Im Projekt "Berufsbezogene Gesundheitsrisiken und Leistungszugänge – Eine Mixed-Methods-Analyse zur Optimierung von Prävention und Rehabilitation" kurz: PRiO Beruf möchten wir Möglichkeiten zur Optimierung des Reha-Systems (Präventionsleistungen, Rehabilitationsleistungen) aufzeigen.
Im Teilprojekt I werden anhand eines statistischen Analyseverfahrens berufsspezifische Belastungen und Erkrankungen auf der Basis von für Deutschland repräsentativen Erwerbstätigendaten durchgeführt. Diese Analysen werden im Teilprojekt II mit qualitativen Interviews und inhaltsanalytischen Auswertungen ergänzt und vertieft. Hier möchten wir schwerpunktmäßig herausfinden, welche Hemmnisse und Hürden Berufstätige beim Zugang zu Präventionsmaßnahmen (Vorbeugungsmaßnahmen) oder Rehabilitationsmaßnahmen (Wiederherstellungsmaßnahmen) erfahren haben.
Da es uns wichtig ist, die Sicht unterschiedlicher Berufsgruppen kennenzulernen, suchen wir Teilnehmende aus den folgenden belasteten Berufsgruppen: Verwaltung, Gesundheits-/Krankenpflege, Sanitär-/Heizungs-/Klimatechnik, (Gebäude-)Reinigung, Produktion (Metallverarbeitung), Handel (Verkauf) sowie Bus- und Straßenbahnfahrende.
Bitte beachten Sie, dass Personen mit Beamtenstatus sowie selbstständige Personen kein Teil unserer Befragung sind.
Merle Schulze, M.A.
Telefon: +49 531 391-8940
E-Mail: Berufe-Gesundheit(at)tu-braunschweig.de
Technische Universität Braunschweig
Institut für Soziologie | Lehrstuhl für Soziologie, Arbeit und Organisation
Bienroder Weg 97 | 38106 Braunschweig
Rufen Sie mich bei Fragen gerne an. Alternativ können Sie sich per E-Mail an mich wenden. Geben Sie bitte eine Telefonnummer und ein passendes Zeitfenster an. Ich rufe Sie gerne zurück.
Im Rahmen des qualitativen Teilprojektes sollen 36 Interviews mit Personen belasteter Berufsgruppen sowie 12 Interviews mit betrieblichen Prozessbeteiligten durchgeführt werden. Die betrieblichen Prozessbeteiligten bestehen dabei beispielsweise aus Betriebsärzt:innen, Betriebsrät:innen, Sozialberater:innen oder Vertreter:innen von Krankenversicherungen und Reha-Einrichtungen. Den aktuellen Stand der durchgeführten Interviews sehen Sie hier:
Im Rahmen des 35. Reha-Kolloquiums in Leipzig wurden unter dem Motto „Fairsorgt in der Reha? Vielfalt leben – Chancengleichheit schaffen“ erste Ergebnisse der beiden Teilprojekte präsentiert.
In Teilprojekt I wurde deutlich, dass anhand von Erwerbstätigenbefragungen ein differenziertes Bild gesundheitlicher Risiken im Berufskontext geschaffen werden kann. Es zeigte sich, dass arbeitsbedingte Belastungen von dem ausgeübten Beruf abhängen. Die Kentniss berufsspezifischer Risiken kann somit einen passgenaueren Einsatz von Präventions- und Rehabilitationsleistungen ermöglichen.
Teilprojekt II zeigte, dass der Zugang von Verwaltungsbeschäftigten zu medizinischer Rehabilitation auf der individuellen, betrieblichen und struktuellen Ebene Barrieren aufweist. Diese erschweren den Zugang zu Rehabilitationsleistungen und wirken auf die Betroffenen als zusätzliche Belastung. Um eine chancengerechte Teilnahme zu gewährleisten braucht es abgestimmte Maßnahmen auf allen drei Ebenen.
(von links nach rechts)
Projektleitung: Prof. Dr. Christian Ebner
Projektmitarbeitende: Katrin Stache, M.A. (Teilprojekt I); Merle Schulze, M.A. (Teilprojekt II)
studentische Hilfskräfte: Anna Kaemmerer, Fiona Konz
Technische Universität Braunschweig
Institut für Soziologie | Lehrstuhl für Soziologie, Arbeit und Organisation
Bienroder Weg 97 | 38106 Braunschweig
E-Mail: Berufe-Gesundheit(at)tu-braunschweig.de
Im Rahmen des Projekts werden auch Abschlussarbeiten von Studierenden angefertigt.
Förderung von der Deutschen Rentenversicherung Bund | Dezernat Reha-Wissenschaften
Zusammenarbeit mit dem Arbeitgeberverband Braunschweig, der aktivo Gesundheitspartner GmbH sowie der Braunschweiger Verkehrs-GmbH