Teilprojekt Germanistik

Automatisierung in populärwissenschaftlicher Literatur seit 1950

Kontaktperson:   Susan Flemming

In den 1940er Jahren wurden die ersten elektronischen, programmgesteuerten Rechenmaschinen entwickelt. Bereits in ihren Anfängen wurden sie neben dem rechnerischen Problemlösen auch für das sprachliche Problemlösen eingesetzt.

Theo Lutz gilt mit seinen stochastischen Texten als einer der ersten, der die Rechenmaschine über die direkten Anwendungsgebiete der Mathematik hinaus nutzte.

Die automatisierte Schreibtätigkeit rief eine Auseinandersetzung mit dem kreativen Bewusstsein und Schaffen des Menschen einerseits und der Maschine andererseits hervor, so dass mit dem Aufkommen der Rechenmaschinen sich ein Automatisierungsdiskurs in Wissenschaft und Literatur formierte.

Das Forschungsprojekt spürt mit historischem Blick sprachlich-rhetorischen Mitteln in populärwissenschaftlicher Literatur von den 1950er Jahren bis heute nach und rückt dabei als zentrales Moment den Bedeutungsgehalt der Schlüsselbegriffe in den Fokus.