► Wissensvermittlung mit Wirkung: Kreativitätstechniken erproben
Wir bieten Workshops zur Entwicklung karriererelevanter Schlüsselqualifikationen im Rahmen von GradTUBS an. In den Workshops vermitteln wir Kenntnisse rund um die Konzeption von zielgruppengerechten Impact-Projekten. Die Termine finden im April und November statt. Hier erhalten Sie weitere Informationen zum bereits vergangenen Workshop am 14. November 2025.
Zweimal im Jahr wird jeweils im Anschluss an den Workshop „Wissensvermittlung mit Wirkung" der Call for Impact ausgeschrieben. Mit dieser Förderung vom Transferservice erhalten alle PhD- und PostDoc-Forscher*innen der TU Braunschweig die Möglichkeit, eigene Impact-Projekte mit gesellschaftlichen Gruppen und Organisationen auf multidirektionale und ko-kreative Weise zu planen und durchzuführen. Hiermit kann die eigene Forschung durch neue Ideen und Perspektiven bereichert werden.
Gefördert werden jeweils zweimal jährlich bis zu drei PhD Impact-Projekte mit bis zu 1.000€.
Ein Handout mit weiterführenden Informationen befindet sich im Downloadbereich. Die Bewerbungsfrist endete am 19. Dezember 2025. Es konnte sich alleine oder im Team beworben werden. Bei der Bewerbung ist die Teilnahme an der GradTUBS Fortbildung „Wissensvermittlung mit Wirkung" nicht zwingend notwendig, aber von Vorteil.
Die nächste Bewerbungsphase startet voraussichtlich Mitte April.
Mit TechHeritage möchte der Doktorand Clemens Janke vom Institut für Geschichtswissenschaft das materielle Kulturerbe der TU Braunschweig durch die Erschließung der Sammlung „Technisches Erbe“, der „Messtechnischen Sammlung“ des Instituts für Geodäsie und Photogrammetrie sowie der „Lehrkartensammlung“ des Instituts für Geschichtswissenschaft bewahren und langfristig (re)aktivieren.
Durch den generationsübergreifenden Austausch zwischen den am Projekt beteiligten inner- und außerakademischen Akteur*innengruppen im Citizen Science-Format werden Wissensbestände, die erst durch die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den Sammlungsobjekten erschlossen und zugänglich gemacht werden, mit zukünftigen Generationen geteilt.
Eine vorgelagerte Lehrveranstaltung sowie ein interdisziplinärer Workshop (im April 2026) bilden den inhaltlichen und methodischen Rahmen für Ausstellung der Sammlungsobjekte (Juli 2026). Den Abschluss des Projekts bildet eine Publikation mit objektgeschichtlichen Essays von Studierenden aus den jeweiligen Sammlungen.
Durch die Interaktion mit den Sammlungsobjekten werden historische Verflechtungen von Stadt, Wirtschaft und Wissenschaft sichtbar gemacht und zugleich neue intergenerationelle Möglichkeitsräume für eine gleichberechtigte, vielschichtige und gewissenhafte Zukunft eröffnet.
Nachhaltigkeit entsteht im Unterricht nicht nur durch zusätzliche Inhalte, sondern durch die Wahrnehmung nachhaltigkeitsrelevanter Situationen im pädagogischen Handeln. Entscheidend ist, ob Lehrkräfte erkennen, wann sich ein Moment öffnet.
Hier setzt das Vorhaben von Yulia Edeleva und Gina Do Manh (Institut für Germanistik, TU Braunschweig) an. Entwickelt wird ein neues Professionalisierungsformat der „BNE-Safaris“: Mithilfe eines strukturierten Kartensystems sowie einer optionalen AR-gestützten Beobachtungsumgebung können Lehrkräfte Unterrichtssituationen identifizieren, in denen ökologische, soziale, ökonomische oder ethische Fragestellungen implizit oder explizit zum Vorschein kommen. Diese Momente werden dokumentiert und für Reflexions- und Professionalisierungsprozesse nutzbar gemacht.
Ziel des Projekts ist es, die sog. Belief-Practice-Gaps, d.h. die Diskrepanzen zwischen nachhaltigkeitsbezogenen Überzeugungen der Lehrkräfte und deren konkreter Umsetzung im Unterricht, zu verringern. Darüber hinaus zielt das Projekt darauf ab, durch immersive Reflexionsformate institutionelle Lernprozesse systematisch zu stärken. Neben schulischen Kontexten werden Sprachbildung, Erwachsenenbildung sowie internationale Weiterbildungsformate einbezogen. Damit eröffnet das Vorhaben Perspektiven für eine skalierbare, transferfähige Internationalisierungsstrategie im Bereich nachhaltigkeitsorientierter Bildung.
Land.Komm.Digital setzt dort an, wo Beteiligung im ländlichen Raum häufig ins Leere läuft: Kommunikationsangebote informieren zwar, aktivieren aber zu selten zur tatsächlichen Mitwirkung. In einem Gestaltungsworkshop mit lokalen Akteur:innen werden deshalb konkrete Kommunikationsformate entwickelt, die Partizipation befördern sollen.
Aus diesen Ergebnissen entsteht ein praxistaugliches Toolkit mit Gestaltungsprinzipien, das in mehreren Organisationen erprobt und nach einigen Wochen anhand einer kurzen Wirkungsevaluation iterativ geschärft wird. Wissenschaftlich begleitet wird dieser Prozess durch den Lehrstuhl Service-Informationssysteme am Institut für Wirtschaftsinformatik.
Ziel ist ein nachweisbarer und zugleich spürbarer Impact auf die Kommunikationspraxis: mehr beteiligungsorientierte Ansprache, die Selbstwirksamkeit stärkt, Engagement fördert und damit soziale Teilhabe im ländlichen Raum nachhaltig unterstützt.
Forschung in die Gesellschaft tragen und die eigene bereichern. Unter diesem Zeichen stand der PhD Impact-Day am vierten Tag der Impact Week. Das Institut für Intermodulare Transport- und Logistiksysteme begeisterte in einem Programmierworkshop Schüler*innen der 11. Klasse der Neuen Oberschule Braunschweig, Kulturschaffende und engagierte Menschen im ländlichen Raum sprachen in einem Forum, geleitet von Ludger Voigt vom Institut für Organisation und Führung, über Möglichkeiten des partizipativen Theaters und Dr. Schulz-Lehnfeld vom Institut für Baugeschichte bot ein Diskussionsparcours zum Thema Denkmalpflege an.
Wie lässt sich kulturelle Infrastruktur im ländlichen Raum aufbauen, langfristig erhalten und weiterentwickeln?
Dieser Frage widmet sich das Projekt von Ludger Voigt, Doktorand am Institut für Unternehmensführung und Organisation, und Julia Beideck, Doktorandin am Seminar für Genossenschaftswesen der Universität zu Köln, in Zusammenarbeit mit der Theatergenossenschaft Traumschüff e.G.
Ziel des Projekts ist es, aufzuzeigen, wie kulturelle Dienstleistungen in ländlichen Gebieten erbracht und gleichzeitig kulturelle Teilhabe ermöglichen können. Darüber hinaus wird untersucht, wie kulturelle Angebote den gesellschaftlichen Austausch in ländlichen Regionen fördern können – insbesondere an Orten, die bislang keinen Zugang zu Theater haben.
Die Doktorandin Cindy Demuth vom ITL entwickelt mit PORT-O ein interaktives Lernsetting, das gezielt Mädchen für MINT-Themen begeistert. Auf einem mobilen Tisch entsteht mit Lego ein simuliertes Hafen-Hinterland-Szenario, in dem Ozobots programmiert werden, um reale logistische Herausforderungen spielerisch umzusetzen.
In Workshops an Schulen erfahren insbesondere Schülerinnen durch praktische Programmieraufgaben und direkte Einblicke in die Forschung, dass Technik und Logistik keine Männerdomänen sind.
PORT-O verbindet so frühzeitige Nachwuchsförderung mit dem Ziel, nachhaltige Transportlösungen sichtbar und erfahrbar zu machen – und stärkt das Selbstvertrauen junger Frauen, eigene Wege in den Ingenieurwissenschaften zu gehen.
An Beispielen der Forschungsprojekte des Instituts für Baugeschichte zu Bibliotheken, Kirchen und einer Schule werden die gesellschaftliche Relevanz der "Fragen der Bauforschung und der Denkmalpflege" ausgelotet. In einem Workshop mit Impulsvorträgen, Ausstellung und Informationsparcours werden Untersuchungsmethoden und Zwischenergebnisse diskutiert.
Welche Aspekte werden im Sinne einer gemeinschaftlichen Verantwortung für das gebaute Erbe bei den Projekten zu betrachten sein? Ziel ist es, die Wahrnehmung der Projektergebnisse in der Gemeinschaft zu stärken, die Werte der gebauten Umwelt zu erkennen und die Erhaltung des Wissen über das Bauen als gemeinschaftliches Kulturerbe für künftige Generationen sicher zu stellen.
Post-Doktorandin Marie Ritter und Doktorand Darien Tartler aus der Abteilung Arbeits, Organisations- und Sozialpsychologie des Instituts für Psychologie wollen mit MeetingHacks ein Short-Content-Videoformat entwickeln, das Tipps aus der Meetingforschung für die Praxis aufbereitet. Die Videos sollen Personen aus Unternehmen und Start-ups sowie Studierenden vorgestellt werden, ihre Bedarfe in einem Workshop diskutiert und neue Impulse in die Forschung zurückgegeben werden. Die Kenntnisse aus den MeetingHacks können so direkt im Arbeitsalltag angewandt werden. Dieses Projekt wird co-gefördert durch den Braunschweiger Hochschulbund.
Die wissenschaftliche Mitarbeiterin Ayat Tarik aus dem Institut für Geschichte und Theorie der Architektur und Stadt (GTAS) plant mit den beiden Masterandinnen Jennifer Baus und Burcu Daglayan in einem sogenannten KO:Labor das gemeinsame Entwickeln und Erproben von partizipativen Methoden für die Durchführung von niedrigschwelligen Beteiligungsformaten im Braunschweiger Stadtteil Schwarzer Berg. Sie setzen sich mit ihrem Projekt für eine gemeinwohlorientierte und nachhaltige Stadtentwicklung ein, in der die Möglichkeiten der Teilhabe und Mitbestimmung an Stadtgestaltungsprozessen gefördert werden. Ziel ist, die Identifikation mit dem Ort und der Nachbarschaft für alle Personen, die dort leben oder Zeit verbringen, zu stärken.
Nachhaltiges Bauen durch kollaborativen Austausch voranzutreiben, ist das Ziel des Impact-Projektes von Post-Doktorandin Sandra Rothenbusch aus der Abteilung Arbeits-, Organisations- und Sozialpsychologie des Instituts für Psychologie. Die Idee des Projekts ist es, Akteur:innen in der Baubranche durch „Speed-Datings“ und „Fuckup-Events“ zu den Themen „Nachhaltiges Bauen“ und „nachhaltige Zusammenarbeit“ zusammenzubringen und so Diskussionen und Erfahrungsaustausch sowie Lösungsansätze zu diesen Themen zu ermöglichen. Die Diskussionsergebnisse sollen mithilfe von Note Sketching visuell festgehalten und über soziale Medien geteilt werden.
Die Doktorandin Grace Abou Jaoude vom Institute for Sustainable Urbanism (ISU) plant in ihrer Forschung die Entwicklung eines webbasierten Instruments, das verschiedene Szenarien zur Wiedereingliederung städtischer Produktion analysiert und visualisiert, um deren Auswirkungen auf Ressourceneffizienz zu untersuchen. Das Instrument soll evidenzbasierte Informationen über potenzielle Vorteile für lokale Hersteller und ihre Produktionsnetzwerke liefern, um sie stärker in die städtische Produktion zu integrieren.
Die Jury vom Call for Impact entscheidet gemeinsam anhand eines Bewertungsbogen darüber, welche PhD Impact-Projekte im jeweiligen Zeitraum gefördert werden. Die Kriterien sind die gesellschaftliche Relevanz und Wirkung, die Reichweite, der Forschungsbezug und die Nachhaltigkeit sowie die Innovativität und der Gesamteindruck.
Christian Stascheit
Koordination Engagement- und Impact-Projekte
Stabsstelle Transferservice
Julia Willich
Referentin für Nachhaltigkeit
Stabsstelle Digitalisierung und Nachhaltigkeit
Gina Kerber
Koordination Impact Learning
Stabsstelle Transferservice
Dr. Inga Schepers
Nationale Förderberatung
Stabsstelle Forschungsservice
Der Call for Impact wird zweimal im Jahr ausgeschrieben. Die genauen Bewerbungsphasen werden rechtzeitig bekannt gegeben und liegen Mitte und Ende des Jahres.
PhD Impact-Projekte haben das Ziel, Wirkung auf Ebene der Gesellschaft zu entfalten. Promovierende und Post-Docs tragen das eigene Wissen aktueller Forschungsarbeiten an Zielgruppen heran und bereichern es durch gegenseitigen Austausch. Thematisch eignen sich viele Themen, melden Sie sich bei Rückfragen.