Die wässrige Teilereinigung ist für die technische Sauberkeit in der Industrie essenziell, jedoch stark energie- und ressourcenintensiv. Anlagen werden oft nach dem Prinzip „Viel hilft viel“ betrieben, da der anfängliche Verschmutzungsgrad der Bauteile meist unbekannt ist und eine präzise Badüberwachung fehlt. Besonders kleinen und mittleren Unternehmen mangelt es hier oft an Know-how, was zu ineffizienten Prozessen führt.
Hier setzt CleanGreen an: Ziel ist die Entwicklung einer KI-gestützten Datenanalyse für eine bedarfsgerechte, nachhaltige Prozessführung. Die Datenerhebung kombiniert die Anlagensteuerung, Sensoren zur Badüberwachung und einen Laserscanner, der die Verschmutzung schon vor der Reinigung quantitativ und qualitativ erfasst. Diese Daten optimieren nicht nur die Reinigung selbst, sondern auch Folgeprozesse wie Lackierung oder Galvanik und dienen der Qualitätskontrolle.
Die Innovation wird am Fraunhofer IST an einer Testanlage integriert und mit optischer Messtechnik erweitert. Anschließend erfolgt die prototypische Umsetzung bei einem Industriepartner. Durch diese intelligente Steuerung lassen sich Prozesszeiten verkürzen sowie der Verbrauch von Energie, Wasser und Chemikalien bei Neu- und Bestandsanlagen deutlich reduzieren.