Die Photovoltaik (PV)‐Technologie wird eine herausragende Rolle in einer dekarbonisierten und dezentralen Energieversorgung spielen. Bisher wird der PV‐Markt durch die Silizium‐Technologie dominiert, die lediglich einen Absorber aufweist und sich ihrer praktischen Wirkungsgradgrenze von ca. 27% annähert. Die in der Entwicklung befindlichen Photovoltaik‐Technologien der nächsten Generation kombinieren zwei oder mehr Absorbermaterialien, wobei insbesondere Tandems aus Perowskiten und Silizium als vielversprechend angesehen werden. Das Wirkungsgradpotential von 42 % und darüber verspricht eine weitere Verringerung der Stromgestehungskosten und eine Verringerung des PV-Flächenbedarfs. Deshalb gibt es zu dieser Technologie weltweit intensive Forschungsanstrengungen. Eine zentrale Voraussetzung für neue Absorbermaterialien ist eine ausreichende Langzeitstabilität, die bei Perowskiten noch verbessert werden muss.
Der von zukunft.niedersachsen geförderte Forschungsverbund „NextGenPV“ erforscht die für die Entwicklung und Anwendung der nächsten PV-Generation verbundenen Fragestellungen, insbesondere im Hinblick auf niedersächsische Aspekte.
Er fokussiert sich dabei auf drei Forschungsschwerpunkte. Im ersten Schwerpunkt werden insbesondere Grundlagen und Verbesserungsmöglichkeiten der Stabilität der Perowskite erforscht. Im zweiten Schwerpunkt steht die Demonstration von möglichen Lösungen in hocheffizienten Solar- Zellen und Modulen im Vordergrund. Weiterhin beschäftigt sich das Projekt mit Umweltaspekten, Ertragsprognosen und Recycling wobei der Fokus auf eine Anwendung in Niedersachsen gelegt wird.