TU BRAUNSCHWEIG

Jahresbericht 2007



Liebe Freunde des Institutes,

nunmehr liegt das Jahr 2007 hinter uns und es ist mir eine Freude, Ihnen den Jahresbericht über die Arbeiten aus den Bereichen Forschung und Lehre des Instituts für Elektrische Maschinen, Antriebe und Bahnen der TU Braunschweig vorzustellen.

Als neuen Kollegen durften wir Herrn Prof. Dr. J. Zentner an unserem Institut begrüßen. Herr Zentner wird sich als Juniorprofessor mit dem Aufgabengebiet Mechatronische Aktorik befassen. Hierbei ist es das Ziel, Technologien des Maschinenbaus, der Elektrotechnik und der Informationstechnik zu vereinen um damit zu einem optimierten technischen Gesamtsystem zu kommen.

Im Rahmen eines Forschungsvorhabens des Forschungsverbundes Energie Niedersachsen (FEN) ist das IMAB mit der Untersuchung von Einrichtungen zur Speicherung elektrischer Energie beauftragt. Hier werden unterschiedliche Technologien wie Schwungmassenspeicher, Gasdruckspeicher, Batterien, aber auch moderne Ultra-Kondensatoren auf ihre Eignung zur Speicherung elektrischer Energie für unterschiedliche Einsatzfelder untersucht.

Weitere neue und interessante Aufgaben wurden in Zusammenarbeit mit der Industrie in Angriff genommen.

Die Einrichtungen zur berührungsfreien Energieversorgung des Transrapid-Fahrzeuges TR09, welches zugleich das Prototypfahrzeug für die Anwendungsstrecke München - Flughafen ist, wurden auf der Versuchsstrecke TVE im Emsland installiert und teilweise in Betrieb genommen. Aufgrund des Unglückes hat sich die vollständige Inbetriebnahme auf das Frühjahr 2008 verzögert.

Im Bereich der Forschung wurden aufgrund der engen Zusammenarbeit mit der Industrie weiterhin sowohl in der theoretischen Berechnung und Auslegung elektrischer Maschinen, als auch in der Sensorik, Regelung und Leistungselektronik interessante Untersuchungen durchgeführt.

Hierzu zählen theoretische Untersuchungen zu Spaltrohrverlusten an PM-erregten Synchronmaschinen, die Untersuchung der Eigenschaften von PM-erregten Schenkelpol-Synchronmaschinen und Untersuchungen zum Einfluss der Wicklungstopologien auf die Energieumwandlung von PM-erregten Synchronmaschinen.

Aus dem Bereich der Leistungselektronik wurden die Untersuchungen zum resonanten Schalten auf einen 3-phasigen Stromzwischenkreis-Umrichter ausgedehnt. Weitere Untersuchungen beschäftigten sich mit vergleichenden Untersuchungen von Silizium- und Siliziumkarbid-Halbleitern mit dem Ziel, das Potenzial von Siliziumkarbid zu ermitteln.

Die Präsentation der einzelnen Forschungsergebnisse erfolgte wieder auf verschiedenen Tagungen im In- und Ausland. Die dabei präsentierten Veröffentlichungen finden sich teilweise als deutsche Kurzfassung in den Forschungsbeiträgen des Jahresberichtes wieder.

Mit der Einführung der Bachelor- und Masterstudiengänge auch in der Elektrotechnik hat sich die Notwendigkeit ergeben, alle Lehrveranstaltungen zu überarbeiten und an die Anforderungen, die sich aus einem berufsqualifizierenden Abschluss des Bachelorstudiums ergeben, anzupassen.

Die Studierendenzahlen in Braunschweig befinden sich noch auf einem niedrigen Niveau, so dass das ursprüngliche Volumen von Studien- und Diplomarbeiten nicht erreicht werden konnte. Dem daraus resultierenden Mangel an Studenten steht weiterhin eine beachtliche Nachfrage seitens der Industrie an Studienabsolventen gegenüber. Es ist zu hoffen, dass nicht nur die interessanten Aufgaben, sondern auch die nach wie vor hervorragenden Verdienst- und Karriereaussichten in der Antriebs- und Energietechnik zunehmend Studenten motivieren, sich in diesem Bereich zu engagieren.

Das für das Jahr 2007 insgesamt sehr positive Arbeitsergebnis des IMAB wurde durch die engagierte Mitarbeit und Teamfähigkeit aller Mitglieder des Instituts in Wissenschaft, Werkstatt und Verwaltung erreicht. In diesem Sinne möchte ich mich bei allen Mitarbeitern für ihren Einsatz und die fruchtbaren wissenschaftlichen Diskussionen bedanken sowie allen unseren Freunden und Gönnern ein herzliches Dankeschön für die materielle und ideelle Unterstützung unserer Arbeit übermitteln.

Braunschweig, im Februar 2008

 

Ihr

Prof. Dr.-Ing. J. Mein


  last changed 03.07.2015
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