Aktuelles

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H-Work: Arbeitsbezogene diagnostische Beratung und Mini-Coaching

Im Rahmen des H-Work Projekts bietet das Institut für Psychologie eine diagnostische Sprechstunde und Mini-Coaching zu arbeitsbezogenen Fragestellungen an. Dabei wird gemeinsam mit einem Coach in drei Sitzungen verhaltensorientiert erarbeitet, was man selbst aktiv tun kann, um arbeitsbezogene Problemstellungen zu lösen.

Anmeldungen sind noch bis zum 30.09.2022 möglich!

Für weitere Informationen hier klicken.

Psychologie am Abend (ausschließlich online)

Psychologie am Abend ist eine gemeinsame Vortragsreihe der Abteilungen Klinische Psychologie, Psychotherapie und Diagnostik und Entwicklungs-, Persönlichkeits- und Forensische Psychologie.

Wenn Sie in den Mail-Verteiler für die Vortragsreihe Psychologie am Abend aufgenommen werden möchten, senden Sie bitte eine E-Mail an: Dr. Anja Grocholewski

25.10.2022 - Das Phänomen und der aktuelle Forschungsstand der Kauf-Shopping-Störung

Dr. Nora Laskowski, Universitätsklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Medizin Campus OWL, Ruhr-Universität Bochum

Wann: 25.10.2022, 17:00 - 18:30 Uhr
Wo:

webconf.tu-bs.de/anj-n5t-zzt-zio

Abstract:

Einkaufen ist eine für uns alle alltägliche und unvermeidliche Tätigkeit. Für die meisten Menschen ist dies auch nicht negativ behaftet und ohne nachteilige Konsequenzen. Ein Teil der Bevölkerung, etwa 5%, entwickeln jedoch ein pathologisches Kaufverhalten, das in einer Kauf-Shopping-Störung münden kann.

Trotz fehlender Anerkennung der Kauf-Shopping-Störung als eigenständige psychische Störung ist sie ein seit über 100 Jahren bekanntes und zunehmend erforschtes Phänomen. Durch die fehlende Anerkennung ist auch die Klassifizierung noch immer nicht geklärt. Die aktuelle Forschungslage zeigt hohe Ähnlichkeiten zu anderen Verhaltenssüchten wie der Gaming oder Gambling Disorder, weshalb dies die zurzeit präferierte Zuordnung ist.

Betroffene der Kauf-Shopping-Störung berichten von einem enormen Leidensdruck, der häufig auch Angehörige betrifft. Die Störung ist charakterisiert durch einen Kontrollverlust, der in Kaufepisoden mündet. In diesen werden dann zweckungebunden Waren gekauft, die häufig gar nicht oder nicht in der erworbenen Menge benötigt werden. Weitere Charakteristika sind ein als unwiderstehlich wahrgenommener Kaufdruck und eine enorme gedankliche Beschäftigung. Die Patientinnen und Patienten können dieses Verhalten auch bei enormen negativen Konsequenzen sozialer, finanzieller und juristischer Art nicht einschränken.

Durch den wachsenden online-Markt und damit einhergehende Marketingstrategien ist davon auszugehen, dass die Prävalenz weiter steigen wird. Dies zeigt die hohe Relevanz dieser Störung, vor allem, da junge Menschen eine besonders vulnerable Gruppe darstellen.