Mit dem Preis zeichnet der Transferservice die besten Impact-Projekte aus, die im Rahmen von Impact-Lehrveranstaltungen entwickelt und umgesetzt wurden. Neben ihrem gesellschaftlichen Mehrwert zeichnen sie sich beispielsweise durch partizipative Zusammenarbeit oder Nachhaltigkeit aus. Die Gewinnerteams erhalten einen Braunschweiger Stadtgutschein im Wert von bis zu 300 €.
Impact Learning ermöglicht Studierenden, eigene Projekte mit sozialem, ökologischem oder gesellschaftlichem Fokus innerhalb von Lehrveranstaltungen gemeinsam mit Praxispartner*innen zu realisieren. Die Projekte verbinden fachliches Wissen mit praktischem Engagement und fördern reflektiertes, verantwortungsvolles Handeln.
► Nik Dömeland & Nils Frank | Impact-Projekt "Konzeption und Konstruktion eines Handpumpendemonstrators für Bildungszwecke in Uganda" | Seminar bei Timo Fräger & Prof. Dr. Michael Müller
"Das Projekt hatte zum Ziel, einen kostengünstigen und kinderfreundlichen Demonstrator für die Wasserpumpe „India Mark II“ zu entwickeln. Dieser ermöglicht Schülerinnen und Schülern durch ein transparentes Plexiglasrohr sowie farbige 3D-Druckteile ein spielerisches und visuelles Verständnis der Funktions- und Wirkprinzipien der Pumpe. Neben dem regulären Pumpvorgang lernen die Kinder auch potenzielle Defekte kennen und nachzuvollziehen. Die werkzeuglose Montage sowie das geringe Gewicht wurden speziell für Schulklassen konzipiert, sodass Kinder das Modell eigenständig zusammenbauen können.
Mit geringen Herstellungskosten von etwa 80 € und einer fertigungsgerechten Konstruktion ist das System einfach sowie günstig reproduzierbar. Eine gesellschaftliche Wirkung erzielt das Projekt insbesondere durch den praktischen Einsatz in Bildungs-Workshops, wie etwa an der Kakinzi Grundschule durch Ingenieure ohne Grenzen (IoG). Da sämtliche Pläne und 3D-Druckdateien frei verfügbar gemacht werden sollen, kann das Modell weltweit lokal nachgebaut und genutzt werden."
► Sophia Liu, Isabel Marie Claßen & Tom Begeng | Impact-Projekt im Seminar "Digitalisierung, KI und Lernen" bei Prof. Robra-Bissantz
"Das Projekt Gemeinsam Digital verfolgte das Ziel, digitale Teilhabe für Senior*innen zu fördern und ihnen Sicherheit, Selbstständigkeit sowie mehr Vertrauen im Umgang mit digitalen Technologien zu ermöglichen. Ausgangspunkt war die Erkenntnis, dass sich nicht jeder Mensch in der digitalen Welt zuhause fühlt und besonders ältere Menschen häufig mit Unsicherheiten und Ängsten konfrontiert sind. Durch praxisnahe, bedarfsorientierte und niedrigschwellige Angebote sollte diese digitale Lücke verringert werden.
Gesellschaftliche Wirkung wurde vor allem durch die Stärkung der digitalen Selbstständigkeit erzielt, etwa durch offene Workshops, 1:1-Unterstützung im Seniorenheim oder Hilfen bei der Nutzung von Selbstbedienungskassen. Dadurch wurden Senior:innen befähigt, alltägliche digitale Anforderungen eigenständig zu bewältigen und sich sicherer im digitalen Raum zu bewegen. Gleichzeitig trug das Projekt zur Prävention von Online-Betrug bei, indem in Workshops zu „Sicherheit im Netz“ über Betrugsmaschen aufgeklärt und richtiges Verhalten im Ernstfall vermittelt wurde.
Insgesamt zeigte Gemeinsam Digital, wie durch praktische Bildungsangebote, persönliche Begegnungen und nachhaltiges Engagement ein messbarer sozialer Impact entstehen kann. Das Projekt verband Bildung, soziale Gerechtigkeit und Innovation und trug dazu bei, eine inklusivere digitale Gesellschaft zu gestalten."
► Sabine Dippe | Seminar "Sustainable Entrepreneurship bei Prof. Kindermann
"Fast jeder dritte Studierende in Deutschland fühlt sich einsam. Ein alarmierender Wert, der psychische Gesundheit, Studienerfolg und gesellschaftliche Teilhabe gefährdet. Unser Projekt adressiert dieses Problem, indem es drei zentrale Wissenslücken schließt:
1. Studierende wissen nicht, welche Angebote existieren
2. Veranstalter wissen nicht genau, was Studierende brauchen
3. Events werden so kommuniziert, dass sie ihre Zielgruppe nicht erreichen
B2gether als digitale Plattform löst dieses Problem auf drei Ebenen: Erstens konsolidieren wir alle Hochschulangebote, von Fachschafts-Events über Hochschulsport bis zu Kulturveranstaltungen. An einem zentralen Ort und machen sie durchsuchbar und filterbar. Zweitens geben wir Studierenden eine Stimme: Sie können kommunizieren, was ihnen fehlt und sehen sofort, wie viele andere dasselbe Bedürfnis teilen. Drittens liefern wir Veranstaltern datenbasierte Einblicke in echte Bedarfe, sodass Angebote entstehen können, die tatsächlich gebraucht werden.
Der gesellschaftliche Impact von B2gether: Kurzfristig reduzieren wir Einsamkeit durch mehr soziale Kontakte und ein gestärktes Zugehörigkeitsgefühl. Mittelfristig tragen wir zur Senkung von Studienabbruchquoten bei, da soziale Integration ein Schlüsselfaktor für Studienerfolg ist. Langfristig stärken wir den gesellschaftlichen Zusammenhalt, indem wir einer Generation zeigen, dass ihre Stimme Gewicht hat und kollektives Handeln Veränderung bewirkt.
Die gesellschaftliche Wirkung messen wir anhand konkreter Indikatoren: Anzahl erfüllter Wünsche, Event-Teilnahmen, und Veränderungen im selbstberichteten Einsamkeitsempfinden unserer Nutzenden. Unser Modell ist zudem skalierbar und auf andere Hochschulstandorte übertragbar, sodass der Impact über den Pilotstandort hinauswachsen kann."
► Finn Dreyer, Miguel Ramis, Rayan Seuyep | Seminar "Sustainable Entrepreneurship bei Prof. Kindermann
"Das Projekt „BioBox“ verfolgt das Ziel, einen messbaren Beitrag zur Förderung der Biodiversität in Deutschland zu leisten, indem Privatpersonen niedrigschwellig in die Lage versetzt werden, biodiversitätsfördernde Maßnahmen im eigenen Umfeld umzusetzen. Hintergrund ist, dass laut dem Faktencheck Artenvielfalt in Deutschland rund 60 % der untersuchten Lebensraumtypen in einem unzureichenden oder schlechten Zustand sind und ein Drittel der Arten als bestandsgefährdet gilt.
Gleichzeitig zeigt sich, dass Biodiversität nicht nur ökologisch relevant ist, sondern auch kulturelle Ökosystemleistungen beeinflusst und positiv auf mentale Gesundheit und Wohlbefinden wirkt, insbesondere in urbanen Räumen. Trotz einer grundsätzlich positiven Naturverbundenheit ist das Biodiversitätsbewusstsein in Deutschland begrenzt, da vielen Menschen Wissen und Orientierung fehlen, welche Maßnahmen tatsächlich hilfreich sind. Genau an dieser Stelle setzt BioBox an: Über ein Abo-Modell erhalten Kundinnen und Kunden personalisierte Boxen mit regional passendem Saatgut, DIY-Elementen, Mikrohabitaten und leicht verständlichen Anleitungen. Dadurch entsteht ein konkreter Output, der sowohl die lokale Pflanzenvielfalt als auch Lebensräume für Bestäuber, Bodenorganismen und Wildtiere verbessert. Parallel wird Wissen vermittelt, wodurch langfristig Umweltbewusstsein sowie ökologische Selbstwirksamkeit gesteigert werden. Ergänzend stärkt eine digitale Plattform mit Community-Forum die soziale Komponente, indem Austausch, Motivation und gegenseitige Unterstützung ermöglicht werden."
► Zoë Böttger, Finja Fingerhut, Leonie Hirsch, Theresa Barlage im PMA-Modul (Studiengang GHR-Lehramt) bei Dr. Wiedenroth-Gabler
"Unser Projekt verfolgt das Ziel, die Deutsche Gebärdensprache (DGS) als festen Bestandteil in das Lehramtsstudium zu integrieren und so einen nachhaltigen Beitrag zu einer inklusiven und chancengerechten Bildung zu leisten. Mithilfe einer interaktiven Courseware auf der Lernplattform Stud.IP erhalten angehende Lehrkräfte praxisnahe Kenntnisse der DGS, die sie direkt in ihren Unterricht einbringen können.
Damit fördern wir nicht nur die Teilhabe von Schüler*innen mit Hörbehinderung, sondern stärken auch das Bewusstsein für sprachliche Vielfalt und barrierefreie Kommunikation im Schulalltag. Durch die Verwendung des DGS-Fingeralphabets anstelle uneinheitlicher Gestiken entsteht eine gemeinsame visuelle Sprache, die pädagogisch sinnvoll ist und weit über den Klassenraum hinaus Wirkung entfalten kann. Das Projekt unterstützt gezielt mehrere der 17 UN-Nachhaltigkeitsziele – insbesondere Ziel 4 (Hochwertige Bildung), Ziel 10 (Weniger Ungleichheiten) und Ziel 16 (Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen).
Langfristig möchten wir so zu einer Schule und Gesellschaft beitragen, in der Inklusion nicht als Ausnahme, sondern als Normalität gelebt wird."
► Antonia Saponaro, Gila Nies, Adrian Schmidt im PMA-Modul (Studiengang GHR-Lehramt) bei Dr. Wiedenroth-Gabler
"Ziel unseres Projekts war die Unterstützung der AIDS-Hilfe Braunschweig. Im Rahmen dieses Engagements haben wir ein Präventionskonzept speziell für Jugendliche entwickelt und umgesetzt. Dabei wurden Workshops an Schulen in der Region durchgeführt, die sich inhaltlich auf die Sustainable Development Goals (SDG) 3 (Gesundheit und Wohlergehen), 4 (hochwertige Bildung) und 10 (Weniger Ungleichheiten) bezogen.
In den Workshops wurde Wissen zu HIV, AIDS und Verhütung vermittelt. Ein besonderer Fokus lag auf dem Abbau von Vorurteilen und der Förderung eines offenen, aufgeklärten Umgangs mit dem Thema. Durch die direkte Arbeit mit Schülerinnen und Schülern konnten wir einen wichtigen Beitrag zur Aufklärung und Prävention leisten. Ergänzend zu den schulischen Aktivitäten haben wir Spenden für die AIDS-Hilfe Braunschweig gesammelt und öffentlichkeitswirksame Aufklärungsarbeit in der Stadt geleistet. So waren wir unter anderem am Weltfrauentag im „Weißen Ross“ präsent, wo wir auf die besondere Bedeutung von HIV- und AIDS-Prävention im Kontext von Frauengesundheit aufmerksam gemacht haben."
► Luzia Gödde & Leonie Steinert im Seminar "Wasbüttel – Ein Dorf im Werden?!"bei Prof. Dr. Carlow, Daniel Grenz und Benedikt Herz
"Im Rahmen einer städtebaulichen Strategieplanung haben wir als Studierende gemeinsam mit der Gemeinde Wasbüttel ein Konzept für die nachhaltige Entwicklung des Ortes auf Basis des Leitbilds „Green Community“ erarbeitet. Ausgangspunkt war ein offener Workshop mit Bürgerinnen und Bürgern, Kindern, Landwirtinnen und Landwirten, der Bürgermeisterin und weiteren lokalen Akteuren. In diesem dialogorientierten Prozess wurden Perspektiven, Wünsche und Herausforderungen gesammelt und gemeinsam reflektiert. Darauf aufbauend haben wir eine Zukunftsstrategie mit drei Impuls-Strategien entwickelt, die Wege für eine partizipative und nachhaltige Innenentwicklung aufzeigen.
Die Ergebnisse wurden in einer Ausstellung im Ort präsentiert und dienen als Anstoß für den weiteren Dialog im Gemeinderat und in der Bürgerschaft. Die enge Zusammenarbeit zwischen Universität, Gemeinde und Zivilgesellschaft trägt aktiv zur Umsetzung von SDG 17 – Partnerschaften zur Erreichung der Ziele bei, öffnet die Universität in die Region und entwickelt gemeinsam neue Wege für eine lebenswerte, zukunftsorientierte Gemeinde."
Der Studierendenwettbewerb "Bestes Impact-Projekt 2026" findet im 4LAB, Altgebäude der TU Braunschweig, statt. Die Adresse lautet Pockelsstraße 4, 38106 Braunschweig.
Sie erreichen das Altgebäude mit dem ÖPNV, Ausstieg Haltestelle "Mühlenpfordtstraße" oder "Pockelsstraße".
Die umliegenden Parkplätze der TU Braunschweig sind kostenpflichtig. Parktickets für Gäste können über den Webshop erworben werden. Eine Nachzahlung kann bis maximal 48 Stunden nach der Ausfahrt erfolgen.
• 4LAB: Der Veranstaltungsraum selbst ist stufenlos.
• Eingang Altgebäude: Das Altgebäude ist über einen Fahrstuhl auf der Gebäuderückseite barrierefrei erreichbar.
• Toiletten: Im UG stehen Toiletten zur Verfügung. Diese sind nicht barrierefrei.
• Sprache: Alle Veranstaltungen finden in deutscher Sprache statt. Unser Team vor Ort spricht Deutsch & Englisch.
• Sitzmöglichkeiten: Es stehen Stühle und Sitzbänke bei allen Veranstaltungen zur Verfügung.
• Individuelle Bedarfe: Wir freuen uns, dass Sie sich für die Veranstaltung interessieren. Falls Sie individuelle Bedarfe für die Teilnahme haben, teilen sie uns diese bitte per Mail oder telefonisch mit.
Die flexible Kinderbetreuung des Studierendenwerks fängt Betreuungsengpässe auf und ist ein Angebot für ein- bis zehnjährige Kinder. Von Montag bis Freitag kann die Betreuung in der Zeit von 8–18:30 Uhr stundenweise gebucht werden, für jede Betreuungsstunde werden ein Euro bei Studierenden bzw. zwei Euro bei Beschäftigten berechnet.
Die Anmeldung erfolgt über das Studierendenwerk.
Bitte beachten Sie: Sobald Sie die Kartenfunktion aktivieren, werden Daten an die OpenStreetMap Foundation übertragen. Weitere Informationen: OpenStreetMap Datenschutzerklärung (englisch).
Der Studierendenwettbewerb & Impact Learning sind Angebote im Rahmen des SQM-Projekts "tu4society".