Die Impact Week fand vom 2. bis 6. Februar 2026 im Wissenschaftsschaufenster in der Braunschweiger Innenstadt statt. Unter dem Motto "Lernen durch Engagement" ging es ausgehend von Impact Learning um die Frage, wo und wie die TU Braunschweig durch Innovationen und neues Wissen positiv in der Gesellschaft wirken kann.
Bei zahlreichen Veranstaltungen wurde thematisiert, wie Studium, Lehre und Forschung weiter zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen beitragen können - darunter Workshops, Diskussionen, Ausstellungen, Präsentationen, Vorträge, eine Filmvorführung und der Studierendenwettbewerb „Bestes Impact-Projekt 2025/26“.
Erneut wurden dieses Jahr Preise für die drei besten studentischen Impact-Projekte verliehen. Ausgezeichnet wurden Projekte, die im Rahmen von Impact-Lehrveranstaltungen entwickelt und umgesetzt wurde und sich durch besonderen gesellschaftlichen Mehrwert, partizipative Zusammenarbeit und Nachhaltigkeit auszeichnen. Die Gewinnerteams erhalten einen Braunschweiger Stadtgutschein im Wert von bis zu 300 €, gefördert von der Ecki-Wohlgehagen-Stiftung.
Mit dem Preis würdigen wir studentisches Engagement, das zeigt, wie Wissenschaft und gesellschaftlicher Beitrag Hand in Hand gehen können.
Herzlichen Glückwunsch!
► Sophia Liu, Isabel Marie Claßen & Tom Begeng | Impact-Projekt im Seminar "Digitalisierung, KI und Lernen" bei Prof. Robra-Bissantz
"Das Projekt Gemeinsam Digital verfolgte das Ziel, digitale Teilhabe für Senior*innen zu fördern und ihnen Sicherheit, Selbstständigkeit sowie mehr Vertrauen im Umgang mit digitalen Technologien zu ermöglichen. Ausgangspunkt war die Erkenntnis, dass sich nicht jeder Mensch in der digitalen Welt zuhause fühlt und besonders ältere Menschen häufig mit Unsicherheiten und Ängsten konfrontiert sind. Durch praxisnahe, bedarfsorientierte und niedrigschwellige Angebote sollte diese digitale Lücke verringert werden.
Gesellschaftliche Wirkung wurde vor allem durch die Stärkung der digitalen Selbstständigkeit erzielt, etwa durch offene Workshops, 1:1-Unterstützung im Seniorenheim oder Hilfen bei der Nutzung von Selbstbedienungskassen. Dadurch wurden Senior:innen befähigt, alltägliche digitale Anforderungen eigenständig zu bewältigen und sich sicherer im digitalen Raum zu bewegen. Gleichzeitig trug das Projekt zur Prävention von Online-Betrug bei, indem in Workshops zu „Sicherheit im Netz“ über Betrugsmaschen aufgeklärt und richtiges Verhalten im Ernstfall vermittelt wurde.
Insgesamt zeigte Gemeinsam Digital, wie durch praktische Bildungsangebote, persönliche Begegnungen und nachhaltiges Engagement ein messbarer sozialer Impact entstehen kann. Das Projekt verband Bildung, soziale Gerechtigkeit und Innovation und trug dazu bei, eine inklusivere digitale Gesellschaft zu gestalten."
► Sabine Dippe | Seminar "Sustainable Entrepreneurship bei Prof. Kindermann
"Fast jeder dritte Studierende in Deutschland fühlt sich einsam. Ein alarmierender Wert, der psychische Gesundheit, Studienerfolg und gesellschaftliche Teilhabe gefährdet. Unser Projekt adressiert dieses Problem, indem es drei zentrale Wissenslücken schließt:
1. Studierende wissen nicht, welche Angebote existieren
2. Veranstalter wissen nicht genau, was Studierende brauchen
3. Events werden so kommuniziert, dass sie ihre Zielgruppe nicht erreichen
B2gether als digitale Plattform löst dieses Problem auf drei Ebenen: Erstens konsolidieren wir alle Hochschulangebote, von Fachschafts-Events über Hochschulsport bis zu Kulturveranstaltungen. An einem zentralen Ort und machen sie durchsuchbar und filterbar. Zweitens geben wir Studierenden eine Stimme: Sie können kommunizieren, was ihnen fehlt und sehen sofort, wie viele andere dasselbe Bedürfnis teilen. Drittens liefern wir Veranstaltern datenbasierte Einblicke in echte Bedarfe, sodass Angebote entstehen können, die tatsächlich gebraucht werden.
Der gesellschaftliche Impact von B2gether: Kurzfristig reduzieren wir Einsamkeit durch mehr soziale Kontakte und ein gestärktes Zugehörigkeitsgefühl. Mittelfristig tragen wir zur Senkung von Studienabbruchquoten bei, da soziale Integration ein Schlüsselfaktor für Studienerfolg ist. Langfristig stärken wir den gesellschaftlichen Zusammenhalt, indem wir einer Generation zeigen, dass ihre Stimme Gewicht hat und kollektives Handeln Veränderung bewirkt.
Die gesellschaftliche Wirkung messen wir anhand konkreter Indikatoren: Anzahl erfüllter Wünsche, Event-Teilnahmen, und Veränderungen im selbstberichteten Einsamkeitsempfinden unserer Nutzenden. Unser Modell ist zudem skalierbar und auf andere Hochschulstandorte übertragbar, sodass der Impact über den Pilotstandort hinauswachsen kann."
► Finn Dreyer, Miguel Ramis, Rayan Seuyep | Seminar "Sustainable Entrepreneurship bei Prof. Kindermann
"Das Projekt „BioBox“ verfolgt das Ziel, einen messbaren Beitrag zur Förderung der Biodiversität in Deutschland zu leisten, indem Privatpersonen niedrigschwellig in die Lage versetzt werden, biodiversitätsfördernde Maßnahmen im eigenen Umfeld umzusetzen. Hintergrund ist, dass laut dem Faktencheck Artenvielfalt in Deutschland rund 60 % der untersuchten Lebensraumtypen in einem unzureichenden oder schlechten Zustand sind und ein Drittel der Arten als bestandsgefährdet gilt.
Gleichzeitig zeigt sich, dass Biodiversität nicht nur ökologisch relevant ist, sondern auch kulturelle Ökosystemleistungen beeinflusst und positiv auf mentale Gesundheit und Wohlbefinden wirkt, insbesondere in urbanen Räumen. Trotz einer grundsätzlich positiven Naturverbundenheit ist das Biodiversitätsbewusstsein in Deutschland begrenzt, da vielen Menschen Wissen und Orientierung fehlen, welche Maßnahmen tatsächlich hilfreich sind. Genau an dieser Stelle setzt BioBox an: Über ein Abo-Modell erhalten Kundinnen und Kunden personalisierte Boxen mit regional passendem Saatgut, DIY-Elementen, Mikrohabitaten und leicht verständlichen Anleitungen. Dadurch entsteht ein konkreter Output, der sowohl die lokale Pflanzenvielfalt als auch Lebensräume für Bestäuber, Bodenorganismen und Wildtiere verbessert. Parallel wird Wissen vermittelt, wodurch langfristig Umweltbewusstsein sowie ökologische Selbstwirksamkeit gesteigert werden. Ergänzend stärkt eine digitale Plattform mit Community-Forum die soziale Komponente, indem Austausch, Motivation und gegenseitige Unterstützung ermöglicht werden."
Bitte beachten Sie: Sobald Sie die Kartenfunktion aktivieren, werden Daten an die OpenStreetMap Foundation übertragen. Weitere Informationen: OpenStreetMap Datenschutzerklärung (englisch).
Die Impact Week & Impact Learning sind Angebote im Rahmen des SQM-Projekts "tu4society".