Luisa: Hallo zusammen! Hier sind Luisa Goldgräbe und meine Kollegin Maike Stelter von der Technischen Universität in Braunschweig. Wir sind heute zu Gast bei Okerwelle und möchten gern ein bisschen über unser Aufgabengebiet und unsere Gäste sprechen. Wir sind heute hier mit Alumni also ehemaligen Studierenden der TU Braunschweig und Stipendiat*innen der TU Braunschweig.
Maike: Ja, also Alumni das ist mein Aufgabengebiet und Alumni fragt man sich vielleicht auch so ein bisschen, was ist das eigentlich oder wer ist das, dieses Wort kennen nicht alle. Alumni sind die Ehemaligen der TU Braunschweig. Dafür muss man nicht bei uns studiert haben, auch wenn das die meisten sind, sondern man kann auch an der Uni gearbeitet oder geforscht haben. Wer also schon mal sechs Monate an der Uni war, also der TU Braunschweig, ist herzlich willkommen sich bei unserem Netzwerk einzutragen. Warum Netzwerk, warum überhaupt und seit wann? Wir haben 2024 angefangen ein zentrales Ehemaligen-Netzwerk aufzubauen. Es gibt dazu noch einige in der Dezentrale, so heißt das bei uns. Das bedeutet an den einzelnen Fachbereichen zum Beispiel hat die Architektur einen eigenen Ehemaligenverein. Wir als zentrales Netzwerk sind im Gegensatz zu diesen Vereinen zum Beispiel kostenlos und eben offen für alle. Aktuell haben wir schon über 3000 Mitglieder und freuen uns, dass es stetig wächst.
Luisa: Und was genau macht ihr dort?
Maike: Also wir haben eine ganze Reihe an Angeboten aufgebaut. Die sind so in 4 zentralen Bereichen sortiert: das ist das Vernetzen, das Erinnern, Weiterlernen und Gestalten. Im Bereich Vernetzen, das sagt das Wort eigentlich schon, geht es um die Vernetzung der ehemaligen mit der Uni und untereinander. Wir haben also beispielsweise eine Portraitsammlung oder unterstützen bei Kontaktaufnahme. Besonders schön finde ich den Bereich Erinnern. Alles was sozusagen mit dem Emotionalen zu tun hat, was man an der Uni so erlebt hat und tatsächlich auch auf Wunsch vieler Ehemaliger haben wir seit letztem Jahr einen digitalen Uni-Shop, wo man auch den Merch kaufen kann. Wer also sich danach sehnt, wieder so ein bisschen TU Look-a-Like zu sein, kann sich da gerne bedienen. Das Thema Weiterlernen betrifft nicht nur den Bereich sozusagen sich weiterzubilden und vielleicht noch was zu spezifischen Themen nochmal Neues zu lernen, sondern auch immer wieder Alumni sprechen zuhören zu ihren Themen. Dieses Jahr haben wir wieder ein besonderes Highlight: den „Alumni*ae in the Spotlight“ Talk. Dieses Jahr ist Doktor Carola Reimann da, die ja auch eine lokale Größe ist, in Braunschweig, aber natürlich auch deutschlandweit bekannt aus der Politik und eben mittlerweile als Bundesvorstand in der AOK. Sie wird am 16.06. um 18:00 Uhr bei uns im Hörsaal im Altgebäude sein. Die Veranstaltung ist öffentlich zugänglich, also hier schon mal herzliche Einladung. Last, but not least: Gestalten. Da sind wir offen für eure Ideen! Wer also Lust hat, sich einzubringen, mal wieder was mitzumachen oder vielleicht denkt: „ah das, das sollte sich wirklich ändern“, kann sehr gerne auf uns zukommen, wir freuen uns auf eure Ideen. So jetzt habe ich viel über die Angebote vom Alumni-Netzwerk erzählt, aber wir sind ja im Radio und wir wollen auch Musik hören. Luisa, hast du heute einen besonderen Song für uns mitgebracht?
Luisa: Ich wünsche mir heute von Lenka „The Show“.
Maike: Woran erinnert dich denn der Song?
Luisa: Dieses Lied wird bei uns im Auto hoch und runter gesungen.
Song spielt
Maike: Und da sind wir wieder. Wir haben heute nicht nur Ehemalige mitgebracht, also unsere Alumni, sondern auch einige Deutschlandstipendiat*innen. Um die Deutschlandstipendiat*innen kümmert sich bei uns meine liebe Kollegin Luisa. Luisa, was ist das Deutschlandstipendium?
Luisa: Das Deutschlandstipendium ist ein bundesweites Stipendienprogramm, das seit 2011, also schon seit 15 Jahren, existiert. Das Bundesministerium gibt für diese Zwecke die Hälfte des Stipendiums dazu, wenn die Universität für die andere Hälfte des Stipendiums einen privaten Mittelgeber akquiriert, in den meisten Fällen sind das Unternehmen, Stiftungen Vereine oder Privatpersonen, die für ein Jahr lang einen Stipendiaten oder eine Stipendiatin unterstützen. Diese Studierenden erhalten für ein Jahr lang dann eine Unterstützung von 300 €. Zusätzlich dazu natürlich auch noch die ideelle Unterstützung, der Kontakt zu dieser Person, die sie unterstützt, und natürlich auch das Netzwerk unter den Stipendiaten und den Fördernden.
Maike: Also das klingt wirklich total gut, wenn ich da jetzt mitmachen will. Wie kann ich mitmachen?
Luisa: Da gibt es zwei Wege. Wenn du der TU studierst. darfst du dich bewerben als Stipendiatin oder Stipendiat und zwar läuft immer im Juni eines Jahres in Bewerbungsphase für das nächste akademische Jahr das heißt das akademische Jahr beginnt mit dem Wintersemester und läuft bis zum Ende des darauffolgenden Sommersemesters, wenn ihr euch also bewerben wollt und noch Infos braucht, sucht gerne in der Suchmaschine nach TU Braunschweig und Deutschlandstipendium. Dort findet ihr alle relevanten Informationen. Auf der anderen Seite könnt ihr natürlich auch euch selbst am Deutschland Stipendium beteiligen, indem er als Mittelgeber fungiert und als Privatperson und daneben Stiftung oder Verein die Hälfte das Stipendium übernehmt. Dafür meldet euch einfach per Email bei mir unter stipendium@tu-braunschweig.de. Wir würden uns sehr freuen!
Luisa: Maike, wie nehmen wir eigentlich Kontakt zu dir auf?
Maike: Ja, danke, dass du fragst. Also ihr könnt uns sehr sehr gerne jederzeit anrufen, die Telefonnummer ist 05313914628. Da könnt ihr uns immer erreichen. Aber natürlich könnt ihr auch die Suchmaschine eurer Wahl nutzen und TU Braunschweig und Alumni eingeben. Da ich gerade schon die Telefonnummer genannt habe, würde ich auch gleich noch meinen Songwunsch hinterher bringen, denn der erinnert mich persönlich an meine Studienzeit, die ich damals im Auslandssemester in Wien hatte, und er heißt „Call me maybe“.
Song spielt
Leif: Hallo Larissa!
Larissa: Hallo Leif!
Leif: Erzähl mal was von dir, was machst du so?
Larissa: Ich bin Studentin an der TU Braunschweig, ich habe im Bachelor Physik studiert und bin inzwischen schon im Master und schreib meine Masterarbeit. Ich studiere jetzt gerade den sehr neuen Studiengang solarsystems physics, der komplett auf Englisch ist und da habe ich sehr viele auch internationale Kommilitonen also so aus aller Welt: aus Indien, aus den USA. Das ist einfach sehr sehr cool!
Leif: Das klingt ja sehr interessant.
Larissa: Ja was machst du denn so?
Leif: Ich habe Mathematik studiert. Ich habe vor 2 bis 3 Monaten mein Studium beendet: reine Mathematik, Habe erst den Bachelor gemacht, dann den Master. Beides an der TU Braunschweig. Habe aber auch, Stichwort internationale Erfahrungen, drei Semester im Ausland verbracht. Ich war im Bachelor in Taiwan, dann war ich im Master noch in Spanien und das allerletzte Semester, also das der Masterarbeit, habe ich dann in Kanada geschrieben.
Larissa: Da hast du ja einiges erlebt und das sind auch drei sehr unterschiedliche Länder und Kulturen sag ich mal.
Leif: Es waren auf jeden Fall auch 3 unterschiedliche Erfahrungen. Also Taiwan im Bachelor war so die erste Erfahrung, dass ich überhaupt mal so richtig weg war für so eine längere Zeit, ganz alleine, das war irgendwie sehr prägend, war die ersten 17 Tage auch im Quarantäne Hotel eingesperrt, also das war eine sehr interessante Erfahrung. Spanien war auch sehr cool. Da habe ich auch bei seiner Familie gelebt, so ein bisschen halt so halb Au-pair irgendwie und dann aber auch studiert währenddessen. In Kanada habe ich dann wieder bei einer Familie gelebt, aber bei einem älteren Ehepaar und hatte da auch eine sehr schöne Zeit. Da ist der Sohn ausgezogen und die hatten sozusagen das Zimmer irgendwie frei und dann habe ich da…
Larissa: Einfach für den Sohn ersetzt.
Leif: Dann war ich quasi der Ersatzsohn, genau!
Larissa: Das hattest du mir ja auch erzählt, dass dich da auch etwas sehr geprägt hat aus dieser Erfahrung in Kanada. Das hast du uns hier mitgebracht.
Leif: Das ist der der Song „See me feel me“ von The Who von dem Film Tommy. Den habe ich nämlich da geguckt, das ist so gut im Grunde der Lieblingsfilm von diesem Ehepaar und das hat sich irgendwie so etabliert, dass wir die ganze Zeit diesen Song gehört haben. Also habe ich jetzt irgendwie Assoziation mit Kanada und irgendwie passt das. Passt das einfach in die in die gesamte Auslandssemester rein, ist irgendwie ja schöne Zeit.
Larissa: Sehr cool. Und da hast du gedacht, den musst du uns mitbringen.
Leif: Den muss ich mitbringen, genau!
Song spielt
Leif: Auslandssemester: die können das Studium natürlich auch verlängern, das war bei mir der Fall, aber du hast ja eine andere Möglichkeit gefunden, um internationale Erfahrung in deinem Studium einzubauen.
Larissa: Ja genau, also ich habe auch lange gegrübelt ob ich ein Auslandssemester machen sollte oder ich wollte es eigentlich unbedingt machen und hab dann Bachelor festgestellt, irgendwie passte es nie so richtig und es hätte mein Studium um mindestens ein Jahr verlängert und das war mir auch nicht recht. Dann habe ich festgestellt, eigentlich gibt es auch so viele andere coole Optionen, die man machen kann wie zum Beispiel Summers schools, was halt bedeutet, dass man irgendwie mal für vier Wochen ins Ausland fährt, in den Semesterferien. Passend auch zum Fachbereich. Ich habe dann zu Astrophysik eben eine Summer School besucht, wo ich zwei Wochen in den USA war.
Leif: Wie war die Erfahrung da so?
Larissa: Das war auf jeden Fall eine sehr andere Erfahrung. Es war so mein erstes Mal überhaupt in den USA. Dann waren wir im absoluten Hochsommer in Alabama, das war anstrengend, aber wir haben auch sehr viel Zeit dort mit den Amerikanern verbracht, was einfach ein kultureller Unterschied war, was eben sehr spannend war, sag ich mal, und ja aber man kann halt auch gerade Bereich Wissenschaft und Physik auf Konferenzen fahren. Also kann man nicht nur, muss man sogar und dieses Jahr organisiere ich auch eine Konferenz mit.
Leif: Und was organisierst du da für eine Konferenz mit?
Larissa: Die ist für Early-Career-Scientist. Also am Beginn der Karriere: Bachelor-, Masterstudenten, PhD. Das ist ein Angebot mit Vorträgen, Workshops für genau diese Zielgruppe und wir organisieren das selber als Early-Careers- für andere Early Careers Scientists.
Leif: Und wie ist die Erfahrung des Organisierens selber so? ist das das ist die erste Konferenz die du organisierst, richtig?
Larissa: Ja auf jeden Fall. Es ist auch sehr chaotisch, sehr viel, was man einfach bedenken muss. Wir haben ein Team was komplett international ist: also jemanden aus Indien dabei, jemanden aus Costa Rica, welche aus Frankreich. Das ist auch kulturell ein sehr großer Unterschied und auch teilweise von den Zeitzonen her recht schwierig, Treffen zu organisieren, aber es macht auch wirklich sehr viel Spaß.
Leif: Okay, ja sehr cool. Dann abschließende Frage. Was für ein Song hast du denn uns mitgebracht heute?
Larissa: Ich habe ganz klischeehaft „Major Tom“ mitgebracht, einfach weil das zu meinem Studium passt. Das ist so der Song, den ich aus meiner Kindheit schon kenne und ich habe auch angefangen Physik zu studieren und mich für Astrophysik begeistert, weil ich dachte „Oh ich werd irgendwann mal Astronautin“. Dementsprechend passt einfach dieser Song ja und jetzt kommt „Space Oddity“ von David Bowie.
Song spielt
Laura: Hallo ich bin Laura 43 und ehemalige Studierende der TU Braunschweig. Ich habe hier Maschinenbau studiert und promoviert und zusammen bin ich heute hier mit Holger, der mir gegenübersitzt.
Holger: Moin Laura, schön, dass wir beide hier zusammengekommen sind bei der Veranstaltung. Ich bin Holger, habe auch an der TU Braunschweig studiert: Maschinenbau mit der Vertiefungsrichtung Energie und Verfahrenstechnik und hab das zum Jahr 2000 abgeschlossen.
Laura: Was hat dir, Holger, denn nach deiner Zeit an der TU beim Berufseinstieg geholfen?
Holger: Wir haben ja beide noch das Diplom gemacht mittlerweile ist das Bildungssystem ja umgestellt worden auf Bachelor Master und unser Vordiplom ist sehr mit Grundlagen behaftet gewesen. Das hat mir wirklich sehr geholfen, also ich hatte Energie und Verfahrenstechnik vertieft, habe aber auch mal ein paar Jahre lang in einer Stahlbaufirma gearbeitet, da konnte ich auf die Grundlagen Maschinenelemente, technische Mechanik, Werkstoffkunde zurückgreifen und muss sagen die solide Grundausbildung, die wir hier genossen haben. Laura, wie ist denn das bei dir gelaufen nachher im Berufseinstieg und danach, das Leben nach der TU?
Laura: Genau, also mir hat beim Berufseinstieg tatsächlich auch geholfen, dass sich nicht nur das Fachlich-Technische gemacht habe, sondern auch immer schon Menschen begleitet. Ich habe die Ringvorlesung Schlüsselqualifikationen mit als Tutor betreut und später in der Promotion auch noch ein Zertifikat „Weiterbildung in der Hochschullehre“ absolviert und das hat mir geholfen, mich zu präsentieren bei den Firmen, mich in einem Teammeeting darzustellen. Das war eine sehr gute Nebentätigkeit neben meinem Studium und Ausgleich zu den ganzen technischen Inhalten und außerdem hatte ich den Eindruck, dass die TU auch ein sehr gutes Renommee hatte, mit eben der jahrhundertealten Traditionen im Maschinenbau, in der Technik. Das war wirklich begehrt, so einen Studienplatz an der technischen Uni zu bekommen.
Holger: Das kann ich ja unterstützen. Also das habe ich sogar mal in einem Bewerbungsgespräch mitbekommen, dass ein Kriterium war mich einzuladen, dass ich an einer TU studiert hab und, dass das mit einer gewissen Qualität verbunden war und hoffentlich auch noch ist. Wie sieht denn deine jetzige berufliche Situation aus? Arbeitest du noch in dem Bereich?
Laura: Ich habe tatsächlich zuerst in dem Bereich gearbeitet, ich war bei der Evonik im Innovationsmanagement und später auch in der Produktion, habe also an auch an die Energie- und Verfahrenstechnik angeknüpft, wo ich mich drauf spezialisiert habe und bin aber jetzt über unser Familienunternehmen im Maschinenbau hin zum Unternehmertum gekommen, begleite jetzt Führungskräfte und Unternehmer mit Coaching und Beratung. Ich habe insofern meine beiden Tätigkeiten auch aus dem Studium und der Promotion fortgeführt in diese neue Tätigkeit, die mich sehr erfüllt, weil das eben etwas ist, wo ich alle Varianten drin habe, der Alltag ist unheimlich vielfältig, es sind Herausforderungen für die Unternehmer da eben sowohl was technisches angeht, dass man eben nochmal neue Ideen braucht, Kreativitätsanregungen benötigt, dass man sich auch eben sich als Unternehmer und als Person weiterentwickeln möchte, also mit Ängsten besser umzugehen oder, dass man vielleicht auch guckt, wie möchte ich als Familienvater das Ganze machen, wie bekomme ich das Unternehmen und Zeit mit meiner Familie unter einen Hut. Wie sieht es bei dir aus Holger? Was machst du nach der TU-Zeit oder aktuell?
Holger: Aktuell ist es leider nicht so schön. Ich hab die letzten Jahre für einen großen Energieversorger gearbeitet und durch eine Umstrukturierung es ist leider passiert, dass meine Stelle unter die Räder gekommen ist. Ich bin jetzt tatsächlich seit knapp 2 Jahren arbeitssuchend und muss leider feststellen, dass du in dem Alter, ich bin jetzt kurz vor 60, es schwierig ist, doch freie Stellen zu finden. Also in den Medien sehe ich dann oder kann denen entnehmen, Fachkräftemangel trifft auf Leute meines Alters nicht zu, aber was ich leider erschreckenderweise auch noch verstellen musste, in der Zeit habe ich auch viele jüngeren Absolventinnen und Absolventen kennengelernt und die ja nun mal ganz frisch ausgebildete Fachkräfte sind, denen geht es zurzeit aber ähnlich und das finde ich ein bisschen bedenklich.
Laura: Holger?
Holger: Ja?
Laura: Hast du ein Lieblingslied, was gespielt werden darf?
Holger: Zu meiner aktuellen Situation: vom dritten Ohr von der Platte 11. Gebot: „ich brauche noch einen Job“.
Song spielt
Holger: Naja, wie ihr gemerkt hab, das dritte Ohr gibt es ja leider nicht mehr. Ist ja eine Kapelle hier aus der Region, aber geändert hat sich seit den Jahren nichts, wie dem Text zu entnehmen ist. Laura, hast du denn jetzt zum netten Abschluss unseres Gesprächs auch noch einen Wunsch?
Laura: Ich habe auch noch ein Lied mitgebracht und eines, zu dem ich sehr gerne tanzen und ich auch das Video total super finde: nämlich von David Guetta und sia: „beautiful people“.
Song spielt
Annika: Liebe Hörerschaft der Okerwelle Braunschweig. Hier sitzen drei ehemalige und aktuelle Studierende der Lehramtswissenschaften und des Lehramtsstudiums in Braunschweig. Wir stellen uns einmal vor: hier sitzt Annika, ehemals Geschichte und Deutsch jetzt schon im Beruf.
Louise: Dann einmal Louise Ich studiere Biologie und Germanistik und befinde mich am Ende meines Masterstudiums.
Aylin: Hallo Ich bin Aylin, ich studiere auch Deutsch und Geschichte auf Realschullehramt und bin jetzt auch in meinem vierten Mastersemester. Ich würde direkt anfangen Annika ein paar Fragen über ihren Werdegang zu stellen. Annika, was waren denn Ereignisse in deinem Studium, die dich geprägt haben?
Annika: Also zuerst Geschichte und Deutsch habe ich studiert, an der TU Braunschweig, weil das meine Lieblingsfächer waren und ich das unbedingt vermitteln wollte oder anderen an der Leidenschaft teilhaben lassen wollte. Ich habe im Studium gemerkt, dass die Selbstorganisation ganz anders war, als ich es mir gedacht hatte. Also Prozesse der Uni, Organisationsmanagement der Uni das hat mich fast dazu gebracht, dass ich mein Studium beinahe geschmissen hätte, habe ich aber dann doch nicht gemacht. Ich habe es dann als Tugend gesehen und mich durchgekämpft. Und ja, bin jetzt aktuell sogar in einem Beruf tätig, wo ich das anwenden kann.
Aylin: Genau. Derzeit Zeit bist du in einer anderen Sparte unterwegs, was genau machst du und wie bist du dort hingekommen?
Annika: Nach meinem Bachelor, den ich gar nicht auf Lehramt abgeschlossen hab, sondern auf Fachwissenschaft, habe ich Kultur der technisch wissenschaftlichen Welt, kurz KTW, in Braunschweig studiert. Das ist ein Studiengang der vermittelt, wie Mensch und Maschine oder Menschen mit Technik agiert und wie die Technik den Menschen verändert. Da habe ich abgeschlossen schon 2019 und bin seitdem in einem Konzern tätig, in der Nähe, als agiler Coach und als Kommunikationscoach, sowohl mit Teams arbeite ich jetzt zusammen im Thema Organisationsmanagement, aber auch in der Entwicklung von Produkten in der IT.
Aylin: Sehr interessant! Du hast uns auch ein Lied mitgebracht, welches wäre das?
Annika: Das ist „Slice me nice“ von Fancy, weil ich die 80er mag und weil es in meinem jetzigen Job darum geht „den großen Elefanten ein Stückchen zu schneiden“.
Song spielt
Annika: Dann haben wir als nächstes Louise hier. Louise wie hat dich dein Studium geprägt?
Louise: Also ich bin Louise und ich hab Lehramt für Biologie und Germanistik studiert, beziehungsweise studiere es noch, da ich mich im letzten Mastersemester mit der Masterarbeit befinde und ich würde sagen, an sich war das Studium eine wirklich schöne Zeit, mit relativ viel Freizeit, da ist doch für mich nachdem ich dann mein Abitur gemacht hab und der Übergang ins Studium ja so eine Schulerweiterung tatsächlich war, wo man nicht großartige Unterschiede gemerkt hat, aber letztendlich muss ich natürlich schon sagen, dass prägende Momente direkt auch am Anfang geschehen sind, wie zum Beispiel mein Hiwi-Job bei der Biologiedidaktik Grüne Schule im Botanischen Garten, die mich viel gelehrt hat neben dem Studium oder tatsächlich sogar mehr als das Studium an sich, weil dort eben Praxis und Theorie verbunden worden sind und ich somit sehr viel dazulernen konnte für den späteren Beruf oder Werdegang.
Annika: Und aktuell an einem Studium? Was hatte dich da so richtig fasziniert an deinem Fach an sich?
Louise: Ja also das Ding ist, Biologie ist sowieso mein absoluter Favorit und auch tatsächlich meine Leidenschaft. Was mich so daran fasziniert ist, dass man immer was dazulernen kann und das ist eigentlich auch kein Ende gibt und man sich immer weiterbilden kann und diese Leidenschaft möchte ich eigentlich genau auch anderen Personen vermitteln und die Augen für Neues öffnen. Das treibt mich letztendlich auch an.
Annika: Wie geht es jetzt konkret weiter? Was sind die nächsten Schritte?
Louise: Erstmal die Masterarbeit schreiben und bestehen. Danach werde ich wahrscheinlich nicht den planmäßigen Werdegang einschlagen, sondern mich dann weiterbilden, weil es für mich auch dort tatsächlich kein Ende gibt. Ich bin sehr wissbegierig, was das angeht und denke jetzt, dass noch nicht das Ende in Sicht ist und würde stattdessen wahrscheinlich nochmal für Medizin bewerben, die Promotion in Biologie oder auch nochmal das Biologie Studium anstreben, um mich da eben auch weiterzubilden. Dementsprechend schau ich einfach, was so die Zukunft für mich bereithält.
Annika: Mit welchem Lied dürfen wir dich dann verabschieden?
Louise: Mit „Notions“ von the rare occasions.
Song spielt
Louise: Ja, dann mach ich mal gleich weiter und ihr werdet jetzt Aylin kennenlernen.
Aylin: Hallo!
Louise: Wie hast du denn deine Studienzeit im Vergleich zu uns jetzt wahrgenommen?
Aylin: Also ich habe meine Studienzeit sehr positiv wahrgenommen. Das habe ich auch den ganzen Freiheiten zu verdanken, die ich während meines Studiums haben durfte. In meinen Seminaren und in den ganzen Veranstaltungen, wenn ich mir beispielsweise die Hausarbeitsthemen ganz nach meinen Leidenschaften aussuchen durfte und auch die Angebote die, die Uni sonst zur Verfügung stellt, seien es Sprachkurse, seien es verschiedene Zertifikate, die man machen kann, die haben meine Studienzeit auf jeden Fall sehr aufgewertet.
Louise: Das hört sich ja schon mal sehr schön an, aber warum genau nimmst du dir denn jetzt eigentlich viel Zeit für die sogenannten Sidequests?
Aylin: Ich mag es meinen Horizont zu erweitern und ich liebe es zu lernen. Ich sehe es als ein sehr großes Privileg an, dass ich hier an der Uni kostenlos auch diese Sprachkurse wahrnehmen darf. Ich habe einen Russischkurs gemacht, einen arabisch Kurs, einen türkische Muttersprachlerkurs, nebenbei noch das DaF/DaZ-Zertifikat und ich habe während dieser ganzen Sidequests auch er wunderbare Leute kennengelernt, man kommt in den Austausch mit Studenten aus verschiedenen Fachrichtungen und dadurch habe ich Freundschaften schließen können, die mich bis heute begleiten und ich hoffe für eine lange weitere Zeit.
Louise: Okay, was ist denn aber jetzt so die Essenz die du mitnehmen würdest und wie geht es letztendlich jetzt auch bei dir weiter?
Aylin: Also die Essenz ist, dass ich es jedem ans Herz legen würde, alle Angebote zu nutzen, wenn etwas auf euch zukommt es auch wirklich in Angriff zu nehmen, auch wenn ihr alleine seid. Ich habe mich für die ganzen Kurse auch immer alleine beworben, meine Freunde hatten darauf keine Lust, aber dadurch kommt man eben in diesen Austausch und dadurch lernt man dann eben halt auch andere Leute kennen und dass man eben keine Angst haben sollte, es stärkt vielmehr das Selbstbewusstsein. Mein Lebensweg wird anders als bei euch beiden jetzt doch relativ Standard weitergehen. Ich ziele nämlich auf das Referendariat ab und möchte dann auch wirklich als Lehrerin tätig sein.
Louise: Okay, viel Erfolg auf jeden Fall bei deinem weiteren Werdegang. Dann verrate uns mal deinen Song.
Aylin: Ich habe von Charles Aznavour das Lied „la bohéme“ mitgebracht. Der Grund dafür ist, dass ich während meiner Praktikumszeit immer sehr lang pendeln musste und dieses Lied hat mich da begleitet. Ich habe während meines Praktikums eine sehr gute Freundin kennengelernt und zusammen haben wir dann auch dieses Lied ständig rauf und runter gehört.
Song spielt
Maike: Und das war unsere Sendung mit den Ehemaligen und den aktuellen Deutschlandstipendiaten der TU Braunschweig. Wir freuen uns sehr, dass ihr dabei wart und zugehört habt. Wenn ihr noch mehr erfahren wollt, dann geht doch gerne auf die Suchmaschine eurer Wahl, gebt TU Braunschweig und das Stichwort Alumni oder Deutschlandstipendium ein und nehmt Kontakt auf. Wir freuen uns auf euch und sind gespannt auf eure Ideen. Also Tschüss von uns am Mikrofon waren…
Luisa: …Luisa…
Maike: …und Maike.