TU BRAUNSCHWEIG

» Zur Historie des Seminars 

 Das Seminar für Philosophie kann auf eine Geschichte zurückblicken, die 1924 mit der Berufung von Prof. Dr. Wilhelm (Willy) Moog begann. Am 2. Februar 2015 feierte das philosophische Seminar sein Jubiläum mit der öffentlichen Veranstaltung 90 Jahre Braunschweiger Philosophie: Grundlegungen durch Willy Moog (1888-1935) und Einblicke in sein Philosophenleben im Georg-Eckert-Institut. Einige Professor(inn)en und Dozenten, die die Braunschweiger Philosophie maßgeblich geprägt haben, werden im Folgenden kurz vorgestellt.

Eigene Vorarbeiten:

Im Jahr 2015 wurden zur Geschichte des Philosophischen Seminars zwei Bücher vorgelegt:

  • Nicole C. Karafyllis: Willy Moog (1888-1935): Ein Philosophenleben. Freiburg: Karl Alber (722 S., erschienen 22. Jan. 2015). Mit einer ausführlichen Institutionengeschichte zur Einrichtung des Philosoph. Ordinariats an der TH Braunschweig in der Weimarer Republik, dessen Abwicklung in der NS-Zeit und einer Netzwerkanalyse von Moogs Kollegenkreis an der kulturwissenschaftlichen Abteilung der TH, die von 1927 bis 1937 bestanden hat. Im Anhang Werkliste und Liste der Lehrveranstaltungen von Willy Moog.
  • Uwe Lammers: Sieben Leben. Wissenschaftlerbiographien an der kulturwissenschaftlichen Abteilung der Technischen Hochschule Braunschweig im Nationalsozialismus. Veröffentlicht am 23. Jan. 2015 unter der URL http://www.digibib.tu-bs.de/?docid=00058531 der Digitalen Bibliothek Braunschweig (= stark überarb. u. erw. Fassung der Magisterarbeit von 2002). Enthält u.a. Biographien der Braunschweiger Philosophen Karl Gronau und (neu) Willy Moog.

Weitere universitätsgeschichtlich relevante Arbeiten folgten 2016:

Nicole C. Karafyllis: "Ein Braunschweiger kehrt zurück: Der Philosophieprofessor Willy Moog (1888-1935)", in: Braunschweig. Wiss. Gesellschaft (BWG) (Hg.): Jahrbuch 2015. Braunschweig: Cramer 2016 (S. 13-40) sowie

Nicole C. Karafyllis: Die Philosophen Herman Schmalenbach und Willy Moog und ihr Wirken an den Technischen Hochschulen in Hannover und Braunschweig. Mit einem Seitenblick auf Schmalenbachs Leibniz (1921). Hannover: Wehrhahn 2016 (im Druck). Hefte der Leibniz-Stiftungsprofessur.

Am 17./18. November 2016 findet die Intern. Tagung "Philosophie und Philosophen an Technischen Hochschulen" am Seminar für Philosophie der TU Braunschweig statt (s. Webseite "Projekte/PhilTH"). Thema sind auch die Braunschweiger Philosophen Hermann Glockner und Willy Moog.


Überblick über die Geschichte:

Schon vor der Gründung des philosophischen Seminars gab es bereits Qualifikationsarbeiten in Philosophie an der Technischen Hochschule Braunschweig, so u.a. die Promotion (1898) und Habilitation (1901, Beiträge zum Verhältnis Schopenhauers zu Spinoza) von Cay Baron von Brockdorff (1874-1946), der 1909-1910 außerordentlicher Professor für Philosophie an der TH war, dort aber schon seit 1901 lehrte. Er setzte seine Karriere später in Kiel fort.

Professoren und Professorinnen am Institut bzw. Seminar für Philosophie der TH/TU Braunschweig:

» Prof. Dr. Wilhelm (Willy) Moog (1888-1935) 

Der aus dem Mittelhessischen stammende Philosoph und Pädagoge Wilhelm (Willy) Moog (Promotion 1909 Giessen) lehrte seit 1919 (Habilitation) an der Universität Greifswald (1922 als a.o. Professor) und wurde von dort Ende 1924 auf eine ordentliche Professur für Philosophie, Pädagogik und Psychologie an der Technischen Hochschule Braunschweig berufen (der erste Ruf auf eine alternative Professur erging 1922 an den Psychologen Oswald Kroh, ein Schüler von Erich R. Jaensch in Marburg, der die TH 1923 wieder verließ). Mit diesem Lehrstuhl wurde das Philosophische Seminar gegründet. In Moog war ein philosophischer Generalist gefunden, der auch zur Pädagogik beitragen konnte. Moog war 1927-1930 auch Dekan der zugeordneten kulturwissenschaftlichen Abteilung der TH.

Kurz nach Annahme des Rufes begann er, die Seminarbibliothek mit zu Beginn etwa 4000 Büchern aufzubauen. Der erste Inventarisierungseintrag datiert auf den 25. Mai 1925 und listet die Schriften von Kant, Fichte, Hegel, Schopenhauer, Nietzsche und Simmel.

Moog, der am Beginn seiner Karriere Gymnasiallehrer für Altgriechisch, Latein, Philosophie und Germanistik (in Darmstadt) gewesen war und begeistert zu u.a. Homer publiziert hatte, erwies sich später als ausgewiesener Systematiker. Zu seinen Hauptwerken gehören Kants Ansichten zu Krieg und Frieden, veröffentlicht während des Ersten Weltkriegs (1917), Hegel und die Hegelsche Schule (1930) sowie die Geschichte der Pädagogik (2 Bd., 1928 und 1933). Die Verbindung von Philosophie und Pädagogik war ihm ein lebenslanges Anliegen, ebenso wie die Erziehung zum friedlichen Miteinander. Der Anti-Militarist Moog starb 1935 in Braunschweig durch einen Suizid. Mittlerweile ist belegt, dass er sich v.a. wegen der Repressionen der Nazi-Herrschaft und der Gleichschaltungspolitik an der Hochschule in der Oker ertränkt hat.

August Christian Riekel (1897-1967), einst überzeugter Sozialist und Mitglied der SPD, habilitierte 1923 an der TH Braunschweig in Philosophie und Pädagogik und war ab 1924 als Privatdozent zunächst Assistent von Willy Moog. Riekel wurde 1931 entlassen, 1933 zwangsemeritiert. Zuvor hatte er ein Ordinariat (1928-1931) für Erziehungswissenschaften an der TH inne; die Institutsräume befanden sich in der Villa Salve Hospes (heute Sitz des Braunschweiger Kunstvereins). Die Jahre 1933-1953 verbrachte er als Schriftsteller und Bühnenautor (unter Pseudonymen) in Deutschland, Österreich und den Niederlanden. 1953 Rückkehr nach Deutschland, 1956 Wiedergutmachungsbescheid und Titel eines emeritierten Professors.

 

» apl. Prof. Dr. Karl Gronau (1889-1950) 

Der Braunschweiger Karl Gronau wurde 1926 als außerordentlicher Professor für Philosophie berufen, lehrte aber bereits seit 1921/22 dort. Er hatte sich an der TH Braunschweig 1922 in Philosophie mit einer Arbeit zum Theodizee-Problem habilitiert, zuvor in Göttingen Philosophie und Theologie studiert. Seine Forschungsthemen behandelten Metaphysik, Religionsphilosophie und antike Staatsphilosophie (Platon/Neuplatonismus). In seiner hauptamtlichen Tätigkeit als Schulleiter in Braunschweig (1924-1950) verfolgte er zunehmend auch eine Erziehung auf 'rassisch-biologischer' Grundlage. 1933 trat Gronau der NSDAP bei, wurde aber 1938 wieder ausgeschlossen, da er in den 1920er Jahren Mitglied einer Freimaurerloge war. Von der britischen Militärregierung zunächst 1945 als Ministerialreferent für das Hochschulwesen und höhere Schulwesen eingesetzt, hatte er sich ab 1946 mehreren Entnazifizierungsverfahren zu stellen. Wenngleich deren Ausgänge umstritten waren, wurde Gronau 1949 wieder mit allen Rechten versehen, kurz darauf aber pensioniert.

Vgl. zur Vita von Karl Gronau ausführlich das entsprechende Biografiekapitel in Uwe Lammers: Sieben Leben..., 2015 (s.o.).

» Prof. Dr. Friedrich Berger (1901-1974)

Von 1934-37 war der in Tübingen promovierte und habilitierte Philosoph und Erziehungswissenschaftler Friedrich Berger (1901-1974) Professor für Theoretische Pädagogik (völkische Anthropologie) an der TH Braunschweig, danach wirkte er als Professor für Erziehungswissenschaften an der Bernhard-Rust-Hochschule für Lehrerbildung in Braunschweig. Berger war seit 1933 als Sturmbannschulungsleiter Mitglied der SS, seit 1937 Mitglied der NSDAP sowie weiterer Organisationen. Nach dem Zweiten Weltkrieg unterrichtete Berger in Baden-Württemberg. Er starb im April 1974 in Künzelsau.

Quellen: Klaus-Peter Horn: Erziehungswissenschaft in Deutschland im 20. Jahrhundert, 2003, S. 190 (zu Friedrich Berger), S. 299 (zu Willy Moog) und S. 316 (zu August Riekel); unveröffentlichte Manuskripte von M.A. Uwe Lammers; Zur Geschichte der Philosophie an der TH Braunschweig siehe Christian Tilitzki: Die deutsche Universitätsphilosophie in der Weimarer Republik und im Dritten Reich, Band 1, Berlin 2002, S. 205-208. Eigene Recherchen, u.a. nachgewiesen in Nicole C. Karafyllis: Willy Moog (1888-1935): Ein Philosophenleben. Freiburg: Alber 2015, Kap. 2.7. Dort wird Berger erstmals ausführlich biographisch und mit Blick auf seine Werke aufgearbeitet.

 


 

» Prof. Dr. Friedrich Kaulbach (1912-1992) 

Nach dem Krieg war der in Erlangen 1937 promovierte Kant-Experte Dr. Friedrich Kaulbach (1912-1992), ein gebürtiger Nürnberger, 14 Jahre als Dozent in Braunschweig tätig, zunächst ab 1945 an der Kant-Hochschule/Pädagogischen Hochschule (die 1978 in die TU eingegliedert wurde und heute Teil der Fak. 6 der TU ist), seit 1949 auch mit einem Lehrauftrag an der Technischen Hochschule. Er lehrte in Braunschweig, eingedenk der Geschehnisse des Krieges, anfangs vorwiegend zur Ethik. Kaulbach war eigentlich spezialisiert auf die Wissenschaftsphilosophie Kants, und erweiterte diese später mit ästhetischen, metaphysischen und phänomenologischen Fragestellungen (u.a. zur Symboltheorie). 1952 Habilitation in Philosophie an der TH Braunschweig: Philosophische Grundlegung zu einer wissenschaftlichen Symbolik (veröffentl. 1954). Als Erstgutachter fungierte Hermann Glockner. Zu Glockner (s.u.), der 1951 den Lehrstuhl für Philosophie übernahm, pflegte Kaulbach ein gutes Verhältnis, auch nach seinem Weggang aus Braunschweig. 1959 wechselte Kaulbach als außerordentlicher Professor nach Münster, wo er 1969-1980 als ordentlicher Professor tätig war. Dort war er Lehrer von u.a. Prof. Dr. phil. Volker Gerhardt (geb. 1944, heute HU Berlin).

 

» Prof. Dr. Hermann Glockner (1896-1979) 

Der aus dem fränkischen Fürth stammende Hermann Glockner war Professor am Braunschweiger Seminar für Philosophie von 1951-1964, lehrte aber an der TH bzw. TU Braunschweig bis kurz vor seinem Tod. Er wurde - wegen seiner NS-Verstrickungen nach längerem Lehrverbot - von der Universität Giessen her berufen, wo er in der NS-Zeit bereits Professor und Dekan war. Glockner promovierte bei Hensel in Erlangen (1919), habilitierte bei Rickert und Jaspers in Heidelberg (1924) und galt zum Zeitpunkt seines Rufs nach Braunschweig bereits als bedeutender Hegelkenner. Er ist heute v.a. berühmt durch die Herausgeberschaft der Hegel-Jubiläumsausgabe in 24 Bänden ("Edition Glockner", 1927-1940). In seiner Braunschweiger Zeit entstand u.a. Die europäische Philosophie von den Anfängen bis zur Gegenwart. Reclam, Stuttgart 1958. Glockner starb 1979 in Braunschweig im Alter von fast 83 Jahren. Er liegt auf der Insel Frauenchiemsee begraben. Sein umfangreicher Nachlass befindet sich im Stadtarchiv Fürth/Mfr.

Vgl. zu Glockner u.a. Nicole C. Karafyllis: Willy Moog (1888-1935): Ein Philosophenleben. Freiburg 2015, Kap. 4: "Über das Schweigen und wer das Schweigen bricht".

 

» Prof. Dr. Dr. h.c. Elisabeth Ströker (1928-2000) 

Elisabeth Ströker (Promotion Bonn 1955, Habilitation Hamburg 1963) leitete nach H. Glockner das Braunschweiger Seminar für Philosophie von 1965-1971 auf einem Ordinariat. Die Phänomenologin und Wissenschaftsphilosophin war damit eine der ersten Frauen, die eine derartige Position in Deutschland innehatte. Von 1968-70 hatte sie auch das Dekanat inne. Durch die weltweite Rezeption ihrer Schriften erreichte die Braunschweiger Philosophie eine zunehmende Internationalisierung. Im Herbst 1971 folgte Ströker einem Ruf an die Universität zu Köln, wo sie bis zu ihrer Emeritierung 1993 das Husserl-Archiv leitete. Zu ihren wichtigsten Veröffentlichungen gehören Philosophische Untersuchungen zum Raum (1965, 2. Aufl. 1977, Englisch 1987), Denkwege der Chemie (1967), Einführung in die Wissenschaftstheorie (1973, 4. Aufl. 1992; Japanisch 1978, 2. Aufl. 1980; Türkisch 1990), Phänomenologische Studien (1987), The Husserlian Foundations of Science (1987), Husserls transzendentale Phänomenologie (1987, Englisch 1993).

Nachruf in: Phänomenologische Forschungen 2001.

1968 wird nach der Gründung einer Fakultät für Geistes- und Sozialwissenschaften die Technische Hochschule Braunschweig in Technische Universität Braunschweig umbenannt.

 

» Prof. Dr. Heribert Boeder (1928-2013) 

Prof. Dr. Heribert Boeder, der die Braunschweiger Philosophie für die nächsten 16 Jahre prägen sollte, studierte Philosophie und Klassische Philologie in Mainz und an der Universität Freiburg, an der er 1954 mit einer Arbeit über Platons Frühdialoge promovierte. Mit antiken Traditionen im westeuropäischen Denken beschäftigt sich auch seine 1962 an der Universität Freiburg eingereichte Habilitationsschrift. Studienaufenthalte im Ausland führten Prof. Boeder in den sechziger Jahren nach Cambridge, Oxford und Paris. Von 1971 an lehrte und forschte Boeder an der TU Braunschweig (dort entstand seine Topologie der Metaphysik), ehe er im Mai 1988 an die Universität Osnabrück wechselte (unter Mitnahme seines Braunschweiger Lehrstuhls). 1996 wurde er dort emeritiert. Heribert Boeder starb am 4. Dezember 2013 in Osnabrück.

Zu den Arbeitsschwerpunkten von Prof. Boeder gehörten die antiken und mittleren Epochen der Philosophiegeschichte sowie die ältere und neuzeitliche Metaphysik. Unter anderem erschienen drei umfassende Analysen zur Topologie der Metaphysik (1980), zum Vernunfts-Gefüge der Moderne (1988) und jüngst Die Installationen der Submoderne. Zur Tektonik der heutigen Philosophie (2006). Seine Aufsätze und Vorträge erschienen unter dem Titel Das Bauzeug der Geschichte (hg. von Gerald Meier, Würzburg 1994).

Vgl. zur Vita von Heribert Boeder den Nachruf von Claus-Artur Scheier in: Braunschweig. Wiss. Gesellschaft (BWG) (Hg.): Jahrbuch 2014. Braunschweig: Cramer 2015, S. 322-323.

1978 wird eine Erziehungswissenschaftliche Fakultät gegründet, nachdem die Pädagogische Hochschule Niedersachsen Abt. Braunschweig in die TU Braunschweig eingegliedert wird.

 

» Prof. Dr. Dr. Claus-Artur Scheier (geb. 1942) 

Claus-Artur Scheier ist seit 1982 ordentlicher Professor für Philosophie an der TU Braunschweig (Pensionierung 2007). Er lehrt auch gegenwärtig kontinuierlich am Seminar für Philosophie. Studium der Medizin, Psychologie und Philosophie in Hamburg und Freiburg, med. Promotion 1968, Approbation 1970, phil. Promotion 1972, phil. Habilitation 1979 an der TU Braunschweig. Seit 1990 o. Mitglied, 2001-2012 Generalsekretär der Braunschweigischen Wissenschaftlichen Gesellschaft (BWG). - Scheiers Schwerpunkte sind Metaphysik, Ästhetik sowie die Philosophie Nietzsches und des Deutschen Idealismus. Zu seinen Veröffentlichungen siehe seine Profilseite unter "Personen".

 

» Prof. Dr. Dr. h.c. Walther Ch. Zimmerli (geb. 1945) 

Der Schweizer Philosoph Walther Christoph Zimmerli, 2007-2013 Präsident der BTU Cottbus, hatte nach seiner Habilitation 1978 (Universität Zürich) an der TU Braunschweig seine erste Professur inne (damals zugeordnet zur Fak. f. Erziehungswissenschaften der TU als Relikt der ehemaligen Philosophieprofessur an der mittlerweile eingegliederten PH) und lehrte dort zehn Jahre, bis er 1989 an die Universität Bamberg wechselte. Zahlreiche Stationen folgten. Seit 2003 ist er Honorarprofessor der TU Braunschweig. - Mit Professor Zimmerli gelang dem Seminar eine Hinwendung zur Technikphilosophie, auf Basis der etablierten philosophiegeschichtlichen Tradition.

 

» Prof. Dr. Dr. Gerhard Vollmer (geb. 1943) 

Prof. Dr. Dr. Gerhard Vollmer war Lehrstuhlinhaber und Geschäftsführender Leiter am Seminar für Philosophie von 1991 bis 2008. Mit ihm wurde der Fokus auf die Philosophie der Naturwissenschaften fortgesetzt. Vollmer ist v.a. bekannt für seine Arbeiten zur Evolutionären Erkenntnistheorie und zur Wissenschaftstheorie. Er studierte Physik (Promotion 1971) und Philosophie (Promotion 1974) u.a. in München, Berlin, Hamburg und Freiburg. Zu seinen Hauptwerken gehören Evolutionäre Erkenntnistheorie (1975, 8. Aufl. 2002) und Biophilosophie (1995).

Das Braunschweiger Seminar für Philosophie hat zahlreich wissenschaftlichen Nachwuchs generiert, u.a. Prof. Dr. Jörn Rüsen (KWI Essen), der in Elisabeth Strökers Zeit Assistent war, Prof. Dr. med. Dr. phil. Henrik Walter, der 1992-1994 Assistent am Seminar war und 1996 mit einer Dissertation zur Naturphilosophie der Willensfreiheit in Braunschweig promovierte (heute Leiter des Forschungsbereichs Mind & Brain an der Charité Berlin). Zu den ehemaligen Mitarbeitern des Seminars gehörte auch Prof. Dr. phil. Roland Simon-Schäfer (1944-2010), von 1996-2010 Ordinarius für Philosophie an der Universität Bamberg.

Zu bekannten Professoren des Seminars für Philosophie gehören auch (apl.) Prof. Dr. Bernhard H. F. Taureck (geb. 1943), dessen Bücher in zahlreiche Sprachen übersetzt wurden und (apl.) Prof. Dr. Steen-Olaf Welding (s. Profilseite unter "Personen").


  aktualisiert am 05.08.2016
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