Der Vortrag knüpfte an zentrale Fragestellungen des TITAN-Projekts an. Behandelt wurde, wie digitale und KI-gestützte Verfahren in Verwaltung und Verwaltungsgerichtsbarkeit rechtlich gestaltet werden müssen, damit Entscheidungen transparent, zurechenbar und effektiv anfechtbar bleiben. Besondere Aufmerksamkeit galt dabei der institutionellen Differenz zwischen Verwaltungsbehörden und Verwaltungsgerichten: Während Behörden innerhalb gesetzlicher Grenzen organisatorisch gesteuert werden können, setzt die richterliche Unabhängigkeit dem Einsatz digitaler Werkzeuge im Kernbereich gerichtlicher Entscheidungsfindung besondere Grenzen.
TITAN diente im Vortrag als empirischer Bezugspunkt für die Frage, welche Formen KI-gestützter juristischer Arbeit bereits praktisch relevant sind und wo Akzeptanzgrenzen verlaufen. Damit wurde deutlich: Für die digitale Transformation der Justiz kommt es nicht nur auf technische Möglichkeiten an, sondern auf tragfähige rechtliche und institutionelle Rahmenbedingungen.
Der Vortrag wird derzeit zu einem Beitrag für einen bei Springer Nature geplanten Sammelband ausgearbeitet.