Wirtschaftsinformatik in der Praxis

Wirtschaftsinformatik in der Praxis |

Werkstudent bei der jSERVICE GmbH (2/3)

TEIL II

Die ersten Wochen habe ich primär nur über die Schulter des dort fest angestellten IT-Administrators geschaut und gelernt, wie und was er dort genau macht. Sofern ich mich noch richtig erinnere, war eine meiner ersten Aufgaben das Erstellen von Benutzerkontos (für die Anmeldung auf dem Server, bei Microsoft Office beziehungsweise dem Mailanbieter) für die neuen Mitarbeiter und gleichzeitig das Vorbereiten der Hardware für diese. Die bestand dann i.d.R. aus einem Notebook, welches ebenfalls noch aufbereitet werden musste, sofern es von einem anderen Mitarbeiter zurückgegeben wurde, einem Smartphone und den Schlüsseln für das Gebäude.

Dies war dann auch über das Jahr hinweg meine feste Aufgabe. Alte benutzte Laptops entgegennehmen, falls noch nicht vorhanden, in diese eine SSD einbauen und anschließend einmal komplett das Betriebssystem neu draufmachen mit allen notwendigen Updates und Programmen wie Office. Nachdem Hard- und Software seitig dann alles fertig war, habe ich die Festplatte anschließend noch mit BitLocker verschlüsselt, sodass im Falle eines Verlierens des Notebooks Firmeninterne Daten nicht nach außen kommen können.

Ebenso war eine große Aufgabe das Vorbereiten von Smartphones. Sofern ein altes zurückgegeben wurde, wurde dieses einmal neu Aufbereitet (Werkseinstellungen, alle nötigen Apps etc. drauf sowie die SIM Karte wechseln), sodass es einem (neuen) Mitarbeiter gegeben werden konnte. Dadurch das die jSERVICE GmbH ein Dienstleister für VW war und die Mitarbeiter auch durchaus im Werk unterwegs waren, waren Smartphones mit einer Kamera verboten. Somit hatte ich ebenfalls die Aufgabe die Handys zu öffnen (war noch einfach, da es alte Microsoft Smartphones waren) und die Kamera auszubauen und anschließend die Stelle mit einem grellen Aufkleber zu versehen, sodass es deutlich sichtbar war, dass diese Ausgebaut wurde. Kurz bevor ich aufgehört habe, wurden die Smartphones auf Android umgestellt und dementsprechend angefangen neue Modelle zu besorgen. Dort ging der Ausbau leider nicht mehr so einfach, da diese ja neuerdings alle hinten verklebt sind. Dadurch ist auch so die eine oder andere Rückseite beim Ausbau gebrochen und gesplittert.

Eine andere, etwas ungewöhnliche Aufgabe war der „Umzug“ von einem Gebäude ins andere. Da bei dem einen Standort das Gebäude abgerissen wurde, um einen neuen, größeren und zentralen Standort zu errichten, musste das Inventar natürlich auf andere Standorte verteilt werden. Dazu wurde beispielsweise ein Gebäude ganz in der Nähe gemietet, in welchem dann die ganze Netzwerktechnik mehr oder weniger neu aufgesetzt werden musste, da VW auch dort seine eigenen Sicherheitsbestimmungen hat und der Internetprovider, zumindest im Falle von Wolfsburg, die WOBCOM sein muss. Und so war ich auch damit beschäftigt, die IT am neuen Standort aufzubauen, die ganze Hardware am Arbeitsplatz so herzurichten, dass die Mitarbeiter nur noch ihr Laptop in die Dockingstation packen mussten.


Werkstudent bei der jSERVICE GmbH (1/3)

TEIL I

Hallo Zusammen,

mein Name ist Vladi, ich habe im Wintersemester 2015 angefangen Wirtschaftsinformatik zu studieren und habe im Jahr 2019 bei der jSERVICE GmbH als Werkstudent in der IT-Administration gearbeitet. Derzeit befinde ich mich in meinem 4. Mastersemester und es geht langsam dem Ende hin zu.

Aber erst einmal erzähle ich euch kurz was über die jSERVICE GmbH. Diese wurde im März 2001 gegründet und hat ihren Hauptsitz Wolfsburg, aber auch Standorte u.a. in Leipzig, Berlin und Braunschweig. Die Firma ist insbesondere ein Dienstleister für Volkswagen, unterstützt aber beispielsweise auch die Sparkasse. Das Unternehmen hatte zu meiner Zeit etwa 150 Mitarbeiter, welche zum Teil auf die Unterfirmen von jSERVICE aufgeteilt worden.

Ich bin ganz klassisch in das Unternehmen durch eine Bewerbung gekommen. Dort habe ich dann im Backoffice in einem der zwei sich naheliegenden Standorte als Unterstützung für die IT-Administration angefangen. Die Aufgaben waren dabei ziemlich breit gefächert und beinhalteten alles Mögliche was man sich unter IT-Administration vorstellen könnte. Sei es etwas am Server zu machen, neue Hardware auszusuchen, Hardware zu bearbeiten oder auch an der Decke beziehungsweise Fußboden LAN-Kabel zu verlegen. Es hatte sich auch ziemlich schnell gezeigt, dass wöchentlich neue interessante und Abwechslungsreiche Aufgaben auf mich zu kam.

Auf diese Aufgaben werde ich im zweiten Blogpost genauer eingehen.


Praktikum bei der GESIS Salzgitter (3/3)

Hallo Zusammen,

Hier werde ich Abschließend noch ein kleines Fazit geben und euch ein paar kleine Tipps mitteilen.

Ich persönlich sehe das Praktikum als vollen Erfolg. Ich habe die Aufgabe erfüllt, sowie neue Erkenntnisse in das Unternehmens Know-How gebracht. Mit vielen Anläufen und ausprobieren wurden verschiedenste Aufgaben gemeistert. Neben den neuen Skills konnte ich auch viele Einblicke in einen Arbeitsalltag im Unternehmen erlangen, was mir viel Selbstvertrauen in meinem weiteren Werdegang gibt. Ich konnte nicht nur neue Kontakte knöpfen, sondern hab mich menschlich auch weitergebildet.

Abschließend gebe ich euch folgende Tipps mit, falls ihr auch so ein Praktikum bei der GESIS abschließen wollt:

  • Sucht euch ein Praktikumsthema aus was euch wirklich interessiert. Das Thema wird euch fast ein halben Jahr lang begleiten
  • Falls euch kein Thema gefällt, versucht es mit einer Initiativbewerbung mit einem Themenvorschlag oder einer groben Einschätzung
  • Falls ihr Hilfe braucht, schämt euch nicht. Besonders als Praktikant kann man nicht alles wissen.
  • Theorie ist nicht Praxis. Das Studium hilft bei den Begrifflichkeiten, jedoch in der Praxis läuft vieles anders

 


Praktikum bei der GESIS Salzgitter (2/3)

Hallo Zusammen,

In dem Teil möchte ich euch mehr über mein Praktikumsthema, meinen Alltag im Betrieb, sowie andere Interessante Sachen erzählen.

Meine Aufgabe hatte das Thema „Kundensegmentierung mit SAP HANA SQL“. Was ist jedoch SAP HANA?

SAP HANA ist eine Entwicklungs- und Integrationsplattform von SAP für Softwareanwendungen, die im Kern aus einem relationalen Datenbanksystem besteht und OLAP- und OLTP-Landschaften in einer gemeinsamen In-Memory Datenbank kombiniert. Mit Hilfe der In-Memory-Technik den gegenüber der Festplatte erheblich schneller zugreifbaren Arbeitsspeicher des Computers zur Datenspeicherung nutzt. Verglichen mit herkömmlichen Anwendungen ermöglicht sie Auswertungen großer Datenmengen mit höherer Performance (Wikipedia,2021). Das Besondere daran ist, dass SAP HANA noch recht neu ist. Somit war es für mich und meinen Betreuer im weiten Sinne eine neue Aufgabe die neuen Funktionen und Logiken zu erfassen und Dokumentieren. Die Arbeit mit SAP HANA fand die meiste Zeit innerhalb von Eclipse statt. Dort konnte man mit Hilfe von Skripten, Tabellenoperationen und Filtern alte SAP BW und ABAP Operationen nachmodellieren, welche nicht nur übersichtlicher wurden, sondern auch schneller.

Die zugehörige Aufgabe zu SAP HANA war eine Segmentierung der Kunden der Salzgitter Mannesmann Stahlhandel GmbH, die bislang mit klassischen BW-Werkzeugen implementiert wurde, zu erneuern. Dazu sollen neue Methoden direkt auf der HANA-Datenbank genutzt werden. Genauer heißt es wie vorhin erwähnt: Die alten SAP BW Modellierungen zu verstehen, zu analysieren, SAP HANA zu verstehen und sich eine Strategie erarbeiten wie man vorgeht. Anschließend galt es dies zu implementieren. Während der Implementierung gab es jedoch einige Komplikationen, da die SAP BW ABC-Analyse nicht so einfach umsetzbar ist, wie davor. Zuvor konnte man mehr als die A, B und C Segemente auswählen, womit anschließend die Kunden zugeordnet wurden. In der Standard ABC-Analyse von SAP HANA gab es jedoch nur maximal 3 Segmente. Somit galt es dafür eine Lösung zu finden. Die Lösung war diese ABC Analyse mit Ranking Funktionen, sowie mit Summierung Funktionen darzustellen, damit man eine gleiche Zuordnung erhält. Neben dieser großen Problemlösung gab es noch weitere kleine Probleme, welche man aber mit vielen möglichen Lösungen lösen konnte.

Die Arbeitsatmosphäre in der Abteilung war toll. Ich wurde an meinem ersten Tag herzlich empfangen und eingewiesen. Mein vorläufiger Büropartner war auch ein Praktikant. Wir haben uns direkt verstanden und hatten interessante Gespräche über unsere Studiengänge und Unis. Diesen Büroalltag konnte ich leider nicht allzu lang genießen, da die Verordnungen nur noch Homeoffice und Einzelbüros zugelassen haben, was die Etage recht leer machte. Nichtsdestotrotz war die Atmosphäre weiterhin herzlich. Die Arbeitszeiten waren zudem flexibel, womit ich diese optimal an meine Vorlesungen und Bachelorarbeitszeiten anpassen konnte.

In dem letzten Teil werde ich ein Fazit ziehen und gebe kleine Tipps, um einfacher den GESIS Alltag zu meistern.

 


Werkstudent bei Siemens Mobility (3/3)

TEIL III

Hallo zusammen

In den letzten zwei Einträge habe ich euch was über Siemens Mobility und meine Tätigkeiten im Unternehmen erzählt. In diesem letzten Teil möchte ich euch an meinem Fazit bezüglich dieser Stelle teilhaben lassen.

Durch die Corona Pandemie hat sich mein WG-Zimmer in meinen Arbeitsort, Vorlesungssaal und Freizeitraum verwandelt. Die (psychologische) Trennung zwischen diese Aktivitäten fällt mir manchmal schwierig, weil alles am gleichen Ort erfolgt. Durch einen fixen Stundenplan wird eine Struktur in die Woche geschaffen, welches mir diese Herausforderung erleichtert. Wir im Team habe uns gegenseitig unterstützt, somit erfolgte jeden zweiten Tag eine Teamrunde, in der wir nicht nur über arbeitsbedingte, sondern auch private Themen gesprochen haben, wodurch trotz der aktuellen Situation ein Teamgefühl aufrechterhalten wurde.

Für das Team ist selbstverständlich, dass die Uni bei mir immer Vorrang hat. Somit wurden mir während der stressigsten Momente des Semesters unterschiedliche Möglichkeiten gegeben, um meinen Arbeitsworkload zu reduzieren, sodass ich mich mehr auf die Uni konzentrieren konnte. Ich fühle mich sehr wohl im Team und im Unternehmen, die Arbeitsatmosphäre und die Kollegen passen einfach gut zu mir. Ich freue mich diese Stelle neben dem Masterstudium haben zu dürfen und mein Wissen anwenden zu können.


Werkstudent bei Siemens Mobility (2/3)

TEIL II

Was genau mache ich da eigentlich?

Ich bin durch einen Kommilitonen auf die Stelle aufmerksam geworden. Der Bewerbungsprozess lief reibungslos und wenige Tage nach dem Bewerbungsgespräch habe ich eine Zusage bekommen. Der Standort in Braunschweig befindet sich hinter dem Bahnhof und ist ziemlich gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Aufgrund von Corona befinden wir uns aktuell aber leider im Homeoffice. Das Unternehmen bietet uns genug Möglichkeiten um unsere Tätigkeiten von zu Hause weiter durchführen zu können. Die Arbeitsatmosphäre im Team war von Anfang an sehr gut und ich wurde ziemlich schnell in das Team aufgenommen und konnte meine Ideen und Vorschläge von Anfang an einbringen.

Meine Tätigkeiten waren zu Beginn die Projektkaufleiter zu unterstützen, allerdings waren dies einfache und nicht so befriedigende Aufgaben. Es hat sich aber ziemlich schnell entwickelt, dass ich zunehmend andere Aufgaben, die mehr mit meiner Studienrichtung zu tun haben, übernommen habe.

Eine meiner kontinuierlichen Aufgabe ist es, Prozesse der Kaufleiter zu erkennen, welche potenziell automatisierbar sind. Nachdem ich diese erkannt habe, liegt es in meiner Verantwortung, diese zu modellieren. Mit Hilfe von Robotics Prozess Automation(RPA) können die Prozesse abgebildet werden und die Tätigkeiten automatisiert. Hierbei nehme ich die Rolle der Schnittstelle zwischen den RPA Entwickler und der Abteilung ein.

Neben der Prozessautomatisierung befasse ich mich mit der intelligenten Verarbeitung von Daten und Erstellung von dynamischen Reports. Mit Hilfe von unterschiedlichen Tools und Programmiersprache verarbeite, überprüfe und analysiere ich Projektdaten aus unterschiedlichen Datenquellen um Inkonsistenten, Fehler oder Besonderheiten in den Daten zu finden und zu beheben. Da die Projektdaten meistens manuell von den Projektkaufleute in die unterschiedlichen Systeme eingepflegt werden, besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit eine Inkonsistenz zu finden. Dynamischen Reports für das Management werden auf Basis dieser Daten erstellt, sodass jeder Stakeholder seine eigene Ansicht auf die Daten wählen kann. Für die Analyse und Darstellung der Daten benutze ich unter anderen Python, Knime, Tableau.

Neben diese Aufgaben unterstütze ich mein Team bei allgemeinen Büroaufgaben. Unter anderem, wenn meine Kollegen Excel oder IT-Probleme oder andere Schwierigkeiten haben.


Werkstudent bei Siemens Mobility (1/3)

TEIL I

Hallo zusammen,

im Folgenden erzähle ich euch von meiner Werkstudentenstelle bei Siemens Mobility in Braunschweig. Bevor ich auf meine eigentlichen Tätigkeiten eingehe, gebe ich euch ein paar Infos über mich sowie das Unternehmen an sich.

Mein Name ist Rodrigo Huarcaya und ich bin gerade im vierten Master Semester Wirtschaftsinformatik an der TU Braunschweig. Derzeit bereite ich mich für meine Masterarbeit vor und steh somit kurz vor dem Abschluss meines Studiums. Im Studium habe ich mich gerne mit Themen wie Big Data und maschinellem Lernen befasst und daher sämtliche Module in diesem Bereich belegt. In meinen Tätigkeiten bei Siemens habe ich die Chance bekommen, dieses Wissen anzuwenden.

Das Unternehmen und meine Abteilung/mein Team:

Siemens Mobility ist ein Geschäftsfeld des Siemens Konzerns mit ca. 38000 Beschäftigte, welche für das internationale Mobilitätsgeschäft zuständig ist. Durch die zunehmende Digitalisierung findet eine kontinuierliche Erneuerung der Kernbereiche statt. Diese sind Schienenfahrzeuge, Banhautomatisierungs- und elektrifizierungslösungen, intelligente Straßenverkehrstechnik, Dienstleistungen und schlüsselfertige Systeme. Die Siemens Mobility ist nicht nur in Deutschland, mit seinen Standorten in u.a. München, Braunschweig und Berlin, tätig, sondern auch weltweit mit Standorten in Spanien, UK, US, China, Indien etc.

Mein Arbeitsplatz befindet sich in der kaufmännischen Abteilung des Research and Development Bereichs (R&D) für die Rail Infrastructure. Das Team ist dafür zuständig die gesamten Projekte der R&D zu verwalten, zu kontrollieren und zu Reporten. Im Team ist meine Aufgabe unter Anderem, Prozesse mit unterschiedlichen Tools zu automatisieren und eine intelligente Datenanalyse mit abschließendem Reporting zu entwickeln.

Im zweiten Blogeintrag werde ich euch meine Tätigkeiten etwas ausführlicher erläutern.


Praktikum bei der GESIS Salzgitter (1/3)

Hallo Zusammen,

mein Name ist Bardja Taassob und ich befinde mich derzeit im Masterstudium der Wirtschaftsinformatik. Noch vor einem halben Jahr, habe ich ein Praktikum bei der GESIS Salzgitter absolviert in der Abteilung Reporting/Analytics. Dieses Praktikum lag zeitlich im Bearbeitungszeitraum meiner Bachelorarbeit, welche auch im Fach Wirtschaftinformatik war. In den folgenden Blogeinträgen möchte ich von meinen Aufgaben und Erfahrungen meiner Tätigkeiten berichten.
Zunächst möchte ich das Unternehmen sowie das Thema vorstellen und euch erklären warum ich mich dafür entschieden habe.

Zunächst: Wie bin ich auf die GESIS Salzgitter gekommen? Am Ende meines vierten Fachsemesters, also mitten noch im Studium, habe ich von der Möglichkeit mitbekommen sein Teamprojekt in Form einer praktischen Tätigkeit zu absolvieren. Bei der Infoveranstaltung wurde mein Interesse geweckt und ich wollte die Chance wahrnehmen. Zu meinem Nachteil war, bei dieser jährlichen Veranstaltung, mehr los als üblich. Durch diese hohe Nachfrage wurden zunächst Studenten im höheren Semester bevorzugt, wodurch leider kein freier Platz übrig bliebt. Nichtsdestotrotz wollte ich diese Möglichkeit nicht verfallen lassen und nahm mir vor, mich bei der GESIS in nächsten Jahr zu bewerben. Die Pandemie machte mir jedoch einen Strich durch die Rechnung, da durch das Virus diese Zusammenarbeit zwischen der GESIS und der TU in diesem Jahr ausfiel. Trotz dieser Situation kontaktierte ich verschiedene Stellen der GESIS und der TU und reichte trotzdem eine Initiativbewerbung ein und wurde kurzerhand später zu einem Bewerbungsgespräch per Videokonferenz eingeladen. Da dies für beide Seiten positiv ausfiel fing ich das genannte Praktikum auch neben meiner Bachelorarbeit wenige Monate später an.

Die Gesellschaft für Informationssysteme mbH – GESIS ist eines der deutschlandweit führenden IT-Dienstleistungsunternehmen in den Bereichen Stahl- und Röhrenindustrie, Handel und Technologie. GESIS verfügt dank jahrzehntelanger Zusammenarbeit mit dem Salzgitter-Konzern über bewährtes Praxis-Know-how. Das Aufgabengebiet zieht sich von der Organisationsberatung und Entwicklung von Lösungen für die Informationsverarbeitung bis zur Erbringung von Service- und Rechenzentrumsleistungen. Dabei unterstützen 200 Mitarbeiter unsere Kunden bei der Sicherstellung ihrer Geschäftsprozesse in den Bereichen Fertigung, Finanzen und Controlling, Infrastruktur und Betrieb, Marketing und Vertrieb, Materiallogistik und Produktionssicherung sowie Personalwirtschaft. Die Abteilungen Kaufmännische Verwaltung sowie Lizenzen und Berechtigungen runden das Serviceangebot ab.

GESIS wurde im April 1989 durch die Ausgliederung der IT-Aktivitäten der Stahlwerke Peine-Salzgitter AG gegründet und ist eine 100-prozentige Tochter der Salzgitter AG. Sie ist IT-Service-Provider mit Standorten in Salzgitter und Mülheim an der Ruhr. Das vornehmliche Unternehmensziel der GESIS ist es, dem Kunden IT-Lösungen zur Optimierung seiner Geschäftsprozesse zu entwickeln und diese individuell auf die jeweiligen Bedürfnisse maßgeschneidert anzupassen.

In meinem nächsten Blogeintrag werde ich euch mehr über mein Thema, Arbeitsalltag sowie dem Ablauf erzählen.


Werkstudent bei msg DAVID (3/3)

Im letzten Teil meines Beitrags in diesem Blog, möchte ich ein Fazit aus meiner Tätigkeit ziehen und darstellen, warum ihr auch dringend eine Beschäftigung neben des Studiums aufnehmen solltet.

Aus meiner Zeit bei der msg David habe ich wirklich sehr viel mitgenommen und vor allem viel gelernt. Allerdings war dieses Lernen hier natürlich anders als in der Universität. So ging es hier nicht darum Inhalte auswendig zu können oder exakt beschriebene Aufgaben zu Erfüllen, sondern viel mehr sein Vorwissen praktisch anzuwenden und relevante Aufgaben selbst zu erkennen. Besonders die Vorgehensweise und das Arbeiten in einem Großen IT-Projekt war für mich völlig neu. Ebenso musste ich mich in einige technische Themen einarbeiten, wie zum Beispiel die Python-Programmierung. Durch den Praxisbezug und das Wissen, ein nützliches Ergebnis zu liefern, konnte ich schnell neue Sachen lernen und anwenden. Natürlich hat mir das theoretische Wissen aus den Vorlesungen in einigen Situationen geholfen, besonders aber um mir den Gesamtzusammenhang zu erschließen.

Auch wenn es Wochen gab, in denen ich die Doppelbelastung aus Uni und Arbeit nicht so toll fand, hat diese Nebenbeschäftigung mein Studium unterstützt und meine Entwicklung vorangetrieben. Insbesondere da es eine Tätigkeit war, die zum Wirtschaftsinformatik Studium gepasst hat und ich somit auch eine mögliche Arbeitsumgebung kennengelernt habe.

Ich kann es jedem nur empfehlen sich neben dem Studium eine studiengangsnahe Nebentätigkeit zu suchen. Ihr habt dort die Möglichkeit noch einmal auf eine ganz andere Art Wissen zu erlangen und eure Fähigkeiten zu entwickeln. Selbst wenn ihr dort feststellt, dass euch das Unternehmen oder der Bereich nicht so zusagen, habt ihr daraus wichtige Erkenntnisse für eure zukünftige Laufbahn gewonnen.

Ich wünsche euch für die Zukunft alles Gute.

Leo


Werkstudent bei msg DAVID (2/3)

Das HMI-Projekt besteht aus vielen Komponenten an denen hunderte Entwickler arbeiten und es täglich Neuerungen gibt. Natürlich spielt dabei, wie auch in jedem anderen Softwareprojekt das Qualitäts- und Testmanagement eine große Rolle. Insbesondere da die Entwicklung für die msg DAVID als Dienstleister erfolgt, hat die Zufriedenstellung des Kunden hohe Priorität, da andernfalls die Zusammenarbeit und Bezahlung gefährdet werden kann. Um die Qualität zu gewährleisten gibt es einige Strategien und Tools welche das Testen der Funktionen und des dazugehörigen Codes unterstützen. Zum einen muss sichergestellt werden, dass der Code auf unterster Ebene funktioniert. Dies bedeutet, dass möglichst jede neue Zeile oder Methode auf ihren Output getestet wird. Dafür sind die Entwickler zuständig, die solche Tests direkt nach dem programmieren neuer Funktionen anfertigen.

Um jedoch die eigentlichen Funktionen der Software zu testen, die für den Endnutzer interessant sind, kommen in diesem Projekt Tester ins Spiel. Für den Multimedia Kontext habe ich diese Aufgabe übernommen und programmierte Tests, die das Bedienen der Benutzeroberfläche(UI) nachstellten. Dafür muss zunächst erst einmal ein Verständnis von der Funktionalität der Software herrschen, sodass ich mich erstmal mit den festgehaltenen Anforderungen auseinandersetzen durfte. Außerdem half natürlich das „Herumspielen“ innerhalb der Software, um zu erkennen was nach bestimmten Aktionen erwartet werden sollte.

Mit dem Wissen war ich in der Lage mir Testfälle auszudenken und diese dann umzusetzen. Das bedeutet hier konkret, dass ich ein Python-Skript programmiert habe, welches dann in die bestehende Testsuites integriert und somit täglich automatisiert ausgeführt wird. Mit den vorhandenen Monitoring-Tools konnte ich dann die Ergebnisse der Tests überwachen und Erfolg oder Fehlschlag erkennen. Wird ein Fehlschlag ausgemacht, muss anhand der Logs genau hingeguckt und identifiziert werden, ob es sich um einen Fehler im Test oder in der Software handelt. Um das zu erkennen ist oft ein enger Austausch mit den Entwicklern nötig. Wenn ein Fehler der Software erkannt wird, kann ein Ticket für die Entwickler erstellt und der Fehler behoben werden. In diesem Fall hat die Testautomatisierung seine Wirkung gezeigt.

Ein erheblicher Teil meiner Arbeit ist jedoch auch das ständige Verbessern und Warten der Tests. Denn durch die ständige Veränderung der Software, können die Tests evtl. nicht mehr stabil ablaufen und werden dann als Fehlschlag aufgezeigt, obwohl der Produktivcode und die Funktionen eigentlich in Ordnung sind. Das können manchmal banale Sachen wie die Umbenennung eines Buttons sein, der dann nicht mehr betätigt werden kann. Oft sind es aber auch komplexere Probleme, bei denen tiefer geguckt und die Stabilität des Tests überarbeitet werden muss.