Wanderung zum Brocken bei Sonnenaufgang

The same procedure as every year: Auch dieses Jahr haben sich wieder Teilnehmende der Laufgruppen aufgemacht, um den Sonnenaufgang auf dem Brocken zu erleben.

Die Anreise beginnt mit einer Zugfahrt nach Bad Harzburg. Je nach Wandertempo empfiehlt sich der letzte oder der vorletzte Zug am Vorabend des Sonnenaufgangs. Um 00:11 geht es los vom Bahnhof in Bad Harzburg durch die ausgestorbene Stadt zur Talstation der Burgbergseilbahn. Für den folgenden Abschnitt hilft eine Stirnlampe bei der Wegfindung. Vorbei am Baumwipfelpfad wird der Weg nach und nach etwas steiler – ein kleiner Vorgeschmack auf den Hirtenstieg - bis zum Molkenhaus. Wer Wanderkaiser*in werden will, hat hier die erste Gelegenheit zu stempeln.
 

Es geht leicht bergab, bis der Braunschweiger Weg erreicht ist, der eine Lichtung quert. Hier machen wir auf den beiden Bänken am Wegesrand die erste Rast, um unbehelligt von der Lichtverschmutzung einer Großstadt den Sternenhimmel zu beobachten. Der Blick in die unendlichen Weiten des Alls ist fast beeindruckender als der später folgende Sonnenaufgang. Auch die Stille der Nacht - es ist 01:30 - ist bemerkenswert. Nach der 15-minütigen Pause geht es weiter ins Eckertal hinunter und wir folgen dem Bach stromaufwärts bis zur Eckertalsperre. Am Trinkbrunnen wird Wasser aufgefüllt, bevor uns der Weg über die Staumauer nach Sachsen-Anhalt führt. Ein Grenzpfahl markiert die ehemalige Zonengrenze. Hier ist die nächste Stempelstelle. Wir wandern an der Eckertalsperre entlang über wurzeldurchzogene Wege bis wir durch ein ehemaliges Waldstück – es ragen fast nur noch Überreste von Bäumen in den Nachthimmel – Richtung Rangerstation Scharfenstein (Stempel Nummer drei) abbiegen.

Das waren die entspannten ersten 11km. Es ist 3:10. Inzwischen ist es schon so hell, dass wir die Stirnlampen nicht mehr benötigen. Jetzt folgt der Schlussanstieg zum Brocken über den Hirtenstieg, 4km mit 500Höhenmetern über Panzerplatten. Gegen 3:55 machen wir an einer Bank halt und genießen den Blick auf die Eckertalsperre in der Morgendämmerung. Es lohnt sich immer etwas früher oben zu sein, um das Farbspiel zu beobachten, das sich am Himmel präsentiert, bevor die Sonne den Horizont durchbricht. Um 4:30 haben wir den höchsten Punkt erreicht (Stempel Nummer vier). Dieses Jahr gibt es Kriebelmücken, die ein entspanntes Frühstück auf den windgeschützten Steinen neben dem Brockenhaus nicht zulassen.

Wir benötigen die mitgebrachte Kleidung – es sind noch angenehme 16°C – weniger, um uns zu wärmen und mehr, um uns vor den Mücken zu schützen. Der Himmel ist nicht ganz wolkenfrei, aber gegen 4:50 können wir den Sonnenaufgang bewundern. Nachdem alle Fotos gemacht sind, wandern wir gegen 5:10 über den Goetheweg vorbei am Eckersprung (Stempel Number 5) nach Torfhaus, um dort nach insgesamt 24,5km gegen 7:20 den ersten Bus zurück nach Bad Harzburg zu nehmen. Der Bus erreicht pünktlich den Bahnhof und mit dem Zug geht es zurück ins verregnete Braunschweig.

Hier könnt ihr die genaue Strecke sehen & nachwandern!