TU BRAUNSCHWEIG

» Prof. Dr. rer. nat. Dr. phil. Gerhard Vollmer 

 

Prof. em. Dr. Dr. Gerhard Vollmer

» Zur Person 

 

Kontakt:

Prof. Dr. Dr. Gerhard Vollmer
Professor-Döllgast-Straße 14
D-86633 Neuburg/Donau

Tel.: +49 (0)8431 / 536 14 61
Email: g.vollmer@tu-braunschweig.de

 

» Biographisches 

Geboren 1943 in Speyer/Rhein.

1963-1968 Studium der Physik, Mathematik und Chemie in München, Berlin, Hamburg (DESY), Freiburg; Diplom in Physik.

1967-1972 Studium Philosophie und Sprachwissenschaften in Freiburg und Montreal.

1971 Promotion in Theoretischer Physik bei Siegfried Flügge, Freiburg.

1971-1972 Research Associate bei Mario Bunge, McGill University, Montreal.

1971-1974 Wissenschaftlicher Assistent für Theoretische Physik bei Siegfried Flügge in Freiburg.

1974 Promotion in Philosophie in Freiburg.

1975-1981 Akademischer Rat für Philosophie an der Universität Hannover.

1981-1991 Professor für Philosophie am Zentrum für Philosophie und Grundlagen der Wissenschaft Gießen, zugleich Mitglied des Fachbereichs Biologie, mehrfach Geschäftsführender Direktor des Zentrums.

1991 bis 2008 Professor für Philosophie an der Technischen Universität Braunschweig, Geschäftsführender Leiter des Seminars für Philosophie.

2002 Gastvorträge und Ernennung zum Gastprofessor an der Hunan Normal University Changsha in China.

2004 Kulturpreis der Eduard Rhein Stiftung.

Gerhard Vollmer ist Mitglied der Akademie der Naturforscher Leopoldina Halle und der Braunschweigischen Wissenschaftlichen Gesellschaft. Er ist Mitherausgeber der Zeitschrift Aufklärung und Kritik und Mitglied im Wissenschaftsrat der GWUP..

» Forschungsschwerpunkte 

Logik, Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie, Grundlagen der Physik und der Biologie, Naturphilosophie, Künstliche Intelligenz, Evolutionäre Ethik.

 

» Publikationen 

 

» Bücher 

1975

Evolutionäre Erkenntnistheorie
Stuttgart: Hirzel 11975, 82002. Geleitwort von Ernst Peter Fischer.

1985

Was können wir wissen?

Band 1: Die Natur der Erkenntnis.
Geleitwort von Konrad Lorenz.
Band 2: Die Erkenntnis der Natur.
Geleitwort von Hans Sachsse.
Stuttgart: Hirzel 11985, 32003.

 

1993 Wissenschaftstheorie im Einsatz
Beiträge zu einer selbstkritischen Wissenschaftsphilo-sophie. Geleitwort von Mario Bunge.
Stuttgart: Hirzel 1993.
1995

Auf der Suche nach der Ordnung
Stuttgart: Hirzel 1995. Geleitwort von Hans Albert.

Biophilosophie. Geleitwort von Ernst Mayr.
Stuttgart: Reclam 1995.

2003

Wieso können wir die Welt erkennen? Neue Beiträge zur Wissenschaftstheorie.
Stuttgart: Hirzel 2003. Geleitwort von Bernulf Kanitscheider.

» Festschrift 

2003

Kaltblütig. Philosophie von einem rationalen Standpunkt. Festschrift für Gerhard Vollmer zum 60. Geburtstag.
Herausgegeben von Wolfgang Buschlinger und Christoph Lütge.
Stuttgart: Hirzel 2003.

» Aufsätze (in Auswahl) 

1995

Der wissenschaftstheoretische Status der Evolutionstheorie. Einwände und Gegenargumente.
In G. Vollmer: Biophilosophie. Stuttgart: Reclam 1995, 92-106.

Wir irren uns empor. Zum Tode des Philosophen Karl Raimund Popper.
Skeptiker 8 (1/95) 4-6.

Erkennntnis, Objektivität und Invarianz.
In H. R. Fischer (Hrsg.): Die Wirklichkeit des Konstruktivismus. Zur Auseinandersetzung um ein neues Paradigma (Kongreß 1992). Heidelberg: Auer 1995, 195-203.

1996

Die Bedingungen der Möglichkeit von Erfahrung.
Apriorismus, hypothetischer Realismus und projektive Erkenntnistheorie.
In Gerhard Schönrich, Yasushi Kato (Hrsg.): Kant in der Diskussion der Moderne. Frankfurt: Suhrkamp 1996, 139-165

Die Einheit der Wissenschaft in evolutionärer Perspektive.
In H. Pfusterschmid-Hardtenstein (Hrsg.): Das Ganze und seine Teile. Europäisches Forum Alpbach 1995. Wien: Ibera Verlag 1996, 135-170.

Das alte Gehirn und die neuen Probleme. Wie gewinnt die Evolution den Kampf um die Zukunft?
In S.J. Skirl u.a. (Hrsg.): Lust auf Zukunft. Neue Kompetenzen für das Unternehmen von morgen. Wiesbaden: Gabler 1996, 47-75.

Mein Weg in die Evolution.
In C. und M. Hauskeller (Hrsg.): "... was die Welt im Innersten zusammenhält". 34 Wege zur Philosophie.Hamburg: Junius 1996, 137-142.

Abendstunde im Spätherbst. Gespräch mit Friedrich Dürrenmatt.
In Friedrich Dürrenmatt: Gespräche 1961-1990. Zürich: Diogenes 1996, Band 4: Dramaturgie des Denkens. Gespräche 1988-1990, 101-126.

1997

Vom Sein zum Sollen. Ein Versuch, Ordnung zu schaffen.
In Ernst-Joachim Lampe (Hrsg.): Zur Entwicklung von Rechtsbewußtsein. Frankfurt: Suhrkamp 1997, stw 1315, 48-70.

Gut, wenn was schiefgeht! Wie Fehlleistungen die Forschung fördern.
Sitzungsberichte der Gesellschaft Naturforschender Freunde zu Berlin, N.F. 36 (1997) 1-16.

1998

Was weiß die Biologie vom Leben nicht?
In Andreas Dally (Hrsg.): Was wissen Biologen schon vom Leben? Loccumer Protokolle 14/97, 1998, 79-94.

(Mit Wolfgang Buschlinger und Henrik Walter)
The mental life of artifacts. Explications, questions, arguments.
In Hennig Stieve (Hrsg.): Natural organisms, artificial organisms, and their brains.Sonderheft der Zeitschrift für Naturforschung C 53 (July/August 1998) 455-479.

Der Erkenntniswert von Fehlleistungen.
In F.W. Korff (Hrsg.): Wider den absoluten Anspruch. Gerd-Günther Grau zum 75. Geburtstag. Würzburg: Königshausen & Neumann 1998, 89-106.

Woran scheitern Theorien? Zum Gewicht von Erfolgsargumenten.
In P. Weingartner, G. Schurz, G. Dorn (eds.): The role of pragmatics in contemporary philosophy. Proc. 20th Int. Wittgenstein Symposium, Kirchberg 1997. Wien: Hölder-Pichler-Tempski 1998, 301-319.

The limits of biology.
In W. Lugowski, K. Matsuno (eds.): Uroboros, or biology between mythology and philosophy. Wroclaw: Arboretum 1998, 43-59.

Wissenschaft am Ende?
Überlegungen im Anschluss an Horgans Buch The end of science/An den Grenzen des Wissens. Zeitschrift für Philosophie 1/1 (Okt. 1998) 77-84.

1999

Wollen – Können – Dürfen. Aspekte einer Evolutionären Ethik.
In Dieter Neumann, Arno Schöppe und Alfred K. Treml (Hrsg.): Die Natur der Moral. Stuttgart: Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft (Edition Universitas) 1999, 211-230.

Unterwegs in neue Dimensionen – Die Entdeckung des Raumes durch die Physik.
In Gerd Rickheit (Hrsg.): Richtungen im Raum. Interdisziplinäre Perspektiven. Wiesbaden: Deutscher Universitäts-Verlag 1999, 5-35.

Kritischer Rationalismus und Evolutionäre Erkenntnistheorie
In Ingo Pies und Martin Leschke (Hrsg.): Karl Poppers kritischer Rationalismus. Tübingen: Mohr 1999, 115-134.

Biophilosophie
In Peter Sitte (Hrsg.): Jahrhundertwissenschaft Biologie. Die großen Themen. München: Beck 1999, 381-404.

Hätte ich auch anders handeln können? Willensfreiheit und Verantwortung in einer Welt voller Sachzwänge.
In Helmut Hesse, Bernd Rebe (Hrsg.): Vision und Verantwortung. Herausforderungen an der Schwelle zum neuen Jahrtausend. Festschrift für Manfred Bodin zum 60. Geburtstag. Hildesheim: Olms 1999, 587-597.

Einheit der Wissenschaft – Sinn, Chancen, Probleme.
In Karl Acham (Hrsg.): Geschichte der österreichischen Humanwissenschaften. Band 1. Wien: Passagen Verlag 1999, 357-391.

Die vierte bis siebte Kränkung des Menschen – Gehirn, Evolution und Menschenbild.
Arbeitsgruppe Mensch – Technik – Umwelt (Prof. H.-H. Franzke, Technische Universität Berlin) (Hrsg.): Schriftenreihe Technik und Gesellschaft, Heft 3 (1999) 67-85.

2000

Was ist Naturalismus?
In G. Keil, H. Schnädelbach (Hrsg.): Naturalismus. Frankfurt: Suhrkamp 2000, stw 1450, 46-67.

Konrad Lorenz und die Evolutionäre Erkenntnistheorie.
In A. Festetits (Hg.): Zum Sehen geboren. Das Jahrhundertwerk des Konrad Lorenz. Wien: Orac 2000, 68-74.

Why does mathematics fit nature? The problem of application
In: V. Gómez Pin (ed.): Physis: From Greek Thought to Quantum Mechanics. (III. International Ontology Congress, San Sebastián 1998). Ontology Studies. Cuadernos de Ontología. Bilbao 2000, 251-260.

Nichts ist dauerhaft außer dem Wandel. Paradoxien des Neuen in der Evolution.
In Bernd Rebe (Hrsg.): Humanität – Wandel – Utopie (Cloppenburger Wirtschaftsgespräche Band 9). Hildesheim: Olms 2000, 263-281.

Können wir den sozialen Mesokosmos verlassen?
In Jürgen Mittelstraß (Hrsg.): Die Zukunft des Wissens. XVIII. Deutscher Kongress für Philosophie (Konstanz 1999). Berlin: Akademie-Verlag 2000, 340-352.

Kandidaten für Naturgesetze
Philosophia naturalis 37 (2/2000) 193-204.

Was sind und warum gelten Naturgesetze?
Philosophia naturalis 37 (2/2000) 205-239.

Was ist Wissenschaft?
In Elisabeth von Falkenhausen (Hrsg.): Biologieunterricht – Materialien zur Wissenschaftspropädeutik. Köln: Aulis Verlag Deubner 2000, 152-163.

2001

Warum haben wir keine Fragekultur? – Faszination durch ungelöste Probleme
Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina, Jahrbuch 2000, Halle 2001, 445-456.

Wieso können wir die Welt erkennen? – Neue Argumente zur Evolutionären Erkenntnistheorie.
In Wolfgang Wickler, Lucie Salwiczek (Hrsg.): Wie wir die Welt erkennen. Erkenntnisweisen im interdisziplinären Diskurs. Freiburg: Alber 2001, 13-42 (Reihe Grenzfragen. Veröffentlichungen des Instituts der Görres-Gesellschaft für interdisziplinäre Forschung, Band 27. 2001, 13-42).

Die Bibliothek von Babel.
Über einige – letztlich dann doch vergebliche, aber eben dadurch lehrreiche –Versuche, sich dem Unendlichen über besonders große Zahlen zu nähern.
In Hans Lenk, Bernd Thum (Hrsg.): Sprachen der Philosophie. Symposium für Friedrich Wilhelm Korff. München: Matthes & Seitz 2001, 175-190.

2002

Wie heißt diese Veranstaltung? – Paradoxien für die Lehre
In Karl Neumann, Jürgen Osterloh (Hrsg.): Gute Lehre in der Vielfalt der Disziplinen. Hochschuldidaktik an der Technischen Universität Braunschweig. Weinheim: Beltz 2002, 77-90.

Auf rauen Pfaden zu den Sternen. Leben und Werk Johannes Keplers.
Schriftenreihe der Johann Joachim Becher-Gesellschaft zu Speyer; Heft 16 (2002) 61-87.

Lösbar, fruchtbar, angemessen – wie bewerten wir ungelöste Probleme?
Arbeitsgruppe Mensch – Technik – Umwelt (Prof. H.-H. Franzke, Technische Universität Berlin) (Hrsg.): Schriftenreihe Technik und Gesellschaft, Heft 4 (2002) 44-60.

Fakten statt Normen? Zur Rolle einzelwissenschaftlicher Argumente in einer naturalistischen Ethik.
Rückblick auf die gleichnamige Tagung am Zentrum für interdisziplinäre Forschung, Bielefeld. In ZiF-Mitteilungen 4/2002, 11.

2003

Wieso können wir die Welt erkennen? – Zur Evolution des Erkenntnisvermögens.
In Ernst Peter Fischer/Klaus Wiegandt (Hrsg.): Evolution. Geschichte und Zukunft des Lebens. (Kolloquium an der Europäischen Akademie Otzenhausen 2002) Frankfurt: Fischer-Taschenbuch 15905, 274-300.

Geht es überall in der Welt mit rechten Dingen zu? Thesen und Bekenntnisse zum Naturalismus
In Rainer Isak (Hrsg.): Kosmische Bescheidenheit. Was Theologen und Naturalisten voneinander lernen könnten. Freiburg: Verlag der Katholischen Akademie der Erzdiözese Freiburg 2003, 11-39.

Warum eignet sich die Mathematik zur Naturbeschreibung? Das Anwendungsproblem
In Gerhard Vollmer: Wieso können wir die Welt erkennen? Stuttgart: Hirzel 2003,121-142.

2004

Fakten statt Normen? Zur Rolle einzelwissenschaftlicher Argumente in einer naturalistischen Ethik
Christoph Lütge, Gerhard Vollmer (Hrsg.): Baden-Baden: Nomos 2004 (XIV + 230 S.) Mit einem einleitenden Beitrag der Herausgeber.

2005

Bin ich ein Atheist?
In Edgar Dahl (Hrsg.): Brauchen wir Gott? Moderne Texte zur Religionskritik. Stuttgart: Hirzel 2005, 11-22.

How Is It That We Can Know This World? – New Arguments in Evolutionary EpistemologyIn Vittorio Hösle and Christian Illies (eds.): Darwinism and philosophy. Notre Dame: University of Notre Dame Press 2005, 259-274.

Willensfreiheit: Greifen die Argumente der Hirnforscher zu kurz? Stellungnahmen von Ansgar Beckermann, Gottfried Seebaß, Holm Tetens und Gerhard Vollmer.In Information Philosophie 4/2005, 58-68, Rubrik Debatte.

2006

Selbstorganisation und Kreativität – Paradigma gegenwärtiger Naturwissenschaften?
Einführung zum gleichnamigen Kolloquium. In Günter Abel (Hrsg.) : Kreativität. XX. Deutscher Kongress für Philosophie 26.-30. September 2005, Berlin.. Hamburg: Meiner 2006, 947-950.

2007

Wie viel Metaphysik brauchen wir?
In D. Westerkamp, A. v. d. Lühe (Hg.): Metaphysik und Moderne (Festschrift für C. A. Scheier). Würzburg: Königshausen & Neumann 2007, 67-81.

Wir irren uns empor
In K. Sandhoff, W. Donner u.a. (Hg.): Vom Urknall zum Bewusstsein – Selbstorganisation der Materie (124. Versammlung der GDNÄ 2006). Stuttgart: Thieme 2007, 357-366.

2008

Der Turm von Hanoi – Evolutionäre Ethik
In F. J. Wetz (Hg.): Kolleg Praktische Philosophie, Band 1: Ethik zwischen Kultur- und Naturwissenschaft. Stuttgart: Reclam 2008, 124-151.

Woher weiß ich, ob ich wach bin? Argumente um Realismus und Solipsismus
In K.-M. Hingst, M. Liatsi (Hg.): Pragmata (Festschrift für K. Oehler) Tübingen: Narr-Francke-Attempto 2008, 343-363.

2009

Wie rational ist Rationalität?
In: C. Nüsslein-Volhard u. a. (Hg.): Wachstum. Eskalation, Steuerung und Grenzen. 125. Versammlung der GDNÄ 2008. Stuttgart: Thieme 2009, 259-272.

2010

Die Evolution entlässt ihre Kinder – geht das überhaupt?
In K. Gilgenmann, P. Mersch, A. Treml (Hg.): Kulturelle Vererbung. Erziehung und Bildung in evolutionstheoretischer Sicht. Norderstedt: Books on Demand 2010, 27-46.

Interdisziplinarität – unerlässlich, aber leider unmöglich?
In M. Jungert, E. Romfeld, T. Sukopp, U. Voigt (Hg.): Interdisziplinarität: Theorie, Praxis, Probleme. Darmstadt: Wiss. Buchgesellschaft 2010, 47-75.

Could I have done otherwise? Naturalism, responsibility, and punishment
In U. Frey, C. Störmer, K. P. Willführ (eds.): Homo novus – a human without illusions. Berlin: Springer 2010, 247-259. Online http://www.springerlink.com/content/978-3-642-12141-8.

Invariance and objectivity
Foundations of Physics 40 (9/10, October 2010) 1651-1667 (Special edition Paul Busch (ed.): Festschrift für P. Mittelstaedt).


  aktualisiert am 14.07.2011
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