Lehre

Geschlechterforschung für die interdisziplinäre Lehre

Das Lehrprofil der Arbeitsgruppe "Gender, Technik und Mobilität" gründet auf einem breiten Verständnis von Gender Studies in den Ingenieurwissenschaften. Dieses reicht von

  • Geschlechteraspekten in den fachlichen Inhalten und Produkten über

  • die Vergeschlechtlichung von Mobilitätsmustern, technischen Fachkulturen und des öffentlichen Bilds und

  • Untersuchungen zur ungleichen Partizipation verschiedener sozialer Gruppen in den ingenieurwissenschaftlichen Disziplinen und Berufen bis hin zu

  • partizipativer Technikgestaltung/Co-Design.

In den Lehrveranstaltungen kommen verschiedene Analyseperspektiven und Methoden aus den Sozial- und Geisteswissenschaften, aber auch aus den Ingenieurwissenschaften zum Einsatz. Eine wesentliche Herausforderung besteht deshalb in der interdisziplinären Übersetzungsarbeit zwischen verschiedenen Fachperspektiven. Hauptziele bestehen darin, wissenschaftskritische Denkanstöße zu liefern und Reflexionen über Geschlecht, Technik und Mobilität anzuregen sowie Konzepte und Methoden aus der Geschlechterforschung praktisch anzuwenden.

Lernziele sind:

  • Erwerb eines grundlegenden Verständnisses von Geschlecht und der Bedeutung von Geschlecht in den Ingenieurwissenschaften, speziell im Bereich Mobilität
  • Kennenlernen verschiedener Systematisierungen von Geschlechterforschung in den Ingenieurwissenschaften und einschlägiger Fallbeispiele
  • Entwicklung von Gender-Kompetenzen auf verschiedenen Ebenen und in Bezug auf Forschung, Technologieentwicklung und Praxis:
    • Geschlechteranalysen kritisch verstehen und auf neue Felder übertragen lernen
    • Erlernen von Methoden, um gesellschaftliche, historische und epistemologische und ethische Zusammenhänge von Geschlecht und Technik zu erfassen und zu untersuchen
    • Geschlechteranalysen auf ein vorgegebenes oder selbst gewähltes Thema anzuwenden