Hinweis: Zum Wintersemester 2026/27 wird die Vorlesung in „Life Cycle Engineering“ umbenannt (vormals „Ganzheitliches Life Cycle Management“).
Für Studierende der Fakultät 4 gilt ab dem Wintersemester 2026/27 die neue Bezeichnung „Life Cycle Engineering“. Für Studierende anderer Fakultäten bleibt die Bezeichnung „Ganzheitliches Life Cycle Management“ vorerst bestehen. In StudIP ist die Veranstaltung für alle Studierenden unter „Life Cycle Engineering“ und diesem Link zu finden. Dasselbe gilt für das Teamprojekt.
____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________
Ein technisches Produkt durchläuft verschiedene Lebenszyklusphasen – von der Produktidee und Entwicklung über die Produktion und Nutzung bis hin zur Verwertung. Mit Blick auf aktuelle ökonomische und ökologische Herausforderungen müssen diese Phasen im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung gestaltet werden. Dabei gilt es, die Bedürfnisse heutiger Generationen zu befriedigen, ohne die Möglichkeiten zukünftiger Generationen zu beeinträchtigen und die planetaren Grenzen zu überschreiten. Für Unternehmen bedeutet dies ein zunehmendes Denken in komplexen dynamischen Systemen und über den gesamten Lebenszyklus von Produkten hinweg.
Die Lehrveranstaltung vermittelt zentrale Herausforderungen und Zusammenhänge zwischen globalen ökonomischen und ökologischen Entwicklungen und zeigt die Bedeutung der Nachhaltigkeit für Unternehmen auf. Dabei werden unter anderem die Konzepte der Nachhaltigkeit und der Planetary Boundaries sowie deren Implikationen für Unternehmen betrachtet. Zudem wird Nachhaltigkeit als Treiber für Innovationen thematisiert.
Aufbauend auf einer Einführung in bestehende Lebenszykluskonzepte lernen die Studierenden das Life-Cycle-Engineering-Framework kennen und entwickeln ein Verständnis für die Zusammenhänge und Wechselwirkungen entlang des Produktlebenszyklus. Sie lernen ingenieurwissenschaftliche Methoden kennen, mit denen sich ökologische und ökonomische Auswirkungen analysieren und quantifizieren lassen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Quantifizierung von Umweltwirkungen sowie auf der Identifikation technischer Handlungsoptionen zur Vermeidung bzw. Reduktion von Problemen und Umweltwirkungen.
Darüber hinaus werden typische Denkfehler und Problemverschiebungen bei der Bewertung von Produkten und Lösungen thematisiert. In einem Teamprojekt wenden die Studierenden relevante Methoden exemplarisch auf ein Produkt an und entwickeln auf dieser Grundlage ein ganzheitliches Verständnis für die Gestaltung nachhaltiger Produktlebenszyklen. Die Lehrveranstaltung sensibilisiert damit für Lebenszyklusdenken und befähigt die Studierenden zu verantwortlichem Handeln sowie zur Anwendung relevanter ingenieurwissenschaftlicher Methoden und Vorgehensweisen.
Die Veranstaltung besteht aus einer Vorlesung, einem Teamprojekt, welches die klassische Saalübung ersetzt, sowie einer Postersession zum Abschluss der Lehrveranstaltung. Je nach Studiengang ist zudem ein Labor zum Thema Industrielle Produkt-Service-Systeme Teil der Veranstaltung, sowie der Bearbeitung einer eigenständigen Aufgabe. Die Lehrveranstaltung schließt mit einer Prüfung.
Am Beginn des Lernprozesses steht mit der globalen Notwendigkeit nach einer nachhaltigen Entwicklung ein ausgesprochen komplexes Problem. Innerhalb dieses Rahmens sollen Studierende auch ihre eigenen Konzepte, Einstellungen und Werte hinsichtlich der zukünftigen Entwicklungen erkunden. Die im ersten Abschnitt dargelegten Lehrziele beinhalten somit Fachkenntnisse über Methoden, Werkzeuge und Zusammenhänge sowie professionelle Kompetenzen wie Analyse, Evaluation oder das Lösen von Problemen im Team.
Im Laufe der ersten Hälfte der Veranstaltung füllen die Studierenden dabei zunächst ihren individuellen ›Werkzeugkoffer‹ mit Methodenwissen zur Analyse und Kalkulation von ökonomischen und ökologischen Fragestellungen. Diese Informationsvermittlung findet in Form einer Vorlesung statt, die durch den Einsatz von kurzen Filmen, denkanregenden Fragen und Diskussion dieser Fragen im Plenum in Teilen interaktiv angelegt ist. Als weitere Unterstützung können die fachwissenschaftlichen Inhalte der Veranstaltung auch anhand des Buchs »Ganzheitliches Life Cycle Management – Nachhaltigkeit und Lebenszyklusorientierung in Unternehmen« (Christoph Herrmann, 2010) im Selbststudium vertieft werden. Das Buch ist in größerer Zahl in der Universitätsbibliothek zur Ausleihe sowie innerhalb des TU-Netzes als E-Book verfügbar.
Das IWF bietet Vertiefungsmodule in den Bereichen Life Cycle Assessment, Energieeffizienz in der Produktion, Material- und Ressourceneffizienz, im Themenfeld Industrie 4.0 sowie der Lebenszyklusorientierten Fahrzeugentwicklung an. Informationen erhalten Sie im Bereich Lehre.
Alle weiteren Informationen und Materialien finden Sie im Lernmanagementsystem Stud.IP. Eine Einführung in Stud.IP bekommen Sie beim Stud.IP-Support-Team.
Dozent: Prof. Dr.-Ing. Christoph Herrmann, Dr.-Ing. Mark Mennenga
Klausurtermin für Sommersemester 2026: 21.08.2026, Ort: Raum ZI 24.1, Klausurbeginn: 13:00 Uhr, Dauer: 120 min
Turnus: Wintersemester
Ort: UP 3.007
Termine:
Anmeldung: Bitte melden Sie sich zu Beginn der Veranstaltung in Stud.IP an. Hier werden unter anderem nähere Informationen zu den Prüfungen geteilt.
Bei etwaigen Fragen kommen Sie gerne auf die Vorlesungsbetreuenden zu.
Es gelten ausschließlich die Angaben im Modulhandbuch. Rechtsverbindlich gültig sind zudem nur die Angaben in der Prüfungsordnung des jeweiligen Studienganges.