Grundlagenforschung mit Wirkung
ReSpace! fördert ein ganzheitliches Verständnis dafür, wie räumliche Infrastrukturen und Typologien für die Anpassung an den Klimawandel transformiert werden können – unter Berücksichtigung des Klimawandels, der Ressourcenknappheit und der gesellschaftlichen Anforderungen im komplexen Zusammenspiel globaler und lokaler Auswirkungen. Auf der Grundlage einer interdisziplinären Zusammenarbeit zwischen Architektur und Städtebau, Geistes-, Sozial- und Naturwissenschaften sowie Ingenieurwesen werden wir gemeinsam innovative Lösungen für ein nachhaltiges Leben in der Zukunft entwerfen, beschreiben, simulieren und bewerten.
Kooperativer und ganzheitlicher Ansatz
In Zusammenarbeit mit Akteuren – Städten, Kommunen, NGOs, außeruniversitären Forschungseinrichtungen und der Industrie – konzentriert sich ReSpace! nicht nur auf die Entwicklung räumlicher Vorbilder, sondern auch auf den Wissenstransfer an regionale und institutionelle Interessengruppen. Der Forschungsrahmen sieht die Konzeption, Entwicklung, Bewertung und den Vorschlag wissenschaftlich fundierter und gesellschaftlich akzeptierter Konzepte vor. ReSpace! liegt an der Schnittstelle von zwei der vier Kernforschungsbereiche der TU Braunschweig: Stadt der Zukunft und Mobilität.
Das Institut für Werkzeugmaschinen und Fertigungstechnik untersucht in ReSpace! die Vision von Response-able Fabriken – also Fabriken, welche sowohl verantwortungsbewusst als auch anpassungsfähig – im Kontext verteilter und dezentralisierter Wertschöpfungsketten sind. Diese Fabriken, die innerhalb der planetarischen Grenzen betrieben werden sollen, werden aus modularen, rekonfigurierbaren Modulen und nachhaltigen Materialien gebaut und in intelligente, vertikal organisierte Strukturen integriert. Abfälle und Energieströme werden im Sinne einer Kreislaufwirtschaft durch lokalisierte Strategien und kreislauffähige Material- und Enerigeflüsse wieder in die Produktion zurückgeführt. Ziel ist die Konkretisierung der Vision von regenerativen und widerstandsfähigen industriellen Ökosystemen.
Unsere Forschung kann in einer Welt, die vor großen globalen Herausforderungen steht, nur durch die Zusammenarbeit von verschiedenen Disziplinen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen, der Wirtschaft, der Politik, der Kultur und der Gesellschaft erfolgreich sein. Nur auf der Basis unserer unterschiedlichen Perspektiven können wir innovative Lösungen und Maßnahmen entwickeln, die diese Herausforderungen angehen und nachhaltigen Impact schaffen. Mit unserer Initiative „Ecoversity – Collaborative Space for Change“ setzen wir auf einen dynamischen Ökosystem-Ansatz der Kooperation. Wir transformieren unsere Universität in eine Ecosystem University, eine „Ecoversity“.
Das ambitionierte Ecoversity Projekt wird von der VolkswagenStiftung und dem Ministerium für Wissenschaft und Kultur im Rahmen der Ausschreibung „Potenziale strategisch entfalten“ mit 22,5 Millionen Euro unterstützt.