielsetzung für uns klar war, wurden die typischen Projektphasen durchlaufen. Zuerst haben wir ein Anforderungskatalog erstellt mit allen Themen die für uns wichtig waren. Nachdem wir diese spezifiziert haben, wurde nach einem Tool gesucht, welches unsere Anforderungen erfüllt. Gesucht wurde eigentlich ein normales Datenvisualisierungstool mit einigen Features wie zum Beispiel das es anwenderfreundlich ist, einfach zu gestalten, viele Visualisierungsmöglichkeiten bereitstellt und auch auf Tablet und Smartphone nutzbar ist. Daraufhin wurden viele Produkte miteinander verglichen und schließlich wurde eins ausgewählt: die Datenanalyse Software Tableau.

Als wir uns dann also für dieses Tool entschieden haben ging es für mich los mit der Einarbeitung in Tableau, da ich später für die Implementierung zuständig war. Als ich dann soweit war und jedes Tutorial durchgearbeitet habe was ich gefunden habe, ging es schließlich in die Umsetzung. Für die Umsetzung wurde ein agiles iteratives Vorgehen gewählt indem ich Prototypen entwickelt habe und die dann mit meinem Chef, dem Senior Controller, und den eigentlichen Anwendern besprochen wurden. Nach einigen Iterationen hatten wir dann schlussendlich eine fertige Version die Live gehen konnte.

Das Endergebnis war dann ein Bericht der über den Browser, für alle berechtigten Anwender, aufgerufen werden konnte und viele interaktive Dashboards mit Filtermöglichkeiten bereitstellte.

Meiner Meinung nach wurden damit aber nicht alle Ziele erreicht, da der administrative Aufwand sich nicht verändert hat, da nach wie vor alle Schritte durchlaufen werden mussten, die auch mit der PowerPoint Variante durchgeführt werden mussten. Jedoch hat man erreicht, dass man mit dem gegebenen Input wesentlich mehr Output generiert hat und dies eine wesentlich bessere Basis für eine Entscheidungsfindung bereitstellt. Außerdem wurde das Projekt immer als „Digitalisierungsprojekt“ betitelt – aber ob dies nun wirklich Digitalisierung war, darüber lässt sich wohl streiten.

Schlussendlich kann ich als Fazit sagen, dass mir der Job dort sehr viel Spaß bereitet hat und ich eine tolle Zeit mit den Kollegen hatte. Zudem fand ich die Zusammenarbeit auch mit den Vorgesetzten außerordentlich gut, denn ich hatte so gut wie nie das Gefühl, dass ich „nur ein Werkstudent“ bin. Auch habe ich gemerkt, wie mich diese Tätigkeit in Hinsicht auf meine sozialen Kompetenzen und meine Schlüsselqualifikationen weitergebracht hat. Demnach kann ich jedem eine praktische Tätigkeit während des Studiums nur empfehlen, obwohl ich hier noch hervorheben muss, dass es bei einer 20h Woche nicht immer einfach war. Insbesondere muss die Klausurenphase dann gut durchgeplant sein.

Oft kommt die Frage, ob ich denn überhaupt etwas von meinem Studium dort gebraucht habe und ich muss sagen… eigentlich eher weniger.
Aber natürlich hatte ich einige Vorkenntnisse durch Relationale Datenbanken 1, die Vertiefung in Decision Support, die Einführung in SAP und Programmieren 1+2 wodurch die Einarbeitung für mich einfacher war. Also da bitte gut aufpassen! Was aber glaube ich am wichtigsten für mich war, was ich aus dem Studium gelernt habe, war das schnelle Einarbeiten in neue Themen. Da man durch die ganzen Klausurenphasen das Lernen ungemein trainiert hat, fiel es mir auch sehr leicht mich auf der Arbeit in neue Themen einzuarbeiten.

Und ein abschließender Tipp noch: LERNT VBA!! Wenn ihr in VBA ein paar Makros schreiben könnt werden euch so viele Türen geöffnet das werdet ihr nicht glauben.

Also ich hoffe ich konnte euch hiermit einen kleinen Einblick in meine Tätigkeit dort geben.

VG
Lukas


Selbständiger Webprogrammierer

Mein Name ist Malte Tönjes und ich studiere Wirtschaftsinformatik an  der TU BS. Neben dem Studium arbeite selbständig, mit angemeldeten Kleingewerbe, als  Webentwickler. Mein derzeit einziger Auftraggeber ist ein schweizer Unternehmen, welches  verschiedene medieninhalte auf einer Internetseite zur Verfügung stellt. Die Webseite gibt es seit 2009 und hat 2 Millionen registrierte Benutzer, wovon allerdings mindestens 50% inaktiv sind. Es werden ca. 220.000 Videos zur Verfügung gestellt und die durchschnittliche Anzahl der Online-Nutzer beträgt 600.

Je nachdem wie  viel ansteht arbeite ich 15-20 Stunden die Woche, wobei ich mir die Zeiten komplett selber Einteilen kann.

Das Unternehmen besteht aus 5 weiteren Angestellten. Darunter zwei Programmierer,  ein Designer, zwei im Bereich CRM und ein Product Manager. Da alle Mitarbeiter in Deutschland und Spanien verteilt leben, erfolgt  die komplette Organisation und Koordination über das Internet. Daher ist für mich das Arbeiten von zu Hause unabdingbar, woraus verschiedene Vor- und  Nachteile resultieren, auf die ich im nächsten Blogeintrag näher drauf eingehen werde. Zur Organisation aller Mitarbeiter werden verschiedene Programme zur Kommunikation und  Koordination genutzt. Darunter gehören unter anderem Slack, Skype und Trello.

Zu meinen Aufgaben gehört primär der Frontend-Bereich, in dem ich mit den Sprachen  HTML/CSS und jQuery/Javascript arbeite. Weitere Aufgaben, im Backend-Bereich, werden mit der Programmiersprache PHP umgesetzt. Im  großen und ganzen soll das Aussehen und die Benutzerfreundlichkeit der Webseite verbessert werden. So ist eines meiner Hauptaufgaben die  sequentielle Überarbeitung von einzelnen Seiten. Dabei sind ebenfalls Product-Manager und Designer involviert. Die Anforderungen und ein grobes Konzept, der einzelnen Seiten kommt dabei von dem Product-Manager. Dieses wird dann mit Rücksprache mit mir von dem Designer umgesetzt. Meine Aufgabe  ist es dann, das erstellte Design in HTML/CSS umzusetzen und entsprechende Funktionalitäten einzubauen. Dieser Prozess erfolgt mit ständiger Rücksprache mit dem Product-Manager und dem Designer.

Im nächsten Blogeintrag werde ich detaillierte auf meine Aufgaben und auf die Vorteile und Nachteile von Home-Office eingehen.


Einkaufscontrolling bei der Siemens AG [2 von 3]

Hallo zusammen,

in diesem Blogeintrag möchte ich euch etwas über meine eigentlichen Aufgaben und Tätigkeiten bei der Siemens AG erzählen.

Im Wesentlichen habe ich dort folgende Aufgaben wahrgenommen:

  • Mitwirkung bei der monatlichen Berichterstattung im Bereich des globalen strategischen Einkaufs.
    Der Satz „You can’t manage what you can’t measure“ von Peter Drucker ist wohl einer der besten Sätze um die Prämisse des Reportings zu beschreiben. Denn nur durch das regelmäßige Betrachten und Analysieren der Einkaufskennzahlen ist es möglich, frühzeitig Probleme zu erkennen und dementsprechend alternative Handlungsmöglichkeiten zu initiieren.

    Zu den gängigsten Einkaufskennzahlen zählt unter anderem das Einkaufsvolumen, die Einsparung, die Zahlungsziele und die Datenqualität. Diese und mehrere Kennzahlen werden bei uns auf zwei unterschiedlichen Sichtweisen berichtet. Zum einen auf der Länderebene und zum anderen auf Materialfeldebene. Die Einkaufsorganisationen in den Ländern bekommen am Anfang eines Geschäftsjahres ein Budget zugesprochen welches sie einhalten müssen und ebenso werden Ziele gesetzt, die es zu erwirtschaften gilt. Ebenso bekommen die einzelnen Materialfelder solch ein Budget und diverse Ziele zugeteilt. Das Budget ist in diesem Sinne eine bestimmte Summe an Einkaufsvolumen die nicht überschritten werden sollte und ein Ziel ist zum Beispiel eine bestimmte Summe an Einsparung die realisiert werden muss. Und da hinter jedem Materialfeld ein strategischer Einkäufer steht, ist es auch in seinem Interesse regelmäßig einsehen zu können, ob er sein Budget einhält und ob er seine Ziele womöglich erreicht. Durch diese zwei Sichtweisen werden monatlich zwei Reports erstellt, welche die aktuellen Zahlen beinhalten.

    Die Berichterstattung war mehr oder weniger eine Routineaufgabe, die ich monatlich immer an 2-3 Tagen fertigstellen musste. Das Vorgehen war also eigentlich immer das gleiche. Zuerst gab es jeden Monat ein festes Datum an dem die Zahlen in dem Data-Warehouse aktualisiert wurden. Nach diesem Datum konnte ich dann die neusten Auszüge aus dem Data-Warehouse laden und diese in eine Excel Datei importieren in der diverse Formeln und Funktionen die ganzen Daten aggregieren, anreichern und strukturieren. Danach konnten dann die aktualisierten Daten in Form von Diagrammen und Graphiken visualisiert werden. Obwohl dies eine Routineaufgabe war, konnte es ab und zu ziemlich stressig werden da wir feste Termine für die Abgaben der Reports hatten und zwischen der Aktualisierung der Daten und der Abgabe manchmal nur ein paar Tage lagen. Zudem kam es oft vor, dass Dateninkonsistenzen aufgetreten sind oder Formeln und Funktionen durch irgendwelche Spezialfälle nicht richtig funktioniert haben und dann war die Fehlersuche ziemlich mühselig.

    Sobald die Reports dann fertig waren, wurde der Report mit der Materialfeldansicht an die strategischen Einkäufer gesendet und der Report mit der Ländersicht an die Managementebene.

  • Aktualisierung und Auswertung von Markt- und Einkaufskennzahlen.
    Da in dem Reporting nicht alle Spezialfälle abgedeckt waren, kam es auch regelmäßig vor, dass ich zusätzliche Auswertungen erstellen sollte. In der Regel kamen diese Aufgaben von den strategischen Einkäufern, da sie zusätzliche Informationen zu deren Materialfeldern benötigten. Auch hier musste ich dann wieder mit Hilfe der gängigen OLAP-Funktionalitäten Auszüge aus dem Data-Warehouse laden und die Daten dann so aufbereiten, sodass die Einkäufer die für sie relevanten Informationen herauslesen konnten. Meistens wollten bestimmte Fragen damit beantwortet werden wie z.B.:

    • Wie viel Einkaufsvolumen hat ein bestimmtes Materialfeld aktuell?
    • Welches sind meine größten Lieferanten nach Einkaufsvolumen?
    • Wie verhalten sich die Materialeinzelpreise über die letzten 3 Jahre?
    • Welche Materialien werden aus welchen Ländern von welchen Lieferanten bestellt?
    • Welche sind meine Lieferanten mit den schlechtesten Zahlungsbedingungen?
    • Wie viele meiner Lieferanten haben einen Rahmenvertrag?
  • Aufbereitung von Basisdaten aus den gängigen ERP- und BW-Systemen des Einkaufs.
    Neben den etwas komplexeren Auswertungen war auch das Aufbereiten von Basisdaten aus unseren Systemen eine Aufgabe von mir. Hier musste ich dann oft Tabellen mit Basisdaten aus dem Data Warehouse oder aus SAP ERP laden, die dann überprüfen und ggf. ergänzen.
  • Administrative und organisatorische Aufgaben.
    Natürlich muss man als Werkstudent oftmals auch die etwas weniger interessanten Aufgaben übernehmen. Hierzu zählten unter anderem:

    • Excel-Tabellen ausfüllen, bearbeiten und verformeln
    • Präsentationen erstellen und überarbeiten
    • Grafiken und Diagramme erstellen
    • Inventur machen
    • Recherchearbeit
    • Präsentationen oder Dokumente übersetzen
    • Plakate und Flyer erstellen und drucken
    • Organisatorische Aufgaben
  • Unterstützung bei der Implementierung einer neuen innovativen Reporting-Plattform im Zuge eines Digitalisierungsprojektes.
    Die wohl spannendste Aufgabe war jedoch das implementieren einer neuen Reporting-Plattform. Hier durfte ich an einem Digitalisierungsprojekt mitarbeiten und habe dort den kompletten Projektablauf miterlebt.

    Wie dieses Projekt genau aussah und abgelaufen ist werde ich euch in meinem dritten Blogeintrag erzählen. Zudem werde ich euch erzählen, welche Erfahrungen und Eindrücke ich während meiner Arbeit dort gewonnen habe und was ich daran gut und vielleicht auch weniger gut fand.


IT-Forum Beratung und Software GmbH : SAP Lagerlogistik [1/3]

Mein Name ist Ilkay und aktuell studiere ich Master Wirtschaftsinformatik an der TU BS und bin als Werkstudent bei der IT-Forum Beratung uns Software GmbH eingestellt. Das familien geführte Unternehmen IT-Forum GmbH mit Sitz in Braunschweig besteht seit 1995 und bietet flexible und kostenoptimierte Lösungen im Bereich Logistik und Rail-Automation an.Derzeit sind ca. 21 Mitarbeiter sowie neben mir noch ein weiterer Werkstudent angestellt. IT Forum plant in den nächsten Jahren zu wachsen uns ist weiter auf der Suche nach qualifizierten Mitarbeitern. Die Kunden sind dabei national & international vertreten. Meine Tätigkeiten umfassen hierbei die Unterstützung im Bereich Logistik insbesondere Lagerlogistik bzw. Intralogistik. Man kann sich das einfach so vorstellen, dass das Team die Software(hier: SAP EWM) anbietet, diese Software erstmal anpassen muss und dann einführt, sowie am Ende testet. Außerdem bietet das Unternehmen ein weiteres Produkt an, dass SAP nicht anbietet, also eine Individualentwicklung, dass SAP EWM erweitert, was in diesem Falle eine Simulationssoftware ist. Aufgrund dass viele Unternehmen SAP EWM nutzen ist auch meine Unterstützung als Werkstudent im SAP EWM Umfeld.

Meine Tätigkeiten umfassend demnach:

– SAP EWM Customizing, Schlagwort Customizing wird häufig von SAP – Beratern angefordert, bedeutet hierbei die Standartsoftware SAP mit seinen Eigenschaften an Bedürfnisse des Kunden anzupassen.

– SAP ABAP, ist die Programmiersprache der SAP – Welt. Falls die Anpassung nicht die gewünschte Situation erfüllen kann, muss entwickelt werden.

-Unterstützung bei Individualsoftware Entwicklung, die mit anderen Programmiersprachen entwickelt wird.

-Da sich die Läger der Unternehmen meist nicht nur in Deutschland befinden sondern auch an internationalen Standorten, ist auch im kleinen Rahmen eine Reisetätigkeit möglich.

Meine Arbeitszeit beträgt 20h/ pro Woche. Ich habe flexible Arbeitszeiten, d.h. ich kann mir die Arbeitszeit passend zum Uni-Studienplan einplanen. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Braunschweig und ist mit dem Bus vom TU Campus aus innerhalb 15 min zu erreichen. Das war erst einmal eine Einführung.

Im Teil 2 soll es dann konkret um die Aufgabenbeschreibung gehen und wie sich meine Aufgaben mit dem Studiengang Wirtschaftsinformatik überlappen.

 

 

 


IT-Forum Beratung und Software GmbH : SAP Lagerlogistik [3/3]

Zusammenfassung:

 

Da viele Unternehmen die Lösungen der SAP nutzen, bietet es sich an, sich als Wirtschaftsinformatiker damit zu beschäftigen. Wer sich für diesen Bereich interessiert, sollte sich in einem Praktikum für mehrere Monate damit beschäftigen, denn nur so kommt man in diese komplexe Software rein.  Da ich 20 Stunden die Woche arbeite, muss ich mir die Zeit exakt einteilen, da ich sonst Schwierigkeiten bekommen kann.  Die positive Seite als Werkstudent ist aber, dass man seine Zeit flexibel einteilen kann. Da ich bisher drei Werkstudenttätigkeiten hatte, kann ich das Fazit ziehen, dass ich bei familiär geführten Unternehmen mehr gelernt habe, als bei ganz großen Unternehmen und ich mich dadurch wohler fühle.  Die Hierarchien sind flach und man geht sehr angenehm miteinander um. Da IT – Forum einer der wenigen Unternehmen ist, die sich in Braunschweig mit SAP beschäftigen, lohnt es sich insbesondere für diejenigen, die hier in der Gegend bleiben möchten, sich das Unternehmen anzuschauen. Besonders auch da in der nächsten Zeit noch viele Neueinstellungen geplant sind. Zusammenfassend kann ich sagen, dass der Job als SAP EWM Berater mir eine große Freunde macht, da man sich mit SAP und mit Softwareentwicklung gleichzeitig beschäftigt und gleichzeitig auch Berater  ist und reisen darf.


IT-Forum Beratung und Software GmbH : SAP Lagerlogistik [2/3]

Meine Aufgaben:

  • Entwicklungen in SAP EWM in der Programmiersprache ABAP
  • Customizing SAP EWM Prozesse für ein internationales Projekt

 

  • Arbeitsalltag: Als Werkstudent habe ich flexible Arbeitszeiten.  Generell bekomme ich die Aufgaben von meinem Vorgesetzten spontan. Aufgrund dessen, dass ich nach der Klausur Phase mehr Zeit hatte, habe ich mich knapp einen Monat lang mit SAP ABAP und SAP EWM beschäftigt, so dass ich lauffähig bin, kleinere Probleme lösen zu können und damit zu unterstützen.  Erwähnenswert wäre, dass ein SAP-Berater erst nach zwei bis drei  Jahren zu einem Experten wachsen kann, da schon einzelne Module wie z.B. EWM so kompliziert sind, dass man Tatsächlich auch die Zeit braucht. Für die Mitarbeiter, die Vollzeit arbeiten, läuft der Arbeitsalltag nach deren Projekten und Projektpartnern ab. Erst müssen sie eine Anforderungsanalyse durchführen, dann eine Lösung finden, dann die Lösung aufsetzen, das System customizen und anwenderspezifische Funktionen programmieren, sowie zum Ende mit den Kunden eine Testphase durchlaufen.  Außerdem muss am Ende noch hinzugefügt werden, dass nach  der Testphase immer noch eine Phase besteht, in der IT – Forum auch als Ansprechpartner zu Seite steht, wenn Probleme auftauchen. Viele Kunden sind auch international aufgestellt. Das heißt, dass eine Reisetätigkeit in allen Phasen des Projektes nötig sein kann, aber dies nicht so zeitintensiv ist wie z.B. über mehrere Monate. Das betrifft auch meine Wenigkeit, sodass ich mit großer Wahrscheinlichkeit in der Testphase international reisen werde, um Fehler zu erkennen und diese zu lösen. Die Arbeit ist meiner Meinung nach, teils Berater-Job, teils Softwareentwickler-Job, was sich für Wirtschaftsinformatik Studenten und Studentinnen anbietet, die sowohl solide Softwareentwicklungskenntnisse als auch Verständnis für wirtschaftliche Zusammenhänge mitbringen.