Mikroplastik

Bild mit Unilogo, Projektpartnerlogo und Mikroplastikdaratellung

Das Bewusstsein für die Auswirkungen von Mikroplastik auf aquatische, ozeanische und terrestrische Ökosysteme wächst. Nach einhelliger Meinung renommierter Experten weltweit stellt Mikroplastik in aquatischen und terrestrischen Ökosystemen eine große Bedrohung für die Biodiversität und die Gesundheit dar, mit negativen Rückkopplungseffekten auf die Nahrungskette und letztlich auf die menschliche Gesundheit. Das Problem Mikroplastik (MP) hängt indirekt mit einem weiteren Problem zusammen, das durch den Klimawandel verursacht wird: dem Mangel an Süßwasser. So wird beispielsweise Grundwasser immer knapper, weshalb mittlerweile intensiv darüber nachgedacht wird, den Grundwasseranteil zur Bewässerung von Feldern zu verringern.

Wie gravierend diese Problematik ist zeigt sich daran, dass immer noch rund 75-80 % des Grundwassers weltweit in der Landwirtschaft verbraucht wird und sehr oft ohne ein funktionierendes Wassermanagement. Um den damit einhergehenden Wassermangel zu kompensieren, insbesondere in Ländern des globalen Südens, wird vermehrt aufbereitetes Abwasser verwendet.

Ein Projekt mit dem Technologieentwickler MicroBubbles GmbH in Bad Lippspringe und der University of Jordan in Amman, beschäftigt sich mit der Bilanzierung von Mikroplastik in Kläranlagen und der Entfernung von Mikroplastik aus behandeltem Abwasser vor Eintritt in den Vorfluter. Die Entfernung erfolgt mithilfe einer neuartigen Mikroflotationstechnologie, mit der bis zu 99 % der Mikroplastikpartikel in Abwasser oder Oberflächengewässern energiesparend ohne den Einsatz von Chemikalien und ausschließlich auf der Grundlage physikalischer Prozesse entfernt werden können. Die Technologie arbeitet dabei äußerst energieeffizient und liegt deutlich unter dem Energiebedarf von herkömmlichen Anlagen, wie beispielsweise AOP- oder Absorptionstechnologien.

Weitere Details sind über den Policy Brief abrufbar.