Neuromorphes Rechnen und Technologie (Neuromorphic Computing and Engineering, NCE) ist die Kernvorlesung des Instituts. Neuromorphes Rechnen ist ein Ansatz, der sich an der Struktur und Funktion des menschlichen Gehirns orientiert. Neuromorphe Computer basieren auf Siliziumbausteinen, die physische künstliche Neuronen und Synapsen zur Durchführung von Berechnungen verwenden. Der Begriff beschreibt heute analoge, digitale und gemischt analog-digitale VLSI- sowie Softwaresysteme, die Modelle neuronaler Systeme implementieren. Auf Hardware-Ebene kann neuromorphes Rechnen unter anderem mit oxidbasierten resistiven oder ferroelektrischen Memristoren realisiert werden.
In der Vorlesung werden die Prinzipien der biologischen Informationsverarbeitung und ihre Umsetzung in Hardware vorgestellt. Es werden grundlegende Bausteine der neuromorphen Technologie behandelt und die Implikationen für die Entwicklung neuartiger Informationsverarbeitungstechnologien skizziert. Die Übung ergänzt die Vorlesung durch Programmiertutorien und Simulationsaufgaben.
Nach erfolgreichem Abschluss des Moduls haben die Studierenden die Prinzipien der biologischen Berechnung verstanden. Sie wissen, wie diese in Hardware implementiert werden können, und verfügen über grundlegende Fähigkeiten in der Anwendung neuromorpher Technik.
Sommersemester 2026: Vorlesung freitags 15:00 bis 16:30 Uhr und Übung freitags 13:15 bis 14:45 Uhr, Hörsaal HS 66.3 (Hans-Sommer-Straße 66). Das nächste Angebot ist für das Sommersemester 2027 geplant, die Anmeldung erfolgt über Stud.IP.