Die Seminarwahl erfolgt vom 09.03.2026 bis zum 23.03.2026 über TUConnect. Angeboten werden im kommenden Semester:
Seminar A3/M1: Der Braunschweiger Dom - Digitale Bauaufnahme
"[…] wenn das Gute liegt so nah."
Der Braunschweiger Dom, auch Stiftskirche St. Blasius, der im 12. Jh. als Grablege Heinrichs des Löwen errichtet wurde, ist ein wichtiges Beispiel der Romanik in Niedersachsen. Hier haben Studierende wie Forschende die Möglichkeit an einem einzigartigen Objekt und unter besten Bedingungen aktuelle Methoden der Bauaufnahme kennenzulernen und weiterzuentwickeln.
Im Mittelpunkt des Seminars steht die baudokumentarische Erfassung, Analyse und Interpretation des Baus insbesondere im Hinblick auf Umbauten und Veränderungen. Bearbeitet wird jeweils ein individuell festgelegter Ausschnitt oder ein Themenbereich. Erkennbare Bauphasen werden dokumentiert und analysiert. Dafür werden digitale Bauaufnahmetechniken vorgestellt und vor Ort angewendet. Darüber hinaus befassen sich die Studierenden intensiv mit den Bautechniken und der Bauornamentik. Neben dem Gebäude werden auch andere Quellen wie Literatur, Fotos, Grafiken und Bauaufnahmen im Rahmen des Seminars betrachtet.
Seminar A3/M1: Ägyptische Klöster
Die Refektorien mittelalterlicher ägyptischer Klöster stellen zentrale Räume des gemeinschaftlichen Lebens dar und geben zugleich Einblick in die jeweils gültigen klösterlichen Regeln und Strukturen.Obwohl sich die Bauweise je nach Standort, verfügbaren Materialien und topographischen Bedingungen unterscheiden konnte, lassen sich dennoch charakteristische Gemeinsamkeiten erkennen. Viele Refektorien verfügen über eine klar gegliederte, meist längsorientierte Raumform, fest angeordnete Sitzplätze entlang der Wände oder in U-Form sowie eine funktional durchdachte Einbindung in das Gesamtgefüge der Klosteranlage – häufig in Nähe zu Kirche und Versorgungsräumen.
Ziel des Seminars ist es, ein Refektorium eines ägyptischen Kloster szu beleuchten und unterschiedlichen Fragestellungen, wie Gemeinsamkeiten oder Unterschiede, sowie dem Alltagsleben einer Mönchsgemeinschaft nachzugehen. Dazu sollen möglichst viele Quellen (Literatur, Bauaufnahmezeichnungen, Fotos, …) zu den Bauwerken recherchiert und eingeordnet werden.
Seminar A3: Architekturen religiöser Minderheiten im Kontext der Bauten der Mehrheitsgesellschaft in Niedersachsen
Das Seminar beschäftigt sich mit erhaltenen und/oder archivalisch nachweisbaren baulichen Strukturen wie Kirchen, Synagogen, Schulen, Friedhöfe, aber auch Wohnhäuser und Gewerbe- und Fabriken der verschiedenen konfessionellen Eigentümerschaften in Celle. Es analysiert in der Zusammenschau neben der zeitgenössische Gestaltung, auch die rechtlichen Rahmenbedingungen und erarbeitet eine topographische Übersicht.
Das von der Bet Tfila – Forschungsstelle durchgeführte Forschungsprojekts zu den „Topographien religiöser Minderheiten in Niedersachsen im historischen Vergleich“ bildet den Rahmen des Seminars. Das Projekt fragt mit einem kritisch-vergleichenden Ansatz nach einer Zusammenschau aller religiösen Minderheiten-Gemeinden (Lutheraner, Hugenotten, Mennoniten, Katholiken, Juden etc.) in unterschiedlich (christlich) religiös geprägten Mehrheitsgesellschaften. Besonderer Fokus liegt auf den Veränderungen der Topographien im Kontext unterschiedlicher rechtlicher, ökonomischer und sozialer Rahmenbedingungen, die für die einzelnen Minderheiten und in den unterschiedlichen Regionen über die Zeit stark differierten.
Die Teilnahme am Seminar umfasst die Arbeit am historischen Bauwerk eben wie am historischen Dokument und setzt die Bereitschaft zur Arbeit in der Stadt Celle sowie in den Archiven voraus.
Die Teilnahme an der Bauaufnahme in Celle in der Exkursionswoche ist Grundvoraussetzung für die Teilnahme am Seminar.
Seminar A3: Mahnmale zerstörter Synagogen
An die Opfer und Ereignisse des Holocausts wird auf vielfältige Weise erinnert. Die zahlreichen Denkmäler sind dabei die dauerhafteste, auffälligste, vielfältigste und am weitesten verbreitete Form des Gedenkens. Sie dienen dem kollektiven Gedenken an jüdische und andere Opfer des Holocaust oder erinnern an bestimmte Ereignisse, Opfergruppen, Familien und Einzelpersonen. Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs haben Opfer und Überlebende und ihre Familien, jüdische Gemeinden, Gemeinschaften, Organisationen und Regierungen von Städten und Ländern zahlreiche Holocaust-Denkmäler errichtet.
Im Seminar werden Holocaust Memorial Monuments als historische Bauwerke dokumentiert und analysiert.
Vertiefung der im Modul 'Historische und kulturelle Grundlagen I' erworbenen Grundkenntnisse zur Baugeschichte (Dokumentation und Analyse historische Bauwerke, Einordnung in den historischen Kontext, Bautypen, Bauformen, Fachvokabular)
Erwerben eines tieferen Einblicks in ein Aufgabenfeld der baugeschichtlichen Forschung
Seminar M1: Wie erinnern? Neue Perspektiven auf die Gestaltung der Standorte der zerstörten Synagogen in der Calenberger Neustadt in Hannover
Eine gemeinsame Lehrveranstaltung der Leibniz Universität Hannover, Institut für Geschichte und Theorie der Architektur, Prof. Dr. Markus Jager, und der Technischen Universität Braunschweig, Bet Tfila – Forschungsstelle für jüdische Architektur, PD Dr.-Ing. Ulrich Knufinke
In der Zeit des Nationalsozialismus wurden auch die beiden Synagogengebäude der jüdischen Gemeinde Hannovers in der so genannten Calenberger Neustadt restlos zerstört und ihre Grundstücke im Zuge des Wiederaufbaus mit öffentlichen Verwaltungsbauten überbaut. Ein Denkmal am Standort der 1870 eröffneten Neuen Synagoge und ein Gedenkraum im Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur nahe dem Standort der Alten Synagoge von 1827 erinnern heute an die Bauwerke und an die Menschen, die sie besuchten.
Die Lehrveranstaltung zielt darauf, die Geschichte und die heutige Erscheinung dieser für die jüdische Geschichte Hannovers und Niedersachsens so bedeutsamen Orte zu erkunden und zu analysieren. In Auseinandersetzung mit dem Bestand und im Austausch mit interessierten Menschen vor Ort werden konkrete neue Vorschläge zur Gestaltung und Vermittlung entwickelt. Im Ergebnis sollen aus einer kritischen, textlich festgehaltenen Auseinandersetzung mit den Orten maßstäbliche Entwürfe und Modelle bzw. Visualisierungen entstehen, die in den öffentlichen Diskurs zur Erinnerung an die zerstörten Synagogen Hannovers einfließen können.
Die Veranstaltung findet vor Ort in Hannover und in Braunschweig statt, eine Teilnahme an allen Terminen in Präsenz ist Voraussetzung für die Bearbeitung der Aufgabe.
Pool Architekturwissen M11: RidDACHshausen - Bauaufnahme und Dokumentation eines historischen Dachstuhls
Die Abteikirche des Klosters Riddagshausen in einem braunschweiger Vorort blickt auf eine reiche (Bau-)Geschichte zurück. Nach der Untersuchung des Langhaus-Daches im A3-Seminar im vergangenen Wintersemester sollen die übrigen Dachstühle untersucht werden und in die Ergebnisse der bereits geschehenen Bauforschung eingeordnet werden. Hierfür wird ein Gespärrebuch zur Dokumentation der Befunde angelegt werden. Außerdem muss eine kurze schriftliche Zusammenfassung der Ergebnisse vorgelegt werden.
Es sind insgesamt drei Plätze für Masterstudierende in der Lehrveranstaltung verfügbar. Die Aufgaben werden in Einzelarbeit bearbeitet. Die Veranstaltung wird nur angeboten, sobald zwei Personen teilnehmen. Zwingende Voraussetzung für die Teilnahme ist die zuvor erfolgte erfolgreiche Teilnahme an einem Seminar des IBs (A3 im Bachelor oder M1/M2 Master)! Credits: 6LP, die Leistung wird als M1 oder M2 verbucht. Nach Absprache und nach guten Ergebnissen kann das Thema in eine freie Arbeit ausgeweitet werden. Weitere Infos zum Angebot M11 gibt es auf der Website des IB.
Abgabeleistung: Gespärrebuch, Plakat mit Ergebnissen. Wissenschaftliche Arbeit (Zusammenfassung der eigenen Ergebnisse unter Einbezug der bereits bekannten Informationen)
Bitte beachten: Es wird voraussichtlich im Juli 2026 eine Blockwoche vor Ort im Dachstuhl stattfinden. Daher ist eine gewisse Schwindelfreiheit Voraussetzung. Auch muss aufgrund von Schadstoffbelastung Schutzausrüstung (Masken und Handschuhe) getragen werden. Um Gesundheitsrisiken auszuschließen wird es eine Einführung geben und es muss außerdem vor Antritt des ersten Termines eine Sicherheitsbelehrung unterschrieben werden. Bei einer (eventuell vorliegenden) Schwangerschaft kann nicht teilgenommen werden!
Bewerbung bis 27.02.2026 an baugeschichte@tu-braunschweig.de, inkl. Zusendung der am IB abgeschlossenen wissenschaftlichen Arbeit und der Abgabeleistung aus der Baudokumentationswoche ("Goslarwoche")
Zu-/Absagen seitens des IB bis KW11
Einführungsveranstaltung: nach Absprache
Die Seminarwahl erfolgt vom 29.09.2025 bis zum 13.10.2025 über TUConnect. Angeboten werden im kommenden Semester:
Seminar A3/M1: gut durchdacht: Bauphasenrekonstruktion des Ritterguts Lucklum
Bereits seit der Ansiedlung des Deutschen Ordens am Elm im 13. Jahrhundert ist das Rittergut Lucklum mit seinen Bauten prägend für die Region, den Ort Lucklum und seine Bewohner:innen. Das Zentrum des Guts bildet eine Vierflügelanlage mit Kirche, deren Ursprünge bis in die Romanik zurückreichen. Wesentliche Erweiterungen und Umbauten des Gevierts sind aus dem 18., 19. und 20. Jahrhundert bekannt.
Im Seminar soll die (Bau-)geschichte des Gutsgevierts zeichnerisch aufgearbeitet werden. Auf Grundlage der vorliegenden Befunddokumentation sowie Archivalien werden Bauphasenrekonstruktionspläne erstellt.
Regeltermin: mittwochs, 12:30-15:30 Uhr;
Abschlusspräsentation: voraussichtlich 04.02.2026
Abgabe wissenschaftliche Arbeit: voraussichtlich 02.03.2026
Seminar A3/M1: RidDACHshausen - Bauaufnahme und Dokumentation eines historischen Dachstuhls
Die Abteikirche des Klosters Riddagshausen in einem braunschweiger Vorort blickt auf eine reiche (Bau-)Geschichte zurück. Im Seminar soll der historische Dachstuhl genauer untersucht werden, um die Bauzeit herauszufinden und um für die Zeit typische Bautechniken zu verstehen. Es werden Holzverbindungen, Abbundzeichen und der Aufbau des Dachstuhls untersucht. Hierfür wird ein Gespärrebuch zur Dokumentation der Befunde angelegt werden. Auf Grundlage eines Laserscans, der während dem Seminar erstellt werden wird, sollen einzelne Bereiche auch vermessen und verzugsgerecht gezeichnet werden. Die Aufgaben werden in Gruppen von ca. 3 Personen bearbeitet werden.
Bitte beachten: Die Blocktermine werden vor Ort im Dachstuhl stattfinden. Daher ist eine gewisse Schwindelfreiheit Vorraussetzung. Auch muss aufgrund von Schadstoffbelastung Schutzausrüstung (Masken und Handschuhe) getragen werden. Um Gesundheitsrisiken auszuschließen wird es eine Einführung geben und es muss außerdem vor Antritt des ersten Termines eine Sicherheitsbelehrung unterschrieben werden. Bei einer (eventuell vorliegenden) Schwangerschaft kann nicht am Seminar teilgenommen werden!
SQ/PRO: Bauaufnahme am Historischen Monument
Durch die Teilnahme an einer Bauaufnahme kann die erbrachte Leistung im Bereich der Schlüsselqualifikationen oder Professionalisierung (SQ- oder PRO-Punkte) angerechnet werden. Mögliche Projekte werden auf der Website und der Instagramseite des IB veröffentlicht. Die Teilnahme erfolgt auf Anfrage per Mail an baugeschichte@tu-braunschweig.de.