Das Braunschweiger Classroom-Management-Training (CMT)

Das Braunschweiger Classroom-Management-Training (CMT) ist ein obligatorisches Angebot für alle Lehramtsstudierenden im Rahmen des Praktikumsmoduls während des Bacholorstudiums. Entwickelt, erprobt und evaluiert wurde es im Rahmen der Qualitätsoffensive Lehrerbildung im Teilprojekt "Kompetenzorientierte Beratungs- und Begleitstrukturen (KoBB)". Aufgrund der positiven Evaluationsergebnisse wurde es als verpflichtendes Element in das Praktikumsmodul der Lehramtsstudiengänge an der TU Braunschweig dauerhaft aufgenommen.

Das CMT als sehr praxisnahe und umittelbar praxisrelevante Veranstaltung dient der Vorbereitung der Studierenden auf ihr sechswöchiges Allgemeines Schulpraktikum.

Die Durchführung der CMT obliegt ausschließlich sorgfältig geschulten Trainerinnen und Trainern, die erfolgreich an der Schulung zur Trainerin /zum Trainer für Classroom-Management teilgenommen haben.

Profilbild Dr. Gesa Uhde

Kontakt

Dr. Gesa Uhde

Verantwortliche für die Durchführung der CMT

Leiterin der Schulung zur Trainerin/ zum Trainer für Classroom-Management

 

CM-Training(at)tu-braunschweig.de

 

Was ist das CMT?

Das CMT ist ein kognitiv-behaviorales Training, welches auf die Verbesserung der Classroom-Management-Kompetenzen zielt, um Lehramtsstudierende dadurch auf das Allgemeine Schulpraktikum vorzubereiten. Das Training basiert strukturell auf bewährten Elementen aus Trainings der sozialen Kompetenz (Hinsch & Pfingsten, 2007; Uhde, 2015) und inhaltlich auf wissenschaftlichen Erkenntnissen aus der Forschung zum Classroom-Management (Emmer & Sabornie, 2015; Kounin, 1976; Marzano, 2003; Mayr, 2006).

Das CMT besteht aus drei jeweils fünfstündigen Präsenssitzungen, welche mit einer Gruppe von maximal 15 Studierenden unter der Anleitung einer ausgebildeten Trainerin / eines ausgebildeten Trainers stattfinden. Zusätzlich zu den Präsenzsitzungen gibt es einen Onlinebegleitkurs (auf studip), der zur Unterstützung der Trainingsinhalte in die Praxis dienen soll.

Entsprechend einem kognitiv-behavioralen Training enthält es sowohl Elemente, die auf die Bewusstmachung und Veränderung der Kognitionen zielen, und gleichzeitig gibt es einen hohen Anteil praktischer Elemente, die sich direkt auf die Handlungsebene beziehen. Die wichtigsten Methoden des CMT sind Instruktion und Modellierung durch die Trainerin bzw. den Trainer, Einzel- und Partnerarbeiten, Plenumsdiskussionen, Übungen zur Modifikation von Kognitionen und - zeitlich am umfangreichsten - Rollenspiele in unterschiedlichen Varianten.

Für eine ausführlichere Darstellung zum CMT siehe Hannemann, Uhde & Thies (2019)  bzw. Uhde, Thies, Perst & Hannemann (2018)

Was bringt das CMT? (Evaluationsergebnisse)

Das CMT wurde bereits mit vier Kohorten Lehramtsstudierender zur Vorbereitung auf das ASP durchgeführt. Zur Überprüfung der Wirksamkeit wurden die CMT u.a. anhand von Selbsteinschätzungen der Teilnehmenden zu mehreren Messzeitpunkten pro Durchgang evaluiert. Darüber hinaus wurde die Akzeptanz der Trainings direkt im Anschluss an die Teilnahme erhoben. In Bezug auf das selbsteingeschätzte CM-Wissen und die selbsteingeschätzten CM-Kompetenzen (Piwowar, Thiel & Ophardt, 2013) berichteten die Teilnehmenden der CMT direkt nach der Trainingsteilnahme günstigere Werte als Studierende der unbehandelten Wartekontrollgruppe zum gleichen Zeitpunkt (Hannemann, Uhde & Thies, eingereicht). Im Vergleich zu Studierenden, die an einer Onlineveranstaltung teilnahmen, welche als Alternative zum CMT durchgeführt wurde, gaben die Trainingsteilnehmenden signifikant häufiger an, dass sie mit der Veranstaltung zufrieden waren, dass sich ihr Verhalten und ihre Einstellung geändert hat und dass sie sich durch das CMT gut auf das ASP vorbereitet fühlen (Uhde, Thies, Perst & Hannemann, 2018).

Für eine ausführlichere Darstellung der Evaluationsergebnisse siehe Hannemann, Uhde & Thies (2019)  bzw. Uhde, Thies, Perst & Hannemann (2018)