Arzneimittelhistorische Sammlung

Bild aus der Sammlung Schneider
Bildnachweis: Anette Marquardt/Alle Rechte bei der TU-Braunschweig


Wolfgang Schneider (1912-2007), der Begründer des Pharmaziehistorischen Seminars, der heutigen Abteilung für Pharmazie- und Wissenschaftsgeschichte der Technischen Universität Braunschweig, ist auch der Urheber einer in ihrer Art singulären arzneimittelhistorischen Sammlung. Schneider interessierte sich weniger für die sonst im Zentrum pharmazie-historischer Sammlungen stehenden Aufbewahrungsgefäße, sondern für deren Inhalte. Seine arzneimittelhistorischen Forschungen konzentrierten sich auf Herstellungsverfahren für Arzneimittel zwischen der Frühen Neuzeit und dem 19. Jahrhundert. Von Schneiders Sammlungstätigkeit sind neben über 900 inventarisierten Probengläsern auch zahlreiche pharmazeutische Präparate erhalten, die aus pharma-kognostischen Sammlungen des 19. Jahrhunderts stammen sowie einige Präparate oder Behältnisse der ersten synthetischen Arzneimittel des 20. Jahrhunderts. Zusammen mit den historischen und rekonstruierten Geräten, einem Herbar aus dem 20. Jahrhundert und einer pharmakognostischen Sammlung der Drogistenakademie bietet die "Sammlung Schneider" einen Einblick in vier Jahrhunderte Arzneimittelgeschichte.

Bild aus der Sammlung Schneider
Bildnachweis: Anette Marquardt/Alle Rechte bei der TU-Braunschweig

Eine kleine Auswahl von Objekten ist dauerhaft im sog. "Alchemie-Labor" der Abteilung zu einer Ausstellung zusammengefasst, die in der Lehre eingesetzt wird und der interes-sierten Öffentlichkeit auf Anfrage zur Besichtigung zur Verfügung steht.

Die Sammlung Schneider ist beim Hermann von Helmholtz-Zentrum für Kulturtechnik Berlin, gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft, katalogisiert.

Die Ausstellung der Sammlung kann nach einer Termin-vereinbarung besichtigt werden.