TU BRAUNSCHWEIG

Jahresbericht 1999



Liebe Freunde des Institutes,

nach einem arbeitsreichen Jahr 1999 ist es nunmehr schon Tradition, Sie in dem Ihnen vorliegenden Jahresbericht über die an unserem Institut durchgeführten Arbeiten zu informieren.

Generell hat sich gezeigt, daß es zunehmend schwieriger wird, umfangreiche öffentlich geförderte Forschungsvorhaben umzusetzen. Ein wesentlicher Grund hierfür sind die getroffenen Einsparmaßnahmen seitens Bund und Ländern.

Unsere Kooperation mit Industriepartnern und die Zusammenarbeit mit anderen Forschungseinrichtungen im Rahmen von Verbundprojekten konnte jedoch erfolgreich ausgeweitet werden. Es sind dies im wesentlichen Arbeiten auf dem Gebiet der berührungsfreien magnetischen Lagerung von Körpern auf Basis des Einsatzes von Hochtemperatur-Supraleitern, der Energiespeicherung in rotierenden Massen, der berührungslosen Übertragung elektrischer Leistung auf bewegte Körper, sowie der Energieumwandlung für Anwendungen im Bereich der Industrieantriebe und Bahnen.

Es hat sich deutlich gezeigt, daß die Paarung von theoretischen Grundlagenuntersuchungen mit nachfolgender praktischer und anwendungsnaher Umsetzung in systemoptimierte Lösungen gut geeignet ist, neuartige Technologien überzeugend darzustellen. Seitens der Industrie ergeben sich hiermit positive Anknüpfungspunkte, die für eine marktgerechte Umsetzung der an einem Hochschulinstitut erarbeiteten Forschungsergebnisse gern genutzt werden.

Dank der zur Disposition stehenden Berufungsmittel konnten die Labor- und Werkstatteinrichtungen weiter ausgebaut und modernisiert werden. Ein zweiter rechnergesteuerter Fahrmotoren-Prüfstand für Antriebsleistungen bis zu 250 kW steht nun zur Verfügung. Ein weiterer Prüfstand wurde auf eine Kurzschlußleistung von 1 MW ausgebaut. Für die Fertigung von Prototyp-Maschinen wurde eine moderne Auswuchteinrichtung angeschafft, die für Drehzahlen bis zu 5000 min-1 eingesetzt werden kann, so daß auch hochtourige Maschinen ausgewuchtet werden können. Unsere Werkstatt wurde darüber hinaus mit modernen Maschinen zur Metallbearbeitung weiter vervollständigt.

Obwohl in den Bereichen Telekommunikation, Informatik und Medienwissenschaften für die Ingenieure weitgefächerte und faszinierende neue Aufgabenbereiche entstanden sind, bieten sich dem Ingenieur aus dem Bereich Elektrotechnik bzw. Maschinenbau in der Energietechnik nach wie vor interessante Aufgabenstellungen und beste Berufsaussichten. Es ist zu hoffen, daß sich der mittlerweile ausgeprägte Bedarf von Hochschulabsolventen aus dem Bereich Energietechnik in einer entsprechenden Zunahme der Studienanfängerzahlen niederschlägt.

Für das vor uns liegende Jahr 2000 wird sich die Zusammenarbeit mit anderen Partnern weiter verfestigen und wir werden die uns damit gegebenen Chancen nutzen. Für das bisher Geleistete und für den unermüdlichen Einsatz möchte ich mich bei allen Kollegen und Mitarbeitern des Institutes bedanken. Mein Dank gilt aber auch allen Freunden, Gönnern und Förderern für die ideelle und materielle Unterstützung unserer Arbeit.

Braunschweig, im Dezember 1999

 

Ihr

Prof. Dr.-Ing. J. Meins


  last changed 03.07.2015
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