PRiO Beruf

Das Projekt

Im Projekt "Berufsbezogene Gesundheitsrisiken und Leistungszugänge – Eine Mixed-Methods-Analyse zur Optimierung von Prävention und Rehabilitation" kurz: PRiO Beruf möchten wir Möglichkeiten zur Optimierung des Reha-Systems (Präventionsleistungen, Rehabilitationsleistungen) aufzeigen.

Im Teilprojekt I werden anhand eines statistischen Analyseverfahrens berufsspezifische Belastungen und Erkrankungen auf der Basis von für Deutschland repräsentativen Erwerbstätigendaten durchgeführt. Diese Analysen werden im Teilprojekt II mit qualitativen Interviews und inhaltsanalytischen Auswertungen ergänzt und vertieft. Hier möchten wir schwerpunktmäßig herausfinden, welche Hemmnisse und Hürden Berufstätige beim Zugang zu Präventionsmaßnahmen (Vorbeugungsmaßnahmen) oder Rehabilitationsmaßnahmen (Wiederherstellungsmaßnahmen) erfahren haben.

Da es uns wichtig ist, die Sicht unterschiedlicher Berufsgruppen kennenzulernen, suchen wir Teilnehmende aus den folgenden belasteten Berufsgruppen: Verwaltung, Gesundheits-/Krankenpflege, Sanitär-/Heizungs-/Klimatechnik, (Gebäude-)Reinigung, Produktion (Metallverarbeitung), Handel (Verkauf) sowie Bus- und Straßenbahnfahrende.

Bitte beachten Sie, dass Personen mit Beamtenstatus sowie selbstständige Personen kein Teil unserer Befragung sind.


Wer kann teilnehmen?

Im Rahmen des qualitativen Teilprojekts suchen wir nach Interwiewteilnehmer:innen, welche bestimmte Merkmale aufweisen. Erfüllen Sie diese Merkmale?
Dann laden wir Sie herzlich zur Teilnahme an diesem Projekt ein!

  • Sie sind im erwerbsfähigen Alter,
  • Sie haben gesundheitliche Einschränkungen, welche sich auf ihr Erwerbsleben auswirken,
  • Sie gehören zu einer der betrachteten Berufsgruppen,
  • Und:  a) Sie haben darüber nachgedacht an einer Prävention teilzunehmen oder eine Rehabilitation zu beantragen,
                   aber dies bisher nicht gemacht.
    Oder: b) Sie planen bereits an einer Präventions- oder Rehhabilitationsmaßnahme teilzunehmen. 
    Oder: c) Sie haben bereits eine Präventions- oder eine Rehabilitationsmaßnahme beantragt oder
                   daran teilgenommen.

Wir heißen Interessierte aller Geschlechter willkommen!

Eine aktuelle Übersicht an Berufsgruppen, aus welchen noch Teilnehmende gesucht werden finden Sie hier.
Bitte beachten Sie, dass verbeamtete Personen und Selbstständige kein Teil unserer Befragung sind.

Wir konzentrieren uns auf Erwerbstätige in Niedersachsen.

Weitere Informationsmaterialen

Ihre Ansprechperson bei Rückfragen zur Teilnahme

Foto von Anna Kaemmerer

Anna Kaemmerer

Telefon: +49 531 391-8940
E-Mail: Berufe-Gesundheit(at)tu-braunschweig.de

Technische Universität Braunschweig
Institut für Soziologie | Lehrstuhl für Soziologie, Arbeit und Organisation
Bienroder Weg 97 | 38106 Braunschweig

Kontaktiern Sie mich bei Fragen oder Interesse an der Teilnahme gerne per E-Mail oder Telefon. Sie erreichen mich dienstags und donnerstags von 09:00 bis 13:00.


Interviewstatistiken

Im Rahmen des qualitativen Teilprojektes sollen 36 Interviews mit Personen belasteter Berufsgruppen sowie 12 Interviews mit betrieblichen Prozessbeteiligten durchgeführt werden. Die betrieblichen Prozessbeteiligten bestehen dabei beispielsweise aus Betriebsärzt:innen, Betriebsrät:innen, Sozialberater:innen oder Vertreter:innen von Krankenversicherungen und Reha-Einrichtungen. Den aktuellen Stand der durchgeführten Interviews sehen Sie hier:

1 Handel, 8 Verwaltung, 0 SHK, 2 Reinigung
9 Pflege, 0 Produktion, 3 Bus und Bahn, 4 Prozessbeteiligte

Projektergebnisse

Im Rahmen des 35. Reha-Kolloquiums in Leipzig wurden unter dem Motto „Fairsorgt in der Reha? Vielfalt leben – Chancengleichheit schaffen“ erste Ergebnisse der beiden Teilprojekte präsentiert. 

In Teilprojekt I wurde deutlich, dass anhand von Erwerbstätigenbefragungen ein differenziertes Bild gesundheitlicher Risiken im Berufskontext geschaffen werden kann. Es zeigte sich, dass arbeitsbedingte Belastungen von dem ausgeübten Beruf abhängen. Die Kentniss berufsspezifischer Risiken kann somit einen passgenaueren Einsatz von Präventions- und Rehabilitationsleistungen ermöglichen.

Teilprojekt II zeigte, dass der Zugang von Verwaltungsbeschäftigten zu medizinischer Rehabilitation auf der individuellen, betrieblichen und struktuellen Ebene Barrieren aufweist. Diese erschweren den Zugang zu Rehabilitationsleistungen und wirken auf die Betroffenen als zusätzliche Belastung. Um eine chancengerechte Teilnahme zu gewährleisten braucht es abgestimmte Maßnahmen auf allen drei Ebenen.


Das Projektteam

(von links nach rechts: Prof. Dr. Christian Ebner, Katrin Stache, Merle Schulze, Anna Kaemmerer)

Projektleitung: Prof. Dr. Christian Ebner

Projektmitarbeitende: Katrin Stache, M.A. (Teilprojekt I)

studentische Hilfskräfte: Anna Kaemmerer, Fiona Konz

ehemalige Mitarbeitende: Merle Schulze, M.A. (Teilprojekt II)

Technische Universität Braunschweig
Institut für Soziologie | Lehrstuhl für Soziologie, Arbeit und Organisation
Bienroder Weg 97 | 38106 Braunschweig

E-Mail: Berufe-Gesundheit(at)tu-braunschweig.de

Im Rahmen des Projekts werden auch Abschlussarbeiten von Studierenden angefertigt. 


Förder:innen und Projektpartner:innen

Förderung von der Deutschen Rentenversicherung Bund | Dezernat Reha-Wissenschaften

Zusammenarbeit mit dem Arbeitgeberverband Braunschweig, der aktivo Gesundheitspartner GmbH sowie der Braunschweiger Verkehrs-GmbH

Logo des Arbeitgeberverbandes
Logo der DRV Bund
Logo des aktivo Gesundheitspartner GmbH
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