TU BRAUNSCHWEIG

Prof. Dr. Gottfried Orth

Professor für Evangelische Theologie und Religionspädagogik 

Technische Universität Braunschweig
Seminar für Ev. Theologie und Religionspädagogik
Bienroder Weg 97
38106 Braunschweig
Raum 169
Tel.: 0531/391-8890
E-Mail: g.orth@tu-bs.de


Sprechstunde:

Während der vorlesungsfreien Zeit:

13. September: 11.00 - 12.30 Uhr
20. September: 14.00 - 15.30 Uhr
9. Oktober: 15.00 - 16.30 Uhr

Während der Vorlesungszeit:

Mittwochs von 11.00 - 12.30 Uhr

Per Mail bin ich durchgehend zu erreichen.


 

Wissenschaftlicher Werdegang

  • seit 2012: Mitglied im Team des ORCA-Instituts für Konfliktmanagement und Training

  • 2009 - 2013: Prodekan der Fakultät für Geistes- und Erziehungswissenschaften, Mitglied im Senat der TU Braunschweig

  • 2009 - 2011: Dekan der Fakultät für Geistes- und Erziehungswissenschaften

  • 2003 - 2007: Studiendekan der Fakultät für Geistes- und Erziehungswissenschaften

  • 2002 - 2010: Mitglied des Vorstandes der Stiftung "Bibel und Kultur", Braunschweig

  • 2002 - 2006: stellv. Vorsitzender des Ausschusses Ökumenische Diakonie (AÖD) bei "Brot für die Welt" Stuttgart

  • 2002 - 2011: Vorsitzender des Beirates der Evangelischen Erwachsenenbildung in Niedersachsen

  • seit 01.10.1998: Inhaber des Lehrstuhls für Evangelische Theologie und Religionspädagogik an der Fakultät für Geistes- und Erziehungswissenschaften der Technischen Universität Braunschweig

  • 1997/1998: Schulpfarrer der EKHN an der Martin Luther Schule in Rimbach (Odw.)

  • seit 1995: apl. Professor für Praktische Theologie am Fachbereich Evangelische Theologie der Universität Frankfurt

  • 1991 - 2003: Leiter des Ernst Lange-Instituts für ökumenische Studien e.V. in Rothenburg o. d. Tbr. 

  • 1991 - 2002: Leiter der Koordinationsgruppe des "Arbeitskreises Pädagogik" bei "Brot für die Welt" in Stuttgart

  • 1991 - 1997: Hochschuldozent für Religionspädagogik und Didaktik der Theologie im Institut für Evangelische Theologie der RWTH Aachen, Lehrbeauftragter an der ERPA Wien für das Fach Evangelische Erwachsenenbildung

  • 1988 - 1995: Privatdozent für Praktische Theologie am Fachbereich Evangelische Theologie der Universität Frankfurt

  • 1988: Habilitation für das Fach Praktische Theologie am Fachbereich Evangelische Theologie der Universität Frankfurt mit der Schrift „Erwachsenenbildung zwischen Parteilichkeit und Verständigung“

  • 1984 - 2005: Mitarbeiter unterschiedlicher Projekte im Comenius-Institut, Münster; insbesondere im Bereich ökumenischen und interkulturellen Lernens in Schule und Gemeinde

  • 1984 -199:1 Wissenschaftlicher Referent für den Fachbereich Theologie bei der Deutschen Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung in Karlsruhe

  • 1982 - 1984:  Wissenschaftlicher Referent für den Fachbereich Theologie sowie Theorie und Praxis der Erwachsenenbildung in der Arbeitsstelle für Kirchliche Dienste (Fernstudium) der EKD in Hannover

  • 1980 - 1982: Lehraufträge im Fachbereich Religionswissenschaften an der Universität Frankfurt

  • 1979 - 1982 Gemeindepfarrer in Weiterstadt bei Darmstadt

  • 1979: Zweites Theologisches Examen bei der EKHN in Darmstadt, Promotion am Fachbereich Religionswissenschaften der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt mit der Dissertationsschrift „Vom Abenteuer bürgerlichen Bewusstseins – Die Predigten Helmut Gollwitzers“, Diplom im Fach Diakoniewissenschaften im Diakoniewissenschaftlichen Institut der Universität Heidelberg

  • 1978-1979: Vikariat in der EKHN in Heppenheim/Bergstraße

  • 1976 - 1977: Studium der Soziologie in Zürich; Arbeit an meiner Dissertation

  • 1975: Erstes Theologisches Examen

  • 1970 - 1975: Studium der Theologie, Philosophie, Diakoniewissenschaft

  • 18. März 1952: in Darmstadt geboren

Lehr- und Forschungsschwerpunkte

Lehre

  • Religionspädagogik
  • Systematische Theologie
  • Kirchengeschichte
Forschung
  • Evangelische Kirchen in Deutschland, der Schweiz und Österreich gegen Rechtsextremismus - Haltungen, Erfahrungen, Perspektiven
  • Gewaltfreie Kommunikation nach Impulsen von M. B. Rosenberg in Schulen, Kirchen und Theologie
  • Empirische Forschung zum Religionsunterricht in der Grund- und Hauptschule: Unterrichtsforschung und Forschungen zu Glaube, Religiosität und Religionsäquivalenten von Schülerinnen und Schülern

  • Ökumenische Bewegung, Ökumenischer Rat der Kirchen (ÖRK), ökumenische Theologie, konziliarer ProzeSS für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung, Dekade overcome violence

  • Interreligiöser Dialog zu Religion und Umwelt/Theologie und Umwelt

Publikationen

Herausgeber der Reihe:

  • Theologie kompakt

(Mit)Herausgeber der Reihen:

  • Ökumenische Studien - (Hrsg.: Prof.es Dr.es U. Becker, E. Geldbach, G. Orth, K. Raiser)
  • Ökumenische Materialien - Publikationen aus dem Ernst Lange-Institut (Hrsg.: Joh. Linz, Th. Kratzert, G. Orth)
  • Außer der Reihe – Publikationen aus dem Ernst Lange-Institut (Hrsg.: Joh. Linz, Th. Kratzert, G. Orth)


Monographien

  • Mitten im Krieg vom Frieden singen. Traditionen der Gewaltfreiheit. Berlin 2017 (in Vorbereitung)
  • Gewaltfreie Kommunikation in Kirchen und Gemeinden. Die Nächsten lieben wie sich selbst. Paderborn 2016
  • Miteinander reden – einander verstehen. Paderborn 2015
  • Gewaltfreiheit – ein Name Gottes. Spirituelle und politische Wege zur Gewaltfreiheit. Hannover 2014
  • Mit H. Fritz: Bitten statt Fordern. Ein Schulentwicklungsprojekt mit Gewaltfreier Kommunikation. Paderborn 2014
  • Mit H. Fritz: Gewaltfreie Kommunikation in der Schule. Wie Wertschätzung gelingen kann. Ein Lern- und Übungsbuch für alle, die in Schulen leben und arbeiten. Paderborn 2013
  • KonfirmandInnen: Friedensarbeit mit der Bibel. Impulse und Materialien. E-Book. Göttingen 2010
  • Erwachsenenbildung: Friedensarbeit mit der Bibel. E-Book. Göttingen 2010
  • Mit A. Schulte und I. Wiedenroth-Gabler: Leben im Regenbogen. Der Dekalog – AnGebote für Lebensregeln. Leipzig 2008
  • Mit H. Fritz: „Ich muss wissen, was ich machen will…“ Ethik lernen und lehren in der Schule. Göttingen 2008
  • Siehst du den Balken nicht? Soziale Gerechtigkeit. Göttingen 2008
  • Mit H. Fritz: „… und sei stolz auf das, was du bist“ – Muslimische Jugendliche in Schule und Gesellschaft. Stuttgart 2007
  • Wie im Himmel so auf Erden. Das Vater unser beten und verstehen. Stuttgart 2004
  • Machs wie Gott, werde Mensch! Göttingen 2004. 151 S.
  • Meinen Glauben verstehen – Das Alte Testament. Das Neue Testament. Hannover 2003
  • Meinen Glauben verstehen – das Glaubensbekenntnis verstehen. Hannover 2002
  • Theologie kompakt: Systematische Theologie. Stuttgart 2002. 174 S.
  • Hilft Beten auch wenn’s regnet? Stuttgart 2002. 96 S.
  • Von Gott reden heißt vom Ganzen reden. Rothenburg 2000. 24 S.
  • gem. mit H. Hanisch, Glauben entdecken - Religion lernen. Was Kinder glauben, Teil 2. Stuttgart 1998. 367 S.
  • gem. mit U. Arnold/H. Hanisch (Hrsg.), Was Kinder glauben. 24 Gespräche über Gott und die Welt. Stuttgart 1997. 351 S.
  • Differenz und Dialog. Weinheim 1996. 207 S.
  • „Du sollst nicht bekehren deines Nächsten Kind“. Interkulturelles Lernen in Schule, Kirche und Gesellschaft. Frankfurt 1995. 158 S.
  • Zur Solidarität befreit. Helmut Gollwitzer. Mainz 1995. 191 S.
  • Erwachsenenbildung zwischen Parteilichkeit und Verständigung. Göttingen 1990. 266 S. (Habilitationsschrift)Protest gegen den Tod. Auf dem Weg zu ökumenischem Lernen. Hamburg 1983. 173 S.
  • Vom Abenteuer bürgerlichen Bewußtseins. Helmut Gollwitzers Predigten 1938-1976. Frankfurt 1980. 248 S. (Dissertation)

Zeitschriftenbeiträge
 
2016
  • Gewaltfreie Kommunikation. Die Sprache des Friedens sprechen in einer konfliktreichen Welt. In: Deutsches Pfarrerblatt. 116. Jg. 1/2016. S. 11-15.
  • Eine Sprache des Lebens – Gewaltfreie Kommunikation auch in Kirchen und Gemeinden. In: P&S. Magazin für Psychotherapie und Seelsorge. Februar 2016. S. 34-37.
  • Babel ist nichts das letzte Wort. In: A. Hettinger u.a. (Hrsg.), Babel re-sesearched. Marburg 2016. S. 43-55.
  • Du sollst nicht bekehren deines Nächsten Kind. In: Grundschule aktuell. Heft 134. S. 20-23.
  • Ohne ihr Wissen haben schon manche Engel beherbergt – Theologische Überlegungen zur Willkommenskultur. In: forum Erwachsenenbildung. 2/2016. S. 20-24.

2015

  • Festrede für Horst F. Rupp anlässlich des 60. Geburtstages. In: M. Römer, S. Schwarz (Hrsg.), LebensBILDung. Würzburg 2015. S. 12-22.
  • Gewaltfreie Kommunikation – Ein wertschätzender Ansatz, Krisen zu gestalten. In: A. Pithan, A. Wuckelt (Hrsg.), Krise und Kreativität. Forum für Hei- und Religionspädagogik. Bd. 8. Münster 2015. S. 69-81.
  • Gewaltfreie Kommunikation in der Schulseelsorge. Bedürfnisse sehen – Situationen klären – Kontexte einbeziehen. In: Empathische Zeit. Ausgabe 2/15. S. 44-45.
  • Dem bewohnten Erdkreis Schalom. In: H. Rupp, S. Schwarz (Hrsg.), Lebensweg, religiöse Erziehung und Bildung. Religionspädagogik als Autobiographie. Band 6. Würzburg 2015. S. 277-295.
  • Ethik im evangelischen Christentum. In: R. Englert u.a. (Hrsg.), Ethisches Lernen. JRP 31. Neukirchen-Vluyn 2015. S. 29-33.
  • Rez. K. Baier, Ökumene ist kein Konzept. Sie ist eine Lebensart. In: ThLZ 140 Jg. Heft 3/2015. Sp. 302-304.

2014

  • schluss mit schuldig? In: braunschweiger beiträge 140. 3/2013. S. 4-7.
  • Wiederkehr der Religionen in der technisch-wissenschaftlichen Welt. In: R. Stauf, C.-F. Berghahn (Hrsg.), Wechselwirkungen. Die Herausforderung der Künste durch die Wissenschaften. Heidelberg. 2014. S. 269-283.
  • „Es ist echt besser geworden“ – Gewaltfreie Kommunikation in der Schule. In: I. Holler (Hrsg.), Und plötzlich öffnet sich eine Tür. GFK-Erfolgsgeschichten. Marshall Rosenberg zum 80. Geburtstag. Paderborn 2014. S. 124-129.
  • Ganz und nicht zerstückelt leben – Gewaltfreie Kommunikation und christliche Kirchen und Theologien. In: I. Holler (Hrsg.), aaO. S. 146-152.

Das vollständige Schriftenverzeichnis finden sie hier

Projekte

Gewaltfreie Kommunikation – Theologie, Religionspädagogik, Schule und Kirche

Gewaltfreie Kommunikation

Gewaltfreie Kommunikation (GFK) ist eine von M. B. Rosenberg im Kontext der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung entwickelte Haltung und Form wertschätzender Kommunikation, die weltweit erprobt, diskutiert und weiterentwickelt wird.

GFK fußt auf einem eigenständigen interreligiösen spirituellen Ansatz.

GFK findet derzeit immer mehr Resonanz in Schulen, Schulsozialarbeit und schulnaher Jugendarbeit, (Religions-)Lehrerfortbildung, Kindergärten sowie in kirchlicher Erwachsenen- und Weiterbildung.

Im Zentrum des Projektes stehen zwei Schwerpunkte:

1. Erforschung der (Un-)Möglichkeiten gewaltfreier Sprache und Traditionsbildung innerhalb evangelischer Theologie und Kirche

Hebräisches Denken, das neutestamentlicher Überlieferung wie – selbstverständlich – der Hebräischen Bibel zugrunde liegt, ist geprägt von narrativem Stil. Die Schriften beider Testamente sind „Gelegenheitsschriften“. Im Übergang nach Europa und in dem Wunsch, den Griechen ein Grieche, den Römern ein Römer zu werden, war die ur- und frühchristliche Verkündigung konfrontiert mit griechischer Philosophie und römischem Recht. Jetzt entstand dogmatisches Denken und mit ihm eine ihm entsprechende dogmatische, ein- und ausgrenzende und damit gewaltförmige Sprache. Dieses Denken und diese Sprache haben im Folgenden europäische Theologien und Kirchen bestimmt.

Infrage steht, ob Theologie und Kirche und mit beiden „glauben lernen“ (und eben nicht ‚Glauben lernen’) und wenn ja wie Theologie und Kirche und mit beiden „glauben lernen“ (und eben nicht ‚Glauben lernen’) gewaltfrei und von Wertschätzung aller Menschen geprägt möglich sind.

2. Gewaltfreie Kommunikation im Bereich der Schule

Im Verbund mit der Evangelischen Erwachsenenbildung und gegenwärtig acht Schulen in Deutschland bauen wir eine „Forschungs- und Kooperationsstelle Gewaltfreie Kommunikation“ am Seminar für Evangelische Theologie und Religionspädagogik auf.

Wir entwickeln unterschiedliche Formate von (Fortbildungs-)Modulen zu GFK für die universitäre LehrerInnenbildung sowie für die LehrerInnenfortbildung. Gegenwärtig finden Fortbildungen mit fünf Lehrerkollegien unterschiedlicher Schulformen und -standorte, mit SchulsozialarbeiterInnen sowie GFK-Tage mit Schulklassen und Studierenden statt.

Wir begleiten supervisorisch Unterrichts- und Schulentwicklungsprojekte und erarbeiten Unterrichtsprojekte und -bausteine für fächerübergreifen Unterricht, insbesondere auch für den Religions- und Ethikunterricht.

Evangelische Kirchen in Deutschland, der Schweiz und Österreich gegen Rechtsextremismus - Haltungen, Erfahrungen, Perspektiven

Informationen zu diesem Projket finden sie hier.


  aktualisiert am 08.09.2017
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