Die Elektroden- und Zellfertigung ist ein komplexes Zusammenspiel vieler Prozessschritten, bei denen sich die Eigenschaften der Elektroden kontinuierlich verändern. Daher ist es essentiell, dass die Zwischenprodukteigenschaften durchgehend kontrolliert werden, damit Prozessänderungen oder unerwünschte Effekte rechtzeitig erkannt werden. Für die Prüfung der Elektroden haben sich dabei elektrische und mechanische Tests etabliert, die als Quality Gates funktionieren. Eine Herausforderung ist jedoch, dass keine der Methoden standardisiert ist und in der Regel jedes Unternehmen und jede Forschungseinrichtung eigene Standards hat, wodurch eine Vergleichbarkeit zwischen zwei Produktionslinien nicht möglich ist. Eine der am Weitesten verbreitete Methode ist hierbei der Schälversuch.
Zie der Arbeit ist es, den 90°-Schälversuch bruchmechanisch zu untersuchen und somit die Grundlagen zu legen, um das mechanischen Prüfverfahren zu verstehen und zu etablieren. Dabei soll zunächst der Fokus auf Untersuchungen zum Bruchverhalten liegen. Bei anderen Werkstoffen, wie z.B. Klebstoffen, wird häufig eine einfache Klassifizierung der Bruchbilder vorgenommen. Dies ist bei den Elektroden nicht möglich, da diese ein komplexer Verbund verschiedener Aktiv- und Inaktivmaterialien ist. Daher sind hier grundlgende Arbeiten notwendig, um das Versagensbild einzuorden und folglich Rückschlüsse auf die Elektrodeneigenschaften ziehen zu könnnen. Dafür sollen eigene Elektroden hergestellt werden, bei denen die mechanischen EIgenschaften der ELektroden gezielt verändert werden.
Umfang der Arbeit
Die studentische Arbeit kann im Rahmen einer Bachelor-, Studien- oder Masterarbeit durchgeführt werden.
Nach Absprache, gerne ab sofort