IKON / ITE / IBEA und TUM @ Welttag der Wissenschaft

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Im Rahmen des Welttags der Wissenschaft wurde u.a. Prof. Helga Blocksdorf zum Thema Beitrag des Bauwesens zur Bewältigung der Klimakrise von competionline interviewt. Es ging dabei auch um die Konferenz constructive disobedience, die im Staatstheater Braunschweig stattfand und von der Präsidentin der TU Braunschweig, Prof. Angela Ittel, eröffnet wurde.

Auszüge aus der Stellungnahme von Helga Blocksdorf:

Die Baubranche steht vor dem größten Wandel seit der industriellen Revolution. Insofern gibt es vor allem eine Gemeinschaftsleistung in der Kooperation aus Architekt*innen und Ingenieur*innen zu bewältigen. Jedes Fachgebiet leistet hier seinen Beitrag. Wir als junges Institut (Berufung seit 03/2021) für Baukonstruktion (ikon-institute.com) an der TU Braunschweig, haben uns zum Ziel gesetzt, die ökologischen Aspekte zeitgenössischer Architekturproduktion mit den digitalen Forschungen zum Entwerfen und Konstruieren so zu verknüpfen, dass ein architektonisch relevanter Beitrag zur Bauwende ersichtlich wird. Hierbei stehen wir in enger Kooperation zum einen mit dem Transregio SFB/TRR277 zur additiven Fertigung im Bauwesen, welches mit Harald Kloft und Norman Hack die TU Braunschweig mit der TU München, hier Katrin Dörfler, verknüpft. Zum anderen arbeiten wir mit Elisabeth Endres und dem IBEA zur Bauklimatik und Energie der Architektur, um messbare Ergebnisse und Informationen zu vertretbaren Rohstoffen und ihrer Vernutzung in zukünftigen Baukonstruktionen zu erhalten.

Um die weltweit kursierenden experimentellen Ansätze aus dem produktiven Kern der Disziplin Architektur heraus einzusammeln und zu teilen, haben wir Mitte September zusammen mit Katharina Benjamin (KNTXTR) und Matthias Ballestrem (HCU, jetzt Bauhaus Erde) die internationale Konferenz https://constructive-disobedience.com im Staatstheater Braunschweig veranstaltet. Der Fokus liegt hierbei in der methodischen Herausarbeitung des konstruktiven Experiments im Dienste der Bauwende, respektive um die Nachvollziehbarkeit bei der Wissensproduktion durch das architektonische Artefakt als ‚particular case‘.

Anette Spiro schrieb in der Rückschau kürzlich als Dank: „Nach dem verheißungsvollen Titel waren meine Erwartungen hoch und die Vorfreude groß. Ihr habt die bereits sehr hohen Erwartungen in allen Bereichen noch haushoch übertroffen! (…) Vielfältig, aktuell, spannend, überraschend, herausfordernd und das alles in einer wunderbaren Atmosphäre. Euer Engagement hat sich eins zu eins auf die Teilnehmer übertragen, ich habe noch nie ein Symposium erlebt, bei dem die Begeisterung so einhellig und geradezu mit Händen greifbar war. Ihr habt gemeinsam richtig Funken gezündet und gezeigt, dass Konstruieren weit mehr ist, als einfach die Umsetzung einer architektonischen Idee.“ In diesem Sinne möchten wir alle am Bau Beteiligten anlässlich des Welttages der Wissenschaft an ihre spezifische Verantwortung für diese Erde und unseren gemeinsamen Lebensraum erinnern.

Den gesamten Beitrag finden Sie auf der Seite von competitionline (hinter Bezahlsperre).

Weitere Informationen zur Konferenz:

https://constructive-disobedience.com

auf Instagram

https://www.instagram.com/constructivedisobedience/