N. Eickelberg, J. Aberle
2024 - 2025, Weiterführung voraussichtlich in 2027
BGR - Bundesministerium für Geowissenschaften und Ressourcen
TU Dresden
Durch die steigende Nachfrage nach kritischen Metallen für die globale Wirtschaft, steigt weltweit das Interesse an Tiefseebergbau. Jedoch erhebt der potentielle Abbau von Manganknollen am Tiefseeboden Bedenken über die damit verbundenen Umweltauswirkungen und viele Länder, darunter auch Kanada und Neuseeland plädieren für ein Moratorium, während sich Deutschland für eine „vorsorgliche Pause“ ausspricht.
Im Rahmen des Projekts ERASE soll in Zusammenarbeit mit der TU Dresden untersucht werden, inwiefern die bei einem potentiellen Abbau die erodierten Tiefseesedimente langfristig remobilisiert werden könnten. Die Studie dazu wird anhand von zwei replizierten Tiefseeproben (Kasten et al. 2018) durchgeführt, die während einer weiteren Versuchskampagne simulierten Abbaubedingungen ausgesetzt wurden und so mit Tiefseesediment überlagert wurden.
Der originale Zustand und die mit Sediment überlagerten Proben wurden in Braunschweig auf Grundlage eines 3D Modells gefräst und in Rinnenversuchen wurden die in der Tiefseeauftretenden Strömungsgeschwindigkeiten hinsichtlich der auftretenden Sohlenschubspannung getestet und in weiteren Experimenten wurden die Sedimenterosion untersucht. Die Ergebnisse wurden mit den simulierten Daten der TU Dresden abgeglichen und es soll ein numerisches Modell aufgesetzt werden, welches in der Lage sein soll die Erosion von kohäsiven Sedimenten in der Tiefsee vorherzusagen.