Das Institut für Germanistik veranstaltet erneut eine Ringvorlesung, die sich im Wintersemester 2026/27 dem Phänomen Krieg aus interdisziplinärer Perspektive widmet. Ausgehend von der Beobachtung, dass Krieg nicht nur als historisches Ereignis, sondern immer auch als Gegenstand ästhetischer, medialer und philosophischer Deutung erfahrbar wird, versammelt die Vorlesungsreihe Expertinnen und Experten aus Literatur-, Kunst- und Kulturwissenschaft sowie der Philosophie. In wöchentlich wechselnden Vorträgen werden unterschiedliche Zugänge zum Thema vorgestellt: von literarischen Kriegsdarstellungen und ihren narrativen und poetischen Verfahren über die visuelle Repräsentation von Gewalt in der bildenden Kunst und den Medien bis hin zu historiographischen und philosophischen Reflexionen über Ursachen, Legitimation und Erfahrung des Krieges. Im Zentrum steht die Frage, wie unterschiedliche Disziplinen den Krieg als Erfahrungs-, Deutungs- und Repräsentationsraum konstituieren und welche gemeinsamen wie disziplinspezifischen Kategorien sich daraus für sein Verständnis ableiten lassen. Die Ringvorlesung versteht sich als Forum eines fächerübergreifenden Dialogs und richtet sich an Studierende sowie die interessierte Öffentlichkeit.
Organisiert wird die Ringvorlesung im Wintersemester 2026/27 von Prof. Dr. Cord-Friedrich Berghahn, Prof. Dr. Jan Röhnert, Prof. Dr. Julia Schöll und PD Dr. Christian Wiebe, die jeweils auch mit Beiträgen vertreten sind. Hier geht es zum gesamten Programm.
Die Veranstaltungsreihe findet immer dienstags um 18:45 Uhr in der Pockelsstraße 11 in Hörsaal PK 11.1 statt (freier Eintritt).
Den Auftakt bildet am 27.10.2026 der Vortrag Krieg denken. Eine Einführung von Prof. Dr. Julia Schöll.
Am 10.11. und 11.11.2023 fand die von Prof. Dr. Julia Schöll und PD Dr. Christian Wiebe organisierte Tagung Wer schreibt/liest/vermittelt? Geschlecht und Kanonisierung im 18. Jahrhundert statt. Jüngst erschien bei Königshausen & Neumann der Sammelband mit dem Titel Kanonisierung und Geschlecht. Beiträge zur Literatur des 18. Jahrhunderts dazu, herausgegeben von Prof. Dr. Julia Schöll und PD Dr. Christian Wiebe (weitere Informationen siehe hier).
Aus der Tagung ist außerdem ein Tagungsbericht hervorgegangen sowie ein Online-Aufsatz von Prof. Dr. h.c. Gerd Biegel über Friederike Caroline Neuber. Er ist hier frei verfügbar.