Bild: Chlorophyll und Häm, die Pigmente des Lebens.
Porphyrinoide Metallkomplexe sind prominente Vertreter für prosthetische Gruppen in Metalloenzymen. Sie werden ubiquitär in allen Lebensformen gefunden und nehmen vielfältige zentrale Aufgaben im biologischen Energiehaushalt wahr. Wir stellen künstliche Analoga dieser Biomoleküle her und untersuchen Elektronenstrukturen, Chemie und Biochemie, um neue Anwendungsbereiche zu erschließen.
Die spannende Chemie des Elements Bor steht im Fokus unserer Forschung. Dabei interessieren uns neuartige Bindungssituationen (z. B. in Mehrfachbindungen) oder Reaktivitäten dieses Elements (z. B. in umgepolten Borreagenzien). Aus den dargestellten Verbindungen ergeben sich breit gefächerte Anwendungen für Substrataktivierungen, borhaltige Liganden in Metallkomplexen und fotoaktive Borverbindungen.
Unsere Forschungsinteressen liegen im Bereich der präparativen Organometallchemie und Koordinationschemie, wobei die Entwicklung neuer, ungewöhnlicher Ligandensysteme und die Anwendung ihrer Übergangsmetallkomplexe in der homogenen Katalyse, der organischen Synthese und den Materialwissenschaften im Mittelpunkt stehen.
Wie aktiviert man kleine Moleküle wie P4, CO2, H2, N2 oder CH4? - Hierzu synthetisieren wir Komplexe der d- und f-Block-Metalle und bedienen uns physikalischer und spektroskopischer Messmethoden, um deren Reaktivität zu verstehen. Die gewonnen Erkenntnisse dienen dazu, katalytisch aktive Verbindungen basierend auf kostengünstigen und nachhaltigen Metallen zu entwickeln.
Neue synthetische Methoden, Übergangsmetallkatalyse, Photokatalyse, Radikalchemie
Am Niedersächsischen Forschungszentrum für Fahrzeugtechnik entwickeln wir nachhaltige chemische Prozesse und Produkte für technologische Anwendungen. Eine hochmoderne instrumentelle Analytik erlaubt die Bearbeitung analytischer Fragestellungen.
Bild: Blick in die Probenkammer des Röntgen-Photoelektronenspektrometers (XPS), das zum Beispiel in Charakterisierung von Polymerfilmen für die Biomedizintechnik genutzt wird.
In vielen Anwendungen von optischen Elementen bis hin zu biomedizinischen Anwendungen können ultradünne Polymerbeschichtungen die Eigenschaften eines Materials ganz wesentlich bestimmen. Wir synthetisieren Polymere und charakterisieren die Beschichtungen, um z.B. die Biokompatibilität eines Implantatmaterials entscheidend zu verbessern.
Das Institut für Nachhaltige Chemie ist am 1.1.2026 aus den ehemaligen Instituten für Technische Chemie und für Ökologische und Nachhaltige Chemie hervorgegangen.
Bild: Gegenstromverteilungschromatographische Techniken (spCCC und HSCCC) und Naturstoffextrakte
Wir beschäftigen uns mit zahlreichen Themen aus dem Bereich der Lebensmittel- und Naturstoffanalytik. Dazu zählen die Wein-, Fruchtsaft- und Aromaforschung, wobei zur Identifizierung bioaktiver Inhaltsstoffe präparative Trenntechniken (u.a. Gegenstromverteilungschromatographie, engl.: Countercurrent Chromatography) zum Einsatz kommen. Weitere Themen umfassen die Authentizität von Lebensmittel sowie die Nutzung von Nebenströmen der Lebensmittelindustrie zur Gewinnung von Wertstoffen.
Bild: Anwendung der KSS-Vermutung
Welche Bedeutung hat die Kovtun-Son-Starinets-Vermutung, die aus der stringtheoretischen Behandlung der Physik Schwarzer Löcher stammt, in der Chemie? Ein gänzliches neues und unerforschtes Gebiet, auf dem man den Mut besitzen muss, unkonventionellen Betrachtungsweisen zu folgen.
AK Kozuch - Physikalische Chemie biomolekularer Systeme
Wir verwenden oberflächenempfindliche und nanoskalige vibrationale spektroskopische Methoden sowie die Vibrations-Stark-Effekt-Spektroskopie, um zu verstehen, wie elektrostatische Wechselwirkungen strukturelle und funktionelle Motive in der Chemie und Biologie formen. Mit diesem Ansatz untersuchen wir Phänomene wie elektrostatische Katalyse, die Funktion von Ionenkanälen sowie molekulare Wechselwirkungen an (Bio-)Grenzflächen.
AK Tschierlei - Energiekonversion
Uns interessiert die spektroskopische Charakterisierung und mechanistische Untersuchung verschiedener Systeme zur Umwandlung von (solarer) Energie. Dabei stehen insbesondere molekulare, immobilisierte oder heterogene Photosensibilisatoren und (Photo-)Katalysatoren zur Aktivierung kleiner Moleküle wie z.B. Kohlendioxid oder Wasser im Fokus.
Bild: Optisch parametrischer Verstärker (OPA) zur Erweiterung des nutzbaren Wellenlängenbereichs eines ultraschnellen Lasersystems.
Wir erforschen sowohl natürliche und künstliche Lichtsammelsysteme als auch Fluoreszenzmikroskopie und Neurobiologie. Dabei klären wir ultraschnelle Prozesse der Lichtsammlung bei der Photosynthese auf und wenden sie bei unseren künstlichen Lichtsammelsystemen für hocheffiziente Photovoltaik an. Zusätzlich beschäftigen wir uns mit dem Übertragen und Speichern von neurobiologischen Signalen. Dazu verwenden wir Einzelmolekül-Detektion, Fluoreszenzmikroskopie und Polarisation.