Promotionen

(Namen in alphabetischer Reihenfolge)

Ivana Cvekić

Zwischensprachlicher Einfluss im Drittspracherwerb: Lexikalische und grammatische Interaktionen zwischen Serbisch, Deutsch und Englisch (abgeschlossen 2020, Betreuer: Prof. Dr. Holger Hopp)

Das Thema meiner Doktorarbeit ist die morphosyntaktische Sprachverarbeitung von Englisch als Erst- und Zweitsprache. Die Phänomene, die ich analysiere, sind grammatisches Genus und Tempus/Aspekt. Einer der Ziele meiner Forschung ist es, den L1-Einfluss in den Fällen zu untersuchen, in denen L1- und L2-Grammatik überlappen. Des Weiteren untersuche ich die Fälle, in denen das jeweilige Merkmal in der L2 fehlt, aber in der L3 vorhanden ist. Außerdem möchte ich herausfinden, wie sich zwischensprachlicher Einfluss auf L3-Lerner ausdehnt und wie drei Sprachen interagieren. Die Sprachen, auf die ich mich momentan konzentriere, sind Serbokroatisch, Deutsch und Englisch.

 

David Öwerdiek

Die Verarbeitung nicht-lokaler syntaktischer Abhängigkeiten durch jugendliche deutschsprachige Zweitsprachlerner des Englischen: Reizbasierte vs. strukturelle Modelle (laufend, Betreuer: Prof. Dr. Holger Hopp)

Ich untersuche in meinem Promotionsprojekt wie jugendliche Zweitsprachlerner des Englischen nicht-lokale syntaktische Abhängigkeiten verarbeiten. Speziell untersuche ich Englische W-Fragen und Relativsätze. Dabei sollen reizbasierte Erklärungsmodelle mit strukturell-generativen verglichen werden, wobei morphologische Markierung einerseits und syntaktische Konfiguration andererseits zentrale Aspekte sind. Hierzu wird die Methode der Timed-Picture-Selection während des Hörens eines Satzes eingesetzt.

 

Duygu Şafak

Die Nutzung verbspezifischer Informationen in der L2-Satzverarbeitung (abgeschlossen 2022, Betreuer: Prof. Dr. Holger Hopp)

In meiner Doktorarbeit interessiere ich mich dafür, ob Zweitsprachlerner (L2-Lerner) ähnliche Satzverarbeitungsstrategien wie Muttersprachler anwenden und inwieweit Eigenschaften der Erstsprache (L1) bei der Sprachverarbeitung der L2 eine Rolle spielen. Ich untersuche insbesondere, ob und wie erwachsene L2-Englisch-Lerner mit L1-Deutsch und L1-Türkisch lexikalisch spezifische Verbinformationen nutzen, um bevorstehende Strukturen während des Satzverständnisses in Echtzeit vorherzusagen. Zu diesem Zweck führe ich Eye-Tracking-Experimente während des Lesens und im Visual-World-Paradigma durch.