1994-4

Diplom- und Staatsexamensarbeiten

SANDER, CHRISTINE: Die Uferflora der Mittelelbe zwischen Aken und Schönebeck. 1994, 103 S. (D)

Veröff.: (BRANDES, D. & C. SANDER: Die Vegetation der Ufermauern und Uferpflasterungen an der Elbe. - Braunschw. naturkdl. Schr., 4: 899-912.; BRANDES, D. & C. SANDER: Neophytenflora der Elbufer. - Tuexenia, 15: 447-472.; SANDER, C. (1996): Der Einfluß der Ufermorphologie auf die Artenzusammensetzung an den Ufern der Mittelelbe zwischen Aken und Schönebeck. - Braunschweiger Geobotanische Arbeiten, 4: 25-33.)

Zusammenfassung: Im Rahmen dieser Arbeit wurde das Arteninventar der sommmertrockenen Ufer der Mittelelbe zwischen Aken und Schönebeck so vollständig wie möglich erfaßt. Sowohl die Gesellschaftszugehörigkeiten als auch das Lebensformenspektrum der insgesamt 186 Gefäßpflanzenarten werden dargestellt und erläutert.
Besondere Beachtung erfahren die Neophyten, ihr Anteil am Gesamtarteninventar und ihr Verteilungsmuster innerhalb des Untersuchungsgebietes. Es zeigt sich, daß der Saale, die im UG in die Elbe mündet, als Diasporenträger eine große Bedeutung beigemessen werden muß.
Die Erfassung von unterschiedlichen Uferausprägungen ermöglicht die Darstellung eines Artenspektrums, das sich innerhalb der natürlichen Pflanzengesellschaften erst infolge von wasserbautechnischen Maßnahmen ergibt.
Durch das Anlegen von Transekten werden die für die trockenfallenden Ufer typischen Vegetationsstrukturen erfaßt. Die nach BRAUN-BLANQUET vorgenommenen Vegetationsaufnahmen verdeutlichen die enge Verflechtung von Pflanzengesellschaften an Flußufern und die sich daraus ergebenden Schwierigkeiten für eine syntaxonomische Beurteilung. Begleitend durchgeführte Bodenuntersuchungen lassen z.T. deutliche Zusammenhänge zwischen Pflanzenbedeckung und Bodenparametern wie Feuchtegehalt und Kies- oder Ton/Schluffanteil erkennen. Die wichtige Bedeutung eines natürlichen Flußverlaufs mit ausgeprägter Dynamik kann für Flora und Vegetation der Ufer dargestellt werden.